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Etikettenschwindel

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  1. Etikettenschwindel

    Autor: REAL*16 19.05.20 - 12:16

    Letztes Jahr wurden hier eifrig Glasfasern zu den Outdoor-Verteilern der Telekom gelegt. Seit dem gelten wir daheim als mit SuperVektoring (250MBit) versorgt, laut Ausbaukarte und Breitband-Atlas. Wenn man dann eine Einzelabfrage macht, werden nur noch 175MBit geboten. Wenn dann der freundliche Telekom-Mitarbeiter die Leitung durchmisst, sagt er dass maximal 100MBit machbar seien, rät mir aber höchstens 50Mbit zu buchen. Aber wir gelten trotzdem hier als voll ausgebaut, d.h. kein Ausbaubedarf, keine Förderung, keine Verbesserung in Sicht. Danke.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.20 12:18 durch REAL*16.

  2. Re: Etikettenschwindel

    Autor: Faksimile 19.05.20 - 12:48

    Die tragen die Bezeichnung "Telekomiker" nicht ganz zu Unrecht ...

  3. Re: Etikettenschwindel

    Autor: Sharra 19.05.20 - 13:22

    Technisch gesprochen hat die Telekom ja auch recht.
    Sie hat ausgebaut, und der nächstgelegene Verteiler unterstützt Super-Vectoring.
    Und um fair zu bleiben, die 250Mbit bekommt man realistisch auch nur dann, wenn man quasi den Verteiler vom Wohnzimmer aus anspucken kann. Alles darüber hinaus muss sich bereits mit 175 zufrieden geben. Ich sehe z.B. den Verteiler von einem Fenster, und real kämen hier (gemessen) 167 Mbit an. Da die 175 nicht erreichbar wären, geht die Telekom, gemäß der Firmendoktrin, wieder eine Stufe runter, und es wären 100Mbit, welche aber auch tatsächlich ankommen.

    Was allerdings der Rat nur 50Mbit zu buchen soll, erschließt sich mir nicht. Entweder sie schalten 100Mbit oder sie schalten nicht. Sollte sich beim Testlauf dann herausstellen, dass doch keine 100 ankommen würden, kann man sogar in den kleineren Vertrag wechseln. Oder man bleibt bei "100", nimmt das, was tatsächlich ankommt, nimmt aber den höheren Upload mit.

    Und nach den Förderrichtlinien seid ihr voll versorgt. Da kannst du dich dann bei der Politik beschweren. Natürlich angefangen bei deiner lokalen Gemeinde/Stadt, die damals nicht dafür gesorgt hat, dass die Telekom sich vertraglich verpflichtet mehr Verteiler aufzustellen.

  4. Re: Etikettenschwindel

    Autor: M.P. 19.05.20 - 17:47

    Aus der Sicht der Telekom durchaus die zweitbeste Möglichkeit....

    Wenn es keine Mehrkosten verursacht würde man Dir sicherlich gerne auch 250 MBit/s Verträge anbieten.
    Wenn die Konkurrenz aber angesichts der Ausbaukarte das Interesse bereits vor genauerer Recherche verliert, oder zumindest keinen geförderten Ausbau mehr bekommen kann ist das auch etwas ...

  5. Re: Etikettenschwindel

    Autor: LinuxMcBook 19.05.20 - 20:49

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Technisch gesprochen hat die Telekom ja auch recht.
    > Sie hat ausgebaut, und der nächstgelegene Verteiler unterstützt
    > Super-Vectoring.
    Die genannten 23,4 Mio. Haushalte bekommen aber auch min. 175 MBit. Wenn die Einzelabfrage weniger anzeigt, dann wurde der Haushalt schon gar nicht in diese Zahl eingerechnet.

    > Und um fair zu bleiben, die 250Mbit bekommt man realistisch auch nur dann,
    > wenn man quasi den Verteiler vom Wohnzimmer aus anspucken kann. Alles
    > darüber hinaus muss sich bereits mit 175 zufrieden geben. Ich sehe z.B. den
    > Verteiler von einem Fenster, und real kämen hier (gemessen) 167 Mbit an.
    Super Vectoring soll bei durchschnittlicher Leitungsqualität bis ca. 300 Meter funktionieren. Das überschreiten 90% der Leitungen nicht. Für eine vermurkste Verkabelung im Haus zwischen APL und Modem kann die Telekom aber nichts...


    > Was allerdings der Rat nur 50Mbit zu buchen soll, erschließt sich mir
    > nicht. Entweder sie schalten 100Mbit oder sie schalten nicht.
    Ich wittere die bekannte Anti-Telekom-Märchenstunde ;)

  6. Re: Etikettenschwindel

    Autor: Faksimile 19.05.20 - 22:09

    Na wenn die Telekom nichts dazu kann, dann kann der Eigentümer diese ja einfach auswechseln. APL aufmachen, Kabel lösen, Dose ausbauen, Kabel lösen, Kabel erneuern und alles wieder anschrauben.

