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Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

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  1. Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: Lemo 17.05.21 - 02:52

    Ein Beispiel, der oft verwendete Negativfall des Tatorts:

    "Wieso soll ich Unterhaltung finanzieren"
    "Wer es schauen will soll zahlen"

    Nun, der Tatort wird von den Sendeanstalten der ARD im Wechsel produziert. Der Tatort ist also eine öffentlich finanzierte Filmserie.
    Aber er ist nicht nur das, er ist damit auch eine anerkannte Kunstform. In diesem Fall produziert der Öffentliche Rundfunk die Kunst selbst, wird also auch selbst dafür "bezahlt".

    Wer jetzt lautstark die Abschaffung fordert, fordert damit gleichzeitig die Abschaffung öffentlich finanzierter Kunst.
    Wieso aber sollte der ÖR plötzlich nicht mehr dürfen, was andere Filmproduzenten WEITERHIN dürfen (nämlich 80-90% ihres Films mit Filmförderung finanzieren lassen), die dann ihren Film aber ZUSÄTZLICH vermarkten können, zB an der Kinokasse oder in Zweit- und Drittverwertung für TV oder OnDemand?
    Wieso genau sollte jetzt der ÖR hier plötzlich nicht mehr diese Kunstform produzieren dürfen, wo sich doch alle einig sind, dass Kunst und Kultur öffentlich gefördert und auch gezeigt werden muss?
    Man könnte jetzt zwar argumentieren der ÖR hat es deutlich leichter als andere Kunstschaffende, weil das Geld so oder so kommt, egal ob der Tatort produziert wird oder nicht, aber die Zweitverwertung fällt in der Regel weg (DVD-Boxen lasse ich außen vor), insofern hebt sich der Vorteil hier auch wieder auf. Vom fehlenden Product Placement und Werbedeals mal ganz abgesehen, die machen bei anderen Filmen auch nen guten Anteil aus.

    Nun gibt es sicher Leute, die sagen, wieso sollte denn dann gerade dieses Ergebnis der Kunst finanziert werden (die Tatort-Reihe) und nicht irgendein anderes Werk, mit einem anderen Titel, anderen Inhalten, wäre doch viel fairer bzw. nur dann vertretbar.
    Und schon landen wir wieder bei der Programmvielfalt der ÖR. Ich darf eben nicht nur eine Kunstform fördern, ich muss viele Kunstformen fördern - wenn wir jetzt mal nur bei der Kunst bleiben. Oder ich fördere gar keine Kunst, dann kann sich Kunst aber nicht mehr ohne starken Kostendruck entfalten, sondern muss sich rein nach den Regeln des Markts richten. Dazu empfehle ich einen Exkurs zur aktuellen deutschen Filmlandschaft, was so aus Deutschland in der Regel in die Kinos kommt und wieso das alles ziemlich gleich und quarkig ist.
    Weil Kunst egal ist, aber der Markt wichtig.
    Deswegen sollte man um Kunst und Kultur wirklich zu fördern, einen Raum schaffen, in dem die Finanzierung steht, aber nicht vom Markt abhängt.
    Und weil das am Ende der ganzen Gesellschaft zugute kommt, wird es über den Rundfunkbeitrag finanziert, damit jeder einen kleinen Teil finanziert, der dann am Ende für jeden irgendwas bietet. Fair, ausgewogen und frei von Marktdruck.

    Unterhaltung kann also Kunst sein, aber Unterhaltung soll weg, aber was genau ist Unterhaltung und was eher eine Kunstform?
    Satire? Kunst
    Filme? Kunst
    Zoo-Serien? Eher keine Kunst
    Und welchen Kostenanteil haben Zoo-Serien?
    Da ist der Strom teurer, mit dem ich diese Zeichen geschrieben habe, überspitzt formuliert.
    Viel Spaß dabei 10ct Rundfunkbeitrag im Quartal zu sparen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.05.21 02:59 durch Lemo.

  2. Viele wollen...

    Autor: demon driver 17.05.21 - 08:52

    ..., dass der ÖRR ihre Privatwünsche erfüllt, und wenn er's nicht tut, dann darf er ruhig abgeschafft werden. Der Kunstaspekt interessiert da niemanden, und da interessiert auch niemanden, dass einer der Aufträge des ÖRR ist, die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen und Minderheiten mit Spezialprogrammen zu bedienen. ÖRR ist nicht nur eine Frage der Kultur, der Vielfalt, die er nicht, wie FDP und AfD hetzen, gefährdet, sondern in einer Weise befördert, wie es die Privaten niemals können, und der Unabhängigkeit der Berichterstattung und Kommentierung, sondern auch eine Frage der Solidarität.

