1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Vom Messenger zur Plattform: Wie…

Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

Helft uns, die neuen Foren besser zu machen! Unsere kleine Umfrage dauert nur wenige Sekunden!
  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: Pecker 16.04.19 - 12:53

    Es ist schon erstaunlich, wie schnell in China die Entwicklung vorwärts geht. Bedenken gibt es keine, bzw. wenn es welche gibt, hat man die gefälligst für sich zu behalten. Während wir hier jahrzehnte brauchten, um einen Flughafen zu bauen, haben die Chinesen in der selben Zeit mal eben zigfach welche gebaut. Auch die technische Entwicklung ist enorm. Hat man vor wenigen Jahren China noch als Copycat bezeichnet, kommen die chinesen inzwischen mit ihren eigenen Entwicklungen um die Ecke und räumen den Markt von hinten auf. Beispiel Huawei und eben das im Artikel genannte Beispiel WeChat.
    Wenn der Chinese in 10 Jahren hier in Europa Urlaub macht, dann wird er sich vielleicht so vorkommen, wie wenn wir heute in Kuba Urlaub machen, wo die Zeit auch lange stehen geblieben ist. Die Chinesen erreichen diese Geschwindigkeit aber dadurch, dass Bedürfnisse vieler einfach übergangen werden und die Kiner dort schon von klein auf so erzogen werden, dass sowas ok ist, zum wohle des Volkes. Abweichler und bremser werden kurzerhand eingesperrt, damit alles schnell vorwärts geht und zwar so schnell, dass China bald die behäbige westliche Welt überholt haben wird auch im Bereich der Medizin. Und diese Entwicklung wird ohne Rücksicht auf Verluste geführt und wird uns hier auch noch treffen. Denn das was uns lieb und teuer ist, wie Datenschutz, freie Meinungsäußerung, Demokratie, Demonstrationsrecht, Naturschutz und so weiter, das gibt es in China alles so nicht und das ist für die technische Entwicklung extrem effizient aber für den Menschen sehr schädlich, sofern er nicht gerade den oberen paar Prozent gehört.
    Wir haben hier halt Prozesse, die ich aber ehrlichgesagt auch zu langsam finde, aber ihre Berechtigung haben. Hier in der Gegend hat es 40! Jahre gedauert, eine Straße zu bauen. Die Idee entstand in den 70ern und die Notwendigkeit war damals schon da, die Straße mit einem anderen Verlauf neu zu bauen. Wie gesagt, erst nach 40 Jahren war die Straße dann fertig, da zig Eigentümer und Anlieger der alten und neuen Trasse irgendwie zufriedengestellt werden mussten. In China hätte man einfach alles platt gemacht ohne irgendwen zu fragen und die Straße wäre nach 2 Monaten fertig gewesen. Und genau dieses Vorgehen wird noch zu einem Problem für uns werden.
    Bis hier irgendwas reguliert und genehmigt ist, ist der Chinese schon fertig mit seinem Produkt und drückt mit billigen Preisen auf den Markt. Das macht mir ein bisschen Sorgen.

  2. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: tehabe 16.04.19 - 13:06

    Die haben auch für den Bau des Transrapids in Shanghai mal eben mehrere Tausend(?) Menschen umgesiedelt, wirkliche Möglichkeiten sich zu wehren haben die nicht. Jetzt noch die verstärkte Unterdrückung der Uiguren im Westen Chinas. Davon bekommt der Otto Normalverbraucher in China kaum etwas mit und wenn, wird ihm bloß die Sicht der Regierung mitgeteilt.

    Daher ist Pressefreiheit so wichtig. Aber eben auch der Zugang dazu. Das macht mich ja so wütend auf das LSR. Wenn du in Zukunft bei Google nach etwas suchst, bekommst du dann vielleicht nicht mehr Süddeutsche, FAZ oder taz zu sehen, sondern RT, Epoch Times oder Tichys Einblick. Und dann wird es weiter in die Richtung Faschismus gehen, denn diese Medien wollen ja nicht informieren, sondern gezielt beeinflussen. Und nein, nicht alle Argumente sind gleich!

