Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Urteil: DWD darf Warnwetter-App…

Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: Desertdelphin 16.11.17 - 08:58

    Habe ich das richtig verstanden das die privaten Dienste seid 2017 die Daten kostenfrei durch den mit Steuern finanzieren DWD bekommt, diese dann gewinnbringend verkauft und dann den DWD verklagt da dieser die Daten nicht nur kostenfrei an die Privatwirtschaft, sondern auch an den Steuer zahlenden Bürger gibt?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 16.11.17 08:59 durch Desertdelphin.

  2. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: Anonymer Nutzer 16.11.17 - 09:04

    Desertdelphin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Habe ich das richtig verstanden das die privaten Dienste seid 2017 die
    > Daten kostenfrei durch den mit Steuern finanzieren DWD bekommt, diese dann
    > gewinnbringend verkauft und dann den DWD verklagt da dieser die Daten nicht
    > nur kostenfrei an die Privatwirtschaft, sondern auch an den Steuer
    > zahlenden Bürger gibt?

    Klingt fast so...
    Aber heute sehen ja viele den Staat als eine Institution an, die nur der "persönlichen" Bereicherung dient...
    (Siehe auch teilweise unsinnige Subventionen.)

    Gemeinschaftsinteressen zählen heutzutage für die Wenigsten.

  3. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: mfeldt 16.11.17 - 09:04

    Sieht ganz so aus.

  4. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: windermeer 16.11.17 - 09:07

    Auch wenn ich das Urlteil nicht gutheiße, muss man fair bleiben. Es geht WetterOnline wohl nicht darum, dass der Bürger kostenlos Zugriff auf die Daten hat, sondern dass sie aufgearbeitet kostenlos angeboten werden.

  5. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: Tantalus 16.11.17 - 09:11

    windermeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn ich das Urlteil nicht gutheiße, muss man fair bleiben. Es geht
    > WetterOnline wohl nicht darum, dass der Bürger kostenlos Zugriff auf die
    > Daten hat, sondern dass sie aufgearbeitet kostenlos angeboten werden.

    Und wo ist jetzt der Unterschied zu den tausenden anderen kostenfreien Wetterapps, bzw den integrierten Wetterapps in iOS und Android? Ausserdem stellt der DWD die selben Daten auch Anbietern wie Wetteronline kostenfrei zur Verfügung.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  6. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: windermeer 16.11.17 - 09:15

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wo ist jetzt der Unterschied zu den tausenden anderen kostenfreien
    > Wetterapps, bzw den integrierten Wetterapps in iOS und Android?

    Der Unterschied besteht darin, dass der DWD aus Steuern finanziert wird und eben kein Gewinn erwirtschaften muss. Die ganzen anderen kostenlosen Apps und integrierten Dienste werden mit Daten oder Werbung finanziert, oder auch in manchen Fällen durch andere Geschäftsberiche subventioniert.

    > Ausserdem stellt der DWD die selben Daten auch Anbietern wie Wetteronline kostenfrei
    > zur Verfügung.

    Wie gesagt, es geht um die Aufarbeitung. Mit den Daten selbst, kann der Durschnittsbürger sehr wahrscheinlich nichts anfangen. Und das Daten in die Form bringen ist das, womit WetterOnline das Geld verdient. Wenn die DWD App nun genauso gut ist, verlieret WetterOnline Kunden und damit Einnahmen.

    Wie gesagt, ich unterstütze das Urtel nicht, aber ich verstehe die Sichweise von WetterOnline.

  7. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: Anonymer Nutzer 16.11.17 - 09:32

    windermeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tantalus schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und wo ist jetzt der Unterschied zu den tausenden anderen kostenfreien
    > > Wetterapps, bzw den integrierten Wetterapps in iOS und Android?
    >
    > Der Unterschied besteht darin, dass der DWD aus Steuern finanziert wird und
    > eben kein Gewinn erwirtschaften muss. Die ganzen anderen kostenlosen Apps
    > und integrierten Dienste werden mit Daten oder Werbung finanziert, oder
    > auch in manchen Fällen durch andere Geschäftsberiche subventioniert.
    >

    Na und? Sollen jetzt alle Staatsbetriebe dementsprechend den Betrieb einstellen damit sich ein paar private Abzocker auf Kosten der Allgemeinheit eine goldene Nase verdienen können?
    Das System wird übrigens sehr effektiv in der englischen NHS praktiziert. Regelmäßig werden per Gesetz bestimmte Aufgaben an private Dienstleister ausgelagert. Die direkten Folgen sind eine schlechtere Qualität/Verfügbarkeit bei höheren Kosten für die Allgemeinheit... Aber "die Richtigen" (im "old boys network") verdienen sich eine goldene Nase.

