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  5. › Urheberrecht: Uploadfilter und…

"Uploadfilter" - Titel

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  1. "Uploadfilter" - Titel

    Autor: teenriot* 15.04.19 - 13:35

    Die Überschrift enthält mal wieder reißerisch das Wort "Uploadfilter", aber yippee yay, dieses Mal ist im Artikel formuliert was das bedeutet kann und was es nicht bedeuten kann, es also nicht zwangsläufig eine vollautomatisierte Entscheidung zur dauerhaften Blockade von Content sein muss.

    Die Frage ist jetzt, wer reist in die Vergangenheit und ergänz oder verändert alle Artikel in dem Uploadfilter als Synonym dafür verwendet werden, dass einzig eine Maschine Entscheidungen trifft? Wenn man eine Umfrage macht, dann verstehen mindestens 75% der Gegner der Urheberrechtsreform das Wort genauso.

    So lange uns kein Fluxkompensator zur Verfügung steht wird das nicht gehen. Ich frage mich inwiefern es jetzt sinnvoll ist, ein zuvor einseitig gestempeltes Wort, welches dadurch von der reinen Bedeutung abgerückt wurde, nun umzudrehen um es von der anderen Seite zu stempeln und von der aktuellen Bedeutung abzurücken. Beides Mal wird das Wort benutzt, um auf einer rhetorischen Ebene über der rein faktischer Argumentation, "hintenrum" die Meinung von Menschen zu beeinflussen.

    Ich schlage vor das Wort wegzulassen. Es wurde einfach komplett verbrannt von der Gegnerseite und ist nun dysfunktional.

  2. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: Pixxel 15.04.19 - 16:13

    Du glaubst dass Uploadfilter nicht automatisch als Programm eingesetzt werden? Denkst du da sitzen dann ein paar Menschen mit einem Ordner vor sich liegen und blättern dann dadrin rum ob da irgendwo das drin ist das sie gerade kontrollieren müssen?

    Aber klar bei einem Telefonat werden ja in dee Zentrale noch die beiden Leitungen händisch zusammengesteckt und Emails werden von der Post nach Empfänger sortiert

  3. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: azeu 15.04.19 - 16:18

    > Denkst du da sitzen dann ein paar Menschen mit einem Ordner vor sich liegen und blättern dann dadrin rum ob da irgendwo das drin ist das sie gerade kontrollieren müssen?

    Natürlich, kann ja net so schwer sein jeden Content der irgendwo auf der Welt hochgeladen wird von irgend einem echten Menschen überprüfen zu lassen. Wird sind ja schliesslich im 21. Jahrhundert.

    ... OVER ...

  4. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: violator 15.04.19 - 16:20

    Eben, der wird dann ausgedruckt, per Kutsche nach Bayern ins Cyberurheberrechtsprüfzentrum gebracht und wenn die sagen, dass alles ok ist, dann wird das freigeschaltet.

  5. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: gott_vom_see 15.04.19 - 16:21

    not sure if sarcasm or serious

    Ohne Meme. Ich will fortschrittlich sein ;-)

  6. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: teenriot* 15.04.19 - 16:30

    Es ist vollkommen egal was ich glaube oder nicht. Entscheidend ist was andere als Fakten in die Welt setzen, die als solche nicht haltbar sind. Der Einsatz von vollautomatischen Algorithmen ist das eine, die finale Entscheidungsgewalt das andere. Das Wort "Uploadfilter" wurde so mit aller Gewalt geprägt, dass es beides beinhaltet. Wenn man "Uploadfilter" als Synonym für Artikel 17 verwendet, dann impliziert man, dass Maschinen final entscheiden müssen und werden. Das steht dort nirgendwo und rein praktisch gibt es eben auch noch die Möglichkeit, dass Menschen final entscheiden. Ob diese Möglichkeit in der Praxis zum Zuge kommt, ist eine andere Angelegenheit.

    Fakt ist aber des es mehr als die eine Möglichkeit gibt, die das Wort "Uploadfilter" mit der geprägten Bedeutung beinhaltet. Das Wort Uploadfilter wird schlicht in einer Tour falsch, suggestiv in den Golem-Artikeln insbesondere in den Überschriften verwendet. Das man das jetzt im Artikel indirekt selbst einräumt finde ich zwar positiv, aber es kann doch keine dauerhafter Stil sein Dinge in die Überschrift zu packen, die dann im Text wiederlegt werden, was jetzt nicht nur einmal vorgekommen ist, sondern in Serie und nicht nur bei diesem Wort.