  3. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: 3dgamer 16.04.19 - 13:09

    Ich muss einwerfen, dass es abseits der Hardcore Tech Firmen auch viel viel Schatten gibt. Klar, Softwareentwickler haben die Chinesen ohne Ende und scheinbar auch sehr gut, dazu keine moralischen Grenzen und ab geht es.
    Aber Abseits der Soft- und Hardwaregiganten ist so viel im Argen. Von der Armut außerhalb der Mega-Städte abgesehen, aber das allgemein Wissen und der Ausbildungsstand ist teilweise unterirdisch. Einfachste Zusammenhänge (Strömungslehre, Materialkunde, Mechanik, ...) fehlt. Wir erleben teilweise mit Partnern wie absurd das Ganze ist. Da sitzen in einem deutschen Mittelständler weniger als 10 Leute in einer Abteilung, die mehr Leisten als 50 Chinesen. Wenn es gilt ein Teil 1 Mio. mal gleich zu bauen, und die ersten 100 kommen raus und sind ok, läuft das. Aber wehe die ersten 100 sind Müll, dann geht der Erklärungswahnsinn los. Etwas ist nicht dicht? Video machen, unter Wasser halten und versenden. Mechanik ist untauglich? Video in Bewegung und Schaden zeigen. usw. usf... Schätzen, Bauchgefühl existiert dort so gut wie gar nicht. Da wird gemessen, gerechnet bis der Taschenrechner brennt. Aber das der gesunde Menschenverstand einem sagt: Hey, das kann so nicht klappen! Nein. Von daher würde ich hier nicht in Panik verfallen. Auch nicht einfach abwarten, aber in Panik verfallen eher nicht.

  4. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: Fun 16.04.19 - 13:12

    tehabe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nicht mehr Süddeutsche, FAZ oder
    > taz zu sehen, sondern RT, Epoch Times oder Tichys

    Statt die einseitigen hier dann also die einseitigen von der anderen Seite, toll.

    > denn diese Medien wollen ja nicht informieren, sondern gezielt beeinflussen

    Reden wir immer noch von SZ/FAZ/taz? Dann: ja, stimmt.

  5. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: Eheran 16.04.19 - 13:13

    >In China hätte man einfach alles platt gemacht ohne irgendwen zu fragen und die Straße wäre nach 2 Monaten fertig gewesen.

    Das ist schlichtweg falsch. Siehe Nagelhäuser.

  6. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: heikom36 16.04.19 - 13:15

    Kurze Antwort:

    Werf die Menschenrechte weg, dann ist die Entwicklung schnell.

    Ich will das aber nicht!

  7. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: ufo70 16.04.19 - 13:30

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bedenken gibt es keine, bzw. wenn es welche gibt, hat man die
    > gefälligst für sich zu behalten.

    Man sollte nicht mit den Fingern auf die Chinesen zeigen.
    Die meisten hier ticken genauso und nutzen alles von Facebook, PayPal, Google oder Amazon. Datenschutz? Scheiß egal, es ist schließlich bequem. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass kein Skandal zu einem Umdenken führt.
    Als WA & Co Verweigerer bin ich auch hierzulande ein Exot.

  8. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: AllDayPiano 16.04.19 - 13:45

    Amen!

    Aber dennoch ein Punkt: Niemand muss die Spitze sein. Jedes Land braucht für sich seinen Takt, den es tragen kann. China hat brutal in das Wirtschaftswachstum investiert, und hat in 30 Jahren geschafft, wofür die westlichen Länder über 100 brauchten. Aber sie haben in jenen 30 Jahren auch den Kapitalismus in eine Dimension gebracht, wie er hierzulande ebenso weit über 100 Jahre brauchte.

    Das Ende eines jeden solchen Systems ist entweder die Abkehr von ebendiesem, oder ein Neuanfang mit entsprechend großem Knall.

    Und wenn China uns zu übermächtig würde, dann wären ganz schnell die Grenzen zur EU dicht. Die USA machen es vor.

    Und vor einer Sache können auch die Chinesen nicht flüchten: Wir Menschen leben schon über die natürlichen Ressourcen hinaus - d.h. es braucht ärmere Länder, um die reicheren in ihrem Konsumverhalten zu stützen. Das ist ein Spiel auf Zeit, welches enorm beschleunigt werden wird, wenn der Wohlstand flächig in China ankommt. Und dabei geht es nicht um Öl, sondern vor allem um Lebensmittel. In China ist das jetzt schon von enormer Brisanz und das Erbe von Mao zwingt noch immer viele Bauern dazu, in ärmster Armut zu leben. Und das ist gefährlich, denn eine Regierung riskiert eine Revolte. Daher ist so ein Social Credit System natürlich wunderbar dazu geeignet, landesschädliches Verhalten bereits im Keim zu ersticken. Dabei geht es nicht um die Frage, ob ein Kaugummi auf den Boden gespuckt wird (auch wenn das der Faktor ist, der diesem SC-System die notwendige Rückendeckung in der Bevölkerung gibt), sondern um Gleichschaltung. Und die dahinterstehende vollkommene Überwachung lässt Revolutionäre sehr schnell identifizieren, bevor eine Bewegung entstehen kann.