  3. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: muhzilla 17.05.21 - 08:59

    Ah, Lemo wieder, unser GEZ-Angestellter, der nicht müde wird die Geldmaschine weiter zu verteidigen.

    Diesmal über die Tränendrüse, aber, aber die gute KUNST! Wenn man einfach jede seichte Unterhaltung zur Kunst erklärt, wird es natürlich schön einfach mit der Argumentation. Zu den in vergangengen Diskussionen vorgetragenen Argumenten bezüglich doppelter und dreifacher Berichterstattung, Moderatorengehälter und Sportlizenzen hast du bist heute nichts gesagt. Vielleicht fängst du mal damit an, bevor du hier den Schweigertatort mit ttt gleichsetzt ;)

  4. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: KnutRider 17.05.21 - 09:05

    Laut Statistik hören 43% der Menschen in Deutschland gerne Rock und Pop. Warum gibt es dann gefühlt 99% Volksmusik auf den Hauptsendern im Fernsehen?

    Wieso gibt es hunderte Radiosender, welche im Grunde immer nur die selbe Playlist abspielen und ein paar Radiomoderatoren, welche Blödsinn erzählen, dann noch ein paar Klassik Sender, aber zB kaum (Punk-)Rocksender? Oder Radiokanäle mit Dubstep, Drum'n'Bass, Techno?

    Es herrscht ein massives Ungleichgewicht beim ÖR auf den Hauptkanälen.

  5. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: ufo70 17.05.21 - 10:17

    Seit 2004 gibt es eine Diskussion deutscher Musiker, die eine Quote für deutsche Musik nach französischem Vorbild fordern. Es geht schließlich um Geld.
    Da seit einigen Jahren alle ÖR-Sender massenhaft Schlager senden vermute ich, man hat sich irgendwie geeinigt.

    Das geht so weit, dass Schlagersänger z.B. in ÖR-Quizsendungen eingeladen werden, nur um zwischendrin ihr neues Album mit Einspieler bewerben zu dürfen. Keine Ahnung, wie so etwas mit den Regeln der Schleichwerbung vereinbar sein kann...

  6. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: psyemi 17.05.21 - 10:23

    Glaube der Großteil der anderen Musikrichtungen passen auch nicht wirklich zu diesem Show Format der Schlager/Volksmusik...

  7. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: ufo70 17.05.21 - 10:28

    Mag sein. Mir geht es aber darum, dass Quiz- oder Talksendungen als Vehikel für Schleichwerbung von Musik, Tourneen oder Büchern dienen.

  8. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: Trockenobst 17.05.21 - 10:33

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unterhaltung kann also Kunst sein, aber Unterhaltung soll weg, aber was
    > genau ist Unterhaltung und was eher eine Kunstform?

    Genau hier ist das Problem.
    Die giftige, korrupte Schnittstelle zwischen Staat und Kulturschaffenden.
    Bei den Sendern sind zu viele Menschen mit Parteibuch die mitmischen und Kontrolle ausüben.
    Böhmermann hat in seiner letzten Sendung was über die Filmförderung gesagt, wo in einem Fall eine Frau alleine über Millionen entscheidet was für einen Massengemschack-Schund wir seit 10 Jahren im Kino sehen "dürfen".

    Deswegen wäre der erste Schritt, die gesamte Kulturfinanzierung auf neue Füsse zu stellen.
    Warum Tatort am Sonntag? Warum nicht einen anderen Krimi? Warum diese belanglose Berieselung um 22 Uhr am Montag im ZDF? Oder SWR?

    Ich verstehe Lokalnachrichten, aber das ist eine Sendung pro Tag. Warum braucht man sieben Wirtschaftsredaktionen, die dann alle im selben Thema Baggern und nur einmal alle vier Wochen 1h Stunde zu füllen haben? Ich bin mir sicher, da gibt es Leute mit Master Abschluss in anderen Wirtschaftssektoren, die deren Gehälter für lockere Informationsvermittlung nicht bekommen.