    Ach halt. Die Telekom besteht ja darauf, das sie bis zur Dose zuständig ist.

    Also. Wer kann nichts dafür?

  7. Re: Etikettenschwindel

    Autor: LinuxMcBook 19.05.20 - 22:15

    Die Telekom setzt im Standard (bzw. bei Problemen sicherlich auch nachträglich) die 1. TAE im Keller direkt neben den APL.

    Anders sieht es natürlich in Mehrfamilienhäusern aus oder in großen EFH mit zusätzlicher Verkabelung hinter der 1. TAE. Das sind aber wiederum Leitungen, die nicht die Telekom verbaut hat sondern der Eigentümer.

    Und wenn ich als Mieter irgendwo wohne und die Telekom feststellt, dass die Verkabelung im Haus murks ist, dann will ich mal sehen, wie gern der Vermieter die für mich erneuert...

  8. Re: Etikettenschwindel

    Autor: Faksimile 20.05.20 - 07:48

    Ändert nichts an der Tatsache, dass die Telekom ihre Zuständigkeit bis zur ersten Dose beansprucht. In MFH dann eben je WE.

  9. Re: Etikettenschwindel

    Autor: M.P. 20.05.20 - 15:46

    Sonst könnte sie ja auch nicht bei g.fast so reingrätschen

  10. Re: Etikettenschwindel

    Autor: LinuxMcBook 20.05.20 - 16:52

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sonst könnte sie ja auch nicht bei g.fast so reingrätschen

    Naja das sind schon zwei unterschiedliche Geschichten.

    Da die Inhouse Kupferverkabelung dem Eigentümer des Hauses gehört, obliegt ihm natürlich auch die Verantwortung der Instandsetzung. Die Telekom kann das vielleicht empfehlen, beauftragen und bezahlen muss es der Vermieter. Meines Wissens gibt es da aber keine Pflicht für eine Modernisierung, nur weil die Leitungswerte "murks" sind. Es wird ja dennoch locker mehr erreicht, als das was TKG oder BNetzA als wie auch immer geartete "Grundversorgung" vorsehen.
    Anders wäre es natürlich, wenn die Leitung ganz durch wäre.

    Die Geschichte mit dem G.Fast ergibt sich einfach aus dem Anrecht der Nutzer jeden möglichen Dienst/Anbieter mit ihrem CuDA-Anschluss zu nutzen, den nicht ein einzelner Anbieter (also idR M-net) einfach kappen kann.
    Soweit ich es verstanden habe, dann ist G.Fast ja durchaus zugelassen, sofern Eigentümer und Nutzer/Mieter geschlossen zustimmen, dass die Hausverkabelung nur noch für G.Fast genutzt werden kann. Wobei ich nicht weiß, was passiert wenn ein neuer Mieter einzieht ;)

  11. Re: Etikettenschwindel

    Autor: M.P. 20.05.20 - 18:06

    Da lese ich doch eine gewisse Unsymmetrie heraus ...
    > aus dem Anrecht der Nutzer jeden möglichen Dienst/Anbieter mit ihrem CuDA-Anschluss zu nutzen


    Wenn "jeder mögliche Dienst" Vectoring-VDSL von der Telekom ist, hat er ein Anrecht.
    Wenn "jeder mögliche Dienst" g.fast von M-Net ist, hat er kein Anrecht.
    Wobei g.fast bis auf Weiteres zumindest das Spektrum oberhalb des Grenze von DSL bei ca 30 MHz nutzen kann .... wahrscheinlich bis Mega Super Vectoring VDSL von der Telekom kommt, was NATÜRLICH auch den Bereich 30 ... 70 MHz für g.fast tabu werden lässt ...

  12. Re: Etikettenschwindel

    Autor: LinuxMcBook 20.05.20 - 18:52

    Naja natürlich kann man auf einen Dienst, der (überspitzt formuliert) rechtlich gar nicht zulässig ist auch kein Anrecht haben ;)

    Ich denke nicht, dass wir sowas wie MSVVDSL bei der Telekom sehen werden. Arbeitet überhaupt noch irgendein Hersteller an einer Nachfolgetechnik? Eigentlich ist doch G.Fast die logische Nachfolgetechnologie. Und dort wird ja auch noch Entwicklung rein gesteckt, glaub die sind schon bei 2,5 GBit pro Doppelader.