    Chinas Wachstum und Status steht auf Ming-Vasen. Da braucht es nicht viel, bis sie brechen.

    Aktuell aber hält der Kapitalismus, die Befriedigung der ureigensten menschlichen Sehnsüchte und die Gier, also die Hoffnung selbst nach oben zu kommen, das System am laufen. Aber das wird nicht ewig so bleiben.

    Chinas Wirtschaftswachstum ist bereits drastisch zurückgegangen. Es ist zwar immernoch extrem hoch, aber so langsam bremsen die Pferde. Wenn es kein Wachstum mehr gibt, wird auch diese Illusion verbleichen, wie der Lack eines Autos in der Sonne (und da war er: Der typische Golem.de-Foristen-Autovergleich) :-)

  9. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: Pecker 16.04.19 - 14:23

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >In China hätte man einfach alles platt gemacht ohne irgendwen zu fragen
    > und die Straße wäre nach 2 Monaten fertig gewesen.
    >
    > Das ist schlichtweg falsch. Siehe Nagelhäuser.

    Naajaa, die Straße wird halt dann direkt um diese Nailhouses gebaut. Fazit ist fast das gleiche. Die Straße wird trotzem ohne viel Rücksicht auf Verluste gebaut.

  10. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: Pecker 16.04.19 - 14:25

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kurze Antwort:
    >
    > Werf die Menschenrechte weg, dann ist die Entwicklung schnell.
    >
    > Ich will das aber nicht!
    Das will ich ja auch nicht. Aber China hat mit seiner Methode einen "Wettbewerbsvorteil". Das ist es eben, was ich sehr bedenklich finde.

  11. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: Pecker 16.04.19 - 14:52

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Amen!
    Ja, sorry, das war ne lange Predigt.
    > Aber dennoch ein Punkt: Niemand muss die Spitze sein. Jedes Land braucht
    > für sich seinen Takt, den es tragen kann. China hat brutal in das
    > Wirtschaftswachstum investiert, und hat in 30 Jahren geschafft, wofür die
    > westlichen Länder über 100 brauchten. Aber sie haben in jenen 30 Jahren
    > auch den Kapitalismus in eine Dimension gebracht, wie er hierzulande ebenso
    > weit über 100 Jahre brauchte.

    Das ist richtig. Wir sind hier in Deutschland ja auch meist nicht Spitze, was auch kaum möglich ist, ich lebe dennoch gerne hier. China konnte auch deswegen so schnell aufholen, weil die Technik nicht neu erfunden werden musste, sondern einfach aus dem Ausland übernommen werden konnte. Aber das ist eben langsam vorbei, man entwickelt selber Sachen für Probleme, für die es aktuell noch keine Lösung gibt. Und bei der Entwicklung nimmt man es auch nicht oft so genau mit Sicherheit und Ethik etc.

    > Das Ende eines jeden solchen Systems ist entweder die Abkehr von
    > ebendiesem, oder ein Neuanfang mit entsprechend großem Knall.
    Das ist wohl so ja. Ich sehe das aber noch nicht so schnell kommen in China.

    > Und wenn China uns zu übermächtig würde, dann wären ganz schnell die
    > Grenzen zur EU dicht. Die USA machen es vor.

    Die USA rudern ja schon wieder langsam zurück. China ist ja auch umgekehrt ein wichtiger Handelspartner und aktuell immernoch die Werkbank der Welt. Unterhaltungselektronik ist ja deswegen so günstig, weil die in China super billig produziert wird, davon profitieren wir ja hier und darauf wollen "komischerweise" viele verzichten. Ist ja alles so schön billig, aber das schreibst du später ja auch, dass der Reichtum vieler Länder auf dem Rücken der armen getragen wird. Stellt sich fast schon die Frage, ob es nicht gerecht wäre, wenn sich das mal umdreht?

