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Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

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  1. Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: Unix_Linux 20.05.19 - 14:39

    ...das frage ich mich ernsthaft. Ich meine OK japan haben sie mit dieser strategie in den 80ern auf linie bekommen. aber japan ist eine viel kleinere gesellschaft mit ihren 130 mio einwohnern. und russland haben sie auch in die knie gezwungen durch das wettrüsten.

    aber china ist eine ganz andere hausnummer. egal was die usa da für hinterhältigkeiten planen, es ist auf lange sicht unmöglich, den aufstieg asiens zu stoppen. es sind einfach viel zu viele menschen. und durch das internet kann man die leute auch nicht mehr dumm halten, wie noch in den 60ern.

    an wissen zu kommen ist sehr leicht heutzutage. asien holt rasant auf was wissen, technologie und wirtschaft betrifft. man muss sich nur mal vorstellen, was asien für eine soft-power aufbieten wird, wenn immer mehr die untere, abgehängte schicht aufsteigt und das niveau der mittelschicht im bezug auf bildung und möglichkeiten erreicht. asien wird langfrisitig die welt dominieren. und da bringt der lächerliche protektionismus der USA nichts, ausser ein wenig verzögerung.

    die usa sollten lieber akzeptieren, dass ihr Zeitalter vorbei ist, und das beste daraus machen, indem sie partnerschaften eingehen mit china, indien und co. um langfristig schaden von ihrem land abzuwenden.

    deren jetzige strategie ist total panne. das wird niemals auf lange sicht funktionieren.

    die können asien höchstens noch etwas ausbremsen, aber niemals in die knie zwingen. wir leben in einem anderen zeitalter.

    diese alte denkweise von hegemonialmacht und kolonialismus funktioniert nicht mehr im internet- und wissenszeitalter...aber scheinbar checken es leute wie trump, bush und co nicht.

    man sollte lieber auf partnerschaften und gemeinsame ziele für die menschheit als ganzen setzen, anstatt auf protektionismus und weltmachtansprüche...

  2. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: Muhaha 20.05.19 - 14:44

    Sag bitte nicht "die USA", wenn hier lediglich ein wild gewordener Orang-Utan und seine neo-konservativen Speichellecker und Brandstifter am Werkeln sind.

    Du kannst davon ausgehen, dass bei einem eventuellen Regierungswechsel nächstes Jahr eine demokratische Regierung wieder eine diplomatischere und konstruktivere Politik betreiben wird.

  3. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: berritorre 20.05.19 - 14:51

    Das stimmt. Aber im Moment respräsentiert dieser wild gewordene Orang-Utan eben die USA, und das nicht ganz ohne zu tun vieler US-Amerikaner. Ich denke, daher ist "die USA" schon gar nicht so falsch. "Die US-Amerikaner" wäre hingegen nicht angebracht.

    Aber egal, das ist sowieso alles Wortglauberei. Wir wissen alle, was eigentlich gemeint ist.

  4. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: Unix_Linux 20.05.19 - 15:00

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sag bitte nicht "die USA", wenn hier lediglich ein wild gewordener
    > Orang-Utan und seine neo-konservativen Speichellecker und Brandstifter am
    > Werkeln sind.
    >
    > Du kannst davon ausgehen, dass bei einem eventuellen Regierungswechsel
    > nächstes Jahr eine demokratische Regierung wieder eine diplomatischere und
    > konstruktivere Politik betreiben wird.

    wie sehr ich mit der "normalen" amerikanische bevölkerung und den lebenstil im einklang bin (im endeffekt lebe ich selber sehr ähnlich wie ein durchschnittsamerikaner),

    irgendwie scheinen die leute da aber ein händchen dafür zu haben leute zu wählen, die mit dem land schindluder treiben.

    die machtelite die dort am werk ist, ist seit 70 jahren sehr ähnlich und es ändert sich kaum was. so langsam sollte auch das amerikanische volk anfangen mehr verantwortung zu übernehmen und diese machtelite zumindest stärker zu kritisieren und einen wandel in der denkweise herbeiführen.

    die amerikaner hatten die chance leute wie sanders zu wählen. nein, da haben sie lieber auf leute wie trump oder clinton gesetzt.

    einfach eine traurige entwicklung...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.05.19 15:02 durch Unix_Linux.

