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Rechtsstaatlichkeit...

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  1. Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: heikom36 19.11.19 - 15:49

    ...die man in der EU so hervorhebt gibt es nicht mehr wenn man Verbrechen öffentlich macht. Dann wird man zum Feind und extrem derbe Kampagnen werden gestartet worauf sich dann die Medien stürzen. Nur wenige waren sachlich dabei. Fast alle waren am hetzen und gaben viele Lügen weiter.
    Das hat mein Vertrauen in die EU und Regierungen auf ewige Zeit hin sehr beschädigt. Was man mit Assange macht wäre vermutlich sogar in totalitären Staaten sehr fragwürdig.

  2. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: Sector7 19.11.19 - 16:12

    Sehe ich genauso! Er hat versucht den vermeintlich Guten (EU, USA) den Spiegel vorzuhalten. Aber anstatt daraus zu lernen und zB Soldaten die widerlichste Kriegsverbrechen Begehen zu bestrafen wird da der Bote bestraft. Und ja auch nicht einfach nur bestraft, sondern regelrecht zerstört. Mein Misstrauen gegenüber staatlichen Einrichtungen ist dadurch von mäßig zu Alarmstufe Rot angestiegen

  3. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: bofhl 19.11.19 - 16:41

    Immer wieder interessant, dass so einige glauben, dass Richter und Staatsanwälte anlügen, statt zu Anhörungen zu erscheinen einfach mal in ein anderes Land zu fliehen (wobei nicht mal der eigene Anwalt bis zum Aufdecken durch die Presse des Ziellandes der davon weiß!) so einfach als Verletzung von Rechtsstaatlichkeit usw. darstellt! Hallo! Der Herr hat sich statt einer einfachen Befragung zum Hergang einer - auch damals nicht vom betreffenden Richter und Staatsanwalt geglaubten! - Vergewaltigungsvorwurf einfach mal durch Flucht mitten in der Nacht entschlossen! Das da logischerweise alle Behörden davon ausgehen mussten, dass dieser Herr was auf dem Kerbholz hat und sicher einen Grund zur Flucht - das mit der Auslieferung von Schweden in die USA ist Blödsinn^3, da Schweden so was per Gesetz verbietet und die USA bis vor kurzem auch nie ein Auslieferungsansuchen gestellt hat! Und ich kann mich nicht erinnern, dass irgendeine Presse gegen den Herrn gehetzt hätte - das Gegenteil war Anfangs der Fall!

  4. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: Teeklee 19.11.19 - 17:24

    Wieso sollte er dahin erscheinen? Was hätte seine Anwesenheit beim Prozess beigetragen?
    Wäre er hingegangen, und die hätten ihn Befragt, hätte er einfach nichts sagen brauchen.
    Wäre das Verfahren genauso eingestellt worden.

    Und zum Thema eingestellt aus Mangel an Beweisen...
    Entweder wurden sie nicht gefunden, oder es gab gar keine Beweise, die man hätte finden können (, da das Verbrechen nie stattgefunden hat).

    Im Grunde hat er sich mit der Flucht nur selbst geschadet, also entweder ist er dumm, oder hatte massiv Angst vor etwas (ich nehme an, dass es nicht der Prozess in Schweden war).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.11.19 17:27 durch Teeklee.

  5. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: Trockenobst 19.11.19 - 17:43

    Teeklee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Grunde hat er sich mit der Flucht nur selbst geschadet, also entweder
    > ist er dumm, oder hatte massiv Angst vor etwas (ich nehme an, dass es nicht
    > der Prozess in Schweden war).

    "Damals" war das natürlich ein willkommenes Fressen für alle möglichen politisch Akteure.
    Ein, zwei Millionen cash liegen immer rum damit ein passender Staatsanwalt plus Medienkampagne gewisse Dinge in eine Richtung schieben können.

    Die einfachste Erklärung war: er wollte nicht in diesen Zirkus als "Nebeneffekt" auch in einer "leichteren" Verurteilung zukünftig als Straftäter bezeichnet werden dürfen. Man weiß ja nie wieder politischen Verfahren ausgehen, da geht gerne mal was schief oder in Extreme.

    Das ganze Argument der "Nacht-und-Nebel" Auslieferung ist eher komplexer, und man sieht an England das er nicht einfach aus dem Knast direkt in die CIA Maschine gesteckt wird. Ich wüsste nicht warum Schweden (sich selbst) das antun würde, aber England nicht.

