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Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

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  1. Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: Nigcra 19.05.20 - 12:20

    ..stelle ich mir nicht die Frage: wer braucht das - sondern wer braucht es nicht

    Man hat das Gefühl dass das Internet überall woanders kaputt ist. Man sieht häufig, wie Menschen einfach ihre Zeit damit verschwenden, auf irgendeine Übertragung zu warten. Vectoring ist einfach lächerlich.

    Auch wenn der allgemeine Konsens immer noch lautet "ach, 50 Mbit/s reichen uns", so habe ich schon etliche Male beobachtet, wie diese Meinung ganz schnell verfloss, wenn solche Personen dann vor Ort waren und "mein WLAN so gut ist".

    Diese ganze Telekom-Strategie, Vectoring hier und da.. hätte von Anfang an nicht stattfinden dürfen. Das hat mMn. die Infrastruktur um Jahre zurück geworfen.

  2. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: Nlbbels 19.05.20 - 12:26

    Völlig richtig.

    Ich hänge am Koax-Kabel und will nicht zurück. Eher vorwärts in Richtung Glas.
    Oder Docsis 4

  3. Mixausbau das Modewort von früher

    Autor: solary 19.05.20 - 12:45

    >Diese ganze Telekom-Strategie, Vectoring hier und da.. hätte von Anfang an nicht stattfinden >dürfen. Das hat mMn. die Infrastruktur um Jahre zurück geworfen.

    Da hat aber auch die Politik versagt, oft hörte man aus dem Bundestag sowas wie Mixausbau,
    also Glasfaser/Kupfer/Funk.

    Die Telekom hat es aber zu wörtlich genommen 95% Kupfer/5% Glasfaser, FTTB ist teuer.

    Leider hat man sogar noch Neubau Gebiete mit Kupfer überzogen.

    Hätte man auch nur in kleinen Stil mehr Glasfaser FTTB verlegt wären wir jetzt schon viel weiter.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.20 12:54 durch solary.

  4. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: Faksimile 19.05.20 - 12:54

    +1
    Insbesondere unter dem Aspekt, das man schon 2008 den Umstig auf IP verkündet hat.

  5. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: Nigcra 19.05.20 - 12:58

    Die Telekom hat die laschen politischen Maßnahmen komplett ausgereizt. Ganz besonders beim Überbauen bestehender Glasfaser oder dem schonungslosen ausboten bestehender oder innovativer Anbieter. Ganz getreu dem Motto: Der Dorfbauer wird Magenta nehmen.. das kennt er

  6. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: oh hello 19.05.20 - 13:35

    Interessanter Erfahrungsbericht - ich muss sagen, dass meine Erfahrung genau in das Gegenteil gehen: Ich habe im Büro Glasfaser 1GB/1GB* und mich nun privat für einen 50Mbit-Vectoring-Anschluss entschieden (SuperVec wäre möglich und Kabel mit 1Gb auch). Ich muss sagen, dass ich gegenüber dem Glasfaser im Büro keinen Unterschied feststellen kann.

    Daher meine Frage an dich: Bei welchen Anwendungen merkst du den Unterschied (oder deine Gäste)?

    * Ja, das sind natürlich noch mehr Nutzer, aber ich war schon oft genug als Letzter im Büro und merke da auch keinen Unterschied.

  7. So viele Vorteile für Glasfaser

    Autor: solary 19.05.20 - 14:07

    >Daher meine Frage an dich: Bei welchen Anwendungen merkst du den Unterschied (oder deine >Gäste)

    - Linux Iso Download 4-5GB
    - starte dein Fortnite mal wieder nach 3 Monate, dann sind erst mal 1-2 GB Update fällig
    - Cloud Backup mit 100-200 mbit/s Upload ist schon cooler als mit *10mbit
    - 4K im 4 Personen Haushalt, wo jeder seine TV Klotze hat.
    - Gäste wollen abends ihre 1-2 GB Bilder hochladen, um die speicherkarte wieder leer zu bekommen mit 7mbit/s macht das keiner.



