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Geistige Leistung von Wissenschaftlern

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  1. Geistige Leistung von Wissenschaftlern

    Autor: schap23 19.03.19 - 13:44

    Auch z.B. Wissenschaftler leisten geistige Arbeit und brauchen Kreativität, um erfolgreich zu sein. Dabei springt aber bestenfalls ein Patent heraus, das nach 20 Jahren ausläuft. Leute die ein Tralala-Liedchen geschrieben haben, sind anscheinend in viel wertvoller Weise kreativ noch ihre Urenkel bzw. die ihres Verlegers können noch 70 Jahre nach dem Tod des Verfassers kassieren.

    Bin ich der einzige, der diese Ungleichbehandlung absurd findet. Und ist es nicht schade für unsere Kultur, daß Leute, die einmal etwas erfolgreiches verfaßt haben, sich dann nicht mehr anstrengen müssen. Wieviele Meisterwerke wären wohl entstanden, wenn auch für Musik, Literatur etc. die Schutzfrist nach 20 Jahren auslaufen würde.

  2. Re: Geistige Leistung von Wissenschaftlern

    Autor: SirFartALot 19.03.19 - 14:54

    Bedenk dich bei den Verwertungsgesellschaften und ihrer erfolgreichen Lobbyarbeit! Weisst du, warum die das machen? Weil DIE die Kohle bekommen, wovon dann ein Teil ganz ungerecht auf alle aufgteilt wird.

    Wenn Wissenschaftler auch so eine Verwertungsgesellschaft haetten und sich von denen vertreten lassen wuerden (man ist halt dann sowieso automatisch drin, samt allem was man erfunden hat - ausser man kann beweisen, dass dem nicht so ist), dann haetten die _erfolgreichen_ Wissenschaftler auch mehr Kohle.

    Die Wahrheit ist aber, das geht gar nicht um die Urheber, es geht um die zusaetzliche Kohle, die die Verwerter erst mal bekommen. Die Urheber haben nicht mal einen rechtlichen Anspruch auf zusaetzliche Zahlungen aus dieser Reform.

    Du verstehst?

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  3. Re: Geistige Leistung von Wissenschaftlern

    Autor: throgh 19.03.19 - 20:19

    Wir hätten jetzt einmal mehr die Gelegenheit Weichen für neue Wege zu setzen und tatsächlich freies Wissen bei gleichermaßen entsprechender Honorierung festlegen zu können. Das "Urheberrecht" in der Gesamtheit ist zu hinterfragen und zwar in allen Belangen. Ansonsten werden nur weitere, große Sprüche geklopft oder schenke ich beispielsweise ehemaligen Mitgliedern der Piratenpartei überhaupt Glauben, wenn sie sich einerseits für den sprichwörtlichen Sturz des Urheberrechts aussprechen und dann andererseits aber bei Erscheinen ihres eigenen Buchwerks ein riesiges Theater aufführen? Gut, vielleicht hat Frau Julia Schramm das nicht selbst eingeleitet aber dennoch waren ihre Forderungen nach einem "Sturz" dann doch auf einmal leise. Und die Liste der Doppelmoral-Vertreter und -Vertreterinnen ist umso länger: Eine Frau Katharina Nocun, der ich mitnichten absprechen möchte für Datenschutz zu sein. Dennoch: Es scheint sehr passend zu sein sich so inszenieren und als Verfechter / Verfechterin der "freien Meinung" nun aufzutreten und dann bei Dokumentationen gegen Amazon zu argumentieren, dennoch aber offenkundig dort aktiv zu sein.

    Die Liste ist unglaublich lang und wie sich nun zahlreiche Individuen als was auch immer in Szene setzen. Hilft das irgendwem? Da werden katastrophalste Untergangsszenarien an die Wand gemalt, geradezu hysterisch reagiert. Was will man da eigentlich verteidigen? Monopole wie Google, Twitter und Facebook? Oder lieber die offenen, dezentralisierten Plattformen? Am Besten gleich auch mit einem anderen Modell der Rechteverwertung. All das wird aber reduziert auf die zentralisierten, anti-sozialen Systeme, die wirklich nur bedingt Mehrwert überhaupt gebracht und zudem noch die Kommunikation verschlimmbessert haben. Ein interessantes Schauspiel zum Beobachten und was passiert wenn der Artikel dennoch durchgewunken wird? Werden dann immerhin Konsequenzen gezogen oder kehren all die nun große und kleinen Rebellen wieder zum Alltag zurück? Konsequenzen wie beispielsweise wirklich Gegenpole aufzubauen, ganz ohne den bekannten Unsinn wie Selbstvermarktung und dem Kokettieren mit dem eigenen, digitalen, nicht-existenten Selbstbild. Damit also auch entgültig YouTube den Rücken zu kehren. Und wenn der Artikel nicht einfach durchgewunken wird, feiert man sich und schmückt sich mit fremden Federn: Denn faktisch nutzt man weiter Alles so wie gehabt.

    Das diese Reform nicht das Papier wert ist, auf welchem sie stehen soll: Unstrittig. Das aber ebenfalls mangelhafte Wertemodelle dem gegenüber gestellt werden? Irrelevant und das ist schade!

    GNU/Linux: Eine Wahlfreiheit zu haben ist besser als sich der reinen Bequemlichkeit hinzugeben, auch wenn das nicht immer einfach ist!

    Kein Freund von Schubladen, nimmt aber gern Hafermilch und Kekse, sofern er in eine Solche gestopft werden soll. Danke vorab dann!

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