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Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

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  1. Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: ohinrichs 25.07.19 - 13:22

    Wenn ich mir das so durchlese, kommt mir das sehr bekannt vor. Bin jahrelang für einen großen IT Dienstleister in Ministerien tätig. Zuletzt und seit ca 4 Jahren in ein- und demselben Ministerium. Arbeitnehmerüberlassung gibt es aus genannten Gründen nicht (Furcht vorm Einklagen). Am Türschild vom Büro steht der Firmenname meines AG. E-Mail Adressen sind mit dem Zusatz "Extern" gekennzeichnet. Ein Ticketsystem gab es auch. Tickets kamen unterschiedlich rein. Automatisiert als Incidents nach E-Mail Meldungen der Mitarbeiter, aber auch manuell erstellt durch die IT-Mitarbeier des Ministeriums mit teilweise ganz klaren Anweisungen ("Bitte mal zu Person X gehen und Problem Y lösen", "Bitte mal ins Lager gehen und Drucker, PCs usw. auspacken"). Anweisungen gab es auch mündlich. Natürlich macht man dann das, was der Kunde einem sagt. Dass das eigentlich nicht gemacht werden muss, ist auch allen Beteiligten klar. Trotzdem tut man das, was der Kunde will. Sonst gibts Ärger mit dem eigenen Vorgesetzten.

    Verdienst deutlich weniger als ein interner MA bekommt. Jetzt spiele ich tatsächlich mit dem Gedanken, mal einige Tickets und E-Mails zu sichern. Blöderweise kommt dieser Artikel für mich schon fast zu spät. Ich habe keinen Bock mehr auf diesen Wahnsinn und meinen Job gekündigt. Morgen ist mein letzter Tag. Vielleicht sollte ich einfach versuchen, eine Differenz vom Gehalt für die letzten Jahre einzuklagen? Der Staat ist bei diesen Geschäftsgebahren jedenfalls ganz vorne mit dabei. Wird dann über öffentliche Ausschreibungen mit Laufzeiten von X Jahren abgewickelt. Bei uns waren es immer 4 oder 5 Jahre + 1 Jahr Option, die auch immer genommen wurde.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.19 13:26 durch ohinrichs.

  2. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: Zockmock 25.07.19 - 13:34

    Wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast macht das. Das müssten viel mehr tun. Und das vor allem der Staat da noch fleißig mitmacht ist der größte Witz an der Sache.

  3. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: Auaa 25.07.19 - 14:03

    ohinrichs schrieb:

    > Verdienst deutlich weniger als ein interner MA bekommt. Jetzt spiele ich
    > tatsächlich mit dem Gedanken, mal einige Tickets und E-Mails zu sichern.

    Das solltest du tunlichst auf gar keinen Fall tun!!

  4. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: ohinrichs 25.07.19 - 14:28

    Auaa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ohinrichs schrieb:
    >
    > > Verdienst deutlich weniger als ein interner MA bekommt. Jetzt spiele ich
    > > tatsächlich mit dem Gedanken, mal einige Tickets und E-Mails zu sichern.
    >
    > Das solltest du tunlichst auf gar keinen Fall tun!!

    Ja. Das macht mir auch Sorgen. Darf ich wahrscheinlich gar nicht. Aber wie soll das denn mit der Beweislast umgesetzt werden, wenn ich die Beweismittel nicht sichern darf?

  5. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: shokked 25.07.19 - 14:37

    ohinrichs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auaa schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ohinrichs schrieb:
    > >
    > > > Verdienst deutlich weniger als ein interner MA bekommt. Jetzt spiele
    > ich
    > > > tatsächlich mit dem Gedanken, mal einige Tickets und E-Mails zu
    > sichern.
    > >
    > > Das solltest du tunlichst auf gar keinen Fall tun!!
    >
    > Ja. Das macht mir auch Sorgen. Darf ich wahrscheinlich gar nicht. Aber wie
    > soll das denn mit der Beweislast umgesetzt werden, wenn ich die
    > Beweismittel nicht sichern darf?

    Da wir hier alle keine Experten sind: sprich mal unverbindlich mit einem Anwalt. Allerdings, wenn morgen Dein letzter Tag ist könnte das natürlich knapp werden ¯\_(ツ)_/¯

    Mit entsprechenden Beweisen würde ich das definitiv einklagen. Dass der Staat bei diesem Spiel mitmacht ist zwar nicht überraschend (sozial ist hier schon lange nichts mehr) aber Empörung und entsprechende Konseqzenzen sind hier schon angeraten.

    gruß,
    shokked

  6. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: dura 25.07.19 - 16:08

    ohinrichs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht sollte ich einfach versuchen, eine Differenz
    > vom Gehalt für die letzten Jahre einzuklagen? Der Staat ist bei diesen
    > Geschäftsgebahren jedenfalls ganz vorne mit dabei. Wird dann über
    > öffentliche Ausschreibungen mit Laufzeiten von X Jahren abgewickelt. Bei
    > uns waren es immer 4 oder 5 Jahre + 1 Jahr Option, die auch immer genommen
    > wurde.