  5. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: mfeldt 20.05.19 - 15:06

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sag bitte nicht "die USA", wenn hier lediglich ein wild gewordener
    > Orang-Utan und seine neo-konservativen Speichellecker und Brandstifter am
    > Werkeln sind.
    >
    > Du kannst davon ausgehen, dass bei einem eventuellen Regierungswechsel
    > nächstes Jahr eine demokratische Regierung wieder eine diplomatischere und
    > konstruktivere Politik betreiben wird.

    Eins der Grundprobleme ist, daß es eben nicht *ein* wild gewordener Affe ist. Er ist gewählt worden, wenn auch nicht von der Mehrheit, so doch fast von der Hälfte der Wähler. Die können jederzeit wieder so jemanden wählen. Man kann den USA - und letztlich fast allen westlichen Noch-Demokratien - nicht mehr trauen!

    Selbst wenn Pelosi die nächste Präsidentin wird - wer sagt, daß geschlossene Verträge und Abkommen 4 Jahre später noch das Papier wert sind, auf dem sie stehen?

  6. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: Unix_Linux 20.05.19 - 15:19

    allein wenn ich mir wieder anschaue, wo die Amerikaner wieder ekelhafte spielchen treiben.

    In Venezuela wird wieder heftig chaos gestiftet. die venezolanische bevölkerung leidet massiv.
    der Iran wird mit Auslöschung bedroht, ohne auch nur ein nachweiss zu erbingen, dass der iran, sich nicht an die atomabkommen gehalten hat.

    europäische partner (Deutschland) werden bedroht, wenn sie nicht auf deren US linie agieren (z.b. Nordstream 2, 5g ausrüstung huawei etc..).

    Strafzollandrohungen gegen Deutschland und andere Europäische länder...

    Und was macht die Amerikanische Bevölkerung ? Weiter Netflix schauen, Fortnite zocken und instagram fotos machen, ...

    Ein bischen politische verantwortung übernehmen? fehlanzeige.

  7. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: Muhaha 20.05.19 - 15:21

    Unix_Linux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > irgendwie scheinen die leute da aber ein händchen dafür zu haben leute zu
    > wählen, die mit dem land schindluder treiben.

    Nun, die Mehrheit hat nicht Trump gewählt. HRC hat ca. 3 Mio. mehr Stimmen bekommen. Insgesamt wurde Trump nur von ca. 21% aller Wahlberechtigten gewählt. Was so einiges über das dortige Wahlsystem aussagt. Bitte beachten: Obama wurde lediglich von 28% aller Wahlberechtigten gewählt und der weiterhin ungeschlagene Popularitätsspitzenreiter Ronald Reagan hat es auch nur auf 32% Zustimmung unter allen Wählern gebracht.

    Die Wahlbeteiligung in den USA ist unterirdisch niedrig, weil das dort gültige Mehrheitswahlrecht, wo der Gewinner selbst mit nur hauchdünner Mehrheit alles bekommt und alle Gegenstimmen wertlos verfallen, zusammen mit der manipulierenden Wahlbezirksziehung dazu führt, dass es in nicht wenigen Regionen vollkommen SINNLOS geworden ist zur Wahl zu gehen. Die Frustration der Amis mit ihrer Politik sitzt sehr, sehr tief. Übrigens typisch für Länder mit Mehrheitswahlrecht wie eben USA, Frankreich oder England.

    > die amerikaner hatten die chance leute wie sanders zu wählen. nein, da
    > haben sie lieber auf leute wie trump oder clinton gesetzt.

    Sanders ist aber nicht als Kandidat aufgestellt worden, man konnte ihn nicht wählen. Und zwischen Trump und HRC liegen WELTEN!!!!!

