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Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: nobs 24.04.19 - 14:45

    Oha... hatte mal wieder interessanten Lesefluss... die Info aus der Einleitung dann im Fließtext einfach als redundant übersprungen... Ich bin so unaufmerksam *schäm*

    Da stellt sich dann wirklich die Frage: Wäre das mit Wix nicht billiger gegangen? ;-)

    https://twitter.com/PiratNobs

  2. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: SoWhy 24.04.19 - 14:45

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Urbautz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 5 Mio würde ich verstehen. Aber 32? Bei der größe von Hertz kriegen die
    > > dafür ein komplettes ERP-System.
    >
    > Ein komplettes ERP-System für so einen Konzern für 5 Mio? Wo muss ich mich
    > dafür melden? Hätte Interesse.

    Urbautz schrieb, dass Hertz für 32 Mio ein ERP-System bekommen hätte, nicht 5 Mio ;-)

  3. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: piedie 24.04.19 - 15:01

    nobs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oha... hatte mal wieder interessanten Lesefluss... die Info aus der
    > Einleitung dann im Fließtext einfach als redundant übersprungen... Ich bin
    > so unaufmerksam *schäm*
    >
    > Da stellt sich dann wirklich die Frage: Wäre das mit Wix nicht billiger
    > gegangen? ;-)

    Ich hatte es in der Einleitung auch so verstanden ;)

  4. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: berritorre 24.04.19 - 15:04

    Ja, die Einleitung suggeriert, dass die 32 Millionen alles beinhaltet (Preis der WEbsite/App + Schadensersatz), weiter unten im Text wird dann aber klar, dass auf die 32 Millionen noch der Schadensersatz drauf kommt. Da sollte Golem doch mal nachbessern.

  5. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: hyperlord 24.04.19 - 15:10

    Spontan würde ich zustimmen, allerdings ist das von außen kaum wirklich zu beurteilen, was da genau gewollt wurde. Das geht bei einfachen Anforderungen an die Webseite los (I18N, CMS, Skalierbarkeit, Einbindung von Zahlungssystemen usw.) aber wird mit Sicherheit auch die Anbindung an vorhandene Backend-Infrastruktur beinhalten. Dazu kommen dann noch rechtliche Anforderungen, die auch noch regional abweichen können - in Europa hat man z.B. durch die DSGVO sicherlich andere Anforderungen an die Speicherung/Verarbeitung der persönlichen Daten. Das soll natürlich auch alles sauber dokumentiert werden usw. Und es ist nicht klar, was alles schon vorhanden war und was nicht - oft geht mit einer neuen Webseite auch die Erstellung eines neuen Corporate Designs einher. Allein das würde sicherlich mehrere Runden hin- und hergehen zwischen Kunde und Designabteilung, bevor da überhaupt was codiert wird.
    Am Ende sind 32 Millionen immer noch eine ganz schöne Stange Geld, aber solange nicht klar ist, was genau eigentlich im Pflichtenheft stand, kann man nicht seriös einschätzen, ob das völlig übertrieben oder nur leicht überteuert war ;-)

  6. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: WasntMe 24.04.19 - 15:42

    Übrigens, in der verlinkten Klageschrift wird deutlicher, was Hertz wollte. https://regmedia.co.uk/2019/04/23/hertz-accenture-website.pdf

    Das liest sich nach einem Kunden, der dem Lieferanten bis in die letzte Code-Zeile vorschreiben will, was er wie tun soll. Und einem Lieferanten, der viel verspricht, viel einstreicht und wenig liefert. Plus ein paar Leuten im Projektmanagement, die sich nicht ab können. Bei sowas kann man nur froh sein, wenn man nicht dabei war...

  7. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: Apfelbaum 24.04.19 - 15:53

    So sind die Menschen, überall muss man mitreden und seine Meinung vehement (teils aggressiv) vertreten, obwohl man in Wahrheit nicht nur den Hauch eines Schimmers hat. Aber wenn's Spaß macht.

  8. *Webanwendung

    Autor: janoP 24.04.19 - 16:56

    Das ist eine Webanwendung, mit Backend-System, verschiedenen Clients (Webapp, mobile App), komplexem Datenmodell, vermutlich auch Anbindung an ein vorhandenes Backend-System, und tonnenweise Feature-Anforderungen; allein die im Artikel genannten lassen 32 Millionen nicht gerade hoch erscheinen. Hinzu kommen noch für die bei der Großprojekt-Kommunikation typischen Fehlentwicklungen und verworfenen Feature-Umsetzungen.