    Das mit der Kündigung ist vielleicht doof, denn ich kenne es nur so, dass du darauf klagst, dass ein Arbeitsvertrag zustande gekommen ist, dann gibt es halt nachzahlung und je nachdem wie man sich zukünftig sieht auch eine Abfindungsangebot, wenn man kündigt. Ob da die ausgesprochene Kündigung dem bisherigen AG hinderlich ist müsste man schauen.
    Aber viel Erfolg!

  7. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: Ro3!n_H0od 25.07.19 - 17:28

    Mach es! Auf jeden Fall!

    Wir haben genug Lappen, die sich von Umgebungsvariablen beeinffussen lassen
    und keinen Arsch mehr in der Hose haben!

    Überleg selbst mal! In welcher verdreckten (Arbeits-)Welt wir leben! Und die
    Masse lässt sich von den 'angeblichen' Konsequenzen einschüchtern!
    Willst Du noch in Jahrzehnten in den Spiegel schauen können...?

    Alter! Es braucht Whistleblower für den Arbeitsmarkt und politische
    Schweinereien! Daran fehlt es, weil Zukunftsangst quasi täglich
    durch alle Medien eingeimpft wird!

    Willst Du die DDR 2.0 verhindern?! Dann hab ein gutes Herz, ein geraden
    Rücken und wisse, daß Dich andere als Held feiern werden!

    Wir brauchen Leute, die sich nicht einschüchtern lassen von
    dem Medien- und Polit-Gelaber, sondern ein reines Herz und
    klaren Verstand haben und den Mzt haben vorwärts zu gehen!

    Sei ein Held!


    P.S.:
    An die bezahlten Arvato-Mitarbeiter, die hier gerne anworten:
    Überlegt Euch, ob Ihr heute Abend noch in den Spiegel sehen könnt!
    Könnte sein, ich besuch Euch heute Nacht in Euren Träumen! Hehe,...

    Andernfalls: Wir haben Eure Ips, MAC-Adressen und ggf. Face-Scans ;-)

  8. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: lanG 25.07.19 - 22:14

    Also kurz und bündig: Ich würde jede Menge Mails sichern. Ob du klagst und diese nutzt kannst du dir am Ende ja eh noch überlegen. Aber dann hast du den Kram zumindest. Nur halt nicht erwischen lassen ¯\_(ツ)_/¯

  9. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: foho 25.07.19 - 23:57

    bei uns in der firma wird ALLES getrackt, außer mails die an adressen gehen die im BCC stehen.
    schon lustig. da kommen sogar die .exe vorbei die seit jahren geblockt werden.

  10. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: lanG 26.07.19 - 01:32

    Wie genau wird das denn alles getrackt? Also wird dort tatsächlich aufgezeichnet wenn ich Mail XYZ als Datei Lokal speichere?

  11. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: cry88 26.07.19 - 06:48

    lanG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie genau wird das denn alles getrackt? Also wird dort tatsächlich
    > aufgezeichnet wenn ich Mail XYZ als Datei Lokal speichere?
    Kannst du nur mit Spezialsoftware. Outlook hat deine Mails eh lokal. Bei mir liegt lokal das Archiv der letzten 5 Jahre, weil wir ein 2 GB Limit im Exchange haben -.-

  12. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: Eheran 26.07.19 - 08:36

    Also zur Not (in)direkter Screenshot und gut.

  13. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: trinkhorn 26.07.19 - 10:01

    Solange es keine nachweisbare Vereinbarung gibt, dass du dein von der Firma zur Verfügung gestelltes E-Mail-Postfach und das Programm dazu ausschließlich für Arbeitsrelevante Themen genutzt werden darf, (in wie weit eine Betriebsvereinbarung für einen "externen" gilt wäre dann auch interessant), muss sich der Arbeitgeber seeehr genau überlegen ob er einen Blick in dein Outlook wirft, bzw. ob er das vor Gericht zugibt. Denn wenn privat Nutzung nicht explizit verboten ist, ist sie in gewissem Maße erlaubt, was dazu führt, dass dein E-Mail-Postfach (das gleicht gilt fürs Surfverhalten, etc.) vertraulich ist. Sonst Könnte der Arbeitgeber ja sehen, was du für E-Mails in der Mittagspause an deinen Arzt schreibst, und was du in der Frühstückspause beim Online-Erotik-Handel bestellt hast.

  14. Re: Seit 7 Jahren als Subbie im Öffentlichen Dienst

    Autor: treysis 05.08.19 - 20:39

    Gibt's da nicht so ne Regel, dass man nach 6 Jahren im öD einen unbefristeten Vertrag bekommen muss? Und wenn du quasi wie ein öD-Mitarbeiter dort warst, dann würdest du auch wie ein solcher behandelt.
    Keine Ahnung, ob das realistisch ist, aber kannste ja mal gedanklich durchspielen.

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