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Kein Recht auf forcierten Kaufs eines Produkts

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  1. Kein Recht auf forcierten Kaufs eines Produkts

    Autor: Trockenobst 13.10.17 - 14:03

    Hat es nie gegeben, wird es nie geben. Google und Co. werden sich kostenlose Verträge holen, da es genügend Firmen gibt die diesen Service schätzen.

    Die ohne Verträge werden ausgelistet, spielen keine Rolle mehr. Nach 10 Jahren vor Gerichten bis zum EGH werden sie die Backpfeife bekommen, dass auch ein Defakto-Monpolist nicht gezwungen werden kann Ware forciert zu kaufen.

    Die Rechtsprechung in EU ist hier deutlich, und es gibt es auch keine juristische Strömung, die diese "neue Lehre" Sinnvoll begründen könnte.

    Dies ist eines der sinnlosesten, hässlichsten politischen Theaterprojekte seit Jahrzehnten. Man kann bei den Analysen des spanischen LSR nachlesen, dass einige Verlage 5% mehr Onlineabbos haben, aber von Google und Co. gibt es keinen einzigen Cent. Inzwischen dürften aber einige Wirtschaftsanwälte schon an der dritten oder vierten Villa am See bauen.

  2. Re: Kein Recht auf forcierten Kaufs eines Produkts

    Autor: bombinho 13.10.17 - 14:12

    Vorsicht, du vergisst, dass Abgaben auf Produkte zum etablierten Bestand zaehlen. Das waere nur eine weitere Wiederholung des Husarenstuecks zur Finanzierung von marktunabhaengigen Einkommen von Organisationen mit starker Lobby.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.10.17 14:13 durch bombinho.

  3. Re: Kein Recht auf forcierten Kaufs eines Produkts

    Autor: Menplant 13.10.17 - 14:28

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hat es nie gegeben, wird es nie geben. Google und Co. werden sich
    > kostenlose Verträge holen, da es genügend Firmen gibt die diesen Service
    > schätzen.
    >
    > Die ohne Verträge werden ausgelistet, spielen keine Rolle mehr. Nach 10
    > Jahren vor Gerichten bis zum EGH werden sie die Backpfeife bekommen, dass
    > auch ein Defakto-Monpolist nicht gezwungen werden kann Ware forciert zu
    > kaufen.
    erinnert mich irgendwie an die Binge On Diskussion zur Netzneutralität.

    Vielleicht bekommen wir ja auch eine pauschal Lösung und alle müssen zukünftig einen festen Betrag pro Link an die Gesellschaft für europäische Snippets und Verlinkungsrechte (GELA) zahlen.
    Der Gewinn daraus wird 50:50 an Mitglieder ausgezahlt und in die eigene Tasche gesteckt (Weil Verwaltungskosten)

  4. Re: Kein Recht auf forcierten Kaufs eines Produkts

    Autor: bombinho 13.10.17 - 14:36

    +1

    Sowas hatte ich auch im Sinn.

  5. Re: Kein Recht auf forcierten Kaufs eines Produkts

    Autor: divStar 13.10.17 - 16:14

    Das ganze unabhängig von Smartphone und Internetnutzung und im Prinzip kommt die GEMA dabei raus. Wahnsinn... D.h. auf Qualität und Inhalt kommt es nicht an. Ich meine: wenn ein Beitrag nicht lesenswert genug ist weil das Snippet alles verrät, sollte man über die Sinnhaftigkeit des journalistischen Beitrags reden bzw. akzeptieren, dass er wohl nicht lesenswert genug ist. Oder versucht man gerade deshalb für die paar Wörter zu kassieren? Also weil man selbst eben nur Müll produziert und die Überschrift eigentlich schon alles verrät? Wäre Axel-Springer zuzutrauen.

    Ich hoffe das LSR scheitert kläglich - genau so wie solche altbackenen Verlage, deren "Werke" wohl eh keiner braucht.

  6. Re: Kein Recht auf forcierten Kaufs eines Produkts

    Autor: Trockenobst 13.10.17 - 17:22

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hoffe das LSR scheitert kläglich - genau so wie solche altbackenen
    > Verlage, deren "Werke" wohl eh keiner braucht.

    Das LSR wird nicht nur scheitern, weil es juristischer Nonsens ist. Es wird deswegen scheitern, weil mit einer sehr unwahrscheinlichen "Abnahmeverpflichtung" die Menschen schnell lernen werden dass "der nächste Link" leider 30 Sekunden Werbung kostet damit er finanziert ist.

    Google und Co werden doch nicht die Kosten selbst tragen. Sie werden sie weiterreichen. Und dann wird man bei 90% des LSR Contents bald ein Portal finden, dass es eben nicht 30 Sekunden Werbung einblendet. Und die anderen verschwinden in der Bedeutungslosigkeit durch Verweigerung. Weil das kleine "Werbesymbol" am Link alle Ankotz und deswegen keiner Klicken wird.

    Außerdem: die großen Verlage in EU sollten hier aufpassen. Amazon Bezos hat sich die Washington Post gekrallt. Die Gründer der Plattformen könnten ohne Not einfach ein Netzwerk von neuen Redaktionen, ähnlich wie Huffingtonpost, aufbauen oder kaufen.

    Die pushen dann mit ihrer Werbemacht und modernen Denkweise die anderen in die Bedeutungslosigkeit. Es kann also dahin laufen, dass Google nichts an die kleineren Firmen zahlen muss, weil das eigene Angebot so gut ist, dass der größte Teil an sie selbst geht.

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