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"Open-Source-Technologien mit offenen Schnittstellen (APIs) fördern"

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  1. "Open-Source-Technologien mit offenen Schnittstellen (APIs) fördern"

    Autor: Tuxgamer12 15.04.19 - 12:57

    > Open-Source-Technologien mit offenen Schnittstellen (APIs) fördern

    Ja, Open Source Technologien mit propritären Schnittstellen wären ja wohl etwas komisch, oder nicht?

    > Rechteinhaber sollen demnach in einer öffentlichen Datenbank eintragen, welche ihrer Inhalte für welche Plattform lizenziert sind

    Hier wird es nämtlich interessant. Und diesen Open Source Uploadfilter? Den lassen wir dann auch gleich der Einfachheit auf dem Cluster dieser öffentlichen Datenbank laufen? Der ja vom jeweiligen Staat / EU betrieben wird? Und deshalb die besondere Betonung auf öffentliche Schnitstellen?

    Also wenn ich mich ganz richtig erinnere, gab es im Vorfeld einiges an Kritik, die da lautete: "Man baut damit eine Zensurmachine auf".

    Nur mal so. Aber wenn ich diese Zitate so lese - das macht mir doch irgendwo Angst.

    > So könnten Nutzer direkt beim Hochladen mitteilen, dass sie Inhalte Dritter beispielsweise bei Parodien oder Rezensionen erlaubterweise hochladen.

    Und wenn auf einmal jeder das Parodie-Kreuzchen setzt? Mein ja nur, wer etwas unerlaubtes hochladen will, wird das ja im Zweifelsfall einfach machen. Überzeugt mich nicht wirklich.

    > Die Bundesregierung wolle alle bekannten Modelle wie Schranken, Kontrahierungszwang und Verwertungsgesellschaften prüfen.
    > "Sollte sich zeigen, dass die Umsetzung zu einer Beschränkung der Meinungsfreiheit führt oder die zuvor skizzierten Leitlinien auf unionsrechtliche Hindernisse stoßen, wird die Bundesregierung darauf hinwirken, dass die festgestellten Defizite des EU-Urheberrechts korrigiert werden", heißt es abschließend.

    Das ist ja eine gute Idee.

    Aber ich als unwissender Leie mein ja nur: Wäre es nicht schlau gewesen sich erst Gedanken zu machen und danach eine EU-Richtlinie zu verabschieden?

    Also auch im Bezug darauf, dass irgendwann die Idee tatsächlich mal war, EU Urheberrecht zu vereinheitlichen.

    > (VG) Media: "Dies ist ein guter Tag für die Freiheit und unsere Demokratie in Europa."

    So ein Hohn, ist einfach nur traurig.

    Sogar völlig unabhängig, wie man diese Urheberrechtsreform findet; wie hier den Gegnern aus der Bevölkerung der Stinkefinger hingehalten wurde ("Bots", "Bezahlte Demonstranten", "Marionetten Googles") ist - gerade bei dem heutigen Zustrom für Rechtspopulisten und EU-Gegner - alles, aber kein guter Tag für unsere Demoktratie.

  2. Re: "Open-Source-Technologien mit offenen Schnittstellen (APIs) fördern"

    Autor: Herr Unterfahren 15.04.19 - 13:12

    Tuxgamer12 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Hier wird es nämtlich interessant. Und diesen Open Source Uploadfilter? Den
    > lassen wir dann auch gleich der Einfachheit auf dem Cluster dieser
    > öffentlichen Datenbank laufen? Der ja vom jeweiligen Staat / EU betrieben
    > wird? Und deshalb die besondere Betonung auf öffentliche Schnitstellen?
    >
    > Also wenn ich mich ganz richtig erinnere, gab es im Vorfeld einiges an
    > Kritik, die da lautete: "Man baut damit eine Zensurmachine auf".
    >
    > Nur mal so. Aber wenn ich diese Zitate so lese - das macht mir doch
    > irgendwo Angst.

    Für mich klingt diese Forderung nach einem OS- Uploadfilter eh mehr nach "irgendjemand soll es tun, nur wir nicht" denn nach einer wirklichen Willensbekunden.

    Und Solange es keine offene Plattform für Abfragen gibt ist man als Plattformbetreiber ja weiterhin dazu genötigt, sich an Google fürs Zensieren der eigenen Inhalte zu wenden.