    Einfach das Wort weglassen, zumindest in der Überschrift. Und wenn man es denn im Artikel verwendet, dann wie es jetzt geschehen ist, mit den entsprechenden Positionen der verschiedenen Seite ausführen, die eben im Gesamtbild mehr sind als dies bisherige plakative und eingeengte Verwendung. Aber wie gesagt, man hat das Wort im Prinzip "kaputt" gemacht. Man geht den Problemen am besten einfachten aus dem Weg in dem man es gar nicht verwendet. Ernsthafte Argumente bedürfen doch keines Buzzword oder?

  7. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: teenriot* 15.04.19 - 16:36

    Mensch, man hat ja so viel Ahnung vom Thema, kennt sich voll aus und die Politiker haben ja alle keinen Plan und dann fällt einem nicht mehr ein als das...

    Es ist auch denkbar, dass nicht jeder Content von Menschen untersucht wird, sondern das eine Algorithmus entsprechendes Material markiert, welches einem Menschen daraufhin zur finalen Entscheidung vorgelegt wird. Da ist man dann im Promillebereich des Contents der zu prüfen ist, wobei davon wiederum der allergrößte Teil als eindeutige Ja/Nein-fälle sind die nicht aufwendig geprüft werden müssen. Die tatsächlichen aufwendigen Prüfungen die entsprechend Expertise vorrausetzen dürftest du wohl irgend in der zweiten oder dritten Kommastelle suchen.

  8. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: gott_vom_see 15.04.19 - 16:54

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das steht dort nirgendwo und rein praktisch
    > gibt es eben auch noch die Möglichkeit, dass Menschen final entscheiden.

    Wenn du es schon so formulierst, wäre mir der automatisierte Filter ohne menschliches zutun weitaus lieber. Denn ehe demotivierte oder schlimmer noch motivierter irgendwelche Ziele verfolgende Leute da Knöpfchen drücken, ist mir ein "neutrale" Bewertung des Ganzen noch lieber.

    BTW. Hast du eine Ahnung von welchen Mengen auszugehen ist oder du verschweigst diesen Fakt einfach?

    > Fakt ist aber des es mehr als die eine Möglichkeit gibt

    Hast du den Fakt irgendwo angedeutet oder habe ich das nur überlesen? Sag bitte nicht ein paar Leuten sollen im Zweifel nachprüfen. Da wären wir wieder bei der Menge.

  9. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: franzropen 15.04.19 - 17:02

    Klappt ja bei Facebook ganz prima ... nicht

  10. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: teenriot* 15.04.19 - 17:03

    > BTW. Hast du eine Ahnung von welchen Mengen auszugehen ist oder du
    > verschweigst diesen Fakt einfach?

    Bei Youtube geistert die Zahl durchs Netzt, dass dort global pro Minute 400 Stunden material hochgeladen werden.

    > > Fakt ist aber des es mehr als die eine Möglichkeit gibt
    >
    > Hast du den Fakt irgendwo angedeutet oder habe ich das nur überlesen? Sag
    > bitte nicht ein paar Leuten sollen im Zweifel nachprüfen. Da wären wir
    > wieder bei der Menge.

    Genau, dass sage ich aber. Diese Möglichkeit besteht, Punkt. Damit gibt es mehr als die eine Möglichkeit die ständig mit dem Wort "Uploadfilter" und der in der Vergangenheit geprägten Semantik in den Raum als Fakt gestellt wird.

    Ob diese weitere Möglichkeit, tatsächlich zur Anwendung kommt ist eine ganz andere Frage. Man kann nicht sagen, dass man an einer Kreuzung nur in eine Richtung fahren kann, auch wenn nur ein Weg, welcher auch immer das sein mag, der ist der von den meisten favorisiert wird.

    Dass der vermeintliche Fakt keiner ist, darauf kommt man ja nun auch sehr schnell selbst, wenn man sich fragt ob Maschinen zwingend final entscheiden müssen. Und im Artikel wird ja auch eine Position dahingehend erwähnt:
    """
    "Eine Löschung könnte in diesen Fällen also nicht automatisch, sondern erst nach einer von Menschen durchgeführten Überprüfung zulässig sein", heißt es in der Erklärung.
    """

  11. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: franzropen 15.04.19 - 17:04

    Die Unternehmen, werden das tun was sie tun müssen, zum möglichst günstigen Preis.
    Das heißt lieber zu viel als zu wenig blocken, lieber automatisch statt manuell (weil teuer).
    Da kannst du bei jedem Artikel zu Uploadfiltern soviel erzählen wie du willst, darauf wird es hinauslaufen, rein aus marktwirtschaftlichen Gründen.

