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Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: sofries 27.05.16 - 10:37
Über die Details muss man diskutieren, aber die Idee wäre für uns als Verbraucher sehr vorteilhaft, falls richtig umgesetzt.
Beispiel:
Die Telekom verkauft DSL 16000 in einem Gebiet für 30¤, kann aber nur 4000 tatsächlich liefern. Bisher ist es so, dass die Telekom keinen Anreiz hat, hier was zu machen. Solange es keinen Konkurrenten gibt, bekommt man 30¤ pro Monat und ein Ausbau auf 16000 bringt keinen Euro mehr und kostet nur.
Bei einer Prozentregel müsste sie jetzt aber DSL 4000 für 7.50¤ anbieten. Wenn sie den Tarif teurer gestalten würden oder keinen neuen Tarif einführen würden, könnten die Kunden einfach den 16er Tarif buchen und dann nur 25% bezahlen, daher wäre 7.50¤ der Maximalpreis. Da dieser Preis für die Telekom nicht rentabel wäre, hätte sie große finanzielle Anreize für einen Ausbau in dieser Regiom um 16000 dauerhaft liefern zu können.
Gleiches gilt für Kabelanbieter: Eine solche Regelung würde verhindern, dass Kabelanbieter in Abschnitten mit sehr vielen Mitparteien überbuchen und somit die Kunden nie die hohe versprochene Bandbreite erreichen. Stattdessen müssten sie dafür sorgen, dass die Bandbreite sich dynamisch mit den Anstieg an Kabelanschlüssen entwickelt.
Generell hat dieser Vorschlag nur Vorteile für Konsumenten und Vor-und Nachteile für Internetprovider (Provider mit gutem Ausbau und nicht überlastete Netze werden bevorzugt). Da aber die Lobby der Telekomunikationsunternehmen sehr stark ist, kommt aber höchstens eine sehr abgeschwächte Version dieser Idee in Betracht. -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: PatrickK 27.05.16 - 11:35
Stellvertretend für alle anderen Thread, in den die Prozentrechnung erwähnt wird:
Eure Herangehensweise ist leider falsch.
Nur weil du nur die Hälfte der beworbenen Geschwindigkeit deines DSL-Anschlusses hast, heißt das nicht, dass du nur 50% bezahlen möchtest.
Dein Anschluss besteht ja nicht nur aus der DSL-Leitung. Da ist ja auch noch Telefon- und Internet-Flat dabei. Und diese Leistungen kannst du dennoch zu 100% nutzen.
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da hat die Telekom alles einzeln auf der Rechnung aufgeführt. Da hat dann die DSL 16.000 Leistung (glaube ich) 19,90¤ (oder so) gekostet, die DSL-Flat (damals von T-Online) 9,90¤ und der günstigste Telefonanschluss (ohne Flat) 15,80¤ (oder so).
Zusammen also 45,60¤. Würde jetzt nur 8 Mbit/s ankommen, könntest du deiner Überlegung nach die Kosten für die DSL-Leitung senken und kämst auf:
9,95¤ (DSL) + 9,90¤ (DSL-Flat) und 15,80¤ (Telefon) = 35,65¤ (also "nur" 78%) -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: My1 27.05.16 - 11:42
naja die DSL Flat würde ich mit senken, da die flat bei weniger speed ja auch wneiger bringt.
und die Telefonkosten kann man bei den anbietern die i-net only anbieten schnell berechnen.
VFDSL16 mit festnetzflat kostet (neukundenangebote oder extras ignoriert) 30¤ pro monat, VFDSL 16 ohne telefonflat kostet 25¤ pro monat sind 5¤ abzug und wenn ich jetzt VFDSL16 hätte und nur 1 mbit ankommt dann würde ich 5¤+(10% x 25¤)= 7,50¤ bezahlen.
wenn der DSL anschluss mit VoIP kommt würde ich die flat auch reduzieren da dadurch sich ja die gesamtleistung weiter reduziert. -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: Eheran 27.05.16 - 11:44
Ist die Flat bei der Telekom auch eine? Ich habe da noch vage Erinnerungen an eine Drossel, kann mich aber gut irren.
