1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Urheberrecht: Regierung will…

Die Industrie würde implodieren

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Die Industrie würde implodieren

    Autor: twothe 15.11.18 - 11:44

    Wenn man Softwareentwickler rechtlich wie Musiker behandel würde, würde die ganze Industrie implodieren, spätestens dann, wenn sich irgendwer seine Rechte am sqrt-Algorithmus geltend macht. "Ich erlaube Ihnen nicht Wurzel zu ziehen, das entspricht nicht der Nutzung die ich mir als Künstler vorgestellt habe!" Und schon können alle dicht machen.

    Wenn man sich mal die Node-Welt anschaut, wo einige Projekte effektiv aus vielleicht 2-3 Zeilen JavaScript-Code bestehen, aber tausendfach eingebunden sind, dem wird schnell klar was passiert wenn da einer seinen Code zurück zieht. Gabs ja mal, die Node-Welt hat das nur überstanden, weil man ja seinen Code nachprogrammieren durfte. Hätte der jetzt die Exklusiv-Recht daran gehabt hätte man JavaScript einstellen können.

    Auch schön zu lesen das die SPD fleißig weiter hart an ihrem Projekt 5% arbeitet. ;)

  2. Re: Die Industrie würde implodieren

    Autor: Anonymer Nutzer 15.11.18 - 11:58

    Bin nicht sicher, ob man 3 Zeilen Code als "Werk" betrachten würde/kann/soll.

    Eine Zeichnung auf einem Spickzettel ist ja auch kein "Kunstwerk". Zumindest wird es nicht als solches betrachtet.

    Aber ja, problematisch könnte es dann doch werden. Vor allem wenn der Programmiere ein Unternehmen verlässt...

  3. Re: Die Industrie würde implodieren

    Autor: ibsi 15.11.18 - 12:25

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin nicht sicher, ob man 3 Zeilen Code als "Werk" betrachten
    > würde/kann/soll.

    Wieso nicht? Mathe besteht zu größten Teilen aus genau so etwas. Unwichtig ist es deshalb nicht.
    Aber das war ja sicher auch nur überspitzt dargestellt.
    Nimm mal ganze Frameworks einfach weg ;)
    >
    > Eine Zeichnung auf einem Spickzettel ist ja auch kein "Kunstwerk".
    > Zumindest wird es nicht als solches betrachtet.
    Nur wenn Du ein "no-name" im Kunstgeschäft bist. Andere werfen Butter in eine Ecke oder zertreten Kartoffelkisten und dann ist ein "Kunst"-werk plötzlich tausende Wert. Warum? Weil irgendjemand mal gesagt hat das Person X ein Künstler ist. Und schon sind seine Kunstwerke plötzlich mehr Wert als das woraus es besteht.

    >
    > Aber ja, problematisch könnte es dann doch werden. Vor allem wenn der
    > Programmiere ein Unternehmen verlässt...
    Oder bei einer anstehenden Gehaltserhöhung ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.11.18 12:26 durch ibsi.

  4. Re: Javascript einstellen

    Autor: mark.wolf 15.11.18 - 12:38

    Echt. Ach wäre das ein Freude!

    Und ja, die die SPD arbeitet am Projekt 5%, aber weil sie garantiert umfällt und zustimmt.

  5. Re: Die Industrie würde implodieren

    Autor: chipfire 15.11.18 - 16:50

    Hat eigentlich jemand den Artikel auch gelesen, außer den Absatz, dass die SPD dagegen ist? Es steht ausdrücklich drin, dass das Recht auf Rückforderung "bei Nichtnutzung" entsteht. Oder wenn ein Unternehmen seiner Auskunftspflicht nicht nachkommt. Letzteres könnte tatsächlich ein Problem sein - zumal hierfür erst einmal eine Nachvollziehbarkeit der Code-Urheberschaft gegeben sein müsste. Eine interessante Frage ist auch, was passiert, wenn das Werk einer Programmiererin von einem anderen Programmierer verändert wurde.

    Das sind meiner Meinung nach die interessanten Fragen. Aber doch nicht, ob die Programmiererin die Code-Teile, die sie geschrieben hat, zurückfordern kann, wenn sie nicht mehr genutzt werden. Das finde ich sogar einen guten Ansatz, weil damit alte, nicht mehr gepflegte Software der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden könnte. Das könnte viele Probleme abmildern, beispielsweise dass Unternehmen und öffentliche Einrichtungen uralte Systeme weiterbetreiben müssen, weil sie einige wichtige Anwendungen haben, die nur als Binär-Blob vorliegen.