  12. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: teenriot* 15.04.19 - 17:05

    Und VW betrügt beim Diesel, also weg mit den Grenzwerten, weil geht nicht ...
    Unsinnige Argumentation!

  13. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: Herr Unterfahren 15.04.19 - 17:08

    Okay.

    Streiche: "Uploadfliter"
    Setze: "Zensurmaschine"

    Besser?
    Oder stört es Dich nicht viel eher, daß die Gegnerschaft des Artikels formerly known as Artikel 13 einen Begriff gefunden hat, der die Folgen treffend umschreibt, während sich die Befürworter nicht mal eine klare Argumentation dafür haben, in welcher Art es den Künstlern helfen soll, wenn ihre Werke im Uploadfilter in der Zensurmaschine steckenbleiben?

  14. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: teenriot* 15.04.19 - 17:13

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Unternehmen, werden das tun was sie tun müssen, zum möglichst günstigen
    > Preis.
    > Das heißt lieber zu viel als zu wenig blocken, lieber automatisch statt
    > manuell (weil teuer).
    > Da kannst du bei jedem Artikel zu Uploadfiltern soviel erzählen wie du
    > willst, darauf wird es hinauslaufen, rein aus marktwirtschaftlichen
    > Gründen.

    Die Meinung kannst du, Golem und die Autoren der Artikel gerne haben, nur sind es eben nur Meinungen und Prognosen, keine Fakten, die man als solche formulieren und suggerieren sollte, wenn man journalistisch sauber bleiben will.

  15. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: teenriot* 15.04.19 - 17:14

    Aufgabe: Bringe in Erfahrung was Zensur ist, Danke.

  16. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: gott_vom_see 15.04.19 - 17:19

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Genau, dass sage ich aber. Diese Möglichkeit besteht, Punkt.

    Es besteht auch die Möglichkeit, dass der automatisierte Filter unfehlbar ist. Beides utopisch, bei letzterem wäre mir aber wohler, weil dieser zumindest am Anfang neutraler filtern würde.

    Später, wenn dann irgendwelche Befindlichkeiten in die Filter einfließen, wäre denkbar, dass eine menschliche Nachkontrolle wünschenswert erscheint um wieder ein wenig "Gleichgewicht" hinein zu bekommen

    > Damit gibt es
    > mehr als die eine Möglichkeit die ständig mit dem Wort "Uploadfilter" und

    Achso. Dir geht es nur darum, dass der Begriff "Uploadfilter" in deiner Wahrnehmung nur die automatisierten Filter beinhaltet. OK, das habe ich so nie wahrgenommen. Wenn ein Mensch den Upload filtert, ist das für mich natürlich auch ein "Uploadfilter".

    > Man kann nicht sagen, dass man an einer Kreuzung nur in eine
    > Richtung fahren kann, auch wenn nur ein Weg, welcher auch immer das sein
    > mag, der ist der von den meisten favorisiert wird.

    Um in deinem Beispiel zu bleiben: wenn man mit dem Rennrad oder Formel 1 Wagen unterwegs sein muss, wählt man an der Kreuzung eher die gut asphaltierte Straße anstatt den Schotterweg ;-)

    > """
    > "Eine Löschung könnte in diesen Fällen also nicht automatisch, sondern erst
    > nach einer von Menschen durchgeführten Überprüfung zulässig sein", heißt es
    > in der Erklärung.
    > """

    Das klingt auf dem Papier sehr schön, macht die Umsetzung aber noch abstruser als sie so schon wäre. Während die "einfache" quasi unmögliche Lösung aus Sicht der zur Verantwortung Gezogenen wenigstens noch Kollateralschäden zulässt, wird die Zulässigkeit (der Löschung) im nachhinein sogar noch vorausgesetzt.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das weiter entwickelt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.04.19 17:20 durch gott_vom_see.

  17. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: Tuxgamer12 15.04.19 - 17:20

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (...) dass einzig eine Maschine Entscheidungen trifft?

    - Ich lade jetzt ein Video auf Youtube hoch
    - Der Uploadfilter erkennt jetzt mit einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit eine mögliche Urheberrechtsverletzung
    - Ist das Video nach Forderungen von Artikel 13 jetzt sichtbar oder nicht?

