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Internetpolizei
Autor: -.- 27.07.11 - 14:17
Ist es PayPals erklärtes Ziel, zur unsympathischsten Firma des Webs zu werden (sofern sie es nicht schon sind)?
Erst diese Anmaßung mit den kubanischen Handelsgütern, dann das... -
Re: Internetpolizei
Autor: Muhaha 27.07.11 - 14:28
-.- schrieb:
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> Ist es PayPals erklärtes Ziel, zur unsympathischsten Firma des Webs zu
> werden (sofern sie es nicht schon sind)?
Nein, Paypal möchte eine reichhaltige Konkurrenzlandschaft aufbauen, die dann Paypal das Leben schwer machen wird. Oder anders ausgedrückt, frei nach Tad Williams:
"Selbstsicher, großspurig, faul, tot!"
Das Mantra des Alten Mannes
Tad Williams, OtherLand
Paypal ist derzeit auf Grund des großen Erfolges großspurig geworden. Bald ist man faul, weil man ja immer noch großen Erfolg hat und dann ist Paypal tot, weil sie glauben, dass sich alle nach ihnen richten müssen. So ist der Gang der Welt :) -
Re: Internetpolizei
Autor: devarni 27.07.11 - 16:51
Sympathische Firmen haben noch nie das grosse Geschäft gemacht. Alle Firmen die richtig gross Geld verdienen haben doch auch immer irgendwelche Leichen im Keller.
Paypal ist das sowas von egal ob sie jemand sympathisch findet oder nicht. Das einzige was interessiert ist der Umsatz.
Wirklich dran bekommt man solche Firmen nur wenn der Umsatz in richtig grossen Rahmen weg bricht. Wenn 50% ihre Paypal Konten auflösen oder einfach keine Transaktionen mehr darüber durchführen.
Aber sind wir mal ehrlich: der Mensch ist bequem und wenn er was hübsches kaufen will und das ausschließlich über Paypal zu bezahlen ist? Die wenigsten interessiert es da ob Paypal gut oder schlecht ist. -
Re: Internetpolizei
Autor: Trockenobst 28.07.11 - 01:31
devarni schrieb:
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> Aber sind wir mal ehrlich: der Mensch ist bequem und wenn er was hübsches
> kaufen will und das ausschließlich über Paypal zu bezahlen ist? Die
> wenigsten interessiert es da ob Paypal gut oder schlecht ist.
Sicherlich. Aber was erwartet man? Das PayPal als kleines Unternehmen
(im Gegensatz zu den Top 500 in den USA sind sie ein FLIEGENDRECK)
sich gegen das Establishment der USA auflehnt? Das sie das Embargo,
das sie Rechtlich bindet, angehen? Etwas, das Politiker lösen müssen
und keine Firmen?
Wir haben ein Demokratieproblem, keine Frage. In Deutschland wird ja
auch fast alles was wichtig ist in Karlsruhe auf seine widerlichen Grenzen
"getestet". Das haben wir wohl so als Wähler anscheinend "gewollt".
Ich finde es bizarr, irgendwelche Firmen die sehr Erfolgreich sind mit dem
was sie tun, wegen ein paar schwierigen gesellschaftspolitischen Ecken in
eine "böse" Ecke zu stellen. In den USA etwa gibt es viele Klagen gegen Walmart,
dem größten Einzelhändler wegen Gleichstellungsproblemen und Mobbing
gegen Frauen.
Aber gleichzeitig hat er z.B. bei Fisch und gewissen Obstsorten in der 3. Welt
durch seine schiere Marktmacht Bio- und Arbeiterrichtlinien durchsetzen
können. Das hat der ganzen Welt zu besseren Essen verholfen.
So einfach schwarz/weiß ist die Welt leider nicht mehr. -
Re: Internetpolizei
Autor: Schnarchnase 28.07.11 - 09:19
Trockenobst schrieb:
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> Ich finde es bizarr, irgendwelche Firmen die sehr Erfolgreich sind mit dem
> was sie tun, wegen ein paar schwierigen gesellschaftspolitischen Ecken in
> eine "böse" Ecke zu stellen.
Was ist daran bizarr? Ich finde es nur natürlich, wenn man sich als Kunde die Firma aussucht, die ihm am besten in den Kram passt. Und wenn es in einem Bereich keine Alternative gibt, finde ich es auch vollkommen in Ordnung den Quasi-Monopolisten zu kritisieren. Entweder er nimmt die Kritik an und ändert etwas, sofern das möglich ist, oder ihm sind die Kunden egal und alles bleibt wie es ist. -
Re: Internetpolizei
Autor: Trockenobst 28.07.11 - 17:27
Schnarchnase schrieb:
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> Ordnung den Quasi-Monopolisten zu kritisieren. Entweder er nimmt die Kritik
> an und ändert etwas, sofern das möglich ist, oder ihm sind die Kunden egal
> und alles bleibt wie es ist.
Das ist ja ok. Aber dass dann einige Leute so tun als sitzen da Menschen
im Dunkeln im Halbkreis und wollen der Welt "was Böses" ist eine ganz
andere Ecke.