  6. Re: Die Industrie würde implodieren

    Autor: bofhl 15.11.18 - 17:25

    chipfire schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hat eigentlich jemand den Artikel auch gelesen, außer den Absatz, dass die
    > SPD dagegen ist? Es steht ausdrücklich drin, dass das Recht auf
    > Rückforderung "bei Nichtnutzung" entsteht. Oder wenn ein Unternehmen seiner
    > Auskunftspflicht nicht nachkommt. Letzteres könnte tatsächlich ein Problem
    > sein - zumal hierfür erst einmal eine Nachvollziehbarkeit der
    > Code-Urheberschaft gegeben sein müsste. Eine interessante Frage ist auch,
    > was passiert, wenn das Werk einer Programmiererin von einem anderen
    > Programmierer verändert wurde.

    Das löst ebenfalls eine Auskunftspflicht aus - d.h. der ursprüngliche Entwickler muss über die Änderungen in seinem Code informiert werden! Stelle ich mir lustig vor - bei uns gibt es Code der bereits vom 18. Entwickler umgebaut wird/wurde! Alle der Aufwand alle Entwickler informieren zu MÜSSEN (wie sagt die dumme Kommission nicht, nicht jede Firma kann die aktuellen Daten der Entwickler nachverfolgen - und darf sie das heute überhaupt wegen des Datenschutzes oder muss dann ein weltweiter Zeitungsaufruf gestartet werden, dass die Entwickler sich doch bitte bei ihrer ehemaligen Firma melden sollen?)

    >
    > Das sind meiner Meinung nach die interessanten Fragen. Aber doch nicht, ob
    > die Programmiererin die Code-Teile, die sie geschrieben hat, zurückfordern
    > kann, wenn sie nicht mehr genutzt werden. Das finde ich sogar einen guten
    > Ansatz, weil damit alte, nicht mehr gepflegte Software der Allgemeinheit
    > zugänglich gemacht werden könnte. Das könnte viele Probleme abmildern,

    Unsinn - zurückfordern heißt "aus dem Verkehr nehmen" und nicht "frei veröffentlichen"!

    > beispielsweise dass Unternehmen und öffentliche Einrichtungen uralte
    > Systeme weiterbetreiben müssen, weil sie einige wichtige Anwendungen haben,
    > die nur als Binär-Blob vorliegen.

    Hilft aber auch nichts - den die meisten Firmen heben alten Sourcecode für deren Uralt-Software, die sie mal verkauft haben nicht auf!

  7. Re: Die Industrie würde implodieren

    Autor: gfa-g 18.11.18 - 19:50

    > wenn das Werk einer Programmiererin von einem anderen
    > Programmierer verändert wurde.
    Eines Programmierers von einem anderen verwendet wird.
    So heißt das richtig, und ist geschlechtsneutral.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG, Schorndorf, Schorndorf
  2. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart-Weilimdorf
  3. bol Behörden Online Systemhaus GmbH, Unterschleißheim bei München
  4. Deloitte, Leipzig

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Coronavirus: Spiele statt Schule
Coronavirus
Spiele statt Schule

Wer wegen des Coronavirus mit Kindern zu Hause ist, braucht einen spannenden Zeitvertreib. Unser Autor - selbst Vater - findet: Computerspiele können ein sinnvolles Angebot sein. Vorausgesetzt, man wählt die richtigen.
Von Rainer Sigl

  1. China Bei Huawei füllen sich die Büros nach Corona wieder
  2. Schulunterrricht Datenschützer hält Skype-Nutzung für bedenklich
  3. Coronakrise Netzbetreiber dürfen Dienste und Zugänge drosseln

Microsoft Teams im Alltag: Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten
Microsoft Teams im Alltag
Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten

Wir verwenden Microsofts Chat-Dienst Teams seit vielen Monaten in der Redaktion. Im Alltag zeigen sich so viele Probleme, dass es eigentlich eine Belohnung für alle geben müsste, die das Produkt verwenden.
Von Ingo Pakalski

  1. Adobe-Fontbibliothek Font-Sicherheitslücke in Windows ohne Fix
  2. Microsoft Trailer zeigt neues Design von Windows 10
  3. Unternehmens-Chat Microsoft verbessert Teams

Datenschutz: Dürfen Ärzte, Lehrer und Anwälte Whatsapp beruflich nutzen?
Datenschutz
Dürfen Ärzte, Lehrer und Anwälte Whatsapp beruflich nutzen?

Das Coronavirus zwingt Ärzte, Lehrer und Rechtsanwälte zu digitaler Kommunikation mit und über ihre Patienten, Schüler und Mandanten. Viele setzen auf Whatsapp. Verstoßen sie damit gegen den Datenschutz oder machen sich gar strafbar?
Von Harald Büring

  1. Coronavirus Britische Soldaten müssen Whatsapp-Befehlen folgen
  2. Sicherheitslücke Dateien auslesen mit Whatsapp Desktop
  3. Messenger Whatsapp deaktiviert Chatexport in Deutschland