    *Oft bekommt man bei 10 oder 40 mbit/s Upload keine 100%, oft nur 70-90%, dann sind es bei 10 gerade mal 7mbit/s
    Hat man Glasfaser mit 250mbit/s Upload und bekommt nur 200mbit/s raus ist es immer noch Gold.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.20 14:11 durch solary.

  8. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: Razor98566 19.05.20 - 14:16

    @oh hello

    Also sorry, aber wer nicht alleine wohnt, dem werden 50Mbit/s gerne sehr schnell zu langsam.

    Wir sind aktuell zu zweit und haben noch bis August 50k, ich sehne mir schon den Tag der Umstellung auf 250k herbei.
    Endlich Twitch gucken, während das 50GB CoD Warzone Update in wenigen Minuten fertig runtergeladen ist, nicht mehr ewig Zeit verschwenden, wenn ich mal ein Backup machen möchte(in die eigene Cloud) oder mal endlich meinen ganzen Rechner platt machen und neu aufsetzen ohne 5 Tage oder mehr mit dem Runterladen von Daten verschwenden.

    Jeder, der sagt er bemerke den Unterschied von 50k auf 250k oder mehr nicht, macht nicht mehr als Facebook oder Golem Artikel lesen...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.20 14:17 durch Razor98566.

  9. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: lincoln33T 19.05.20 - 14:24

    > Daher meine Frage an dich: Bei welchen Anwendungen merkst du den
    > Unterschied (oder deine Gäste)?
    >
    >
    Falsche Frage.
    Es geht doch nicht um jetzt. Nur Glas kann mit der wachsenden Datenmenge mithalten. Wenn es wirklich braucht und erst dann anfängt auszubauen dann gute Nacht.

  10. Re: So viele Vorteile für Glasfaser

    Autor: LinuxMcBook 19.05.20 - 20:28

    solary schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Linux Iso Download 4-5GB
    Hab ich gerade mal gestartet, mal sehen ob der Download bis zum Ende meines Beitrags fertig ist. Sind 2,5 Minuten, ich weiß nicht, was der Unterschied für mich wäre wenn es nur 0,5 Minuten wären. In der Zeit bekomme ich ja nicht mal eine VM erstellt.

    > - starte dein Fortnite mal wieder nach 3 Monate, dann sind erst mal 1-2
    > GB Update fällig
    Selbst mit Vectoring keine 2 Minuten. Verglichen damit was sich z.B. Steam beim Kaltstart für Zeit nimmt...

    > - Cloud Backup mit 100-200 mbit/s Upload ist schon cooler als mit *10mbit
    > - Gäste wollen abends ihre 1-2 GB Bilder hochladen, um die speicherkarte
    > wieder leer zu bekommen mit 7mbit/s macht das keiner.
    Der TE hat doch von DOCSIS Gigabit geredet. Da gibt es beim Upload explizit praktisch keinen Unterschied zum Vectoring Upload. Naja außer dass bei DOCSIS dank Shared Medium der Upstream einfach viel häufiger überlastet ist.

    - Die 4GB ISO ist jetzt herunter geladen, am längsten hat es gedauert eine Distribution zu finden, die meinen Anschluss auch auslastet. Ubuntu war das jedenfalls nicht.


    > - 4K im 4 Personen Haushalt, wo jeder seine TV Klotze hat.
    Dafür reichen sogar 100 MBit. Und genau das zeigt doch, dass es nicht 1 GBit sein muss.

  11. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: LinuxMcBook 19.05.20 - 20:32

    lincoln33T schrieb:
    > Falsche Frage.
    Richtige Frage!

    > Es geht doch nicht um jetzt. Nur Glas kann mit der wachsenden Datenmenge
    > mithalten. Wenn es wirklich braucht und erst dann anfängt auszubauen dann
    > gute Nacht.
    Die Datenmenge steigt zwar, weil immer mehr Menschen das Internet nutzen und weil die Nutzung immer länger wird, immer mehr Menschen Netflix und Co nutzen usw.

