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Wen interessiert die Polizeigewerkschaft?

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  1. Wen interessiert die Polizeigewerkschaft?

    Autor: gschmitt 16.04.14 - 15:55

    Die können von mir aus fordern was Sie wollen! Warum wird dieser merkwürdigen Gewerkschaft in den Medien regelmäßig so ein Gehör verschafft? Was hat das mit der Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen zu tun, wenn es um die Gesetzgebung bezüglich von Bürgerrechten geht?

  2. Re: Wen interessiert die Polizeigewerkschaft?

    Autor: Schnarchnase 16.04.14 - 16:37

    Vor allem: Ich empfinde es als äußerst dreist und krank, wenn eine Behörde (oder Vereinigung von Mitarbeitern einer Behörde) Einschnitte in Grundrechte fordert, für dessen Schutz ebendiese Behörde eigentlich eintreten soll. Da Frage ich mich schon, ob die ihren Auftrag überhaupt verstanden haben.

  3. Re: Wen interessiert die Polizeigewerkschaft?

    Autor: HubertHans 16.04.14 - 17:15

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem: Ich empfinde es als äußerst dreist und krank, wenn eine Behörde
    > (oder Vereinigung von Mitarbeitern einer Behörde) Einschnitte in
    > Grundrechte fordert, für dessen Schutz ebendiese Behörde eigentlich
    > eintreten soll. Da Frage ich mich schon, ob die ihren Auftrag überhaupt
    > verstanden haben.

    Dann rate doch mal wofuer dieser Verein da ist und was sie sich so herausnehmen.

  4. Der Bürger will die Freiheit gar nicht

    Autor: Trockenobst 16.04.14 - 18:35

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem: Ich empfinde es als äußerst dreist und krank, wenn eine Behörde
    > (oder Vereinigung von Mitarbeitern einer Behörde) Einschnitte in
    > Grundrechte fordert, für dessen Schutz ebendiese Behörde eigentlich
    > eintreten soll. Da Frage ich mich schon, ob die ihren Auftrag überhaupt
    > verstanden haben.

    Das Problem ist ganz schnell gelöst: alle Untersuchungen die juristisch und polizeilich auf die Grenzen des Grundrechts Enden werden sofort eingestellt und als "unlösbar" klassifiziert. Sie fallen aus der Statistik der "bearbeiteten" Straffälle sofort heraus. Die Polizei darf Straftaten und Aktionen, die praktisch immer an so einer Sackgasse enden, auch gar nicht mehr annehmen. Wer also vom Russen gepisht wurde, **kann** dann gar keine Anzeige machen, weil Zwecklos.

    Da gibt es eben eine weite rechtsfreie Lücke durch Technik, der bessere Hacker/Kriminelle gewinnt, fertig. In dem Moment hört die Polizei damit auf hier ständig Stress zu machen, weil für diese Art von "kriminellen Schadens" sie nicht mehr zuständig ist.

    Ich sehe aber keine Partei, keinen Politiker der sie aus dieser Verantwortung entlässt. Die Leute die jetzt laut "Menschenrecht!" fordern, sind die ersten wenn 500¤ vom Konto fehlen und "auf die Pflicht der Polizei pochen dies jetzt bis nach Sonstwoistan zu verfolgen". Entweder - Oder. Wer die Freiheit will, soll sie auch aushalten.

    Wird irgendwer, wie in München, auf der Straße abgestochen, wird neben Funkfahndung, Auswertung aller Kameras auch am Ende aus purer Verzweiflung ein Massengentest durchgeführt. Das ist alles keine saubere "Ermittungsarbeit", daß ist stochern im Heuhaufen, weil alles andere versagt hat. Genau deswegen will man die Vorratsdatenspeicherung: ein viel größerer Heuhaufen, in dem man Gelegenheitsverbrecher findet.

    Der Topkriminelle lacht über so einen Unsinn. Der Idiot der ein Auto abfackelt und sein Handy aktiv lässt, lacht nicht mehr.

  5. Re: Der Bürger will die Freiheit gar nicht

    Autor: Schnarchnase 16.04.14 - 21:09

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Leute die jetzt laut "Menschenrecht!" fordern, sind die ersten wenn 500¤
    > vom Konto fehlen und "auf die Pflicht der Polizei pochen dies jetzt bis nach
    > Sonstwoistan zu verfolgen". Entweder - Oder.

    Und du glaubst die Vorratsdatenspeicherung ändert daran etwas? Wissen kannst du nicht, es wurde längst in anderen Ländern wie Norwegen bewiesen, dass die Vorratsdatenspeicherung nicht zu mehr Aufklärung führt. Sie ist schlicht wirkungslos und somit eine Einschränkung der Grundrechte ohne jeglichen Erfolg.