    > > Ausserdem stellt der DWD die selben Daten auch Anbietern wie Wetteronline
    > kostenfrei
    > > zur Verfügung.
    >
    > Wie gesagt, es geht um die Aufarbeitung. Mit den Daten selbst, kann der
    > Durschnittsbürger sehr wahrscheinlich nichts anfangen. Und das Daten in die
    > Form bringen ist das, womit WetterOnline das Geld verdient. Wenn die DWD
    > App nun genauso gut ist, verlieret WetterOnline Kunden und damit
    > Einnahmen.
    >
    > Wie gesagt, ich unterstütze das Urtel nicht, aber ich verstehe die
    > Sichweise von WetterOnline.

    Wenn ein privates Unternehmen mit einer Dienstleistung konkurrieren will die der Staat für alle umsonst erbringt, ist das das Problem des Unternehmens. Und wenn sich damit kein Geld verdienen lässt, dann Pech gehabt. Es gibt kein Anrecht auf Profit/Gewinn. Alternativ hätte man sich ein anderes Betätigungsfeld suchen sollen.

  8. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: jens_b 16.11.17 - 10:01

    DetlevCM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > windermeer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Tantalus schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Und wo ist jetzt der Unterschied zu den tausenden anderen kostenfreien
    > > > Wetterapps, bzw den integrierten Wetterapps in iOS und Android?
    > >
    > > Der Unterschied besteht darin, dass der DWD aus Steuern finanziert wird
    > und
    > > eben kein Gewinn erwirtschaften muss. Die ganzen anderen kostenlosen
    > Apps
    > > und integrierten Dienste werden mit Daten oder Werbung finanziert, oder
    > > auch in manchen Fällen durch andere Geschäftsberiche subventioniert.
    > >
    >
    > Na und? Sollen jetzt alle Staatsbetriebe dementsprechend den Betrieb
    > einstellen damit sich ein paar private Abzocker auf Kosten der
    > Allgemeinheit eine goldene Nase verdienen können?
    > Das System wird übrigens sehr effektiv in der englischen NHS praktiziert.
    > Regelmäßig werden per Gesetz bestimmte Aufgaben an private Dienstleister
    > ausgelagert. Die direkten Folgen sind eine schlechtere
    > Qualität/Verfügbarkeit bei höheren Kosten für die Allgemeinheit... Aber
    > "die Richtigen" (im "old boys network") verdienen sich eine goldene Nase.
    >
    > > > Ausserdem stellt der DWD die selben Daten auch Anbietern wie
    > Wetteronline
    > > kostenfrei
    > > > zur Verfügung.
    > >
    > > Wie gesagt, es geht um die Aufarbeitung. Mit den Daten selbst, kann der
    > > Durschnittsbürger sehr wahrscheinlich nichts anfangen. Und das Daten in
    > die
    > > Form bringen ist das, womit WetterOnline das Geld verdient. Wenn die DWD
    > > App nun genauso gut ist, verlieret WetterOnline Kunden und damit
    > > Einnahmen.
    > >
    > > Wie gesagt, ich unterstütze das Urtel nicht, aber ich verstehe die
    > > Sichweise von WetterOnline.
    >
    > Wenn ein privates Unternehmen mit einer Dienstleistung konkurrieren will
    > die der Staat für alle umsonst erbringt, ist das das Problem des
    > Unternehmens. Und wenn sich damit kein Geld verdienen lässt, dann Pech
    > gehabt. Es gibt kein Anrecht auf Profit/Gewinn. Alternativ hätte man sich
    > ein anderes Betätigungsfeld suchen sollen.

    So sehe ich das auch. Unternehmerisches Risiko.

