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Is das jetzt eigentlich Vorteil oder Nachteil mit der passiven Dose bei FTTH ?

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  1. Is das jetzt eigentlich Vorteil oder Nachteil mit der passiven Dose bei FTTH ?

    Autor: senf.dazu 09.05.21 - 16:41

    Vorteile gibt's doch eigentlich erstmal für die Anbieter von Endgeräten wie AVM die ihre Boxen sonst nicht verkauft kriegen. Aber für die ist Klagen ein zweischneidiges Schwert wenn sie von den Providern Großaufträge erhoffen.

    Oder in dem Fall das es mehrere konkurrierende Provider gibt die entweder jeder ihre eigene Glasfaser ins Haus führen oder aber verschiedene Dienste auf der gleichen Glasfaser anbieten. Wobei letzteres eher selten geht - wenn z.B. die Netze mit GPON und festverdrahteten Splittern im Feld verlegt sind bietet sich fast nur noch Bitstromteilung an - und ein Auswechseln der Terminierung ist eher nur selten und bei Tarifwechsel (Wenn dann mal 2G.. kommt) erforderlich. Aber selbst bei Anbietern wie Deutsche Glasfaser die sogar damit werben eine P2P Glasfaser zwischen Haushalt und POP zu verlegen - um später open-access zu ermöglichen - blockieren so etwas im Augenblick durch ihre Zwangsterminierung, meinen's also offensichtlich nicht so ernst mit open-access. Zumindest wird dem Konkurrenten das Leben erstmal ein wenig schwer gemacht. Entweder kann der auch nur bis zu 1G anbieten oder er muß kotentreibend raus zum Haus und selber schrauben statt einfach nur Modems (oder SFP Module) zu verteilen.

    Aber im Normalzustand gibt's ja schon mit dem Innenausbau von FTTH oft genug Probleme wenn sich niemand dafür zuständig fühlt (weder Provider noch Vermieter). Dann kommen nach der Zwischenlösung DSL dann die hausinternen Zwischenlösngen sprich Cu-DSLle die dann nur anders heißen DocsisOverGlas oder G.RelativFast.

    Diese hausinternen Verlegeprobleme werden aber faktisch gelöst wenn den Provider (oder einer seiner Kooperationspartner) das z.B. im Zuge des FTTH Erstanschlusses mit übernimmt. Im Haus die Glasfaser bis in die Wohnung zieht und dort in jede Wohnung seinen persönlichen Lieblingsnetzwerkterminator an die Wand schraubt. Hat dann nur bei mehreren Glasfaserprovidern den Nachteil das das dann doppelt gemacht würde - mit zwei Kistchen in jeder Wohnung und mehr Glasfaser im Treppenhaus.

    Aber für Mieter und Eigentümer hat dieses System den Vorteil das sie sich um nix kümmern müssen, weder um den Erstausbau (oder dessen Kosten), noch um den Service im Fall von Problemen. Für die jeweiligen Leitungen hat und behält halt der Provider der sie gelegt hat die (Service)Hoheit ..

    Bleibt auf Dauer eigentlich nur der Nachteil das das Ganze kostentreibend für alle ist. Einerseits durch Doppelverlegerei, andererseits durch mangelnden Wettbewerb und Behinderung des technischen Fortschritts.



    12 mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.21 17:01 durch senf.dazu.

  2. Re: Is das jetzt eigentlich Vorteil oder Nachteil mit der passiven Dose bei FTTH ?

    Autor: Gormenghast 09.05.21 - 20:46

    Für den Kunden hat die pure Glasfaser an der Dose nur Vorteile:
    keine schäbige Modemdose an der Wand.
    Bei uns bspw. hätte die Drecksdose dafür gesorgt, dass das Sidebord ein paar cm von der Wand abstehen müsste.
    Mit passivem Abschluss genügte ein kleines Loch in der Rückwand um den Glasanschluss zu verlängern. Mit OTN hätten wir eine fette Aussparung in die Rückwand säbeln müssen.

  3. Re: Is das jetzt eigentlich Vorteil oder Nachteil mit der passiven Dose bei FTTH ?

    Autor: senf.dazu 10.05.21 - 08:40

    Verrät's du uns welcher Provider einen damit beglückt ? Und mit welchem Router/Modem der zusammenspielt ?