    > Wird irgendwer, wie in München, auf der Straße abgestochen, wird neben
    > Funkfahndung, Auswertung aller Kameras auch am Ende aus purer Verzweiflung
    > ein Massengentest durchgeführt. Das ist alles keine saubere
    > "Ermittungsarbeit", daß ist stochern im Heuhaufen, weil alles andere
    > versagt hat. Genau deswegen will man die Vorratsdatenspeicherung: ein viel
    > größerer Heuhaufen, in dem man Gelegenheitsverbrecher findet.

    So ein Schwachsinn, dein Messerstecher würde NIEMALS durch die Vorratsdatenspeicherung gefasst. Wie soll das gehen? Wie wärs mit Zeugen und Spurensicherung? So werden immer noch die meisten Verbrechen aufgeklärt.

    > Der Topkriminelle lacht über so einen Unsinn. Der Idiot der ein Auto
    > abfackelt und sein Handy aktiv lässt, lacht nicht mehr.

    Das Problem ist ja, dass man nicht mal die Idioten bekommt. Erstens ist es sehr unwahrscheinlich in den Daten mal einen Zufallstreffer zu landen (ich meine einen der auch wirklich irgendwelche Erkenntnisse bringt, denn die Verbindung zu irgendeiner Tat fehlt in der Regel) und zweitens ist höchstrichterlich untersagt worden Vorratsdaten für solche Lapalien zu verwenden.

    Am Ende läuft es immer auf die Unwirksamkeit der VDS heraus.

  6. Re: Der Bürger will die Freiheit gar nicht

    Autor: Trockenobst 16.04.14 - 22:08

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und du glaubst die Vorratsdatenspeicherung ändert daran etwas? Wissen
    > kannst du nicht, es wurde längst in anderen Ländern wie Norwegen bewiesen,
    > dass die Vorratsdatenspeicherung nicht zu mehr Aufklärung führt. Sie ist
    > schlicht wirkungslos und somit eine Einschränkung der Grundrechte ohne
    > jeglichen Erfolg.

    Norwegen ist nicht Deutschland. Norwegen hat weniger Sorgen, wie die USA etwa ein bis zwei Serienkiller im Monat haben. Andere Sitten, andere Probleme.

    Dem Op ging es um das ewige Fordern. Der Grund für das Fordern der Polizei, nicht unbedingt der Politik habe ich dargestellt.

    Sollte die VDS so wirkungslos sein, dann muss man die Polizei eben aus dieser Konsequenz auch frei stellen, wenn es an der Stelle nicht weiter geht. Aber das tut man nicht. Ich kenne keine Partei die das tun will oder dies diskutiert. Die "Strafverfolgung muss immer 100% sein". Somit muss die Polizei um 100% zu erreichen auch absurde Forderungen stellen. Das hört erst auf wenn man die 100% vom Tisch nimmt. Mit Papier, Siegel und Gesetzen, nicht durch Kreisdiskussion in Netzforen.

    > So ein Schwachsinn, dein Messerstecher würde NIEMALS durch die
    > Vorratsdatenspeicherung gefasst. Wie soll das gehen?

    http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article13730116/Verbrecherjagd-mit-250-000-stillen-SMS.html
    http://www.focus.de/panorama/vermischtes/auto-brandstiftungen-berliner-polizei-nimmt-serientaeter-fest_aid_677460.html

    Nochmal: das ist gar nicht der Punkt. Es ist egal ob der dumme Brandstifter sein Handy anhatte, es ist egal ob es funktioniert oder ob es legal ist.

    Der Punkt ist: sollten man nicht wollen das die Polizei dieses Instrument **nutzen** darf, dann muss man den Fall eben ad acta legen. Die ständige Behauptung das es "Nie" solche Fälle gibt darf eben nicht zu lasten der Polizei gehen. Wenn es nur 10 Fälle von 1 Million im Jahr sind, muss in der Akte stehen "Wegen Grundrechteschutz Aufklärung nicht möglich" Und dann kann die Polizei das aus der Statistik nehmen. Momentan darf sie das nicht. Also wird sie weiter wie eine gebrochene Schallplatte fordern, dass die praktischen Probleme bei ihnen auf den Tisch landen. Das würde jeder andere auch machen.

    > Am Ende läuft es immer auf die Unwirksamkeit der VDS heraus.

    Nur handelt man politisch und gesellschaftlich in letzter Konsequent daraus nicht neue Regeln für die Polizei ab. Wenn ich jemanden dafür bezahle und über Regelwerke dazu bringe einen Job zu machen, wird er das so lange "aggressiv perfekt" machen wollen bis ich ihm ein anderes Regelwerk auf dem Tisch lege. Genau darum ging es in dieser Diskussion.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.04.14 22:09 durch Trockenobst.

