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Nein

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  1. Nein

    Autor: Bouncy 13.01.21 - 16:24

    > Wer, wenn nicht ein Jude, dessen Familienangehörige von Nazis ermordet worden sind, wie es in dem Bericht heißt, sollte seine Kollegen vor Nazis warnen dürfen?
    Nein. Ein Jude, dessen Vorfahren ermordet wurden, bekommt dadurch weder Sonderrechte noch einen besonderen Status der ihm erlaubt über Vorschriften hinweg - etwa politische Neutralität am Arbeitsplatz - seine Meinung zu äußern. Denn umgekehrt waren unsere Vorfahren womöglich die Mörder, aber dieser elende Unsinn, dass unsere heutige Generation sich durch die gesamte Gesellschaft hindurch deswegen schuldig fühlen muss, ist unangebracht. Aber Eines bedingt das Andere, wenn er dort Sonderrechte hat, haben wir hier automatisch persönliche Sonderschuld.
    Und so eine Forderung kann und will ich nicht akzeptieren, auch nicht als persönliche Meinung und schon gar nicht wenn es medial herausposaunt wird, denn IMHO hin oder her, das schadet uns allen!

    Alleine von daher empfinde ich es als ausgesprochen beschämend, so einen Artikel zu posten. Vom eigentlich Inhalt ganz abgesehen, ein Zwang zu einer politischen Stellungnahme zu fordern ist inakzeptabel. Jeder muss das Recht haben zu sagen "interessiert mich nicht", ob das nun moralisch korrekt ist oder nicht, wir müssen es verkraften JEDEM uneingeschränkt diese Freiheit zu geben...!

  2. Re: Nein

    Autor: bLaNG_one 13.01.21 - 16:55

    Das bedeutet eben nicht eine Sonderschuld für uns Deutsche, sondern eine Sonderpflicht - nämlich die, aufgrund unserer Geschichte vehement Faschismus zu bekämpfen.
    Und ja, Juden haben das besondere Recht, vor Nazis zu warnen.

    Das du beides scheinbar ablehnst sagt viel über deine Persönlichkeit aus.

  3. Re: Nein

    Autor: QDOS 13.01.21 - 17:10

    bLaNG_one schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das du beides scheinbar ablehnst sagt viel über deine Persönlichkeit aus.

    Stimmt, das sagt aus, das er gegen Sippenhaftung ist... (Für die waren nebenbei die Nazis - also die echten, nicht diese Spinner in den USA die gleich mit auf der Abschussliste gestanden wären.)

  4. Re: Nein

    Autor: bLaNG_one 13.01.21 - 17:12

    Welche Haftung? Es geht hier um Ablehnung von und einstehen gegen den Faschismus. Und aus Lehren aus der eigenen(!) Geschichte zu ziehen.
    Wo siehst du da Sippenhaft?

  5. Re: Nein

    Autor: Oktavian 13.01.21 - 17:15

    > Das bedeutet eben nicht eine Sonderschuld für uns Deutsche, sondern eine
    > Sonderpflicht

    Gilt die denn auch für die Deutschen, deren Großeltern SPD gewählt haben? Wie sieht es mit meiner Frau aus, die ich halb Deutsch, halb Britin? Das macht es kompliziert.

    Für wie viele Generationen gilt denn so eine Sonderpflicht? Und gilt die auch für Deutsche, die nach 45 eingebürgert wurden, oder müssen die Vorfahren schon vor 45 erwachsen gewesen sein? Kann man sich dann durch so eine Art negativen Arier-Nachweis von der Pflicht befreien lassen?

    > Und ja, Juden haben das besondere Recht, vor Nazis zu warnen.

    Was gilt für Deutsche jüdischen Glaubens? Haben die auch Sonderpflichten, Sonderrechte oder beides?

    > Das du beides scheinbar ablehnst sagt viel über deine Persönlichkeit aus.

    Warum muss man immer ad hominem argumentieren?

  6. Re: Nein

    Autor: koelnerdom 13.01.21 - 17:19

    Ich bin immer wieder fassungslos, dass man diesen völligen (und ekelhaften) Bullshit immer noch lesen muss. Wenn man in der Schule nicht aufpasst und sich danach weiterhin die Ohren zuhält "ich will das nicht hööören", dann kommt offensichtlich sowas dabei raus.

