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Lösung: Keinen Netzanbieter bauen lassen …

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  1. Lösung: Keinen Netzanbieter bauen lassen …

    Autor: Schnarchnase 17.07.17 - 16:35

    … sondern als Kommune selbst ausbauen und ausreichend Glasfaser in den Boden legen. Gleichzeitig den privaten Firmen den Tiefbau auf Gemeindegebiet (Straßen) untersagen und die Kosten über die Miete wieder reinholen.

    Besser geht's eigentlich nicht, die Infrastruktur wäre in öffentlicher Hand und alle Anbieter haben die gleichen Kosten und Chancen.

  2. Re: Lösung: Keinen Netzanbieter bauen lassen …

    Autor: DAUVersteher 17.07.17 - 16:44

    Bei den Haushalten der Kommunen leider schlicht nicht möglich.

    Zudem sieht man leider immer wieder, wie unfähig die Politik oft ist. Viele Kommunen würde solche Projekte vermutlich komplett in den Sand setzen (Kostenexplosion usw.) und am Ende ist das Geld weg aber das Netz unbrauchbar bzw man mus nochmehr Geld reinstecken.
    Siehe Elbphilarmonie, BER, Wehrhahnlinie usw., die Politik kann einfach nichts bauen.

  3. Re: Lösung: Keinen Netzanbieter bauen lassen …

    Autor: Schnarchnase 17.07.17 - 16:49

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei den Haushalten der Kommunen leider schlicht nicht möglich.

    Möglich ist sowas, das zeigen diverse Kommunen in anderen Ländern wie zum Beispiel Schweden. Gegen Unfähigkeit kann etwas getan werden, solche Leute muss man zur Verantwortung ziehen. Fakt ist, dass Kommunen vor allem im sehr ländlichen Gebiet relativ wenig Einnahmequellen haben, da wäre die Vermietung von Infrastruktur auf lange sich ein lukratives Geschäft und möglicherweise sinnvoller als das X-te Gewerbegebiet aus dem Boden zu stampfen.

  4. Re: Lösung: Keinen Netzanbieter bauen lassen …

    Autor: DAUVersteher 17.07.17 - 16:57

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DAUVersteher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei den Haushalten der Kommunen leider schlicht nicht möglich.
    >
    > Möglich ist sowas, das zeigen diverse Kommunen in anderen Ländern wie zum
    > Beispiel Schweden.
    Vergleiche mit anderen Ländern sind sinnlos.
    > Gegen Unfähigkeit kann etwas getan werden, solche Leute
    > muss man zur Verantwortung ziehen.
    Deffinitiv!
    > Fakt ist, dass Kommunen vor allem im
    > sehr ländlichen Gebiet relativ wenig Einnahmequellen haben, da wäre die
    > Vermietung von Infrastruktur auf lange sich ein lukratives Geschäft und
    > möglicherweise sinnvoller als das X-te Gewerbegebiet aus dem Boden zu
    > stampfen.
    Eine "sehr ländliche" Kommune müsste aber sehr viel Investieren und bekommt da nur wenig raus.
    Auch als Kommune müsste man sich an den Marktüblichen Preisen orientieren.

    Die ganze Kommune mit Glasfaser zu versorgen wäre sehr teuer. Ein neues Gewerbegebiet auszuweisen ist dagegen sehr günstig, schließlich müssen da die Firmen investerien, die Kummune sammelt da nur die Gewerbesteuer ein.

  5. Re: Lösung: Keinen Netzanbieter bauen lassen …

    Autor: Schnarchnase 17.07.17 - 17:12

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vergleiche mit anderen Ländern sind sinnlos.

    Warum? Weil es doof ist, wenn es anderswo klappt? Nur mal so, Schweden ist fast überall absolut ländlich und sehr viel dünner besiedelt als jede beliebige Ecke in Deutschland. Dass es sich trotzdem zu lohnen scheint spricht meiner Meinung nach für sich. Hier ist man nur zu feige den Netzbetreibern an den Karren zu pissen.

    > Eine "sehr ländliche" Kommune müsste aber sehr viel Investieren und bekommt
    > da nur wenig raus.

    Viel investieren sicher. Klar ist auch, dass das nur langfristig etwas abwirft und erstmal ordentlich kostet, daher muss man gut und vorausschauend planen. Wenig raus? Ich denke nicht, siehe oben, es klappt durchaus.

    > Auch als Kommune müsste man sich an den Marktüblichen Preisen orientieren.