  7. Re: Der Bürger will die Freiheit gar nicht

    Autor: Schnarchnase 16.04.14 - 22:49

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Norwegen ist nicht Deutschland. Norwegen hat weniger Sorgen, wie die USA
    > etwa ein bis zwei Serienkiller im Monat haben. Andere Sitten, andere
    > Probleme.

    Naja, ganz schlechtes Beispiel. Es gab den Amoklauf in Norwegen, die VDS hat da nichts gebracht.

    > Nochmal: das ist gar nicht der Punkt. Es ist egal ob der dumme Brandstifter
    > sein Handy anhatte, es ist egal ob es funktioniert oder ob es legal ist.

    Wenn ich das richtig sehe gehts um Ortung, das hat mit VDS nichts zu tun.

    > Der Punkt ist: sollten man nicht wollen das die Polizei dieses Instrument
    > **nutzen** darf, dann muss man den Fall eben ad acta legen. Die ständige
    > Behauptung das es "Nie" solche Fälle gibt darf eben nicht zu lasten der
    > Polizei gehen. Wenn es nur 10 Fälle von 1 Million im Jahr sind, muss in der
    > Akte stehen "Wegen Grundrechteschutz Aufklärung nicht möglich" Und dann
    > kann die Polizei das aus der Statistik nehmen. Momentan darf sie das nicht.

    Richtig so, das soll sie auch nie dürfen. Zumal man das auch nie sicher sagen kann.

    Die Polizei hat doch kaum Aufklärungsdruck, ich wüsste nicht, dass die sich permanent verteidigen müssten.

    > Nur handelt man politisch und gesellschaftlich in letzter Konsequent daraus
    > nicht neue Regeln für die Polizei ab. Wenn ich jemanden dafür bezahle und
    > über Regelwerke dazu bringe einen Job zu machen, wird er das so lange
    > "aggressiv perfekt" machen wollen bis ich ihm ein anderes Regelwerk auf dem
    > Tisch lege. Genau darum ging es in dieser Diskussion.

    Die Polizei hat mehr Aufgaben als nur die Verbrechensaufklärung. Aggressivität ist durchaus ein Problem der Polizei, nur leider nicht immer bei der Pflichterfüllung. Ich finde es nach wie vor deplatziert, wenn die Polizei oder GdP Maßnahmen fordert die von mehreren Gerichten scharf kritisiert wurden und höchstwahrscheinlich gegen Grundrechte verstößt. Das kann man sich als Behörde für Recht und Ordnung nicht erlauben.

  8. Re: Der Bürger will die Freiheit gar nicht

    Autor: fesfrank 17.04.14 - 00:35

    speicher müssen die provider .... die "polizei" fordert dann die daten an, geben die "ausversehen"dem bnd, ...... der tauscht die dann mit dem nsa ... z.b.s ... schlüpfer ... die findet dann die merkel .... freut sich .... ist dann entrüstet das die verwanzt sind .... beklagt sich beim verfassungsschutz, der ihr dann erklärt .... frau bundesteil .... ihr "hintern" ist zu gross für die schlüppers .... was die aber schon lange wussten .... ;-)

  9. Re: Die Medien/Journalisten tragen eine Hauptverantwortung ...

    Autor: Kasabian 18.04.14 - 13:55

    ... daran, wenn Bürger ihre bürgerliche Freiheit/Unbefangenheit aufgeben.
    Dies zeigen die Meldungen aus aller Welt.

    Dummerweise interessiert diese viel weniger wobei die meisten Menschen ums Leben kommen - Straßenverkehr. Und wenn diese dann doch einmal mit Zahlen kommen, dann so dass naive Bürger sich fragen ob diese überhaupt noch vor die Tür sollten.

    Wir leben in so einer kranken, vollkommen übertriebenen Welt, in der ein Extem das nächste in den Schatten stellt. Die Bilder, als Informationsquelle, führen uns dies täglich vor die Augen. Und genau dies nehmen die meistne Menschen einfach so auf und basteln sich daraufhin ihr Meinung.

    Ichh glaube nicht das die Bürger ihre Freiheit freiwillig aufgeben, sondern sie werden von den Medien - welche sich selbst gern als Gegner einer Überwachung darstellen - dahingehend getrieben. Dies mit maßlosen Übertreibungen oder komplett falschen Darstellungen.

    Die Politiker fressen die natürlich immer gerne, weil diese dann daraus auch noch profitieren und von den Medien meist ein positives Echo erhalten.

    Man muss sich schon fragen was gefährlicher ist für eine freie bürgerliche Gesellschaft: die Politiker oder die Medien/der Journalismus?

    Persönlich vergleiche ich gerade diesen TV-Journalismus mittlerweile schon mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Es stellt sich für jene nur die Frage wer von beiden noch überwiegt.

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