  9. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: gaym0r 24.04.19 - 17:06

    WasntMe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Übrigens, in der verlinkten Klageschrift wird deutlicher, was Hertz wollte.
    > regmedia.co.uk
    >
    > Das liest sich nach einem Kunden, der dem Lieferanten bis in die letzte
    > Code-Zeile vorschreiben will, was er wie tun soll.

    Das liest sich so als würdest du das verurteilen.

  10. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: Pecos 24.04.19 - 18:25

    Benj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (Und wann kommt hier der erste, der es für 1.500¤ gemacht hätte?)

    Also eine Webseite, die nicht funktioniert, die unsicher ist und die der Kunde am Ende nicht nutzen will, baue ich gerne für 10¤ ;)

  11. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: berritorre 24.04.19 - 19:43

    > oft geht mit einer neuen Webseite auch die Erstellung eines neuen Corporate Designs einher.

    Da ist man dann mit Accenture aber wohl wirklich fehl am Platz, oder????

  12. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: theSens 24.04.19 - 20:17

    Bitte was? Wir können 3,5 Mitarbeiter und Agentur Outsourcing ne Million im Jahr verschlingen

  13. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: Michael H. 24.04.19 - 20:30

    Snooozel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ja ist für den globalen Einsatz und mit Zahlungssystem .... Aber 32
    > > Millionen? Ist das nicht etwas "hoch" angesetzt?
    >
    > Etwas. Man könnte auch sagen dass Hertz hier ordentlich über den Tisch
    > gezogen wurde.

    Ich glaube hier überlesen so einige das bei der Summe von 32 Mille auch der Schadensersatz mit bei is. Lass mal bei einem Unternehmen dieser größe einen Tag lang irgendwas ausfallen. Selbst 20 Mitarbeiterunternehmen machen ein paar 100.000 Verlust pro Tag Ausfall. Lass jetzt mal die App hunderttausende Fehlbuchungen machen, wo im Endeffekt auch die Kunden abwandern und hunderte Mitarbeiter das irgendwie koordinieren müssen, das zu korrigieren. Da gehen tausendfach Zugeständnisse ein, die man den Kunden macht, damit sie weiterhin Kunde bleiben etc... wie z.B. ja 50% Rabatt oder sonst was als Ausgleich. Bei einigen 10.000 Kunden wären alleine schon 100¤ Verlust pro Kunde = ein paar Millionen Verlust auf der Stelle. Plus die Kosten den Schweinestall wieder aufzuräumen. Wenn das Unternehmen ein paar Tage stillsteht, weil nichts über die Seite reinkommt, wirds gleich noch kritischer. Da können so einige Firmen teils gleich dicht machen.

  14. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: Nutzer-name 25.04.19 - 00:03

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich glaube hier überlesen so einige das bei der Summe von 32 Mille auch der
    > Schadensersatz mit bei is.

    Ich wundere mich immer wieder, wie viele unter einer offensichtlichen Leseschwäche leiden.

    ------------------------------------
    Das Unternehmen fordert die 32 Millionen US-Dollar zurück, die für das Redesign und das Erstellen einer mobilen Applikation verlangt wurden, und zusätzlich weiteres Geld als Entschädigung.
    -------------------------------

    Die 32 Mille ist das, was Hertz bereits bezahlt hat und nun zurück haben will. Der Schadenersatz kommt on Top.

    Was grundsätzlich die Summe betrifft.
    Ich mag ja vielleicht auch unter Leseschwäche leiden, ich lese jedoch weder aus dem Artikel heraus, noch aus der verlinkten Klageschrift, dass ein ERP-System, oder Ähnliches entwickelt werden mussten.

    In der gesamten Klageschrift geht es in großen Teilen um das Front-End. Ich meine bereits bei der Aussage, dass das initial entwickelte Front-End verworfen werden musste und Accenture für die erneute Entwicklung 10 Mille haben wollte, müsste man schon stutzig werden. Da wird wohl kein Design neu erstellt, sondern nur Entwicklung, PM und Testing.
    Klar, Hertz wird keine besonders kleine Website haben, allerdings auch Nichts wo es ganz unüberschaubar wäre. Und wer sich tatsächlich mit der Webentwicklung beschäftigt hat, der wird auch wissen, dass selbst bei der größten Website gewisse Bausteine (Module) immer wieder wiederholen. Vorausgesetzt man geht halbwegs intelligent an die Aufgabe ran...

    Und nun rechnen wir mal die veranschlagten 10 Mille mal runter...