    Keiner, wirklich keiner spricht von einer kollektiven Schuld des Teils der deutschen Bürger, die nicht an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt gewesen sind. Es geht um Verantwortung. Verantwortung, die wir tragen, damit es wie wieder passieren kann.

    Durch diese widerlichen Relativierungen entfernen wir uns von diesem Ziel weiter und weiter.

    Mir wird es wirklich körperlich übel, wenn ich sowas lesen muss.

  7. Re: Nein

    Autor: koelnerdom 13.01.21 - 17:20

    Meine Fresse, es wird ja in Sachen Zynismus immer besser hier.

  8. Re: Nein

    Autor: Max Level 13.01.21 - 17:24

    > Nein. Ein Jude, dessen Vorfahren ermordet wurden, bekommt dadurch weder
    > Sonderrechte noch einen besonderen Status der ihm erlaubt über Vorschriften
    > hinweg - etwa politische Neutralität am Arbeitsplatz - seine Meinung zu
    > äußern.

    Ist schon schick, wie man unter dem Deckmantel der Neutralität Nazis verteidigen kann. Hätte jemand vor Islamisten gewarnt......

    > Denn umgekehrt waren unsere Vorfahren womöglich die Mörder, aber
    > dieser elende Unsinn, dass unsere heutige Generation sich durch die gesamte
    > Gesellschaft hindurch deswegen schuldig fühlen muss, ist unangebracht.

    Wäre unangebrahct, wenn das denn mal so wäre. Vom Schuldig fühlen wird ja nix besser. Aber es geht natürlich um Verantwortung. Wer, wenn nicht wir Deutschen, sollten aus der Geschichte lernen? Es ist immerhin unsere Eigene.
    Weißt du, was die wichtigste Lehre aus diesem Teil der Geschichte ist? Dass da nicht eine große brave Bevölkerung von ein paar fiesen Nazis verführt wurde. Sondern, dass die Schlächter und Mörder, die SS und SA, alles "normale Leute" waren, wie du und ich. Andere gabs ja nicht. Lies mal Haffner zu dem Thema, der war damals dabei.

  9. Re: Nein

    Autor: Oktavian 13.01.21 - 17:30

    > Meine Fresse, es wird ja in Sachen Zynismus immer besser hier.

    Ich frag ja nur, bin nur neugierig, wie durchdacht das Konzept einer Kollektivplicht ist.

    Mir läuft das immer zuwider, dieses Prinzip der Kollektivierung und Indentitätsbildung. Denn in allererster Linie bin ich ein Individuum mit einem bunten Strauß an Eigenschaften. Ich definiere mich nicht über meine Mitgliedschaft zu einem Kollektiv sondern über diese vielen Eigenschaften.

    Ja, eine dieser Eigenschaften ist, dass ich einen deutschen Pass habe. Schön. Deshalb esse ich aber nicht deutsch, ich schlafe nicht deutsch, ich hüpfe und laufe nicht deutsch, ich verdaue nicht deutsch.

    Fühle ich mich den Kollektiv "Deutscher" zugehörig? Manchmal, aber eher selten. Mein "Deutschsein" ist für mich im Alltag so unbedeutend, dass ich mir daraus ungerne irgendwelche Sonderpflichten auferlegen lassen möchte. In aller Regel bin ich 99% meiner Tageszeit einfach ich.

    Und auch wenn ich im Ausland unterwegs bin, bin ich ungere "der Deutsche" sondern ich bleibe einfach ich, ein Mensch. Ich definiere mich nicht über mein Deutschsein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.21 17:41 durch Oktavian.

  10. Re: Nein

    Autor: Dwalinn 13.01.21 - 17:31

    Also darf Melanie Trump sowie ihr Ehemann als Juden wiederum sagen das ihr Vater und seine Meute keine Nazis sind?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.21 17:32 durch Dwalinn.

  11. Re: Nein

    Autor: quineloe 13.01.21 - 17:34

    bei deiner bizarren Logik dürfte der Jude, der vom Fenster aus unten am Eingang ne Nazi-MAGA-Crowd einbrechen sieht nicht davor warnen und müsste schön fleißig weiterarbeiten, bis sie an seinem Schreibtisch angekommen sind und ihn ermorden.