  6. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: ChMu 19.11.19 - 18:17

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Immer wieder interessant, dass so einige glauben, dass Richter und
    > Staatsanwälte anlügen, statt zu Anhörungen zu erscheinen einfach mal in ein
    > anderes Land zu fliehen (wobei nicht mal der eigene Anwalt bis zum
    > Aufdecken durch die Presse des Ziellandes der davon weiß!) so einfach als
    > Verletzung von Rechtsstaatlichkeit usw.

    Keine Ahnung warum Du so was erzaehlst, aber Assange hat Schweden damals mit Ankuendigung und Erlaubnis der schwedischen Staatsanwaltschaft verlassen. Das war keine Flucht.
    Als er zurueckkommen sollte, da hat er sich geweigert (das Recht hatte und hat er) da eine Befragung auch in London haette stattfinden koennen.

    > darstellt! Hallo! Der Herr hat sich
    > statt einer einfachen Befragung zum Hergang einer - auch damals nicht vom
    > betreffenden Richter und Staatsanwalt geglaubten! - Vergewaltigungsvorwurf
    > einfach mal durch Flucht mitten in der Nacht entschlossen!

    Auch das stimmt nicht, Assange wurde befragt und hat sich nach der Befragung ordnungsgemaess abgemeldet. Keine Flucht. Das Verfahren wurde ja erst spaeter eingeleitet, da war er gar nicht mehr da. Es wurde von einem Staatsanwalt angeleiert, ohne Unterstuetzung der Klaeger, welche KEINE Anklage gestellt haben. Eine musste sogar mit Namensaenderung unbekannt verziehen weil die Presse sie nicht alleine gelassen hat.


    > Das da
    > logischerweise alle Behörden davon ausgehen mussten, dass dieser Herr was
    > auf dem Kerbholz hat und sicher einen Grund zur Flucht - das mit der
    > Auslieferung von Schweden in die USA ist Blödsinn^3, da Schweden so was per
    > Gesetz verbietet

    So so, dann schau mal nach was Schweden so bei Nacht und Nebel erlaubt wenns um Gefallen fuer die CIA oder andere drei Buchstaben Organisationen geht.

    > und die USA bis vor kurzem auch nie ein
    > Auslieferungsansuchen gestellt hat! Und ich kann mich nicht erinnern, dass
    > irgendeine Presse gegen den Herrn gehetzt hätte - das Gegenteil war Anfangs
    > der Fall!

    Das ist der Punkt. Die USA brauchen in Schweden offensichtlich keinen Auslieferungs Antrag, das geht Bogard Style ueber Nacht.

  7. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: Anonymer Nutzer 19.11.19 - 19:33

    Mich interessiert nur eins, wieso jetzt?

    Wieso wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen, nach dem er aus der Botschaft geschmissen wurde und wieso werden diese jetzt eingestellt, während er hinter Gittern sitzt?

    Was hat sich geändert, was man nicht schon vor einem oder drei Jahren hätte feststellen können?

    Übersehe ich was Rechtsstaatliches (was du dann sicher beweisen kannst) oder ist das doch einfach politische Kriecherei dorthin, wo keine Sonne scheint? Ich bleibe bei Zweiterem, bisher sind die stichhaltigen Gründe nämlich ausgeblieben.

  8. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: lear 20.11.19 - 00:24

    Das Staatsanwaltschaften Ermittlungen aufnehmen und dann nach Anfangsermittlungen mangels Beweisen oder wg. Geringfügigkeit einstellen ist erstmal normal.

    Bei der jüngeren Wiederaufnahme dieses Falls sehe ich weniger "politische Kriecherei" sondern unangemessenes Nachkarten ("Von wegen! Du weichst hier nicht der schwedischen Justiz aus!"), evtl. auch innenpolitische Gründe in Schweden (wg. der Natur der Vorwürfe. Die schwedische Justiz hat bei dem Thema aus polit. Gründen und ganz unabhängig vom Assage-Fall den Boden der Rechtsstaatlichkeit mit Etablierung eines verdeckten Vorbehalts lange verlassen)
    Schön ist das Ganze nicht.

  9. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: Aki-San 20.11.19 - 07:08

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Immer wieder interessant, dass so einige glauben, dass Richter und
    > Staatsanwälte anlügen, statt zu Anhörungen zu erscheinen einfach mal in ein
    > anderes Land zu fliehen (wobei nicht mal der eigene Anwalt bis zum
    > Aufdecken durch die Presse des Ziellandes der davon weiß!) so einfach als
    > Verletzung von Rechtsstaatlichkeit usw. darstellt! Hallo! Der Herr hat sich
    > statt einer einfachen Befragung zum Hergang einer - auch damals nicht vom
    > betreffenden Richter und Staatsanwalt geglaubten! - Vergewaltigungsvorwurf
    > einfach mal durch Flucht mitten in der Nacht entschlossen! Das da
    > logischerweise alle Behörden davon ausgehen mussten, dass dieser Herr was
    > auf dem Kerbholz hat und sicher einen Grund zur Flucht - das mit der
    > Auslieferung von Schweden in die USA ist Blödsinn^3, da Schweden so was per
    > Gesetz verbietet und die USA bis vor kurzem auch nie ein
    > Auslieferungsansuchen gestellt hat! Und ich kann mich nicht erinnern, dass
    > irgendeine Presse gegen den Herrn gehetzt hätte - das Gegenteil war Anfangs
    > der Fall!

    Hach. Hätte ich mal diese Zuversicht und Blauäugigkeit...

  10. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: SasX 20.11.19 - 07:21

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Der Herr hat sich
    > statt einer einfachen Befragung zum Hergang einer - auch damals nicht vom
    > betreffenden Richter und Staatsanwalt geglaubten! - Vergewaltigungsvorwurf
    > einfach mal durch Flucht mitten in der Nacht entschlossen!

    Dass dies nicht stimmt, hatte man ja schon geantwortet.

    > Das da
    > logischerweise alle Behörden davon ausgehen mussten, dass dieser Herr was
    > auf dem Kerbholz hat und sicher einen Grund zur Flucht - das mit der
    > Auslieferung von Schweden in die USA ist Blödsinn^3, da Schweden so was per
    > Gesetz verbietet und die USA bis vor kurzem auch nie ein
    > Auslieferungsansuchen gestellt hat!

    Die Schweden hatten Jahre Zeit, in in der Botschaft zu befragen. Haben die Schweden abgelehnt.

    Er bot an, nach Schweden zu kommen, wenn man ihm zusichert, nicht in die USA auszuliefern. Haben die Schweden abgelehnt.

    Das Ganze roch von Anfang an bis heute nach einem fingierten Vorwurf, um ihn, nach Wunsch der USA, auszuliefern. Nun wird Schweden nicht mehr benötigt, da GB diesen Part übernimmt. Ja, kann ich nicht beweisen, aber aus meiner Sicht ist der Gestank da.

  11. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: chefin 20.11.19 - 07:49

    Teeklee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso sollte er dahin erscheinen? Was hätte seine Anwesenheit beim Prozess
    > beigetragen?
    > Wäre er hingegangen, und die hätten ihn Befragt, hätte er einfach nichts
    > sagen brauchen.
    > Wäre das Verfahren genauso eingestellt worden.
    >
    > Und zum Thema eingestellt aus Mangel an Beweisen...
    > Entweder wurden sie nicht gefunden, oder es gab gar keine Beweise, die man
    > hätte finden können (, da das Verbrechen nie stattgefunden hat).
    >
    > Im Grunde hat er sich mit der Flucht nur selbst geschadet, also entweder
    > ist er dumm, oder hatte massiv Angst vor etwas (ich nehme an, dass es nicht
    > der Prozess in Schweden war).



    Weil ein Angeklagter im Prozess erscheinen muss. Da gibts keine Ausnahme. Genau das ist schliesslich Rechtsstaat. ich kann und muss mir anhören, was vorgebracht wird und kann drauf antworten oder nicht.

    Den ein Richter muss die Motivation hinter einer Tat erkennen. Stell dir vor, ich fahre zu schnell, sagen wir 70 in der Stadt, ein Kind rennt auf die Strasse, ich erwische es. Keine Zeugen, das Kind ist tot. Dann stell dir vor, ein Kind läuft über die Strasse und ich gebe Gas um es zu erwischen. Keine Zeugen, das Kind ist tot.

    Und nun bewerte das ganze, ohne zu wissen wie ich ticke. Hab ich Gas gegeben oder passierte es versehentlich. Wir sprechen von Mord vs Körperverletzung mit Todesfolge. Von Lebenslänglich vs 6 Monaten auf Bewährung. Der Unterschied ist nur meine Motivation. Genauso ist es bei diesen Delikten. Und das soll ohne Anwesenheit der Person beurteilt werden. Dann können wir uns das ganze Geld sparen und solche Anklagen doch gleich fallen lassen. zb Du hast eine Waffe zwischen den Rippen, aber da es keine Zeugen gibt, können wir nicht ausschliessen, das er gestolpert ist. Also war es ein Unfall und damit kein Fall für den Staatsanwalt, Akte geschlossen.

    Aber wie es scheint, hat jeder so sein eigenes Rechtsempfinden, das massgeblich davon geprägt ist wie sympatisch jemand ist. Entenhausen-Mentalität. In den Taschenbücher erkennt man immer Gut und Böse am Aussehen. Das wird wohl auf die reale Welt übertragen.

  12. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: surtic 20.11.19 - 09:19

    Assange war kein Angeklagter! Die ganzen untersuchungen waren dazu da um zu prüfen ob Sie Ihn anklagen wollen.

    Und von diesem Standpunkt her wäre es den Staatsanwälten erlaubt gewesen Ihn in England in der Botschaft zu befragen. Dazu gab es mal einen News Artikel in einer Zeitung. Müsste mal schauen ob ich diesen wieder finde.

  13. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: ChMu 20.11.19 - 11:06

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Teeklee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wieso sollte er dahin erscheinen? Was hätte seine Anwesenheit beim
    > Prozess
    > > beigetragen?
    > > Wäre er hingegangen, und die hätten ihn Befragt, hätte er einfach nichts
    > > sagen brauchen.
    > > Wäre das Verfahren genauso eingestellt worden.
    > >
    > > Und zum Thema eingestellt aus Mangel an Beweisen...
    > > Entweder wurden sie nicht gefunden, oder es gab gar keine Beweise, die
    > man
    > > hätte finden können (, da das Verbrechen nie stattgefunden hat).
    > >
    > > Im Grunde hat er sich mit der Flucht nur selbst geschadet, also entweder
    > > ist er dumm, oder hatte massiv Angst vor etwas (ich nehme an, dass es
    > nicht
    > > der Prozess in Schweden war).
    >
    > Weil ein Angeklagter im Prozess erscheinen muss. Da gibts keine Ausnahme.
    > Genau das ist schliesslich Rechtsstaat. ich kann und muss mir anhören, was
    > vorgebracht wird und kann drauf antworten oder nicht.

    Assange war nicht angeklagt. Es gab keinen Prozess. Es gab keine Verhandlung. Es gab keinen Richter. Es gab keine Klaeger, es gab keine Opfer.
    >
    > Den ein Richter muss die Motivation hinter einer Tat erkennen.

    Es gab keine “Tat” man wollte einen Tatbestand herleiten, irgendwie.

    > Stell dir
    > vor, ich fahre zu schnell, sagen wir 70 in der Stadt, ein Kind rennt auf
    > die Strasse, ich erwische es. Keine Zeugen, das Kind ist tot. Dann stell
    > dir vor, ein Kind läuft über die Strasse und ich gebe Gas um es zu
    > erwischen. Keine Zeugen, das Kind ist tot.

    Was soll das? Dabei gibt es ein Opfer, Anklaeger, gegen unbekannt.
    >
    > Und nun bewerte das ganze, ohne zu wissen wie ich ticke. Hab ich Gas
    > gegeben oder passierte es versehentlich. Wir sprechen von Mord vs
    > Körperverletzung mit Todesfolge. Von Lebenslänglich vs 6 Monaten auf
    > Bewährung. Der Unterschied ist nur meine Motivation. Genauso ist es bei
    > diesen Delikten. Und das soll ohne Anwesenheit der Person beurteilt werden.
    > Dann können wir uns das ganze Geld sparen und solche Anklagen doch gleich
    > fallen lassen. zb Du hast eine Waffe zwischen den Rippen, aber da es keine
    > Zeugen gibt, können wir nicht ausschliessen, das er gestolpert ist. Also
    > war es ein Unfall und damit kein Fall für den Staatsanwalt, Akte
    > geschlossen.

    Nochmal, ohne Zeugen und Taeter laedt man dich vor weil? Stellst Du Dich selber, duerfte dieser Fakt alleine ausreichen. Hat mit Assange nichts zu tun.
    >
    > Aber wie es scheint, hat jeder so sein eigenes Rechtsempfinden, das
    > massgeblich davon geprägt ist wie sympatisch jemand ist.

    Na ja, da hat Assange ja wenig Chancen, der Mann ist nun wirklich nicht das, was man mit Sympatie in Zusammenhang bringt.

    > Entenhausen-Mentalität. In den Taschenbücher erkennt man immer Gut und Böse
    > am Aussehen. Das wird wohl auf die reale Welt übertragen.

    Sicher nicht.

  14. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: gadthrawn 20.11.19 - 12:32

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Du lebst in einer komischen Welt.

    > Keine Ahnung warum Du so was erzaehlst, aber Assange hat Schweden damals
    > mit Ankuendigung und Erlaubnis der schwedischen Staatsanwaltschaft
    > verlassen. Das war keine Flucht.