  9. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: SonnenLust 16.11.17 - 10:08

    DetlevCM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > windermeer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Tantalus schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Und wo ist jetzt der Unterschied zu den tausenden anderen kostenfreien
    > > > Wetterapps, bzw den integrierten Wetterapps in iOS und Android?
    > >
    > > Der Unterschied besteht darin, dass der DWD aus Steuern finanziert wird
    > und
    > > eben kein Gewinn erwirtschaften muss. Die ganzen anderen kostenlosen
    > Apps
    > > und integrierten Dienste werden mit Daten oder Werbung finanziert, oder
    > > auch in manchen Fällen durch andere Geschäftsberiche subventioniert.
    > >
    >
    > Na und? Sollen jetzt alle Staatsbetriebe dementsprechend den Betrieb
    > einstellen damit sich ein paar private Abzocker auf Kosten der
    > Allgemeinheit eine goldene Nase verdienen können?
    > Das System wird übrigens sehr effektiv in der englischen NHS praktiziert.
    > Regelmäßig werden per Gesetz bestimmte Aufgaben an private Dienstleister
    > ausgelagert. Die direkten Folgen sind eine schlechtere
    > Qualität/Verfügbarkeit bei höheren Kosten für die Allgemeinheit... Aber
    > "die Richtigen" (im "old boys network") verdienen sich eine goldene Nase.
    >
    > > > Ausserdem stellt der DWD die selben Daten auch Anbietern wie
    > Wetteronline
    > > kostenfrei
    > > > zur Verfügung.
    > >
    > > Wie gesagt, es geht um die Aufarbeitung. Mit den Daten selbst, kann der
    > > Durschnittsbürger sehr wahrscheinlich nichts anfangen. Und das Daten in
    > die
    > > Form bringen ist das, womit WetterOnline das Geld verdient. Wenn die DWD
    > > App nun genauso gut ist, verlieret WetterOnline Kunden und damit
    > > Einnahmen.
    > >
    > > Wie gesagt, ich unterstütze das Urtel nicht, aber ich verstehe die
    > > Sichweise von WetterOnline.
    >
    > Wenn ein privates Unternehmen mit einer Dienstleistung konkurrieren will
    > die der Staat für alle umsonst erbringt, ist das das Problem des
    > Unternehmens. Und wenn sich damit kein Geld verdienen lässt, dann Pech
    > gehabt. Es gibt kein Anrecht auf Profit/Gewinn. Alternativ hätte man sich
    > ein anderes Betätigungsfeld suchen sollen.


    Absolut... auf den Punkt gebracht.

  10. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: windermeer 16.11.17 - 10:15

    DetlevCM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na und? Sollen jetzt alle Staatsbetriebe dementsprechend den Betrieb
    > einstellen damit sich ein paar private Abzocker auf Kosten der
    > Allgemeinheit eine goldene Nase verdienen können?

    Habe ich das irgendwo geschrieben?
    Wir haben aber soetwas, wie ein Wettbewerbsgesetz. Wenn es Privatbetriebe gibt, die eine Dienstleistung anbieten, kann nicht der Staat einfach daher kommen und die Betriebe durch Subventionierungen aus dem Markt drücken.
    Wenn der Staat eine bestehnde Dienstleistung übernehmen will, muss er die Betriebe verstaatlichen.

    > Das System wird übrigens sehr effektiv in der englischen NHS praktiziert.
    > Regelmäßig werden per Gesetz bestimmte Aufgaben an private Dienstleister
    > ausgelagert. Die direkten Folgen sind eine schlechtere
    > Qualität/Verfügbarkeit bei höheren Kosten für die Allgemeinheit... Aber
    > "die Richtigen" (im "old boys network") verdienen sich eine goldene Nase.

    Kenne ich nicht, ist aber auch ein anderer Fall. Hier geht es ja nicht um die Beauftragung privater Dienstleister, sondern darum, dass WetterOnline schon vor 2015 existiert hat und der DWD ihnen mit einem stuerfinanzierten Dienst die Kunden abwirbt. Wie oben geschrieben wird es nur um die Aufbereitung der Daten gehen. Zeigt die App nur Wetterwarnungen an, wird WetterOnline nichts dagegen haben.