Telefon interessiert mich nicht, ein Mobiltelefon ist ausreichend.
Das Problem sind die "bis zu" Angaben. Es müssen realistische Angaben gemacht werden. Dann kann sich auch niemand mehr darüber beschweren. -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: My1 27.05.16 - 12:15
das problem ist aber dass die jetzt keine 30 tausend tarife machen wollen, das kann ich verstehen. natürlich ist bis zu scheiße ich kann jetzt nicht plötzlich ein zweitausendachtunddrölfzig kbit/s angebot aufmachen weil das jetzt gerade von 2 Wohnung im dorf A benötigt wird.
daher wäre kleinster tarif + prozentualer Abzug ganz sinnvoll...
die t-kom wollte drosseln, ja aber hat iirc nen rückzieher gemacht, und der Flatratebegriff muss sowieso mal genauer definiert werden, man sieht es ja bei funk.
naja ich hab nen billigtarif ohne telefonflat da wäre ne FN flat am i-net schon etwas nice, etwas. -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: Nemesis2002 27.05.16 - 12:38
Ich würde es schon für sinnvoll erachten wenn man mind. die Geschwindigkeit x zugesichert bekommt. Wir hatten vom roten Riesen (nicht rosa) mal 6mbit bestellt und angekommen sind 0,3mbit. Immerhin waren die so kulant trotzt Vertragslaufzeit zu kündigen .
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Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: My1 27.05.16 - 12:47
hat man nicht sowieso ne Zeit X wiederrufsrecht?
oder isses zu spät aufgefallen? -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: serra.avatar 27.05.16 - 20:33
Tja nur zahlt die Zeche der Kunde ... dann wird
a.) eben nur noch das niedrigste was man bieten kann angeboten um ja keine Strafe zu zahlen.
b.) die Kosten trägt der Kunde, da einheitliche Tarife ja so nicht mehr möglich sind, sind alles individuelle Tarife ... dieser Aufwand kostet aber, Kosten welche der Kunde trägt!
( TJa lieber Kunde, da muss der Techniker vorbei kommen und vorher die Leitung durchmessen 150¤ ... Anfahrt nicht inbegriffen; unsere Buchhaltung muss dann noch einen individuellen Vertrag aufsetzen ---> Pauschal Bearbeitungsgebühr: 99¤ ... und ja vorher hätten sie 16k gekauft bei dennen vielleicht nur 11k ankommen, das können wir ihnen so aber nicht mehr bieten ... jetzt kriegen sie garantiert 6k ---> billiger wirds trotzdem nicht wegen siehe oben ;p
so oder so der angeschiessene ist der Kunde! den technische Grenzen kannst du nicht einfach per Gesetz auflösen!
Aber klar Lisa Dumpfbacke jubelt ...
2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.05.16 20:38 durch serra.avatar. -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: serra.avatar 27.05.16 - 20:42
ist es doch bereits, es ist zwar eine bis zu Aussage, aber wieviel % mind. ankommen müssen ist gesetzlich geregelt ... nur ist der User eben zu blöd seine Verträge zu lesen!
Und solche Kunden liebe ich ... wenn dennen das Vertragsrecht um die Ohren fliegt! -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: longthinker 27.05.16 - 21:42
Wenn man sich den zusätzlichen Aufwand sparen will - ist es ein gottgegebenes Gesetz, dass dies zu ungunsten des Kunden geschehen muss? Um bei deinem Beispiel zu bleiben: 16k geht definitiv nicht, 6k geht definitiv, dazwischen will man aus Aufwandsgründen nichts anbieten. Warum dann nicht 6k berechnen und wenn der Kunde Glück hat sind's manchmal mehr? Warum immer und grundsätzlich zu ungunsten des Kunden?
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Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: DerDy 27.05.16 - 21:56
longthinker schrieb:
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> 16k geht definitiv nicht, 6k geht definitiv, dazwischen will man aus Aufwandsgründen
> nichts anbieten. Warum dann nicht 6k berechnen und wenn der Kunde Glück
> hat sind's manchmal mehr?
Das hat mit Aufwandsgründen mal gar nichts zu tun! Du siehst nur die Zahlen, aber weißt eigentlich gar nicht was sie bedeuten.