    Die Sender gehören reformiert. Wenn ich mir Pay-per-View Kinderprogramm anschaue (also ohne Werbung!) und manchmal den wild eingekauften Schund der am Samstag um 8 versendet wird, dann ist das dringend Notwendig. Das System hat seinen Blick für den Auftrag verloren und begünstigt nur eine kleine Gruppe von Menschen.

  9. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: Its_Me 17.05.21 - 11:27

    Das Problem ist doch eher nicht der Tatort sondern die Frage ob es unbedingt 21 ÖR TV-Sender und 74 ÖR Radiosender geben muss.
    Also ich glaube, das würde auch mit deutlich weniger gehen.

  10. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: blackbirdone 17.05.21 - 11:39

    Es soll das weg was fast 9 Milliarden kostet.
    Es geht nicht darum das es Tartort gibt, es geht darum das das Geld verpulvert wird für kram den niemand guckt.

    Für Tatort könnte ich noch sagen ist das Geld gut angelegt für Zoo Serien aka Tiere auch.

    Aber die werden keine 9 Milliarden kosten.
    Und es geht auch nicht um das Geld per se.

    Mir geht es darum das gesagt wird, die 9 Millarden REICHEN NICHT sie wollen MEHR.

    Und dazu kommt ja das es noch zusätzlich! Werbung gibt....

    RTL und ProSieben erwirtschaften ein klein wenig mehr ca 10 Millarden und die Stemmen ein Großteil aller Sender und Lizenzen.

    Das heißt unser ÖRR verpulvert mehr Geld als die größten Medienhäuser zusammen.
    Dafür gibt es wenige Formate die man nicht am Markt.
    Für die Kunst die du forderst reichen sicher auch 2 bis 3 Millarden. Damit wäre es immer novh der teuerste ÖRR der Welt.

    Das Durchschnittsalter im ÖRR ist 62. 62!
    Das erklärt eigentlich alles.

  11. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: Michael H. 17.05.21 - 11:52

    ufo70 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seit 2004 gibt es eine Diskussion deutscher Musiker, die eine Quote für
    > deutsche Musik nach französischem Vorbild fordern. Es geht schließlich um
    > Geld.
    > Da seit einigen Jahren alle ÖR-Sender massenhaft Schlager senden vermute
    > ich, man hat sich irgendwie geeinigt.
    >
    > Das geht so weit, dass Schlagersänger z.B. in ÖR-Quizsendungen eingeladen
    > werden, nur um zwischendrin ihr neues Album mit Einspieler bewerben zu
    > dürfen. Keine Ahnung, wie so etwas mit den Regeln der Schleichwerbung
    > vereinbar sein kann...

    Ich glaub du denkst da viel zu naiv...
    Die Rechnung ist ganz einfach --> Zielgruppenorientiertes Marketing

    Das Durchschnittsalter der ÖR Zuschauer liegt um die 60 Jahre. (Durchschnitt)
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183279/umfrage/durchschnittsalter-der-fernsehzuschauer-nach-sender/

    Dass sich so ne durchschnittliche 26 jährige IT Studentin namens Lena aus München nicht für das neue Album der Kastelruther Spatzen interessiert, sollte jedem Marketinglegastheniker klar sein.
    Das sollte man aber auch an den vielen faltenlastigen, grauhaarigen Leuten im Musikantenstadl erkennen können.

    Entsprechend passieren dan paar Dinge...
    -> das gesamte Programm wird auf eine ältere Zuschauergruppe zugeschnitten -> Werbung wird auf diese Gruppe zugeschnitten -> die jüngere Zuschauerschicht findet es unattraktiv und bleibt weg.. -> man braucht dennoch zuschauer zahlen. Also Catchen wir die am nächsten stehende Zielgruppe mit rein und produzieren noch so n bissl was "flotteres" zwischenrein...
    Aber Freitag Abend, während die Menschheit unter 35 zu großen Teilen unterwegs ist feiern, frischgebackene Eltern sind, arbeiten muss, zocken, Essen gehen, sich am McDonaldsparkplatz auf ne Kippe treffen oder was auch immer... hockt die Gen ü60 vor der Kiste.

    Dann läuft halt nur ne Quizsendung... aber was für ein Zufall... 90% der Zuschauer sind bereits in Rente und das trifft 1zu1 die Zielgruppe von dem und dem Schlagersänger, also packen wir den da mit rein. Das finden die sicherlich alle gut.