    Aber hey, so ne Betriebsvereinbarung wiegt halt schwerer als Menschenrechte.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  12. Re: Nein

    Autor: Oktavian 13.01.21 - 17:35

    > Also darf Melanie Trump sowie ihr Ehemann als Juden wiederum sagen das ihr
    > Vater und seine Meute keine Nazis sind?

    Jetzt wird es echt kompliziert. Andererseits ist Trump ja zu einem Viertel deutschstämmig.

  13. Re: Nein

    Autor: zilti 13.01.21 - 18:26

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bei deiner bizarren Logik dürfte der Jude, der vom Fenster aus unten am
    > Eingang ne Nazi-MAGA-Crowd einbrechen sieht nicht davor warnen und müsste
    > schön fleißig weiterarbeiten, bis sie an seinem Schreibtisch angekommen
    > sind und ihn ermorden.
    >
    > Aber hey, so ne Betriebsvereinbarung wiegt halt schwerer als
    > Menschenrechte.

    Ich weiß nicht, was man frühstücken muss, um solchen Quatsch niederzuschreiben. Es geht hier um den angeblichen Sonderstatus, der jemand aufgrund seiner Religion habe.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.21 18:32 durch sfe (Golem.de).

  14. Re: Nein

    Autor: zilti 13.01.21 - 18:27

    koelnerdom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keiner, wirklich keiner spricht von einer kollektiven Schuld des Teils der
    > deutschen Bürger, die nicht an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt
    > gewesen sind. Es geht um Verantwortung. Verantwortung, die wir tragen,
    > damit es wie wieder passieren kann.

    Aha, und worauf würde sich diese Sonderverantwortung denn gründen?

  15. Re: Nein

    Autor: zilti 13.01.21 - 18:27

    koelnerdom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Fresse, es wird ja in Sachen Zynismus immer besser hier.

    Anders kann man auf so einen Mist ja auch nicht antworten.

  16. Re: Nein

    Autor: koelnerdom 13.01.21 - 18:43

    Weißte, wenn du das wirklich nicht selbst begreifst, dann hab ich keinerlei Interesse mich mit dir zu unterhalten.

  17. Re: Nein

    Autor: zilti 13.01.21 - 18:52

    koelnerdom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weißte, wenn du das wirklich nicht selbst begreifst, dann hab ich keinerlei
    > Interesse mich mit dir zu unterhalten.

    Sowas ist natürlich ein praktischer Ausweg, wenn einem die Argumente ausgehen.

    Es wird nunmal in aller Regel so begründet, "weil die Deutschen vor 80 Jahren den Holocaust durchgeführt haben, sind die Deutschen heute in einer Sonderverantwortung", und das impliziert nunmal eine Schuld bzw. "Sippenhaft". Sollte man in Deutschland besonders sensibilisiert darauf sein? Ja, bestimmt. Und, gut, man könnte eine solche Verantwortung auch darauf gründen. "Wir sind darauf sensibilisiert, Wissen ist Macht, und Macht ist Verantwortung" könnte da die Kausalkette sein.

    Aber in der Realität wird es halt meistens als eine geschichtliche Kollektivschuld dargestellt, und das ist einfach nur falsch. (Das ist nämlich genau die Masche, mit der auch die Nazis sehr viele ihrer Taten gerechtfertigt und begründet haben...)

  18. Re: Nein

    Autor: quineloe 13.01.21 - 18:57

    Seinen Sonderstatus hat der daher, dass er aufgrund dieser Religion das Ziel von Mördern ist.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  19. Re: Nein

    Autor: zilti 13.01.21 - 19:05

    Der entlassene GitHub-Mitarbeiter ist das Ziel von Mördern?

  20. Re: Nein

    Autor: koelnerdom 13.01.21 - 19:25

    Wenn du mal anfangen würdest, die Argumente anderer Leute zu lesen, dann müsstest du den Mist nicht weiter labern.
    Es geht nicht um Schuld, sondern um Verantwortung.
    Dass du dich dagegen wehrst, Verantwortung zu übernehmen, dass solche Verbrechen nicht wiederholt werden, sagt ne Menge über dich aus.
    Over and out.

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