    Durchaus, wobei ich mir als Kommune das Endkundengeschäft gar nicht aufhalsen würde, sondern einfach die Leitungen an Firmen vermieten. Für die Firmen ist das ein sehr viel geringeres Risiko als auszubauen (was man als Kommune ja auch noch unterbinden könnte), auf lange sicht rechnet sich das sicher wieder. Die Wartungskosten von Glasfasern halten sich doch arg in Grenzen.

    > Die ganze Kommune mit Glasfaser zu versorgen wäre sehr teuer. Ein neues
    > Gewerbegebiet auszuweisen ist dagegen sehr günstig, schließlich müssen da
    > die Firmen investerien, die Kummune sammelt da nur die Gewerbesteuer ein.

    Und wer zieht heute in so ein Gewerbegebiet ohne ordentliche Netzanbindung? Also muss zumindest dort ordentlich ausgebaut werden, da kann man es auch gleich großflächig planen.

  6. Re: Lösung: Keinen Netzanbieter bauen lassen …

    Autor: DAUVersteher 17.07.17 - 17:27

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DAUVersteher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Vergleiche mit anderen Ländern sind sinnlos.
    >
    > Warum? Weil es doof ist, wenn es anderswo klappt? Nur mal so, Schweden ist
    > fast überall absolut ländlich und sehr viel dünner besiedelt als jede
    > beliebige Ecke in Deutschland. Dass es sich trotzdem zu lohnen scheint
    > spricht meiner Meinung nach für sich. Hier ist man nur zu feige den
    > Netzbetreibern an den Karren zu pissen.
    Weißt du, wie genau das dort finanziert wird? Es wird ja auch oft das deutsche Handynetz mit dem Ausland verglcihen, dabei aber oft übersehen, dass z.B. in Deutschland die Anbieter Milliarden für die Funklizenzen bezahlen musssten. In anderen Ländern fällt dieser Posten teilweise sogar ganz weg.

    Das Internet in schweden wird massiv subventioniert. Natürlich ginge das auch in Deutschland, allerdings müsste der Herr (oder die Frau) Finanzminister (in) das Geld woanders einsparen oder man müsste mehr Steuern zahlen.

    Das Geld wächst nirgendwo auf Bäumen und ist nunmal limitiert (ja, es wird regelmäßig neues Geld ausgegeben aber nein, man kann nicht einfach das benötigte Geld ausgeben). Ob man nun (durchschnittlich) 200¤ (fiktiver Wert) mehr Steuern spart und dafür Glasfaser in jedem Kuhdorf bekommt oder halt weniger Steuern zahlt aber dafür langfristig 200¤ pro Monat für Glasfaserinternet bezahlt macht finanziel keinen großen Unterschied. Allerdings hat man hier halt die Wahl.
    > > Eine "sehr ländliche" Kommune müsste aber sehr viel Investieren und
    > bekommt
    > > da nur wenig raus.
    >
    > Viel investieren sicher. Klar ist auch, dass das nur langfristig etwas
    > abwirft und erstmal ordentlich kostet, daher muss man gut und
    > vorausschauend planen. Wenig raus? Ich denke nicht, siehe oben, es klappt
    > durchaus.
    Weil es subventioniert wird, man zahlt das über die Steuern!
    > > Auch als Kommune müsste man sich an den Marktüblichen Preisen
    > orientieren.
    >
    > Durchaus, wobei ich mir als Kommune das Endkundengeschäft gar nicht
    > aufhalsen würde, sondern einfach die Leitungen an Firmen vermieten. Für die
    > Firmen ist das ein sehr viel geringeres Risiko als auszubauen (was man als
    > Kommune ja auch noch unterbinden könnte), auf lange sicht rechnet sich das
    > sicher wieder. Die Wartungskosten von Glasfasern halten sich doch arg in
    > Grenzen.
    Dennoch kann auch die Miete an die Firmen nur sohoch sein, dass diese wirtschaftlich arbeiten können und ihre Anschlüsse aber dennoch loswerden.
    > > Die ganze Kommune mit Glasfaser zu versorgen wäre sehr teuer. Ein neues
    > > Gewerbegebiet auszuweisen ist dagegen sehr günstig, schließlich müssen
    > da
    > > die Firmen investerien, die Kummune sammelt da nur die Gewerbesteuer
    > ein.
    >
    > Und wer zieht heute in so ein Gewerbegebiet ohne ordentliche Netzanbindung?
    > Also muss zumindest dort ordentlich ausgebaut werden, da kann man es auch
    > gleich großflächig planen.
    Ob man nun einige Straßenblöcke mit Glasfaser versorgt oder jeden kleinen abgelegenen Bauernhof macht einen enormen Unterschied aus.