  12. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: Blaubeerchen 17.05.21 - 12:09

    > Nun, der Tatort wird von den Sendeanstalten der ARD im Wechsel produziert.
    > Der Tatort ist also eine öffentlich finanzierte Filmserie.
    > Aber er ist nicht nur das, er ist damit auch eine anerkannte Kunstform.

    So vieles ist eine "anerkannte Kunstform" und trotzdem nicht im Programm des ÖR zu finden. Und nun?

    Was ist z.B. mit Anime? Das ist auch eine Kunstform mit großer Fangemeinde in allen Generationen, und kommt im ÖR mit ihren gefühlt 500 Sendern nirgendwo auch nur einmal vor.

    Das muss es aber auch nicht. Genauso wenig wie der Tatort.

  13. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: X-Press 17.05.21 - 12:13

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer jetzt lautstark die Abschaffung fordert, fordert damit gleichzeitig die
    > Abschaffung öffentlich finanzierter Kunst.

    Nein, die Sachen werden in der Regel ausgeschrieben.

    > Wieso aber sollte der ÖR plötzlich nicht mehr dürfen, was andere
    > Filmproduzenten WEITERHIN dürfen (nämlich 80-90% ihres Films mit
    > Filmförderung finanzieren lassen), die dann ihren Film aber ZUSÄTZLICH
    > vermarkten können, zB an der Kinokasse oder in Zweit- und Drittverwertung
    > für TV oder OnDemand?
    > Wieso genau sollte jetzt der ÖR hier plötzlich nicht mehr diese Kunstform
    > produzieren dürfen, wo sich doch alle einig sind, dass Kunst und Kultur
    > öffentlich gefördert und auch gezeigt werden muss?

    Weil sich jeder andere im Konkurrenzkampf mit anderen Kunstschaffenden um Mittel befindet, außer den ÖR, die dürfen produzieren wie und was sie wollen. Und nicht nur das, die haben eigene Abteilungen, welche die normale Filmförderung auch noch abgreifen.
    Das heißt Sie entziehen einem eigenständigen Kunstmarkt auchnoch die Mittel einfach, weil sie es durch ihre Größe könne. Hast du schonmal versucht in Deutschland einen Film zu produzieren, mit öffentlichem Geld und ohne den ÖR? Klappt so gut wie nie.
    Kein Wunder, der Laden hat das Jahresbudget von ganz Hollywood, da bleibt nicht mehr viel für den Rest.

    > Man könnte jetzt zwar argumentieren der ÖR hat es deutlich leichter als
    > andere Kunstschaffende, weil das Geld so oder so kommt, egal ob der Tatort
    > produziert wird oder nicht, aber die Zweitverwertung fällt in der Regel weg
    > (DVD-Boxen lasse ich außen vor), insofern hebt sich der Vorteil hier auch
    > wieder auf. Vom fehlenden Product Placement und Werbedeals mal ganz
    > abgesehen, die machen bei anderen Filmen auch nen guten Anteil aus.

    Der ÖR macht keine Eigenwerbung? Selten so gelacht, 30% aller öffentlichen Plakate, die ich so sehe, werden vom ÖR bezahlt. DVD Boxen lässt du außen vor? Was bleibt denn sonst noch so? Lizenzierung ans Privatfernsehen? Was war da gleich noch mit Babylon Berlin?

    > Und welchen Kostenanteil haben Zoo-Serien?
    > Da ist der Strom teurer, mit dem ich diese Zeichen geschrieben habe,
    > überspitzt formuliert.
    > Viel Spaß dabei 10ct Rundfunkbeitrag im Quartal zu sparen.

    Jaja, und von Intendantengehältern, Pensionen und Moderationshonoraren brauchen wir lieber gar nicht erst anfangen, da könnte man ja glatt mehrere Euros im Monat mit sparen, ohne das sich an der Qualität oder dem Umfang der Sender irgendwas ändern würde...

  14. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: ufo70 17.05.21 - 12:17

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Dass sich so ne durchschnittliche 26 jährige IT Studentin namens Lena aus
    > München nicht für das neue Album der Kastelruther Spatzen interessiert,
    > sollte jedem Marketinglegastheniker klar sein.

    Die vielleicht nicht, aber guck einfach mal in die Playlisten der Sender. Giesinger, Naidoo, Weiss, Steen etc…
    Diese Musik läuft auch auf Sendern mit junger Zielgruppe wie 1live. Nennt sich modern Deutsch-Pop, ist aber am Ende nur Schlagermusik.