    Aber die *notwendige* Datenmenge pro Nutzungsszenario steigt seit Jahren nicht mehr. Netflix 4K gibt es seit 5 Jahren und das ist ungefähr die Anwendung, die am meistens Mindestdatenrate braucht, damit der Service *funktioniert*.
    Mehr ist da aber in den letzten 5 Jahren nicht gekommen. 8K ist in Deutschland nicht in Sicht und eher sinkt bei 4K die Bitrate wieder, weil die Codecs effizienter werden oder die ISPs die ein Shared Medium nutzen (Vodafone zB) Netflix und die EU um Drosselung in besonderen Zeiten bitten...

  12. Re: So viele Vorteile für Glasfaser

    Autor: solary 19.05.20 - 20:35

    > - Cloud Backup mit 100-200 mbit/s Upload ist schon cooler als mit *10mbit
    > - Gäste wollen abends ihre 1-2 GB Bilder hochladen, um die speicherkarte
    > wieder leer zu bekommen mit 7mbit/s macht das keiner.

    >Der TE hat doch von DOCSIS Gigabit geredet. Da gibt es beim Upload explizit praktisch keinen >Unterschied zum Vectoring Upload. Naja außer dass bei DOCSIS dank Shared Medium der >Upstream einfach viel häufiger überlastet ist.

    Es ging ja um den der TE derGlasfaser 1GB:1GB in der Firma hat, und Privat VDSL
    Ob man nun 1GB oder nur 8mbit/s Upload hat merkt man schon, wenn man 1-2 GB Bilder hochlädt

  13. Re: So viele Vorteile für Glasfaser

    Autor: LinuxMcBook 19.05.20 - 20:41

    Der TE hat Gigabit über DOCSIS, ist also ebenfalls auf 40-50 MBit Upload beschränkt:
    Autor: Nigcra 19.05.20 - 12:20
    > Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..
    > ..stelle ich mir nicht die Frage: wer braucht das - sondern wer braucht es nicht

    Und du hast auf jemanden geantwortet der in der Firma zwar Gigabit hat, aber ja nun keinen Unterschied zum DSL Anschluss zuhause merkt....

  14. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: LinuxMcBook 19.05.20 - 20:58

    > Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Kannst du mir ein Kabelmodem empfehlen, das über den Netzwerkport die vollen 1,2 GBit an meine restliche Netzwerkhardware liefert? ;)

  15. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: oh hello 19.05.20 - 22:32

    > lincoln33T schrieb:
    > > Falsche Frage.
    > Richtige Frage!
    (...)
    > Die Datenmenge steigt zwar, weil immer mehr Menschen das Internet nutzen
    > und weil die Nutzung immer länger wird, immer mehr Menschen Netflix und Co
    > nutzen usw.
    >
    > Aber die *notwendige* Datenmenge pro Nutzungsszenario steigt seit Jahren
    > nicht mehr. Netflix 4K gibt es seit 5 Jahren und das ist ungefähr die
    > Anwendung, die am meistens Mindestdatenrate braucht, damit der Service
    > *funktioniert*.

    Sehr richtiger Punkt. Man kann dazu auch das Konzept des abnehmenden Grenznutzens in Verbindungen bringen. Jeder weiteres Mbit im Downstream bringt immer weniger, kostet aber uU deutlich mehr als das Mbit davor. Man sieht etwas Ähnliches in anderen Branchen. Autos sind nicht wirklich schneller geworden - fahren 200 km/h +- 20. Passagierflugzeuge fliegen auch seit 40 Jahren die selbe Geschwindigkeit. Die Liste lässt sich fortsetzen.

    lincoln33T schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsche Frage.
    > Es geht doch nicht um jetzt. Nur Glas kann mit der wachsenden Datenmenge
    > mithalten. Wenn es wirklich braucht und erst dann anfängt auszubauen dann
    > gute Nacht.

    Das ist wiederum ein anderes Thema. Als einzelner Kunde buche ich heute die Geschwindigkeit die ich heute brauche. Du hast aber sicher Recht, dass Internetanbieter sich schon heute überlegen müssen, was Kunden in 5-30 Jahren nachfragen.