    Eben. Der Uploadfilter trifft sehr wohl die allein die Entscheidung. Und irgendwo weiter unten kommt dann der Absatz, der dir das Recht gibt Einspruch einlegen und in gewissermaßen zweite Instanz gehen. Aber erst einmal entscheidet der Algorithmus.

    Das Einspruchsrecht in Artikel 13 ist nett. Jedoch nicht die Lösung auf alle Probleme - wie es manche gerne hätten.

    Zum Beispiel, weil "Video geht online, nachdem irgendwann später jemand drüber geschaut hat" in Fällen einfach zu spät ist. Z.B. Livestreams. Es ist auch z.B. auf Youtube nicht ungewöhnlich, wenn Channels einen festen "Sendeplan" haben - z.B. neue Videos Donnerstag um 11 Uhr. Wenn deine Zuschauer dann Donnerstags um 11 Uhr auf das neue Video warten, ist es einfach doof, wenn das Video erst Freitags da ist. Oder wenn z.B. dein Video zum ersten Mai erst am zweiten Mai erscheint. Und so weiter.

    Zum anderen ist "ein Mensch prüft das noch nach" auch nicht universelle Antwort. Wirst ja garantiert keine Juristen haben, sondern irgendwelche unterbezahlten Support-Kräfte. Ich kann mir besseres vorstellen, als denen zu erklären, wieso mein Video ok ist.

    > Ich schlage vor das Wort wegzulassen. Es wurde einfach komplett verbrannt
    > von der Gegnerseite und ist nun dysfunktional.

    Was ist denn das für eine Panik vor diesem Wort? Wir brauchen nun einmal ein Wort um den Sachverhalt zu beschreiben.

    Nur mal so: Vielleicht wäre die sinvolle Lösung gewesen, von Anfang an mit diesem Wort (auch auf der Pro-Seite) sinvoll umzugehen und aufzugklären. Anstatt dieser Scharm von "Das ist eine Lüge! Das Wort Uploadfilter steht nicht im Text".

    Jetzt Wörter (und deren Sachverhalte?), die einem nicht passen, einfach weglassen, ist doch auch keine Lösung.

  18. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: teenriot* 15.04.19 - 17:25

    gott_vom_see schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > teenriot* schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Genau, dass sage ich aber. Diese Möglichkeit besteht, Punkt.
    >
    > Es besteht auch die Möglichkeit, dass der automatisierte Filter unfehlbar
    > ist. Beides utopisch, bei letzterem wäre mir aber wohler, weil dieser
    > zumindest am Anfang neutraler filtern würde.

    Sry, soll ich das ernst nehmen? Im Promille-Bereich Content zu überprüfen ist so kompliziert und unmöglich wie ein fehlerfreier Filter? Letzteres ist eine technische Frage, ersteres nur eine Frage des Aufwandes. du setzt da vollkommen unterschiedliche Dinge gleich. Letzteres ist möglich. Warum der Aufwand "utopisch" sein soll, müsste du dann mal ausführen.

    > Achso. Dir geht es nur darum, dass der Begriff "Uploadfilter" in deiner
    > Wahrnehmung nur die automatisierten Filter beinhaltet. OK, das habe ich so
    > nie wahrgenommen. Wenn ein Mensch den Upload filtert, ist das für mich
    > natürlich auch ein "Uploadfilter".

    Stimmt, aber wie wird der der Begriff im allgemeinen verwendet, verstanden und in der Gegenargumentation benutzt? Als vollautomatische Entscheidungsmaschine.
    (Toll, jetzt habe ich Tim Bendzko im Kopf, wähhhhh :)

  19. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: teenriot* 15.04.19 - 17:39

    > - Ich lade jetzt ein Video auf Youtube hoch
    > - Der Uploadfilter erkennt jetzt mit einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit
    > eine mögliche Urheberrechtsverletzung
    > - Ist das Video nach Forderungen von Artikel 13 jetzt sichtbar oder nicht?
    >
    > Eben. Der Uploadfilter trifft sehr wohl die allein die Entscheidung. Und
    > irgendwo weiter unten kommt dann der Absatz, der dir das Recht gibt
    > Einspruch einlegen und in gewissermaßen zweite Instanz gehen. Aber erst
    > einmal entscheidet der Algorithmus.

    Oder Möglichkeit 3, das verdächtigte Material wird automatisch einem menschen zur finalen Entscheidung vorgelegt, ohne das man Einspruch erheben müsste. Dann könntest du lediglich eine Verzögerung der Veröffentlichung beklagen, was du gerne tun kannst, aber das nichts mit dem Begriff "Uploadfilter" zu tun in der Bedeutung in der dieser nun mal geprägt worden ist.