    > Und vor einer Sache können auch die Chinesen nicht flüchten: Wir Menschen
    > leben schon über die natürlichen Ressourcen hinaus - d.h. es braucht ärmere
    > Länder, um die reicheren in ihrem Konsumverhalten zu stützen. Das ist ein
    > Spiel auf Zeit, welches enorm beschleunigt werden wird, wenn der Wohlstand
    > flächig in China ankommt. Und dabei geht es nicht um Öl, sondern vor allem
    > um Lebensmittel. In China ist das jetzt schon von enormer Brisanz und das
    > Erbe von Mao zwingt noch immer viele Bauern dazu, in ärmster Armut zu
    > leben. Und das ist gefährlich, denn eine Regierung riskiert eine Revolte.
    > Daher ist so ein Social Credit System natürlich wunderbar dazu geeignet,
    > landesschädliches Verhalten bereits im Keim zu ersticken. Dabei geht es
    > nicht um die Frage, ob ein Kaugummi auf den Boden gespuckt wird (auch wenn
    > das der Faktor ist, der diesem SC-System die notwendige Rückendeckung in
    > der Bevölkerung gibt), sondern um Gleichschaltung. Und die dahinterstehende
    > vollkommene Überwachung lässt Revolutionäre sehr schnell identifizieren,
    > bevor eine Bewegung entstehen kann.
    Liest sich alles plausibel. Zumal das in der Geschichte schon häufiger vorgekommen ist. Aber die Mittel, die es in China gibt, die gab es damals nicht. Aufstände werden im Keim erstickt. Jede Kommunikation wird überwacht. Eine Revolution braucht eine Gruppendynamik, die sich in China eben nur schwer entwickeln kann, zumal viele normale Chinesen sogar wirklich davon überzeugt sind, dass es ihnen gut geht in dem System. Ihnen gehts ja so gesehen auch gut, wenn ihnen andere Menschen im Land egal sind.

    > Chinas Wachstum und Status steht auf Ming-Vasen. Da braucht es nicht viel,
    > bis sie brechen.

    Das Wachstum innerhalb von China wird langsamer ja. Aber der Einfluss reicht ja inzwischen schon weit über die Grenzen von China hinaus. Aber auch hier hast du das ja richtig angesprochen. Es braucht eine ärmere Region um den Reichtum einer anderen Gesellschaft zu stützen (Ausbeutung). China hat ja schon ein Auge auf Afrika geworfen.

    > Aktuell aber hält der Kapitalismus, die Befriedigung der ureigensten
    > menschlichen Sehnsüchte und die Gier, also die Hoffnung selbst nach oben zu
    > kommen, das System am laufen. Aber das wird nicht ewig so bleiben.
    Aber das Ende sehe ich eben noch länger nicht kommen.

    > Chinas Wirtschaftswachstum ist bereits drastisch zurückgegangen. Es ist
    > zwar immernoch extrem hoch, aber so langsam bremsen die Pferde. Wenn es
    > kein Wachstum mehr gibt, wird auch diese Illusion verbleichen, wie der Lack
    > eines Autos in der Sonne (und da war er: Der typische
    > Golem.de-Foristen-Autovergleich) :-)

    Das ist mit ca. 6 Prozent weiterhin extrem hoch ja. Dass solche Wachstumsraten wie früher mit 20 Prozent und mehr nicht auf dauer gehalten werden konnten, sollte auch klar gewesen sein.

    Spannender wird es, wenn noch mehr chinesische Firmen den Weltmarkt erobern wollen. Huawei war nur der Anfang. Alibaba und Co. stehen in den Startlöchern.

  12. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: foobarJim 16.04.19 - 14:54

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In China hätte man einfach alles platt
    > gemacht ohne irgendwen zu fragen und die Straße wäre nach 2 Monaten fertig
    > gewesen. Und genau dieses Vorgehen wird noch zu einem Problem für uns
    > werden.

    Das funktioniert aber nur dann wenn der Staat die Bevölkerung im Griff hat und notfalls, wie auch schon geschehen, mit Panzern seine Interessen durchsetzt. Das mag eine Weile so funktionieren aber auf die Dauer wird es Widerstand provozieren, der irgendwann so stark wird, dass auch der Staat sich dem nicht mehr widersetzen kann.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob diese Gängelung der chinesischen Regierung der Kreativität förderlich ist. Die Chinesen haben in der Produktion unwahrscheinlich aufgeholt aber ich hab nicht den Eindruck, dass wirklich neue Dinge von China kommen.

  13. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: SchluppoMäcQuarkkeulchen 16.04.19 - 15:11

    China hat mehr als nur zwei Gesichter. Wir erleben hier natürlich die High-Tech Version des Landes. Allerdings gibt es bis heute einen riesigen Teil der Bevölkerung die wirklich buchstäblich im Mittelalter leben. Die pflügen ihre Felder mit dem Ochsen vor dem Pflug und machen in ein Loch hinter der Bretterhütte. Das passiert in China alles parallel und gleichzeitig. Auch das ist beeindruckend auf gewisse Weise.