    Allerdings ist es nicht sicher ob es tatsächlich in 5-30 Jahren die nötige Nachfrage nach Glasfaser geben wird, die die massiven Investitionen sich rechnen lassen würden. Aus folgenden Gründen:

    - Der Mobilfunk könnte in den kommenden Jahrzehnten kabelgebundenen Leitungen Marktanteile ordentlich abnehmen. Schon heute bieten Vodafone und o2 Anschlüsse über LTE, die preislich wie DSL-Anschlüsse sind (40¤ bzw. 70¤) sind und das mit Geschwindigkeiten die schon jetzt im DSL-Rahmen liegen (Vodafone: Schnitt 100Mbit). Mit der Einführung von 5G und seinen Nachfolgern wird hier die Leistung weiter steigen. Gut vorstellbar, dass die Zukunft ist, dass man zusätzlich zu seiner Handy-Internet-Flat ohne Volumenbeschränkung noch eine zusätzliche eSim für Tablet / Laptop hat mit der man dann im Park, in der S-Bahn und eben auch Zuhause gutes Internet hat. Das könnte schon bald ein Szenario für Singles-Haushalte sein - und das sind immerhin 42% aller Haushalte. Man kann hier Parallelen zum Festnetztelefon ziehen, was auch durch das Handy abgelöst wurde - zunächst in den Single-Haushalten.
    Kurz: Je mehr Haushalte (preiswertere) Alternativen zur Glasfaser nutzen - Docsis X, Kupfer, Mobilfunk - desto weniger lohnen sich die Investitionen in FTTH-B, schließlich muss man immer die gesamte Straße ausbauen.
    - Der obige Punkte von lincoln33T . Zwar wird öfters das Internet benutzt - mehr Volumen - aber der Bandbreitenbedarf steigt nicht gleich mit.
    - Die Möglichkeit, dass man in der Zukunft die Kupfer noch weiter aufbohren kann. Glasfaserinvestionen müssen vermutlich mehrere Jahrzehnten laufen, bevor es sich gelohnt hat.

  16. Re: So viele Vorteile für Glasfaser

    Autor: oh hello 19.05.20 - 23:25

    solary schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ging ja um den der TE derGlasfaser 1GB:1GB in der Firma hat, und
    > Privat VDSL
    > Ob man nun 1GB oder nur 8mbit/s Upload hat merkt man schon, wenn man 1-2 GB
    > Bilder hochlädt

    Wer lädt denn regelmäßig 1-2 GB Bilder hoch? Das macht mein Telefon automatisch im Hintergrund und würde mein Laptop auch automatisch machen, wenn ich denn Bilder von einer Kamera rüberziehen würde. Wie lange das dann dauert, merke ich gar nicht.

    Selbst beim Ausdrucken von Bildern über Druckdienste wie dm etc. macht das meiner Erfahrung nach keinen Unterschied. Sobald ein Bild ausgewählt ist wird es - auch wieder im Hintergrund - hochgeladen. Bis ich das nächste Bild ausgewählt habe, ist das davor schon hochgeladen. Aber selbst wenn ich meine 50 schönsten Urlaubsbilder, die ich unbedingt ausdrucken will ;) (wer macht das? :D), auf einmal hochladen würde, würde das nur ein paar Minuten dauern. 1gb braucht ja mit 9 Mbit upload nur 15 Minuten. Mit nem 30er Upload, der ja bei Vectoring 100Mbit-Tarifen durchaus realistisch ist, nur 5.

    Aber vielleicht zur Klarstellung: Ich bemerke an Kleinigkeiten natürlich, was für ein Upload ich hier habe. Wenn ich im Büro ein Video per WhatsApp versende, dann ist es innerhalb von einer Sekunde versendet. Zuhause dauert das ein paar Sekunden. Das ist aber keine "merkliche" Einschränkung, wie ich WhatsApp verwende.

    Zu den anderen Beispiel die du gebracht hast: Ein Vorredner sagte ja schon etwas dazu, dass einiges auch mit 50-100Mbit gut machbar ist, wie zB der iso-Download oder das fornite-Update. Was die 50GB von CoD angeht, so geht das natürlich merklich schneller mit mehr Bandbreite. Es passt aber zu meinem Eindruck, nämlich, dass höhere Bandbeiten nur einem sehr kleinen Publikum nützen. Das drückt sich ja auch in den Telekom-Zahlen aus, die Golem vor kurzem berichtet hat, nachdem nur rund 1% der Haushalte die SuperVectoring (bis zu 250) buchen könnten dies auch getan haben.

    Vielleicht an der Stelle nochmal meine Frage an den Thread-Starter, bei welchen Anwendungen er es nun deutlich merkt und wo sich seine user experience verbessert hat.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.20 23:40 durch oh hello.

  17. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: Genie 20.05.20 - 00:24

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber die *notwendige* Datenmenge pro Nutzungsszenario steigt seit Jahren
    > nicht mehr. Netflix 4K gibt es seit 5 Jahren und das ist ungefähr die
    > Anwendung, die am meistens Mindestdatenrate braucht, damit der Service
    > *funktioniert*.
    > Mehr ist da aber in den letzten 5 Jahren nicht gekommen.

    Die Argumentation bringst du zwar unter jedem Thread dieser Art, allerdings vergisst du dabei immer, dass die Anzahl der gleichzeitig genutzten Geräte in einem Mehrpersonenhaushalt seit Jahren steigt. 2 Erwachsene und 2 (jugendliche) Kinder reizen deine 50Mbit (die laut deinen Worten noch 10-15 Jahre reichen) locker aus. Und das nicht hier und da, sondern fast konstant.

  18. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: LinuxMcBook 20.05.20 - 00:35

    Genie schrieb:
    > Die Argumentation bringst du zwar unter jedem Thread dieser Art, allerdings
    > vergisst du dabei immer, dass die Anzahl der gleichzeitig genutzten Geräte
    > in einem Mehrpersonenhaushalt seit Jahren steigt.
    Die Anzahl der Internetnutzer steigt seit Jahren, die Anzahl der Geräte steigt seit Jahren, die Zeit, die die Leute im Internet verbringen steigt seit Jahren, der Traffic am DECIX steigt seit Jahren, was aber nicht steigt ist die Mindest-Datenrate, die ein einzelner Service benötigt um zu funktionieren.

    >2 Erwachsene und 2 (jugendliche) Kinder reizen deine 50Mbit (die laut deinen Worten noch 10-15
    > Jahre reichen) locker aus. Und das nicht hier und da, sondern fast konstant.
    Nein. Ich rede immer nur vom Vectoring-Ausbau verglichen mit dem von einigen hier im Forum gewünschten Glasfaserausbau.
    Vectoring ist 100 MBit. Natürlich wird sich ein Single-Haushalt mit 50 MBit aber auch nicht wirklich einschränken müssen.

    Aber wo wir gerade beim Thema sind, wie bekommen denn 2 Jugendliche und 2 Erwachsene einen Anschluss mit vernünftigem QoS so ausgelastet, dass irgendwas nicht mehr funktioniert?
    Vier verschiedene Netflix Streams in 4K schaffen das nicht. Mal davon abgesehen, dass es relativ traurig ist, wenn alle vier Leute ganz alleine vor einem Fernseher hocken.

    Du kannst dir aber jetzt gern so etwas konstruieren, wie die beiden Söhne, die gleichzeitig ihre komplette Steam-Library neu herunterladen, Papa der im Homeoffice arbeitet und Mama die gleichzeitig irgendwo streamt.
    Dann entspricht man aber schon nicht mehr über 95% der Nutzungsszenarien. Für solche Fälle gibt es ja immer noch Super Vectoring (für mehr als die Hälfte der Haushalte verfügbar) oder eben Kabel.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.05.20 00:36 durch LinuxMcBook.

  19. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: Nigcra 20.05.20 - 11:01

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..
    >
    > Kannst du mir ein Kabelmodem empfehlen, das über den Netzwerkport die
    > vollen 1,2 GBit an meine restliche Netzwerkhardware liefert? ;)

    Sicher, denn die meisten Kabelmodems haben ja nicht nur einen LAN Port. Die 6590 Cable tut's jedenfalls wunderbar. Und ob das nun 1 Gbps oder 1,2 sind, darum geht es ja auch nicht. Es geht darum das Vectoring einfach Schwachsinn ist, der die Infrastruktur um Jahre zurück geworfen hat.