    Vermutlich werden wir G.fast schon irgendwann bei der Telekom sehen. Als FTTB für Mehrfamilienhäuser, wo sich die WEG nicht einstimmig auf eine Inhouse-Glasfaser-Versorgung einigen kann oder hoffentlich auch als FTTdp oder FTTS, wo der G.fast Node einfach direkt vor das Haus in die Straße gelegt wird, wenn der Vermieter nicht mal kostenlosen Tiefbau auf seinem Grundstück zulassen will.
    Aber mal sehen, die Deutsche Glasfaser hält sich aus dem Ärger mit Vermietern ja bisher ganz raus....

  13. Re: Etikettenschwindel

    Autor: Faksimile 20.05.20 - 23:54

    Du selbst erwähnst aber die Grundversorgung lt. BNetzA in Deinem obigen Post. Anspruch besteht auf Grundversorgung lt. BNetzA (56Kbt/s) und auf mehr nicht. Also kann die Telekom im Grunde nicht mehr verlangen. Hier liegt der Widerspruch in den gegensätzlichen Aussagen der BnetzA. Insbesondere dann, wenn G.fast Anschlüsse VOR dem ersten VVDSL oder höher geschaltet wurden.

  14. Re: Etikettenschwindel

    Autor: LinuxMcBook 21.05.20 - 00:14

    Aus der Grundversorgung ergibt sich der Anspruch des Mieters gegenüber seinem Vermieters eine Telefonleitung zu haben, die gerade mal so auf dem Stand von echtem Klingeldraht ist. Nicht aber, dass diese vernünftig für VDSL geeignet ist.

    56k bekommt man vermutlich noch über eine NYM-J 3x1,5 Stromleitung hin...

    Dass die BNetzA G.Fast nicht in jedem Fall erlaubt liegt aber eher daran, dass jeder Nutzer die Wahl haben soll, welchen Internetanbieter er nutzen möchte und dabei nicht z.B. durch M-net eingeschränkt werden soll.

    Wichtig ist doch, dass die BNetzA und ich das so sehen und wenn M-net glaubt, das wäre anders, dann hätten die doch schon lange gegen die Entscheidung der BNetzA geklagt...

  15. Re: Etikettenschwindel

    Autor: Faksimile 21.05.20 - 00:16

    Wählen kann man viel. Anspruch darauf hat man aber nicht.

  16. Re: Etikettenschwindel

    Autor: chartmix 22.05.20 - 14:17

    REAL*16 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Letztes Jahr wurden hier eifrig Glasfasern zu den Outdoor-Verteilern der
    > Telekom gelegt. Seit dem gelten wir daheim als mit SuperVektoring (250MBit)
    > versorgt, laut Ausbaukarte und Breitband-Atlas. Wenn man dann eine
    > Einzelabfrage macht, werden nur noch 175MBit geboten. Wenn dann der
    > freundliche Telekom-Mitarbeiter die Leitung durchmisst, sagt er dass
    > maximal 100MBit machbar seien, rät mir aber höchstens 50Mbit zu buchen.
    > Aber wir gelten trotzdem hier als voll ausgebaut, d.h. kein Ausbaubedarf,
    > keine Förderung, keine Verbesserung in Sicht. Danke.


    Wenn in der Abfrage 175 Mbit/s stehen, bekommt man die auch. Weiteres siehe Produktinformationsblatt.
    Meines Wissens wird die Leitung dann ein paar Wochen automatisiert gemessen und synchronisiert dann so hoch es geht und stabil ist.

  17. Re: Etikettenschwindel

    Autor: Bonarewitz 23.05.20 - 21:06

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn "jeder mögliche Dienst" Vectoring-VDSL von der Telekom ist, hat er ein
    > Anrecht.
    > Wenn "jeder mögliche Dienst" g.fast von M-Net ist, hat er kein Anrecht.
    Das ergibt sich zum einen aus der allgemeinen VVDSL-Ausbaupflicht in "gewonnenen" Anschlussbereichen und zum Anderen aus der Pflicht der Telekom, andere Anbieter zu regulieren Konditionen eine VULA/TAL anzubieten.
    Nur so ist eine freie Anbieterwahl möglich.
    Würde sich M-Net verpflichten, zu gleichen Konditionen allen den Bitstromzugang anzubieten, wäre die Diskussion darüber erst angebracht.

    > Wobei g.fast bis auf Weiteres zumindest das Spektrum oberhalb des Grenze
    > von DSL bei ca 30 MHz nutzen kann .... wahrscheinlich bis Mega Super
    > Vectoring VDSL von der Telekom kommt, was NATÜRLICH auch den Bereich 30
    > ... 70 MHz für g.fast tabu werden lässt ...
    Musst du dir wirklich sowas herbeiphantasieren, damit deine Argumentation schlüssig ist?
    G.Fast ist die von dir beschriebene Nachfolgetechnologie.
    Derweil hat die Telekom schon angekündigt, nach SVVDSL auf FTTH zu schwenken.

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