    Sagen wir mal 50% davon gehen für PM drauf (Was höchst ineffizient wäre!), dann verbleiben immer noch 5.000.000 USD für die eigentliche Entwicklung.

    Nehmen wir mal an, es handelt sich um sehr gut bezahlte Entwickler (oder eher hoch in Rechnung gestellte) mit einem Stundensatz von 200 USD. Das ergibt 25.000 Stunden, bzw. 3.125 Manntage. Nach der sehr bekannten Regel mit "neuen Frauen und einem Kind" kann man die Mannschaft nicht beliebig hoch-skalieren und dabei effizient bleiben. Nehmen wir mal an, es sind 10 Entwickler, welche Vollzeit nur an dem Front-End beteiligt sind und sich um nichts anderes kümmern.
    Dann sind es immer noch 312 Arbeitstage, also knapp anderthalb Jahre auf dem Kalender, in der 10 Entwickler sich nur mit dem Front-End beschäftigen.

    Und nun stellt sich die Frage... was macht man in der Zeit? Was für ein Umfang soll das Front-End haben um so viel Zeit in Anspruch zu nehmen?

    Rechnet man das ganze mit realistischeren Werten, sagen wir mal 5% fürs PM und 100-150 USD/h für die Entwickler, dann kommen noch deutlich abstrusere Werte für den Aufwand in der Entwicklung raus.

    PS: Klar, baut man das Front-End vollständig um, ist es nicht ausgeschlossen, dass man auch im Back-End die eine, oder andere Anpassung vornehmen muss. Wenn man jedoch nicht auch hier total Mist gebaut hat, dann müsste sich der Aufwand in Grenzen halten.

  15. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: Potrimpo 25.04.19 - 12:15

    Und Mille sind Tausend.

  16. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: Potrimpo 25.04.19 - 12:16

    31,25 Mio hätte ich verstanden, aber 32 Mio?

  17. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: gott_vom_see 25.04.19 - 15:36

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das liest sich nach einem Kunden, der dem Lieferanten bis in die letzte
    > > Code-Zeile vorschreiben will, was er wie tun soll.
    >
    > Das liest sich so als würdest du das verurteilen.

    Wer jede Zeile vorgibt, kann sie auch selbst schreiben ;-)
    Wenn man nur Lemminge braucht, sind die Summen noch absurder.

  18. Re: Ohne es besser zu wissen: 32 Millionen für eine Website um Autos zu mieten?

    Autor: Clown 26.04.19 - 14:27

    WasntMe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Übrigens, in der verlinkten Klageschrift wird deutlicher, was Hertz wollte.
    > regmedia.co.uk

    Danke für den Link!

    > Das liest sich nach einem Kunden, der dem Lieferanten bis in die letzte
    > Code-Zeile vorschreiben will, was er wie tun soll.

    Das habe ich so nicht heraus gelesen. Klar wollte Hertz, dass das neue FrontEnd in die bestehende Software passt. Aber das ist wirklich nichts ungewöhnliches. Ansonsten hatte Accenture meines Verständnisses nach sehr viele Feiheiten: "Accenture served as the product owner,and Accenture, not Hertz, decided whether the design met Hertz’s requirements."

    > Und einem Lieferanten,
    > der viel verspricht, viel einstreicht und wenig liefert.

    Allerdings!

    > Plus ein paar Leuten im Projektmanagement, die sich nicht ab können.

    Worauf beziehst Du Dich dabei?

    > Bei sowas kann man
    > nur froh sein, wenn man nicht dabei war...

    Absolut! Da werden noch ein paar Köpfe rollen!

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  19. Re: *Webanwendung

    Autor: Clown 26.04.19 - 14:59

    So wie ich das aus der Klageschrift herausgelesen habe, war das Backend vollständig vorhanden und "lediglich" anzubinden. Das FrontEnd in Websites- und Apps-Form sowie ein "Integration-Layer" zwischen Front- und BackEnd waren Teil des Vertrags.
    Dazu kommen diverse Administrationsoberflächen, sowie weitgehende Customization-Möglichkeiten für Brandings, Themeing und i18n.
    Laut Klageschrift wurde Angular2 verwendet. Auch wenn das nicht das Neueste ist, so sind diese Themen mit Angular2+ generell ganz gut umzusetzen.

    Das Ganze richtig gemacht ist sicherlich nicht trivial.
    Wenn ich aber an die Komplexität unserer Softwares denke, dann ist das ein Vielfaches des von Accenture geforderten Umfangs. Und wir haben nur einen Bruchteil des von Accenture geforderten Preises als Jahresumsatz über die gesamte Produktpalette.

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