    Und an jeden Realitätsverweigerer der meint, dass Vectoring "mit 100" oder "mit 250" reicht - nicht weniger als eine Studie hat ergeben, dass kaum jemand die versprochene Bandbreite beim Vectoring überhaupt erhält. Und von der Stabilität brauchen wir dabei gar nicht erst reden. Die wenigstens bekommen einen wirklich gut eingepegelten Port oder haben den Luxus gut geschirmter "Telefonkabel" in ihrer Wohngegend.

    Zu dem Poster der der Meinung ist, das 100 Mbit/s für 4 parallele 4K Streams reichen - du hast wohl nie die Bitrate eines 4K Films gesehen, geschweige denn dich wirklich informiert. Selbst die schlechtesten 4K Filme kommen bereits auf Werte wie 26.595 kbps. Da ist allein rechnerisch schon lange vorher Schluss mit lustig. Und dazu kommt dann noch die Tatsache, das wir eben nicht von 1 oder 2 Personenhaushalten reden sondern es schon genügt, wenn der Junior noch nebenbei was spielen will, die Tochter bei Instagram ihre Schminkvideos streamed und der Vati den Stirb Langsam Teil X in 4K sehen will, während Mutti in der Küche Spotify hört. Da kapitulieren die meisten Anschlüsse schon vorher, gerade alles was irgendwie VDSL ist. Wenn dann noch Steam mit seinen Downloads anläuft..

    Vor 10 Jahren hat niemand daran gedacht, 4K zu streamen. Kämpfen musste ich für mein 16er ADSL2, später 22er ADSL2+ und dann VDSL 35 - "ja das reicht doch für alles, wofür brauchst du mehr?!". Gibt es wirklich Leute die immer noch nicht verstanden haben dass man Infrastruktur nicht für 5 Jahre plant ?

    Meine persönlichen Anwendungsfälle spielen dabei nicht mal eine Rolle.


    PS: die 50 Mbit/s im Upload liegen immer an, nie weniger gehabt. Klar wäre mehr noch besser, aber das soll ja auch realisiert werden (Docsis 3.1 im UL).

  20. Re: Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..

    Autor: LinuxMcBook 20.05.20 - 17:21

    Nigcra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LinuxMcBook schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Nach einem halben Jahr mit 1,2 Gbps über Docsis..
    > >
    > > Kannst du mir ein Kabelmodem empfehlen, das über den Netzwerkport die
    > > vollen 1,2 GBit an meine restliche Netzwerkhardware liefert? ;)
    >
    > Sicher, denn die meisten Kabelmodems haben ja nicht nur einen LAN Port. Die
    > 6590 Cable tut's jedenfalls wunderbar. Und ob das nun 1 Gbps oder 1,2 sind,
    Achso, ich hätte jetzt bei deiner Aussage erwartet, dass du in einem Speedtest reproduzierbar 1,2 GBit/s an deinem Anschluss gemessen hättest.
    Es ist ja völlig unerheblich mit welcher Geschwindigkeit ein Modem vom Internetanbieter provisioniert wird, sondern nur interessant, was tatsächlich netto an Daten hinten raus purzeln. Und da bezweifel ich einfach, dass es die 6590 ohne DOCSIS 3.1 schafft 1,2 GBit/s zu erreichen.
    Ohne DOCSIS 3.1 hast du im ganzen Segment schon kaum 1,6 GBit/s Kapazität und meine Messungen haben ergeben, dass selbst in den Nachtstunden schon mehr als 0,2 GBit/s Grundlast herrscht.