  15. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: most 17.05.21 - 12:21

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nun, der Tatort wird von den Sendeanstalten der ARD im Wechsel produziert.
    > Der Tatort ist also eine öffentlich finanzierte Filmserie.
    > Aber er ist nicht nur das, er ist damit auch eine anerkannte Kunstform. In
    > diesem Fall produziert der Öffentliche Rundfunk die Kunst selbst, wird also
    > auch selbst dafür "bezahlt".

    Man kann den Tatort bestimmt als Kunstform bezeichnen, aber die Schöpfungshöhe ist nicht so groß, so dass private Produktionsanstalten so was nicht auch produzieren könnten.
    Anderes Beispiel ist die Helene Fischer Show, offensichtlich auch eine Form von Kunst, aber keinesfalls ausschließlich durch eine ÖR-Finanzierung möglich.

    Ich denke mit dem Kunstbegriff kommt man nicht sehr weit, man muss unterscheiden, ob ein Format auch ohne ÖR Finanzierung bestehen kann und Unterhaltungsformate wie Tatort und Helene Fischer können das bestimmt.

  16. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: mnementh 17.05.21 - 12:38

    Blaubeerchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Nun, der Tatort wird von den Sendeanstalten der ARD im Wechsel
    > produziert.
    > > Der Tatort ist also eine öffentlich finanzierte Filmserie.
    > > Aber er ist nicht nur das, er ist damit auch eine anerkannte Kunstform.
    >
    > So vieles ist eine "anerkannte Kunstform" und trotzdem nicht im Programm
    > des ÖR zu finden. Und nun?
    >
    > Was ist z.B. mit Anime? Das ist auch eine Kunstform mit großer Fangemeinde
    > in allen Generationen, und kommt im ÖR mit ihren gefühlt 500 Sendern
    > nirgendwo auch nur einmal vor.
    >
    > Das muss es aber auch nicht. Genauso wenig wie der Tatort.

    Arte hat die brauchbare Übersetzung von das Glühkäfergrab produziert, Heidi war das Sprungbrett für japanische Animatoren wie Hayao Miyazaki.

  17. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: dobeldo 17.05.21 - 13:07

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blaubeerchen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Nun, der Tatort wird von den Sendeanstalten der ARD im Wechsel
    > > produziert.
    > > > Der Tatort ist also eine öffentlich finanzierte Filmserie.
    > > > Aber er ist nicht nur das, er ist damit auch eine anerkannte
    > Kunstform.
    > >
    > > So vieles ist eine "anerkannte Kunstform" und trotzdem nicht im Programm
    > > des ÖR zu finden. Und nun?
    > >
    > > Was ist z.B. mit Anime? Das ist auch eine Kunstform mit großer
    > Fangemeinde
    > > in allen Generationen, und kommt im ÖR mit ihren gefühlt 500 Sendern
    > > nirgendwo auch nur einmal vor.
    > >
    > > Das muss es aber auch nicht. Genauso wenig wie der Tatort.
    >
    > Arte hat die brauchbare Übersetzung von das Glühkäfergrab produziert, Heidi
    > war das Sprungbrett für japanische Animatoren wie Hayao Miyazaki.

    Zwei Beispiele reichen. Argument voellig widerlegt.

  18. Re: Viele sind sich über die Problematik der Einschränkungswünsche nicht bewusst

    Autor: Salzbretzel 17.05.21 - 15:00

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Arte hat die brauchbare Übersetzung von das Glühkäfergrab produziert
    Das Grab der Leuchtkäfer - hat mich traumatisiert. Ich weis nicht mehr wann das auf Arte lief. Aber ich war am Ende ein Häufchen Elend.
    Ich habe mir später die Sammlerbox mit dem Text, worauf der Anime basiert, geholt.
    Das ein Anime bei Arte lief hätte mir eine Warnung sein sollen. Aber egal was da kommt, am Ende bin ich deprimiert.
    Arte - 10/10
    Einer meiner Gründe für Öffentlich Rechtlichen. Anders wie ARD/ZDF. Die haben nicht mal Ijon Tichy weiter geführt. Schade das der ÖR in Deutschland nur sehr wenig Geld abseits von Berieselungskanal investiert.

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