    Der erste Haftbefehl gegen Assange war von 08.2010. Der wurde fallengelassen. Dann ist Assange ausgereist und aufgrund weiterer Vorwürfe gab es einen Haftbefehl im Dezember 2010.

    In London wird er wegen dem internationalen Haftbefehl verhaftet.
    Assange kommt gegen Kaution frei.

    Schweden verlangt Auslieferung wegen Haftbefehl. Ein Londoner Gericht stimmt dem natürlich zu.

    Assange flieht davor in eine andere Botschaft => FLUCHT.

    > Als er zurueckkommen sollte, da hat er sich geweigert (das Recht hatte und
    > hat er) da eine Befragung auch in London haette stattfinden koennen.

    Rechtlich ist festgestellt worden, dass die Auslieferung zulässig ist. In drei Gerichtsinstanzen. Also nein, das Recht hat er nicht. Auch hat er keine Wahlmöglichkeit des Ortes.

    > Auch das stimmt nicht, Assange wurde befragt und hat sich nach der
    > Befragung ordnungsgemaess abgemeldet.

    Er war gar nicht mehr da bei zweitem Haftbefehl und schon längst abgereist...

    > erst spaeter eingeleitet, da war er gar nicht mehr da. Es wurde von einem
    > Staatsanwalt angeleiert, ohne Unterstuetzung der Klaeger, welche KEINE
    > Anklage gestellt haben.

    Müssen diese auch nicht. Straftat. Das hat nichts mit ziviler Klage zu tun.

    April 2019 ist das meiste für Assange verjährt, unter anderem der zweite Haftbefehl. Das ist in etwa der Zeitpunkt, an dem er verhaltensauffällig wird und aus der Botschaft geworfen wird.

    Rein rechtlich -> er hat gegen die Kautionsauflagen verstossen. England sackt ihn deswegen ein.

    Gleichzeitig:
    Nach Ablauf des Haftbefehls nimmt Schweden Ermittlungen auf und versucht über zweiten Haftbefehl Assange zu befragen. Die stellt aber das Verfahren ein, da sie unter anderem sagt, dass zu viele Berichte dazwischen sind und sie dann dem Gedächtnis der Personen nicht mehr traut.

    Mittlerweile gibt es aber einen Auslieferungsantrag in die USA wegen dortiger Anklage.
    Darüber entscheidet die Londoner Justiz nächstes Jahr.
    Jetzt sagt sich natürlich die Londoner Justiz natürlich:
    Da gibt es jemand, der bisher Kautionsauflagen extrem missachtet hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass er wieder versucht irgendwohin zu fliehen ist hoch. Der kommt bis zu einer Verhandlung daher nicht raus.

  15. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: mw.121124 20.11.19 - 12:53

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wurde von einem
    > Staatsanwalt angeleiert, ohne Unterstuetzung der Klaeger, welche KEINE
    > Anklage gestellt haben.

    Ist das nicht normal so? Bei einem Strafprozess klagt der Staatsanwalt. Dann gibt es noch Opfer, Zeugen und Beschuldigte. Wenn du von einer Straftat betroffen bist, kannst du Anzeige bei der Polizei einbringen. Die leitet das dann an den Staatsanwalt weiter, der dann klagt oder auch nicht.
    Du kannst dich dann als Opfer der Klage anschließen bzw. nach Abschluss der Klage dich dann zivilrechtlich an den Beschuldigten wenden - mit Verweis auf den Strafprozess.

  16. Re: Rechtsstaatlichkeit...

    Autor: heikom36 20.11.19 - 13:31

    Bei solchen Taten muss man nicht selbst Anzeige erstatten. Wenn die Polizei oder SA Wind davon bekommen, machen die das von selbst wegen ihrer Pflicht.
    Auch ne Körperverletzung - ich kann als Opfer nicht sagen: "Ich will nicht, dass man dagegen vorgeht." - die werden dagegen vorgehen weil es Pflicht ist. Man könnte nämlich das Opfer auch unter Druck setzen damit es keine Aussage macht - das ist der Grund warum bei solchen Taten auch, sofern man was davon mitbekommt, von Amtswegen her ein Automatismus läuft.
    Bei Assange war es aber eine Schmutzkampagne. Wie die USA ticken weiß man ja nun... ihr bekommt Geld, wenn ihr mir helft unliebsame Leute zu entfernen.... Trump sagt öffentlich das, was schon immer ein Teil der US-Politik war (macht aber Trump nicht weniger schäbig - mal so nebenbei).
    Das er auch direkt, nachdem die USA einen Kredit gegeben haben, aus der Botschaft geflogen ist untermauert meine persönliche Überzeugung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.19 13:33 durch heikom36.

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