  8. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: Trollversteher 20.05.19 - 16:45

    >die machtelite die dort am werk ist, ist seit 70 jahren sehr ähnlich und es ändert sich kaum was. so langsam sollte auch das amerikanische volk anfangen mehr verantwortung zu übernehmen und diese machtelite zumindest stärker zu kritisieren und einen wandel in der denkweise herbeiführen.

    >die amerikaner hatten die chance leute wie sanders zu wählen. nein, da haben sie lieber auf leute wie trump oder clinton gesetzt.

    >einfach eine traurige entwicklung...

    Naja, Trump hat sich, mit einer klassischen Wolf-im-Schafspelz-Nummer als Retter vor den "pöhsen Machteliten" verkauft, und ist mit seinem proletenhaften, pöbelndem und respektlosen Auftreten offenbar beim wütenden, politisch nicht sonderlich gebildeten Wahlvolk als "einer der Ihren" akzeptiert worden, die Demokraten haben sich nicht getraut, sich hinter den als "Sozialisten" (in den USA nun mal ein ganz ganz übles NoGo) verschrienen Sanders zu stellen und dachten, mit der eiskalten Polit-Establishment-Professionellen und Falkin Clinton auf Nummer Sicher zu gehen...

  9. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: fanreisender 20.05.19 - 17:47

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sag bitte nicht "die USA", wenn hier lediglich ein wild gewordener
    > Orang-Utan und seine neo-konservativen Speichellecker und Brandstifter am
    > Werkeln sind.
    >
    So einfach ist das nicht. Der "wild gewordene Orang-Utan" wurde aus durchaus nachvollziehbaren Gründen demokratisch gewählt. Die Gründe für seine Wahl haben sich nicht sonderlich geändert, der rusty belt ist immer noch rusty.
    Zudem kann so ein "wild gewordener Orang-Utan" schon Einiges ausrichten. Man denke daran, dass unsere Vorfahren vor nicht einmal 100 Jahren einen ebensolchen "Orang-Utan" gleichfalls ganz demokratisch gewählt haben und von ihrer klugen Wahl sehr lange überzeugt waren.
    Wie weit unser Land am Ende davon vielleicht sogar profitiert hat, kann man jetzt stundenlang sehr kontrovers diskutieren, unstrittig bleibt der monströse Preis.

    Die Welt läuft weiter. Klar werden alle Firmen auf der Welt wieder ein wenig auf die aus Bequemlichkeit vernachlässigte Diversifizierung bei den Zulieferern achten. Das wäre das positive Szenario. Das weniger positive besteht darin, dass sich Asien und Afrika vom Rest der Welt abkoppeln und *uns* zeigen, wo der Hase lang läuft. Nicht heute, nicht morgen, aber übermorgen kommt auch noch ...

  10. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: berritorre 20.05.19 - 21:44

    Problem ist halt, dass er eigentlich selbst genau zu diesem Rusty Belt wie du es nennst gehört.

    Ist hier in Brasilien ja nicht anders. Unser neuer Präsident hat auch damit geworben im Land aufzuräumen, die Korruption zu bekämpfen, dem kleinen Mann zu helfen, die Wirtschaft wieder auf zu richten.

    Jetzt ist er 5 Monate im Amt und bisher ist in diese Richtigung nix passiert. Im Gegenteil. Bevorteilt werden halt jetzt andere, die Korruption ist immer noch da. Für die Politiker ist Korruption immer nur das, was die anderen machen.

    Die Parallelen sind sehr auffällig zwischen den USA und Brasilien im Moment: Klüngelei in der Familie, übertriebene Nutzung von Twitter und anderen sozialen Medien, bevorteilung bestimmter Bereiche der Industrie, Umweltschutz wird abgeschafft zu Gunsten von antiquitierten Technologien, politische Gegner werden verunglimpft, beschimpft, gelyncht, Waffen und Folter sind etwas positives, und so weiter und so weiter. Ich frage mich, wie man solche Typen wählen kann, auch wenn man Protest wählt und ein Statement abgeben will.

    Wenn das Statement ist: Wir haben die Schnauze voll und geben das Zepter jetzt einem inkompetenten Trampel, damit er das Land so richtig an die Wand fahren kann, dann war die Wahl natürlich richtig und nachvollziehbar, sonst allerdings nicht.