    Wobei halt auch die Frage ist: Wem überlasse ich lieber den Betrieb einer Zensurmaschine: Einem privaten Unternehmen, daß die auch mal schärfer betreiben kann um der Konkurrenz ans Bein zu pinkeln. Oder einer staatlichen Stelle, deren Leiter sich möglicherweise durch das Entfernen von gesellschaftlich umstrittenen Dingen (z.B. Religionskritik) für höhere Weihen empfehlen will. Das Wehren gegen ungerechtfertigtes Filtern wird in beiden Fällen mühsam bis unmöglich sein.

    > > So könnten Nutzer direkt beim Hochladen mitteilen, dass sie Inhalte
    > Dritter beispielsweise bei Parodien oder Rezensionen erlaubterweise
    > hochladen.
    >
    > Und wenn auf einmal jeder das Parodie-Kreuzchen setzt? Mein ja nur, wer
    > etwas unerlaubtes hochladen will, wird das ja im Zweifelsfall einfach
    > machen. Überzeugt mich nicht wirklich.

    Gerenell wirst Du das Häkchen warscheinlich sogar setzen müssen.
    Denn Du kannst nie ausschließen, daß Du in nem 2- stündigen Let's Play nicht irgendwo nen Witz reißt, den der Barth oder der Nuhr nicht schon in ähnlicher Form gemacht haben.
    Oder daß mal kurz Dein Handy bimmelt, und das mit nem Klingelton der IP- kontaminiert ist.

    > Aber ich als unwissender Leie mein ja nur: Wäre es nicht schlau gewesen
    > sich erst Gedanken zu machen und danach eine EU-Richtlinie zu
    > verabschieden?

    Die haben sich Gedanken gemacht.
    Die haben diese Gedanken allesamt wieder verworfen und die Richtlinie trotzdem so gemacht wie sie jetzt geworden ist.
    Die Gedanken die sie im Nachgang jetzt zu Papier bringen sind total irrelevant und dienen maximalst der Wählerbeschwichtigung.

    > Sogar völlig unabhängig, wie man diese Urheberrechtsreform findet; wie hier
    > den Gegnern aus der Bevölkerung der Stinkefinger hingehalten wurde ("Bots",
    > "Bezahlte Demonstranten", "Marionetten Googles") ist - gerade bei dem
    > heutigen Zustrom für Rechtspopulisten und EU-Gegner - alles, aber kein
    > guter Tag für unsere Demoktratie.

    Von denen soll mir bloß keiner mit der Idee kommen, ein Digitalabo verkaufen zu wollen, oder zu fordern daß ich den Adblocker ausmachen soll.
    Die können zu Google gehen wenn sie Geld wollen. Oh, gibt keins? Na dann habt Ihr aber Pech gehabt.

  3. Re: "Open-Source-Technologien mit offenen Schnittstellen (APIs) fördern"

    Autor: Tuxgamer12 15.04.19 - 14:16

    Herr Unterfahren schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für mich klingt diese Forderung nach einem OS- Uploadfilter eh mehr nach
    > "irgendjemand soll es tun, nur wir nicht" denn nach einer wirklichen
    > Willensbekunden.

    Kann sein. Mir ging es eher um diese (eigentlich völlig redundante) expliziete Betonung "offene Schnittstellen".

    Ich hoffe jedoch, dass niemand ernsthaft so blöd ist zu glauben, "irgendjemand anderes wird schon unseren Uploadfilter programmieren".

    > Wobei halt auch die Frage ist: Wem überlasse ich lieber den Betrieb einer
    > Zensurmaschine: Einem privaten Unternehmen, daß die auch mal schärfer
    > betreiben kann um der Konkurrenz ans Bein zu pinkeln. Oder einer
    > staatlichen Stelle, deren Leiter sich möglicherweise durch das Entfernen
    > von gesellschaftlich umstrittenen Dingen (z.B. Religionskritik) für höhere
    > Weihen empfehlen will.

    Gute Frage - beide Fälle sind nicht zufriedenstellend.

    Ein zentraler, anbieterübergreifender Uploadfilter ist jedoch in jedem Fall deutlich gefährlicher, als eigenständige Uploadfilte (oder wenigstens separate Filterdatenbank) bei jedem Anbieter.

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