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Wie genau solche Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden könnten

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  1. Wie genau solche Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden könnten

    Autor: Daniel E. 16.06.10 - 09:38

    Ja, genau bei diesem "Wie genau solche Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden könnten ließ die Ministerin aber offen." hätte ich nun etwas mehr erwartet. Denn das ist ja das Kernthema, was die Ministerin geändert haben will: Providerhaftung und Provider als Judikative.

    Wie soll das gehen? Wie könnte ein Provider einem sagen, dass man das Urheberrecht verletzt?
    Vorweg: Er kann es nicht (woher sollte der ISP auch wissen, ob die Datei auf dem One-Click-Hoster von einem Fremden stammt und damit illegal ist oder von meiner Schwester und der Download völlig legal?) und darf es natürlich auch nicht, da das in einen Rechtsstaat die Sache eines Richters ist so etwas zu bestimmen.

    Doch zudem müsste der komplette Datenverkehr mittels Deep Packet Inspection überwacht werden, was wiederum eine schwere Grundrechtsverletzung wäre.

    Was Frau Leutheusser-Schnarrenberger vorschlägt ist in vielerlei Hinsicht schrecklich. Gegen das Grundgesetz, gegen den Rechtsstaat, gegen die Gewaltenteilung und ein Kniefall vor der Lobby.

  2. Ja, die Forderungen sind der Hammer.

    Autor: M_Kessel 16.06.10 - 11:42

    Deep packet Inspection ist dafür notwendig, was dazu führen wird, das volle Verschlüsselung in Mode kommt. :D

    Überwachung der Kunden durch die Provider ist alleine schon ein Grund die Gerichte zu beschäftigen. Das ist ein recht, das, ohne konkreten Verdacht, noch nicht mal der Staat hat, wie schon bei der Speicherung detr Vorratsdaten eindeutig festgestellt wurde!

    2 Strikes Modell zum Erschrecken, weil sie glasklar erkannt haben, das der erste Fall der gegen 3 Strikes klagen würde, die Regelung sofort zum Kippen bringt. Aber Terror ist ja erlaubt.

    Einzige sinnvolle Alternative namens "Kuturflatrate" oder "Micropayment direkt an den Künstler" gegen Kriminalisierung aller Bürger abgewogen, und dann die Lösung der Lobbisten gewählt.

    Ignoranz der "normativen Kraft des Faktischen". Zahnpasta -> Tube.

    Versuch eine alte Vertriebsmethode durch verfassungsbedenkliche Regelungen gegen den Willen des Volkes aufrechtzuerhalten, und absolute Unfähigkeit den Weg für neue Modelle der Zukunft zu öffnen. Bald, ja bald sind Neuwahlen sagt mir mein Gefühl.......

    Das führt, in meinen Augen nur dazu, das es demnächst zu einer Verschlüsselung aller Daten kommen wird, so das niemand mehr weiß, was wann übertragen wird, und das caching der Provider vollkommen nutzlos wird, und sie somit immer alles neu laden müssen. Was zu weiteren Kosten auf der Providerseite führt.

    Das die Menschen aufhören werden die Urheberrechte zu verletzen, wenn nur genug Verbote da sind, glaubt hier meiner Meinung nach noch nicht mal die hartnäckigsten Trolle.

    Das EINZIGE was in meinen Augen helfen würde, ist die Einbeziehung der Verbraucherverbände in die Regelungen des nächsten Urheberechte"körbchens". Und eine vernünftige Diskusion BEIDER SEITEN über dieses Thema.

    Auch das Einführen eines Micropayment-systems, bei dem man, selbst in den "ach-so-verpönten" Filehostern/p2p clients dem Erschaffer des Werkes durch One-Click-Systeme mal eben 10 Cent bis n Euro spendiert wäre gewinnbringender als jegliches neues Gesetzeswerk. Zumal schon der zweite Urheberkorb den Bürgern dieses Landes:

    a) Weitestgehend unbekannt ist.

    b) Zu kompliziert ist, und somit nicht befolgt werden kann. (sind ja nicht alle Rechtsanwälte mit Spezialisierung auf diesem Gebiet)

    c) Man früher auch schon Musik auf Kassetten kopiert hat, ohne das das Abendland untergegangen istz.

    d) Einfach egal ist. (Wie falschparken)

    e) Sich die jetzigen Rechteinhaber als "geldgeil" und kundenfeindlich geoutet haben. Selbst den URHEBERN der Werke gegenüber.

    f) Der gesunde Menschenverstand bei dieser Gesetzgebung einfach auf der Strecke geblieben ist.

    Gesetze, die niemand wirklich ernst nimmt, werden schlicht und simpel nicht beachtet. Da können die Beführworter noch sehr wettern.

    Das ist eine simple Wahrheit.

    Ausserdem, falls die Politiker das vielleicht nicht so ganz mitbekommen haben, ist Datentausch unter Freunden wieder dabei in Mode zu kommen. Nur das jetzt nicht mehr Kassetten oder Disketten, sondern Daten von TERABYTE Festplatten getauscht werden.

    Wird die Welt dadurch in Ordnung kommen, das das Tauschen nicht mehr wahrgenommen werden kann?

  3. Re: Wie genau solche Maßnahmen in der Praxis umgesetzt werden könnten

    Autor: Neusprech 16.06.10 - 13:12

    DPI ist hier verboten - das wird kein 3. Korb der UrhG ändern - zu schwach. Und selbst wenn, wird es eine wahnsinnige Klageflut geben die das ganz schnell beendet.
    Um DPI übrigens erfolgreich zu sabotieren reicht schon die Verschlüsselung der Datei und das Weglassen der Dateiendung. Man muss keinen ANON-Proxy oder HTTPS benutzen. Und den Provider-eigenen DNS-Server sollte man schon lange nicht mehr benutzen!
    Die Uploader werden sofort verschlüsseln und Uploader, die es dennoch nicht tun aus den Linkforen/Boards gebannt.

  4. Re: Ja, die Forderungen sind der Hammer.

    Autor: Neusprech 16.06.10 - 13:19

    > Wird die Welt dadurch in Ordnung kommen, das das Tauschen nicht mehr wahrgenommen werden kann?
    Nein, aber das Ziel (unbehelligt tauschen) wird perfekt erreicht und fördert soziale Kontakte, dann kommen die Nerds aus ihren Kellern raus, lernen auf ner Tauschparty womöglich noch ne Frau kennen :)

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