    > Wenn ein privates Unternehmen mit einer Dienstleistung konkurrieren will
    > die der Staat für alle umsonst erbringt, ist das das Problem des
    > Unternehmens. Und wenn sich damit kein Geld verdienen lässt, dann Pech
    > gehabt. Es gibt kein Anrecht auf Profit/Gewinn. Alternativ hätte man sich
    > ein anderes Betätigungsfeld suchen sollen.

    Das Unternehmen war aber vor der staatlichen Dienstleistung da. Der Staat muss das Unternehmen dann verstaatlichen oder seinen Dienst nicht über Steuern finanzieren.
    Immerhin geht es hier auch um Arbeitsplätze, und nein, die Chefetage ist mir dabei herzlich egal.

  11. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: phinotv 16.11.17 - 10:31

    windermeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DetlevCM schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Na und? Sollen jetzt alle Staatsbetriebe dementsprechend den Betrieb
    > > einstellen damit sich ein paar private Abzocker auf Kosten der
    > > Allgemeinheit eine goldene Nase verdienen können?
    >
    > Habe ich das irgendwo geschrieben?
    > Wir haben aber soetwas, wie ein Wettbewerbsgesetz. Wenn es Privatbetriebe
    > gibt, die eine Dienstleistung anbieten, kann nicht der Staat einfach daher
    > kommen und die Betriebe durch Subventionierungen aus dem Markt drücken.
    > Wenn der Staat eine bestehnde Dienstleistung übernehmen will, muss er die
    > Betriebe verstaatlichen.
    >
    > > Das System wird übrigens sehr effektiv in der englischen NHS
    > praktiziert.
    > > Regelmäßig werden per Gesetz bestimmte Aufgaben an private Dienstleister
    > > ausgelagert. Die direkten Folgen sind eine schlechtere
    > > Qualität/Verfügbarkeit bei höheren Kosten für die Allgemeinheit... Aber
    > > "die Richtigen" (im "old boys network") verdienen sich eine goldene
    > Nase.
    >
    > Kenne ich nicht, ist aber auch ein anderer Fall. Hier geht es ja nicht um
    > die Beauftragung privater Dienstleister, sondern darum, dass WetterOnline
    > schon vor 2015 existiert hat und der DWD ihnen mit einem stuerfinanzierten
    > Dienst die Kunden abwirbt. Wie oben geschrieben wird es nur um die
    > Aufbereitung der Daten gehen. Zeigt die App nur Wetterwarnungen an, wird
    > WetterOnline nichts dagegen haben.

    Nun ja, technisch/rechtlich gesehen hast du vllt recht, aber gerade die App von Wetter Online ist üer die Jahre immer schlechter geworden. Ich war schon vorher weg von dehnen und bei Kachelmann.
    Aber keiner andere App bietet auch nur im Entferntesten ein so simple, genaue Übersicht zu Niederschlägen an wie DWD. Und für mich als Fahrradfahrer ist dies entscheident. Wenn die Kommerzellen es nicht gebacken kriegen ihr Pech. Ich zahle aber auch einfach den symbolichen Cent an DWD.

    > > Wenn ein privates Unternehmen mit einer Dienstleistung konkurrieren will
    > > die der Staat für alle umsonst erbringt, ist das das Problem des
    > > Unternehmens. Und wenn sich damit kein Geld verdienen lässt, dann Pech
    > > gehabt. Es gibt kein Anrecht auf Profit/Gewinn. Alternativ hätte man
    > sich
    > > ein anderes Betätigungsfeld suchen sollen.
    >
    > Das Unternehmen war aber vor der staatlichen Dienstleistung da. Der Staat
    > muss das Unternehmen dann verstaatlichen oder seinen Dienst nicht über
    > Steuern finanzieren.
    > Immerhin geht es hier auch um Arbeitsplätze, und nein, die Chefetage ist
    > mir dabei herzlich egal.

  12. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: ML82 16.11.17 - 10:34

    wetter online ist damit auf die blacklist gesetzt, danke.