  4. Re: Is das jetzt eigentlich Vorteil oder Nachteil mit der passiven Dose bei FTTH ?

    Autor: chefin 10.05.21 - 16:28

    Gormenghast schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für den Kunden hat die pure Glasfaser an der Dose nur Vorteile:
    > keine schäbige Modemdose an der Wand.
    > Bei uns bspw. hätte die Drecksdose dafür gesorgt, dass das Sidebord ein
    > paar cm von der Wand abstehen müsste.
    > Mit passivem Abschluss genügte ein kleines Loch in der Rückwand um den
    > Glasanschluss zu verlängern. Mit OTN hätten wir eine fette Aussparung in
    > die Rückwand säbeln müssen.

    Und es war nicht möglich, dem Provider zu erklären, er möge das verlängern? Das wage ich mal zu bezweifeln. Aber natürlich kann es passieren, das man bei Kunden, die entsprechend aggressiv auftreten, statt höflich zu bitten, seinen Ermessensspielraum zugunsten des schneller fertig werdens nicht ausschöpft. Keiner mag länger als Nötig bei irgendeinem Nörgler sein.

    Ich habe jedenfalls die beste Erfahrung gemacht, eine Tasse Kaffee anzubieten, kostet mich keine 25ct und bringt mir nahezu alle Vergünstigungen die ein Techniker bieten kann min seinem Ermessensspielraum.

    Was aber eigentlich bei Glasfaser völlig übersehen wird: von welcher Providerwahl redenw wir den? Soweit ich weis, sind Glasfaser nicht freizügig, also weder muss ein Provider einen Dritten ranlassen, noch werden mögliche Reseller mit staatlichen Preisdumping beglückt. Folglich kann ein Wechsel kaum was bringen oder ist schlicht unmöglich.

  5. Re: Is das jetzt eigentlich Vorteil oder Nachteil mit der passiven Dose bei FTTH ?

    Autor: senf.dazu 10.05.21 - 19:18

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gormenghast schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Für den Kunden hat die pure Glasfaser an der Dose nur Vorteile:
    > > keine schäbige Modemdose an der Wand.
    > > Bei uns bspw. hätte die Drecksdose dafür gesorgt, dass das Sidebord ein
    > > paar cm von der Wand abstehen müsste.
    > > Mit passivem Abschluss genügte ein kleines Loch in der Rückwand um den
    > > Glasanschluss zu verlängern. Mit OTN hätten wir eine fette Aussparung in
    > > die Rückwand säbeln müssen.
    >
    > Und es war nicht möglich, dem Provider zu erklären, er möge das verlängern?
    > Das wage ich mal zu bezweifeln. Aber natürlich kann es passieren, das man
    > bei Kunden, die entsprechend aggressiv auftreten, statt höflich zu bitten,
    > seinen Ermessensspielraum zugunsten des schneller fertig werdens nicht
    > ausschöpft. Keiner mag länger als Nötig bei irgendeinem Nörgler sein.
    >
    > Ich habe jedenfalls die beste Erfahrung gemacht, eine Tasse Kaffee
    > anzubieten, kostet mich keine 25ct und bringt mir nahezu alle
    > Vergünstigungen die ein Techniker bieten kann min seinem
    > Ermessensspielraum.
    >
    > Was aber eigentlich bei Glasfaser völlig übersehen wird: von welcher
    > Providerwahl redenw wir den? Soweit ich weis, sind Glasfaser nicht
    > freizügig, also weder muss ein Provider einen Dritten ranlassen, noch
    > werden mögliche Reseller mit staatlichen Preisdumping beglückt. Folglich
    > kann ein Wechsel kaum was bringen oder ist schlicht unmöglich.

    Bei geförderten Projekten ist open-access in irgendeiner Form wohl Pflicht. DG macht Werbung damit das ihr Netz per se open-access erlaubt, sogar das sie eigentlich gar nicht selbst am Providergeschäft interessiert seien sondern sich lieber nur auf's Glasfasernetz erstellen fokussieren wollen. Bislang sieht das aber bei denen meist so aus das sie für - einen - anderen Provider ausbauen der das Netz dann betreibt. Außer mit M-Net - im Umland von München, da baut jetzt DG aus und es sollen DG und M-Net als Provider mit jeweils eigener Technik die Kunden beglücken. Ich schätze mal das es bei der Kooperation von Glasfaser Nordwest (Telekom und EWE halbe halbe) ähnlich aussieht - da war eine der Auflagen der Bundesnetzagentur für diese Kooperation das die auch Dritte ranlassen. Aber ob das jetzt wieder festverspleistes GPON bedeuted wie bei der Telekom bislang üblich und deswegen wohl nur Bitstrom für Dritte weiß ich nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.05.21 19:20 durch senf.dazu.

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