    Denn selbst Hillary, von der ich durchaus auch nicht überzeugt bin, wäre für die meisten Amerikaner objektiv betrachtet besser gewesen, als Trump. Aber Hauptsache Protest.

  11. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: bofhl 21.05.19 - 09:11

    Unix_Linux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > allein wenn ich mir wieder anschaue, wo die Amerikaner wieder ekelhafte
    > spielchen treiben.
    >
    > In Venezuela wird wieder heftig chaos gestiftet. die venezolanische
    > bevölkerung leidet massiv.
    > der Iran wird mit Auslöschung bedroht, ohne auch nur ein nachweiss zu
    > erbingen, dass der iran, sich nicht an die atomabkommen gehalten hat.
    >
    > europäische partner (Deutschland) werden bedroht, wenn sie nicht auf deren
    > US linie agieren (z.b. Nordstream 2, 5g ausrüstung huawei etc..).
    >
    > Strafzollandrohungen gegen Deutschland und andere Europäische länder...
    >
    > Und was macht die Amerikanische Bevölkerung ? Weiter Netflix schauen,
    > Fortnite zocken und instagram fotos machen, ...
    >
    > Ein bischen politische verantwortung übernehmen? fehlanzeige.

    Das meiste was du da aufzählst betrifft das Ausland - und das interessiert gut 85% der US-Bürger absolut gar nicht, nicht die Bohne! Wenn sie nicht gerade beim Militär waren oder sind haben gut 97% aller US-Bürger keinen Pass und auch nie einen besessen! Für die meisten ist "Ausland" Mexico oder Kanada!

  12. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: smon 21.05.19 - 12:11

    fanreisender schrieb:
    ...
    > Zudem kann so ein "wild gewordener Orang-Utan" schon Einiges ausrichten.
    > Man denke daran, dass unsere Vorfahren vor nicht einmal 100 Jahren einen
    > ebensolchen "Orang-Utan" gleichfalls ganz demokratisch gewählt haben und
    > von ihrer klugen Wahl sehr lange überzeugt waren.
    > Wie weit unser Land am Ende davon vielleicht sogar profitiert hat, kann man
    > jetzt stundenlang sehr kontrovers diskutieren, unstrittig bleibt der
    > monströse Preis
    ...

    Das kann ich so nicht stehen lassen
    Mitnichten wurde der Affe vor knapp 100 Jahren "ganz demokratisch" gewählt.
    Niemals hat es eine eigenständige Mehrheit gegeben (außer vielleicht viel später, als es so gut wie keine anderen Parteien mehr gab - aber da gab es schon keine Wahlen mehr)

    Musste mich nach vielen Jahren des Mitlesens nun doch anmelden, um das geradezubiegen

  13. Re: Glauben die USA wirklich, dass sie damit auf lange sich erfolg haben...

    Autor: Trollversteher 21.05.19 - 12:26

    >Das kann ich so nicht stehen lassen
    >Mitnichten wurde der Affe vor knapp 100 Jahren "ganz demokratisch" gewählt.
    >Niemals hat es eine eigenständige Mehrheit gegeben (außer vielleicht viel später, als es so gut wie >keine anderen Parteien mehr gab - aber da gab es schon keine Wahlen mehr)
    >Musste mich nach vielen Jahren des Mitlesens nun doch anmelden, um das geradezubiegen

    Auch wenn die NSDAP bei der letzten wirklich freien Reichstagswahl vom 6. November 1932 keine absolute Mehrheit erreichte, war sie doch mit 33% (und 13% Abstand zur nächst stärksten Partei, der SPD) eindeutig die Partei, die die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. Bei der Wahl davor hatten sie mit 37% sogar noch mehr Stimmen erreicht.
    Auch wenn es bitter ist, damit hat Hitler damals mehr Stimmen bekommen, als unsere aktuelle Kanzlerin bei der letzten Bundestagswahl - und die wurde ganz demokratisch gewählt...

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