Die Zahlen 6, 16, 25, 50, 100, etc kommen durch die Technik zustande.
ADSL kann bis 6 MBit/s (theoretisch 8MBit/s)
ADSL2+ kann bis 23-24 Mbit/s, in Deutschland aber nur 16MBit/s.
VDSL kann bis 50MBit/s, bei weiterer Entfernung 25MBit/s.
und so weiter.
Bei der Telekom sind Mindestdatenraten defniert, die eine elitung bieten muss, ansonsten wirst du runter gestuft. Wenn z.B. bei dir 52MBit/s möglich sind, kannst du keinen VDSL100 bekommen, sondern nur VDSL50, aber mit 52MBit/s.
Was die Leute nicht verstehen ist, sie zahlen nicht für die Geschwindigkeit, sondern eigentlich für den Anschlusstyp, also ADSL, ASDL2, VDSL oder VDSL2. Und wenn einem die Geschwindigkeit zu langsam ist, gibt es 2 Möglichkeiten (bei der Telekom):
Entweder man erweitert seinen Anschluss mit einem Hybridrouter nehmen (der Hybdridtarif kostet genauso viel wie ohne Hybdrid) und kann damit seineGeschwindigkeit erheblich steigern oder man kann kündigen. Wo ist das Problem? -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: neocron 27.05.16 - 23:42
Weil der Verbraucher noch ein viel grösseres ALoch ist ...
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Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: Moe479 28.05.16 - 03:51
einfach jeder erreichte mbit max. 50 cent, damit lohnen sich nur noch anschlüsse die man auch entsprechend ausbaut, die obegrenze von x mbit sollte durch den bund reguliert werden, also die mbit grenze ab der der kunde sagen kann es reicht ihm, fürs erste imho 200(?). die anbieter dürfen trotzdem kleinere anschlüssse vermarkten aber ebend nur mit dem von ihnen für sich festgelegten <= 50c/mbit preis, das steigert die motivation diese anschlüsse auszubauen ...
dann, können sich die anbieter gleich frei messen wer der günstigere pro mbit ist, und wer zuerst unterversogte gebiete erschliesst!
1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.16 03:52 durch Moe479. -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: My1 28.05.16 - 10:17
oh geil 50 cent pro monat internet, das is mal geil.
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Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: DrWatson 29.05.16 - 03:07
Moe479 schrieb:
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> einfach jeder erreichte mbit max. 50 cent, damit lohnen sich nur noch
> anschlüsse die man auch entsprechend ausbaut,
Und Anschlüsse die noch nicht ausgebaut sind werden gekündigt?
Dann steht der Kunde ohne Internet da?
> die obegrenze von x mbit
> sollte durch den bund reguliert werden, also die mbit grenze ab der der
> kunde sagen kann es reicht ihm, fürs erste imho 200(?).
Den Satz verstehe ich nicht: Der Kunde darf ab 200Mbit sagen es reicht ihm? -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: Moe479 29.05.16 - 05:44
na wenn man gemeinschaftlich/politisch fordert muss man auch gemeinschaftlich abnehmen oder? richtig!
wenn ich einen anschluss miete und max 50cent pro sichergestellten mbit gesetz sind, und alle anbieter bei mir 1000mbit+ anbieten, währen das mindestens 500¤ pro monat, garantierte abnahme.
das ist kostentechnisch auch untragbar für die meisten haushalte, also benötigt man einen mittelweg, eine definition was an kosten zumutbar für zielgemäß ausgebaute anschlüsse sind, und wobei bekommt man trotzdem genügend transfermittel zusammen um weitere regionen zu erschließen ...
mein vor schlag schliesst nicht aus, dass die gemeinschaft zu einem späterem zeitpunkt festlegen könnte, dass der mbit 25 cent und die tragbarkeitsgrenze 400mbit darstellt, oder auch gleich ...
und ja, mir ist bewusst das solch ein korsett der planwirtschaft sehr ähnelt, und auch gewisse mängel provoziert ... nur weit in der fläche wird auch heute nicht ausgebaut, wenn zuwenig abnehmer da sind.