    > darum geht es ja auch nicht. Es geht darum das Vectoring einfach
    > Schwachsinn ist, der die Infrastruktur um Jahre zurück geworfen hat.
    Genau, es geht darum mit Scheinargumenten gegen Vectoring zu hetzen.
    Und dank Vectoring hat die Telekom mehr als jeder andere Anbieter in den letzten 10 Jahren Glasfaser verlegt. U.a. als Vorarbeit für FTTH.
    Und gerade Vodafone hat doch praktisch gar kein neues Glasfaser für Endkunden verlegt sondern tauscht eigentlich nur seine CMTS.
    Es hat Deutschland eher um Jahre zurückgeworfen, dass Vodafone sich weigert die restlichen 15-20 Mio. Haushalte die kein Kabelanschluss haben, an ihr Netz anzubinden. Aber sind ja auch nur fast die Hälfte der Haushalte die nicht das sehr gute Kabelinternet nutzen können....

    > Und an jeden Realitätsverweigerer der meint, dass Vectoring "mit 100" oder
    > "mit 250" reicht - nicht weniger als eine Studie hat ergeben, dass kaum
    > jemand die versprochene Bandbreite beim Vectoring überhaupt erhält. Und von
    > der Stabilität brauchen wir dabei gar nicht erst reden. Die wenigstens
    > bekommen einen wirklich gut eingepegelten Port oder haben den Luxus gut
    > geschirmter "Telefonkabel" in ihrer Wohngegend.
    Also ich kenne Quellen, laut denen 90% der TALs für Vectoring unter 300 Meter lang sind. Und das reicht für Vectoring in voller Geschwindigkeit.
    "Einpegeln", "dämpfen" und "verstärken" muss man übrigens nur im Kabelnetz.

    Und für die Aussage, dass "kaum jemand die versprochene Bandbreite beim Vectoring überhaupt erhält", hätte ich jetzt gern mal ein Beleg.
    Im Gegenteil, wenn man die Durchschnittsgeschwindigkeiten aller Speedtests über DSL und über Kabel Internet als Liniendiagramm im Tagesverlauf aufzeichnet, dann hat man bei DSL eine perfekte Gerade und bei DOCSIS eine ziemlich "unregelmäßige" Kurve die teils in den Abendstunden um 40% unterm Maximalwert liegt.

    > Instagram ihre Schminkvideos streamed und der Vati den Stirb Langsam Teil X
    > in 4K sehen will, während Mutti in der Küche Spotify hört. Da kapitulieren
    > die meisten Anschlüsse schon vorher, gerade alles was irgendwie VDSL ist.
    > Wenn dann noch Steam mit seinen Downloads anläuft..
    Weil ja auch ausgerechnet Instagram und Spotify die Bandbreitenkiller sind. Ich meinte schon mal irgendwann zu Faksimiles lustigen Berechnungen, dass wenn ich mir genügend fantasievoll etwas zusammen konstruiere ich sicherlich auch einen Bandbreitenbedarf für alle Haushalte über 5 GBit/s behaupten kann ;)
    Fakt ist, dass VDSL 100 für über 95% der Kunden ausreicht, sonst würden die ja mehr buchen. Tun sie aber nicht, selbst wenn schnellere Verträge zur Verfügung stehen.


    > Gibt es wirklich Leute die immer
    > noch nicht verstanden haben dass man Infrastruktur nicht für 5 Jahre plant
    >
    > PS: die 50 Mbit/s im Upload liegen immer an, nie weniger gehabt. Klar wäre
    > mehr noch besser, aber das soll ja auch realisiert werden (Docsis 3.1 im
    > UL).
    Wieso baut Vodafone denn nicht schon längst mal Glasfaser aus? DOCSIS 3.1 im UL oder gar Full Duplex DOCSIS 3.1 (mittlerweile in 4.0 umbenannt als Zeichen dafür wie schwer und wie lange die Umsetzung dauern wird) sind so ohne weiteres in den Deutschen Kabelnetzen gar nicht möglich. Derzeit befindet sich noch relativ viel Rundfunk auf den dringend fürs Internet benötigten Kanälen, das regulatorisch gar nicht so einfach abgeschaltet werden kann.
    Und oberhalb von 860 Mhz funktioniert das Kabelnetz auch nicht mehr, weil die ganzen passiven Bestandteile, wie irgendwelche Abzweiger usw. für höhere Frequenzen nicht geeignet sind und deswegen massiv Tiefbau nötig wäre um diese zu tauschen.

    Dann kann Vodafone auch gleich FTTH verbauen...

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