    > Zum Beispiel, weil "Video geht online, nachdem irgendwann später jemand
    > drüber geschaut hat" in Fällen einfach zu spät ist. Z.B. Livestreams.

    Das ist ein gutes Argument, in diesem Bereich gibt es ein Problem. Aber eben nur in diesem Bereich. Man muss abwarten wie die Dinge sich entwickeln, was Gerichte als ausreichende technische Maßnahme und geeignete Einstellung/Justierung ansehen und was nicht und wie oft es dann in der Praxis tatsächlich zu Komplikationen gibt.

    > Es
    > ist auch z.B. auf Youtube nicht ungewöhnlich, wenn Channels einen festen
    > "Sendeplan" haben - z.B. neue Videos Donnerstag um 11 Uhr. Wenn deine
    > Zuschauer dann Donnerstags um 11 Uhr auf das neue Video warten, ist es
    > einfach doof, wenn das Video erst Freitags da ist. Oder wenn z.B. dein
    > Video zum ersten Mai erst am zweiten Mai erscheint. Und so weiter.

    Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass die Channels ihren Content schon Tage vorher hochladen und dieser erst zum Zeitpunkt X sichtbar/veröffentlicht wird.

    > Zum anderen ist "ein Mensch prüft das noch nach" auch nicht universelle
    > Antwort. Wirst ja garantiert keine Juristen haben, sondern irgendwelche
    > unterbezahlten Support-Kräfte. Ich kann mir besseres vorstellen, als denen
    > zu erklären, wieso mein Video ok ist.

    Wenn man's vernünftig macht bräuchte man beides. Normale Sachbearbeiter die die offensichtlichen Fälle abarbeiten und Fachpersonal, denen die Fälle vorgelegt werden die nicht eindeutig sind.

    > Was ist denn das für eine Panik vor diesem Wort? Wir brauchen nun einmal
    > ein Wort um den Sachverhalt zu beschreiben.

    Dann sollte man Worte auch richtig benutzen. Wenn man diese falsch und suggestiv benutzt und sich dahingehend die Bedeutung verselbstständigt, dann ist nicht derjenige schuld, der darauf hinweist. Ich habe "Panik" vor Unwahrheiten, Agitation und Propaganda. Man kann ein Wort nicht in einer Tour mutwillig in eine Richtung prägen, anwenden und dessen Bedeutung abändern, aber wenn's um den Wahrheitsgehalt geht, sich auf den Standpunkt zurückziehen, dass man die ursprüngliche Bedeutung meinte. Man sollte sich mal entscheiden und egal wie man sich in dem Fall entscheidet, fliegt einem ein Teil der Argumente und Texte um die Ohren. Aber bitte aufhören mit einer Schrödinger-Semantik, das ist doch albern.

    > Nur mal so: Vielleicht wäre die sinvolle Lösung gewesen, von Anfang an mit
    > diesem Wort (auch auf der Pro-Seite) sinvoll umzugehen und aufzugklären.
    > Anstatt dieser Scharm von "Das ist eine Lüge! Das Wort Uploadfilter steht
    > nicht im Text".

    Eins und eins ergibt in meiner Welt 2 und nicht 0 (jetzt komm mir nicht mit binär :).

    > Jetzt Wörter (und deren Sachverhalte?), die einem nicht passen, einfach
    > weglassen, ist doch auch keine Lösung.

    Es geht nicht um das Wort an sich, sondern um die damit verknüpften Aussagen und Behauptungen.

  20. Re: "Uploadfilter" - Titel

    Autor: Erich12 15.04.19 - 17:46

    Das ist doch kompletter Blödsinn den du dir hier wieder zusammenreimst. Seit Wochen saugst du dir ein Argument nach dem anderen aus den Fingern um gegen die Berichterstattung zu hetzen.

    Wo wird oder wurde denn bitte impliziert, dass Uploadfilter die einzige und letztmögliche Entscheidungsgewalt sein werden oder müssen. Es ging doch von jeher nur darum, dass es sie geben wird müssen - was mittlerweile ja auch die CDU bestätigt.

    Ob jetzt bei einigen Sonderfällen noch ein Mensch entscheiden kann oder wird ist doch Makulatur und hat mit der Sache Uploadfilter ja/nein rein gar nichts zu tun.

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