  7. Re: Lösung: Keinen Netzanbieter bauen lassen …

    Autor: DerDy 17.07.17 - 21:02

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Möglich ist sowas, das zeigen diverse Kommunen in anderen Ländern wie zum
    > Beispiel Schweden.
    Hast Du dich mal mit dem Thema Breitband in Schweden beschäftigt?
    Zu einem verlegen sie da viele Kabelkilometer über Masten durchs Land. Das wäre in Deutschland undenbar. Versuch doch mal hier neue Masten mit Kabel aufzustellen, da gibt es von Stadt und Bürgern gleich Protest.

    Zudem ist Schweden ein sehr großes und dünn besiedeltes Land. Das wird DSL nur schlecht funktionieren. Daher subventioniert der Staat den Breitbandausbau und fördert den Ausbau. Internet hat da eine ganz andere Stellung wie in Deutschland.

    > Fakt ist, dass Kommunen vor allem im
    > sehr ländlichen Gebiet relativ wenig Einnahmequellen haben, da wäre die
    > Vermietung von Infrastruktur auf lange sich ein lukratives Geschäft und
    Dann hätten die Kommunen schopn vor Jahren damit anfangen sollen. Doch sie fanden es besser neue Gewerbegebiete aus dem Boden zu stampfen. Jetzt merken sie eben, dass sie einen wichtigen Trend total verschlafen haben. Das rumnörglen bringt denen jetzt nichts mehr, aber sie haben was gesagt.

  8. Re: Lösung: Keinen Netzanbieter bauen lassen …

    Autor: Schnarchnase 18.07.17 - 08:45

    DAUVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Internet in schweden wird massiv subventioniert.

    Die Frage ist, was bei dir „massiv“ heißt. Soweit mir bekannt können die Kommunen maximal umgerechnet 9 Mio Euro Zuschuss bekommen und das Geld kommt soweit mir bekannt sogar aus EU-Fördermitteln, könnte also genauso von Deutschland genutzt werden.

    > Dennoch kann auch die Miete an die Firmen nur sohoch sein, dass diese
    > wirtschaftlich arbeiten können und ihre Anschlüsse aber dennoch loswerden.

    Wenn die Kommune der einzige Anbieter ist, sollte das kein Problem darstellen.

    > Ob man nun einige Straßenblöcke mit Glasfaser versorgt oder jeden kleinen
    > abgelegenen Bauernhof macht einen enormen Unterschied aus.

    In den Kosten ja, aber die Planung muss man auch für ein paar Häuserblöcke drauf haben. Ok, wenn man das privaten Unternehmen überlässt, dann hat man damit natürlich nichts zu tun, aber man profitiert dann natürlich auch nicht von etwaigen Einnahmen.

  9. Re: Lösung: Keinen Netzanbieter bauen lassen …

    Autor: Schnarchnase 18.07.17 - 08:53

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hast Du dich mal mit dem Thema Breitband in Schweden beschäftigt?

    Nein, ich denke mir immer einfach etwas aus.

    > Zu einem verlegen sie da viele Kabelkilometer über Masten durchs Land. Das
    > wäre in Deutschland undenbar. Versuch doch mal hier neue Masten mit Kabel
    > aufzustellen, da gibt es von Stadt und Bürgern gleich Protest.

    Das mag ein Kostenpunkt sein, aber sicher macht es den Ausbau nicht unwirtschaftlich.

    > Zudem ist Schweden ein sehr großes und dünn besiedeltes Land. Das wird DSL
    > nur schlecht funktionieren. Daher subventioniert der Staat den
    > Breitbandausbau und fördert den Ausbau. Internet hat da eine ganz andere
    > Stellung wie in Deutschland.

    Wie oben schon erwähnt stammt das Geld soweit ich weiß aus EU-Fördermitteln, wird also nicht direkt vom schwedischen Staat bezahlt und steht auch anderen Ländern zur Verfügung.

    > Dann hätten die Kommunen schopn vor Jahren damit anfangen sollen. Doch sie
    > fanden es besser neue Gewerbegebiete aus dem Boden zu stampfen. Jetzt
    > merken sie eben, dass sie einen wichtigen Trend total verschlafen haben.
    > Das rumnörglen bringt denen jetzt nichts mehr, aber sie haben was gesagt.

    Ja gut, über unfähige Politiker können wir uns glaube ich ewig unterhalten. ;)

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