  13. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: Anonymer Nutzer 16.11.17 - 10:54

    windermeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DetlevCM schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Na und? Sollen jetzt alle Staatsbetriebe dementsprechend den Betrieb
    > > einstellen damit sich ein paar private Abzocker auf Kosten der
    > > Allgemeinheit eine goldene Nase verdienen können?
    >
    > Habe ich das irgendwo geschrieben?
    > Wir haben aber soetwas, wie ein Wettbewerbsgesetz. Wenn es Privatbetriebe
    > gibt, die eine Dienstleistung anbieten, kann nicht der Staat einfach daher
    > kommen und die Betriebe durch Subventionierungen aus dem Markt drücken.
    > Wenn der Staat eine bestehnde Dienstleistung übernehmen will, muss er die
    > Betriebe verstaatlichen.
    >
    > > Das System wird übrigens sehr effektiv in der englischen NHS
    > praktiziert.
    > > Regelmäßig werden per Gesetz bestimmte Aufgaben an private Dienstleister
    > > ausgelagert. Die direkten Folgen sind eine schlechtere
    > > Qualität/Verfügbarkeit bei höheren Kosten für die Allgemeinheit... Aber
    > > "die Richtigen" (im "old boys network") verdienen sich eine goldene
    > Nase.
    >
    > Kenne ich nicht, ist aber auch ein anderer Fall. Hier geht es ja nicht um
    > die Beauftragung privater Dienstleister, sondern darum, dass WetterOnline
    > schon vor 2015 existiert hat und der DWD ihnen mit einem stuerfinanzierten
    > Dienst die Kunden abwirbt. Wie oben geschrieben wird es nur um die
    > Aufbereitung der Daten gehen. Zeigt die App nur Wetterwarnungen an, wird
    > WetterOnline nichts dagegen haben.
    >
    > > Wenn ein privates Unternehmen mit einer Dienstleistung konkurrieren will
    > > die der Staat für alle umsonst erbringt, ist das das Problem des
    > > Unternehmens. Und wenn sich damit kein Geld verdienen lässt, dann Pech
    > > gehabt. Es gibt kein Anrecht auf Profit/Gewinn. Alternativ hätte man
    > sich
    > > ein anderes Betätigungsfeld suchen sollen.
    >
    > Das Unternehmen war aber vor der staatlichen Dienstleistung da. Der Staat
    > muss das Unternehmen dann verstaatlichen oder seinen Dienst nicht über
    > Steuern finanzieren.
    > Immerhin geht es hier auch um Arbeitsplätze, und nein, die Chefetage ist
    > mir dabei herzlich egal.

    Na ja, so einfach ist das nicht. Der deutsche Wetterdienst existiert schon länger als diese Anwendung. Der deutsche Wetterdienst hat auch schon seit langem Steuergeld erhaltenen, ebenso wie eine Finanzierung durch Lizenzgebühren.
    Jetzt ist es nunmal so, dass das anbieten von Wetterdaten in den letzten Jahrzehnten einfacher geworden ist: bessere Computer, automatisierte Messstationen. Das dürfte durchaus Kosten senken. Die werden die Anwendung ja nicht herausgebracht haben um woanders sparen zu müssen.
    (Man müsste vermutlich direkt in die Bilanz schauen wie es denn mit den Kosten aussieht.)

    Und hier ist der Punkt: Die Allgemeinheit finanziert den Dienst - dementsprechend sollte die Allgemeinheit auch ein Recht haben dessen Ergebnisse zu nuzten. Wenn die Finanzen ausreichen die Daten zu Verfügung zu stellen, warum denn nicht? Es zahlt ja jeder für den Dienst - über Steuern.
    Das ist die gleiche Basis auf der die "Freedom of Information Requests" angesiedelt sind. Wenn der Staat Arbeit in Auftrag gibt, welche von der der Allgemeinheit (über Steuern) finanziert wird, dann sollte die Allgemeinheit auch ein Anrecht auf die Ergebnisse haben.
    (Auch ein Grund warum zum Beispiel manche Papers von den Verlagen umsonst nach einem bestimmten Zeitraum Open Access werden: Es ist eine Bedingung der staatlichen ForschungsfOrderung.)

  14. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: Desertdelphin 17.11.17 - 05:48

    Genau. Und wieso sollten Daten, die wir als Steuerzahler kaufen, nicht auch aufbereitet sein? Das ist so ein leeres Argument.

  15. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: serra.avatar 17.11.17 - 06:33

    weil der Steuerzahler nix zu melden hat, dessen Aufgabe ist es zu löhnen und gefälligst die Schnauze zu halten ... Geld regiert die Welt!