heute wird das über öffentliche förderung, auf die unternehmen lauern bewerkstelligt, d.h. sie tragen sich aufgrund der gewinnerwartung ihrer anleger nicht mehr selbst, werden auch gemeinschaftlich getragen, auch unschön aber noch weniger praktisch orientiert.
mein vorschlag macht es zumindest attraktiver in der fläche zu investieren, da dort, dann eine anhebung der bandbreite mehreinnahmen bedeuten währed in gut erschlossene giebieten die nutzer öfter die tragbarkeitsgrenze anwenden werden, er zähmt das störrische pferd telcos nicht mit de bestrafungspeitsche sonder bewegt es mit entsprechender zuckerbrotverteilung in die gewollte richtung.
3 mal bearbeitet, zuletzt am 29.05.16 05:57 durch Moe479. -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: Ovaron 29.05.16 - 06:49
Eheran schrieb:
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> Ist die Flat bei der Telekom auch eine?
Ja, bei Telekom ist Festnetz, Hybrid und FTTH Flat.
Was Du meinst sind die Kabelprovider. Vodafone, KabelDeutschland... die überbuchen ihre Kapazitäten bis der Arzt kommt und haben daher in ihren Verträgen fest vereinbart dass sie jederzeit nach eigenem Gusto drosseln dürfen wie auch immer es ihnen beliebt.
Von KD ist bekannt das sie den Strick zu ziehen sobald der User - bildlich gesprochen - auch nur übergroße Mails abholt. Vodafone weigert sich zwar standhaft die Drosselklausel aus dem Vertrag zu nehmen, läßt aber auf Umwegen treu-doof erklären das man die Kunden doch ganz doll lieb habe und daher niemals nicht drosseln würde.
[x] Kunden die dies glauben legen auch an Weihnachten Gebäck und Milch für den Weihnachtsmann bereit -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: DrWatson 29.05.16 - 22:41
Moe479 schrieb:
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> na wenn man gemeinschaftlich/politisch fordert muss man auch
> gemeinschaftlich abnehmen oder? richtig!
Ich verstehe den Satz nicht. Was wird gemeinschaftlich gefordert und was wird gemeinschaftlich abgenommen?
> wenn ich einen anschluss miete und max 50cent pro sichergestellten mbit
> gesetz sind, und alle anbieter bei mir 1000mbit+ anbieten, währen das
> mindestens 500¤ pro monat, garantierte abnahme.
> das ist kostentechnisch auch untragbar für die meisten haushalte, also
> benötigt man einen mittelweg, eine definition was an kosten zumutbar für
> zielgemäß ausgebaute anschlüsse sind, und wobei bekommt man trotzdem
> genügend transfermittel zusammen um weitere regionen zu erschließen ...
Wie wärs mal damit: Jeder entscheidet für sich selbst, was er haben will.
Tolle Idee oder?
> mein vor schlag schliesst nicht aus, dass die gemeinschaft zu einem
> späterem zeitpunkt festlegen könnte, dass der mbit 25 cent und die
> tragbarkeitsgrenze 400mbit darstellt, oder auch gleich ...
Gibt es doch schon: Wenn du einen Vertrag abschließt, entscheidest du, was für dich die Tragbarkeitsgrenze ist. -
Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: My1 29.05.16 - 22:48
leider hat man nicht immer die wahl. 1000 is immer noch besser als gar kein i-net aber es ist für nen 16000er vertrag nicht okay nur 1000 bei vollem preis zu liefern,
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Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht
Autor: DrWatson 29.05.16 - 22:53
My1 schrieb:
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> leider hat man nicht immer die wahl. 1000 is immer noch besser als gar kein
> i-net aber es ist für nen 16000er vertrag nicht okay nur 1000 bei vollem
> preis zu liefern,
Was ist denn okay?
Du bezahlst bei einem 16000er vertrag nicht für eine Geschwindigkeit sondern für eine Technologie (in deinem Beispiel ADSL2). Der Anbieter weiß aber nicht genau, was dein Anschluss liefern kann, er weiß nur, was die Technologie liefern kann.
Welche Alternative würdest du denn Vorschlagen?