  14. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: Umaru 16.04.19 - 15:18

    foobarJim schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das funktioniert aber nur dann wenn der Staat die Bevölkerung im Griff hat
    > und notfalls, wie auch schon geschehen, mit Panzern seine Interessen
    > durchsetzt. Das mag eine Weile so funktionieren aber auf die Dauer wird es
    > Widerstand provozieren, der irgendwann so stark wird, dass auch der Staat
    > sich dem nicht mehr widersetzen kann.

    Dann machen die USA oder andere Feinde eben irgendwas Blödes. Die Beweise sind unwiderlegbar; doch China wird aus Güte nicht zurückschlagen - aber Volk, Partei und Armee müssen sofort in Alarmbereitschaft, um China noch stärker zu machen.
    Jeder auch nur entfernt Abtrünnige ist ein Feind Chinas. Totale Kommunikationssperre und Reisebeschränkung wie in NK.
    Die Lager sind bereits erprobt dank der Uiguren und NK, ansonsten werden unsere treuen koreanischen Verbündeten sicher bei der Erziehung der Abtrünnigen behilflich sein.

    Naaaaa, was willste machen? Eben! Es ist ja nicht so, dass die auf Bundeswehrniveau wären. China baut einfach XY zum Feind auf, Erfahrung dazu hat es von NK.

  15. Andere Mentalität

    Autor: SJ 16.04.19 - 15:54

    In China, wie in vielen asiatischen Ländern, steht halt das "wir" noch viel mehr im Zentrum als das "ich".

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  16. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: SJ 16.04.19 - 15:57

    Und was ist daran schlecht, den Acker mit Ochsen zu pflügen?

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  17. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: davidcl0nel 16.04.19 - 16:07

    Wir können uns die Arroganz einfach nicht mehr leisten, die wir an den Tag legen.
    Die Asiaten (nicht nur China) haben uns in vielen Punkten in den letzten Jahren ein- und überholt.

    Wir bekommen hier so vieles nicht mehr gebacken, halten uns aber für ganz toll. Diesen Anspruch haben wir nicht mehr. Das muß bei uns endlich mal ankommen.
    Man soll natürlich nicht alles nachmachen, was da jetzt passiert, aber in gewissen Bereichen sich inspirieren lassen ist nie verkehrt. Nein, wir erfinden lieber was viel schlechteres neu, und sind auch noch stolz drauf? So eine IC-Card wie Suica für den ÖPNV zb. Die hier eingeführte fahrCard in Berlin ist lahmer Mist, das wäre in Japan so nie akzeptiert worden....

  18. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: Auric 16.04.19 - 16:27

    Zum Thema Uiguren hat sogar fefe eine Gegendarstellung verlinkt

    https://www.rubikon.news/artikel/der-sudeljournalismus

    Wenn man seine Informationen mit dem einen Auge sieht...

  19. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: a user 16.04.19 - 16:35

    Fun schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tehabe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > nicht mehr Süddeutsche, FAZ oder
    > > taz zu sehen, sondern RT, Epoch Times oder Tichys
    >
    > Statt die einseitigen hier dann also die einseitigen von der anderen Seite,
    > toll.
    >
    > > denn diese Medien wollen ja nicht informieren, sondern gezielt
    > beeinflussen
    >
    > Reden wir immer noch von SZ/FAZ/taz? Dann: ja, stimmt.
    Nein, von denen "sondern RT, Epoch Times oder Tichys". Und entweder du gehörst dazu oder dein Frust macht dich blind.

  20. Re: Irgendwie bedenklich, was in China passiert. Das wird uns alle noch betreffen.

    Autor: Flufflepuff 16.04.19 - 16:49

    Lol, wenn du wirklich glaubst, dass diese Zeitungen "unabhängig" sind und keiner Agenda folgen, dann ist dir auch nicht mehr zu helfen.

    Meine Filterblase gut
    Die andere Filterblase schlecht

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Hallesche Krankenversicherung a. G., Stuttgart
  2. Vössing Ingenieurgesellschaft mbH, Düsseldorf
  3. Stiftung Hospital zum heiligen Geist, Frankfurt am Main
  4. BSH Hausgeräte GmbH, Giengen

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 679€ (inkl. 60€-Rabatt + 60€-Gutschein - Release: 01.06.)
  2. 1.199€ (Bestpreis)
  3. (u. a. Apple MacBook Air M1 13,3 Zoll 8GB 256GB SSD 7-Core GPU für 999€, Apple AirPods Pro für...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme