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Da ist Nordkorea schon weiter

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  1. Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: Kaleidosc0pe 21.05.19 - 15:02

    ... die haben nämlich ihre eigene Distribution.

  2. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: hell9000 21.05.19 - 15:34

    Einige lernen es halt nie, Deutschland hast versucht, klaeglich gescheitert. Frankreich hat sich wieder fuer Jahrzehnte neu knebeln lassen von MS.... usw

  3. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: Quantium40 21.05.19 - 15:46

    hell9000 schrieb:
    > Einige lernen es halt nie, Deutschland hast versucht, klaeglich
    > gescheitert.

    Auf Bundesebene gab es solche Versuche nicht. Nur in München hat man es mal halbherzig probiert und sich dann in Korruption und Bürokratie derart verfangen, dass man es wieder aufgeben musste.

  4. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: Fuchur 21.05.19 - 17:03

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hell9000 schrieb:
    > > Einige lernen es halt nie, Deutschland hast versucht, klaeglich
    > > gescheitert.
    >
    > Auf Bundesebene gab es solche Versuche nicht. Nur in München hat man es mal
    > halbherzig probiert und sich dann in Korruption und Bürokratie derart
    > verfangen, dass man es wieder aufgeben musste.

    Sad, but true... true, true...

  5. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: schnedan 21.05.19 - 17:48

    https://de.wikipedia.org/wiki/Open-Source-Software_in_öffentlichen_Einrichtungen

  6. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: Rolf Schreiter 21.05.19 - 21:11

    München hat gezeigt was das Beste ist.

  7. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: nille02 21.05.19 - 21:23

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur in München hat man es mal halbherzig probiert

    Nur? Die Polizei Niedersachsen hat auch sehr lange ein GNU/Linux auf RedHat Basis erfolgreich genutzt. Aber inzwischen ist die Politik hier der Lobbyarbeit wirklich erlegen und wechselt auf Windows.

    Auch die Steuerverwaltung hatte auf GNU/Linux gesetzt. Die Entscheidung war rein politisch und wurde von der SPD und den Grünen in den Koalitionsvertrag in Niedersachsen gedrückt.

  8. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: Anonymer Nutzer 21.05.19 - 23:46

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf Bundesebene gab es solche Versuche nicht. Nur in München hat man es mal
    > halbherzig probiert und sich dann in Korruption und Bürokratie derart
    > verfangen, dass man es wieder aufgeben musste.
    Es ist in München kläglich gescheitert, weil kein normaler Nutzer damit klar kam. Für totalitäre Staaten ist es aber offensichtlich tauglich, sagt auch einiges aus.

  9. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: FactCheck 22.05.19 - 02:20

    Kaleidosc0pe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... die haben nämlich ihre eigene Distribution.


    Ueberhaupt nicht. Dort laufen nur ganz wenige Programme die man dort bekommen und nutzen kann. Da totale Internetsperren koennen die Nutzer dort auch keine Programme runterladen.

    Die wenige Programme mit bestimmten Zwecken tun es dann vielleicht. Aber fuer umfangreiche Office-Tasks eines modernen Staats und der Vielfalt an Features in Softwarepackages die modernen Staaten nutzen ist es fuer 99% der Beamten in Deutschland schlicht zu teuer und aufwendig Linux-Distro zu verwenden.

    Und Office/WIndows Lizenzen fuer grossfirmen und Staaten wie Unis, usw. die bekommen antuerlich tolle Deals von MS!

    Da spart man sich vielleicht 50EUR pro Jahr an Lizenz aber wenn ich im SUpport dann das Dreifache pro Arbeitsplatz ausgeben muss..

  10. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: gadthrawn 22.05.19 - 08:46

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hell9000 schrieb:
    > > Einige lernen es halt nie, Deutschland hast versucht, klaeglich
    > > gescheitert.
    >
    > Auf Bundesebene gab es solche Versuche nicht. Nur in München hat man es mal
    > halbherzig probiert und sich dann in Korruption und Bürokratie derart
    > verfangen, dass man es wieder aufgeben musste.

    Das stimmt nicht.

    Das Auswärtige Amt (Bundesebene) ist grandios gescheitert. Die hatten als Ziel vollständig OpenSource und sind wegen Benutzerbeschwerden dann zurück "erhebliche Beschwerden der Nutzer hinsichtlich Bedienbarkeit, Anwenderfreundlichkeit, fehlender Integration und mangelhafter Interoperabilität"

    Die Ämter mussten gar nicht mal viel selber zahlen. 2002 (das ist einige Jahre her) startete der Bund Pilotprojekte. Unter anderem das Bundeskartellamt, die Monopolkommision und die Tiertechnische Versuchanstalt der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft nahmen daran teil. Europaweit ausgeschrieben.
    Der Behördendesktop des BSI (Bundesamt für Informationssicherheit -> Bundesebene) ist danach grandios gescheitert mit zu wenig Interessenten.

    Begründung warum die Bundesbehörden zurückgewechselt sind sind unter anderem die Anwenderbeschwerden, aber auch Kosten.
    Beim Auswärtigen Amt habe es 3 Jahre lang Einsparungen wegen gesparter Lizenzkosten gegeben. Die Jahre danach aber deutlich höhere Kosten in Entwicklung, Treiber, Pflege etc.pp. weswegen die meisten so etwa 2010 -2014 zurückgewechselt sind.

    München ist ja nicht Bund. Das "erfolgreiche" Projekt endete mit
    - höheren Kosten
    - verspätet
    - 25% der Arbeit war danach nicht mehr mit dem PC machbar
    - keine Groupware mehr
    - 20% lief noch auf Windows
    - mit einem Linux was schon längst nicht mehr mit Patchen unterstützt wurde.
    etc.pp.
    Denkst du so sieht ein erfolgreiches Projektende aus um in den Regelbetrieb zu gehen?

    Argumente gab es damals die gleichen wie heute.

    Viele der Projekte die in der Wiki als "Linuxbeispiele in Behörden dienen" wurden 2011-2018 zu Windows migriert. Fast immer Kosten/fehlende Schnittstellen.

    Steuerverwaltung Niedersachsen ist z.B. mit weiteren bei einem Dienstleister, aber als einzige mit Linux gewesen. teure Schnittstellen, kein Mehrwert -> Abwicklung.

  11. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: Michael H. 22.05.19 - 10:30

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hell9000 schrieb:
    > > Einige lernen es halt nie, Deutschland hast versucht, klaeglich
    > > gescheitert.
    >
    > Auf Bundesebene gab es solche Versuche nicht. Nur in München hat man es mal
    > halbherzig probiert und sich dann in Korruption und Bürokratie derart
    > verfangen, dass man es wieder aufgeben musste.

    In München ist man kläglich gescheitert, weil der OpenSource-Tagtraum von der Realität eingeholt wurde. Dem Anwender.

    Du kannst einem Klientel keine Linuxkisten hinwerfen, wenn sie auf die bitte, Ihren Internetbrowser zu öffnen und die Fernwartung von unserer Homepage zu laden, Outlook aufmachen, weil sie damit felsenfest behauptend ins Internet gehen.

    Ich kenn zwar nicht alle, aber kann doch ein paar aus meinem Freundeskreis rezitieren, die Teil dieses "Projekts" waren.

    Angefangen bei:
    Es kennt sich keiner mehr aus.
    Interkompatibilitäten in den Dateiformaten (und ja, .doc/docx .xls etc werden per Mail verschickt) da die Leute es nicht geschnallt haben dass der Empfänger MS Office nutzt und .odt Dateien nicht funktionieren, ebenso wie die Formatierung in Word bzw. ODT Dateien im jeweils anderen Programm für den Arsch war. (und komm mir nicht mit PDF, du weisst selbst, dass sowas maximal uns klar ist... dem 1% der Bevölkerung die mit sowas umgehen könnten)
    Für jeden scheiss hat man nen schweineteuren Support gebraucht
    usw. die Liste lässt sich noch lange fortsetzen

    Das Fazit aus diesen Erzählungen war jedoch, dass sich die Abteilungen/Mitarbeiter lautstark beschwert haben. Und das recht eindeutig.

    Nix Bürokratie, nix Korruption... Open Source Betriebssysteme werden nie etwas für den Massenmarkt sein. Sind sie nichts für den Massenmarkt, sind sie auch nichts für den professionellen Einsatz, da der professionelle Einsatz erfordert, dass die Systeme auch für die Masse an Anwendungen gemacht ist. Egal wie man es dreht und wendet. Du kommst in einem Professionellen Arbeitsumfeld das NICHTS mit der IT zu tun hat nicht an Windows vorbei... in bestimmten Sparten kommste vielleicht mit Apple dran vorbei... aber sonst kannste OpenSource/Linux verheizen... Server, ja, Kleingeräte, ja, Virtualisierungslösungen, ja... Desktopbetrieb nein. Sobald da nur eine Sache mehr gemacht werden muss als E-Mails schreiben und Surfen... und sei es nur den Duplexdruck deaktivieren... ist der normale Anwender überfordert.

  12. Re: Da ist Nordkorea schon weiter

    Autor: hG0815 22.05.19 - 12:08

    In Deutschland geht das nicht, wie soll denn die USA sonst unsere Daten ständig ausleiten?

    Wer das sehenden Auges zulässt, verdient Geld daran.

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