    Aber he wir haben es in der Hand, wir müssen nicht wie das Schlachtvieh dem Henker hinterhertrotten! Dazu muss man aber seinen Arsch mal bewegen!

    _________________________________________________________________
    Gott vergibt, ich nicht!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.11.17 06:34 durch serra.avatar.

  16. Re: Wetterdienst - woher die Daten der privaten?

    Autor: spaetzlesdrucker 17.11.17 - 13:42

    Bei den vielen Wetterapps gibt es meiner Meinung nach große Unterschiede, die zunächst aus der Datenquelle resultieren (Auflösung, Qualität, Aktualisierungsintervall). Zwar bietet jede App eine Vorhersage für jedes Örtchen, die verwendeten Wetterdaten im Hintergrund haben aber gar nicht die räumliche Auflösung, um ernsthaft verschiedene Vohersage für zwei benachbarte Orte zu erstellen.

    Viele Apps verwenden die Daten aus dem GFS der NOAA, weil diese schon lange kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Gittergröße 13 km bzw. 27 km (Kurzzeit-/Langzeitvorhersage), weltweit, aktualisiert alle 6 Stunden.

    Der DWD verwendet das Modell COSMO-DE mit 2,8 km Auflösung in D/A/CH alle 3 Stunden.

    Eine App, die auf den DWD-Daten beruht, sollte also deutlich akkuratere Vorhersagen liefern als eine, die auf GFS beruht.

    Der DWD stellt seit diesem Sommer löblicherweise viele Klima- und Wetterdaten als Open Data zur Verfügung (https://opendata.dwd.de/ bzw. https://www.dwd.de/DE/leistungen/opendata/opendata.html). Die Datenformate sind aber so speziell, dass man die nicht direkt nutzen kann. Es gibt zwar einiges an Dokumentation (https://www.dwd.de/DE/leistungen/opendata/hilfe.html?nn=16102&lsbId=625220), für den meteorologischen Laien ist das aber harte Kost.
    Es macht also durchaus Sinn, hier zu unterteilen in "Bereitstellung von Wetterdaten" und "Aufbereitung für den Endkunden".

    Ich benutze die Warnwetter-App auch und habe mir auch schon gedacht, dass diese App eigentlich sehr über den im Namen formulierten Zweck hinausschießt und eigentlich eine vollwertige Wetter-App ist.

    Ich habe auch noch keine andere App gefunden, die die Warn-Funktion so gut umsetzt wie die vom DWD (Anzeige der Warnungen Gemeindeebene und nicht auf Kreisebene (Neuerung bei den vom DWD bereitgestellten Daten letztes Jahr), gut konfigurierbare Warnschwellen).

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. EWE TRADING GmbH, Bremen
  2. Amprion GmbH, Pulheim
  3. Deloitte, verschiedene Standorte
  4. BWI GmbH, deutschlandweit, Bonn, Nürnberg, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 164,90€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  2. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  3. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

  1. Quartalsbericht: Aus Microsofts Cloud regnet es Dollar-Milliarden
    Quartalsbericht
    Aus Microsofts Cloud regnet es Dollar-Milliarden

    Das neue Microsoft ist ein höchst erfolgreiches Cloud-Unternehmen. Allein in drei Monaten werden fast neun Milliarden US-Dollar Gewinn erwirtschaftet.

  2. VKU: Forderung nach Gutscheinen zum FTTH-Ausbau wird breiter
    VKU
    Forderung nach Gutscheinen zum FTTH-Ausbau wird breiter

    Drei Verbände schlagen Gutscheine für den Glasfaserausbau vor. Darunter ist auch der Verband kommunaler Unternehmen. Gefördert werden soll der Tiefbau mit 1.500 Euro, auch für Haushalte die keinen Vertag mit Telekombetreibern haben.

  3. Actionspiel: Crytek schaltet Multiplayerserver von Crysis ab
    Actionspiel
    Crytek schaltet Multiplayerserver von Crysis ab

    Nach fast elf Jahren ist Schluss: Crytek will Mitte Oktober die Multiplayerserver von Crysis abschalten. Der Grund: Es gibt nicht mehr genug Spieler für den Actiontitel.


  1. 22:45

  2. 19:19

  3. 16:53

  4. 16:44

  5. 16:41

  6. 16:05

  7. 15:29

  8. 15:18