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"...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

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  1. "...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

    Autor: berritorre 03.12.20 - 17:14

    Sehr, sehr sinnvoll. Weil man ja Monate im voraus weiss, wann es sinnvoll ist zu Hause zu arbeiten oder nicht. Da hätte es man dann auch wirklich gleich bleiben lassen können.

    Gut, das bezieht sich auf "längere Homeoffice-Einsätze", aber wo fäng länger an und wo hört es auf?

    Es geht doch nicht darum, dass man mal ein bisschen zu Hause arbeiten müsste, weil irgendwas besonderes ansteht. sondern einfach dann, wenn es eben nicht notwendig ist im Büro zu sein, um seine Arbeit zu erledigen. Wenn ich z.B. ein Projekt organisieren muss mit einem Team, dann ist es manchmal einfach besser im Büro zu sein. Wenn ich aber konzentriert an einem Bericht arbeiten muss, dann kann man das prima von zu Hause machen, spart sich den Weg zur Arbeit und nach Hause. ich bin zwar kein grosser Fan von "der Markt regelt das". Aber hier hoffe ich dann mal, dass die Unternehmen vielleicht ein bisschen schlauer sind als der Gesetzgeber. Hab' aber noch so meine Zweifel.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.20 17:15 durch berritorre.

  2. Re: "...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

    Autor: trinkhorn 03.12.20 - 17:20

    unsere Firma hat es zum Glück angekündigt, weil sie gerade merken dass sie Geld an Strom, Heizung und Wasser sparen am Standort. Bei dem Gedanken im Pachtvertrag ein ganzes Gebäude weniger zu pachten geht denen bestimmt richtig einer ab.

  3. Re: "...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

    Autor: Oktavian 03.12.20 - 17:25

    > Sehr, sehr sinnvoll. Weil man ja Monate im voraus weiss, wann es sinnvoll
    > ist zu Hause zu arbeiten oder nicht. Da hätte es man dann auch wirklich
    > gleich bleiben lassen können.

    Richtig. Im Endeffekt ist das kaum mehr als die alte Regelung zur Telearbeit. Man kann mal fragen, aber wenn Cheffe nciht will, ist halt nicht.

    > Gut, das bezieht sich auf "längere Homeoffice-Einsätze", aber wo fäng
    > länger an und wo hört es auf?

    "Länger" meint meist ein paar zusammenhängende Tage, oder eine gewisse Regelmäßigkeit. In diesen Fällen auch wieder, man muss sich einigen.

    > Aber hier hoffe ich dann mal, dass die
    > Unternehmen vielleicht ein bisschen schlauer sind als der Gesetzgeber. Hab'
    > aber noch so meine Zweifel.

    Ich nicht. Durch die letzten Monate hat sich in den Köpfen vieler Chefs viel verändert. Sie haben gesehen, wo es funktioniert und wo nicht. Und sie haben ja auch selbst ihre Erfahrungen im Homeoffice gemacht.

    Ich hab zwei größere Versicherungen als Kunden, und von da bekomme ich von der höheren Führungsebene (F1 und F2) mit, dass keiner nach Corona zum alten Modus zurückkehren möchte, weder für sich noch für seine Mitarbeiter.

  4. Re: "...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

    Autor: berritorre 03.12.20 - 17:30

    So sieht es aus. Manche Unternehmen haben es begriffen, dass Homeoffice in einem gewissen Rahmen (ist natürlich nicht immer und überall möglich, das ist klar) nicht nur für den Arbeitnehmer gut ist.

    Klar, es gibt Leute die können Homeoffice einfach nicht. Aber die finden sicher auch im Büro eine Möglichkeit sich um die Arbeit zu drücken. Diese Leute werden wohl über kurz oder lang Probleme im modernen Arbeitsleben haben. Aber qualifizierte, organisierte und motivierte Mitarbeiter werden im Homeoffice eher nicht weniger Leistung bringen.

    Nur Homeoffice würde ich auch nicht wollen. Aber 2 Tage pro Woche halte ich für gar nicht so abwegig.

  5. Re: "...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

    Autor: berritorre 03.12.20 - 17:36

    Ich sehe da zwei Lager.

    Ich bin hier in der Auslandsfiliale am überlegen, gleich alles auf Heimarbeit umzustellen und vielleicht nur noch hin und wieder in einem Coworking mal das eine oder andere Meeting zu machen. Die letzten Monate haben gezeigt, dass ich sehr gut von zu Hause arbeiten kann. Mitarbeiter haben wir zur Zeit auf Grund der Krise keine (hatten vorher schon nicht viele und durch Zufall sind die Ende 2019 bzw. Anfang 2020 (vor Corona) gewechselt und auf Grund der angespannten Wirtschaftslage hier im Land haben wir erstmal niemanden angestellt. Werde wohl das meiste mit Freelancern abdecken. Die sind Homeoffice sowieso gewohnt. Passt. Jetzt nur noch raus aus der Grosstadt und in ein kleines Landhaus mit Glasfaser ziehen (ja, sowas gibt es hier...) und es ist perfekt.

    Allerdings kenne ich auch andere Unternehmen, da hat der Chef Homeoffice vermieden wie die Pest und hat die Chance verpasst, das mal wirklich zu testen und sehen was funktioniert und was nicht. Wer in Homeoffice arbeiten kann und wer eher nicht dafür geeignet ist.

    Und 70-80% des Jobs könnte man wirklich im Homeoffice machen. 2-3 Tage im Büro, den Rest von zu Hause, wäre überhaupt kein Problem für die meisten Mitarbeiter. Kunde kommt sowieso nie ins Büro, wenn dann wird der Kunde besucht. Was soll es also.

  6. Re: "...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

    Autor: Faksimile 03.12.20 - 19:19

    Der Vermieter freut sich auch. Bei der derzeit angespannten Lage der Firmen wird er den freiwerdenden Büroplatz sicher sofort vermieten können. Oder eher doch nicht?

    Was dann auch Rückwirkungen auf den gewerblichen Immobilienmarkt und die dortigen institutionellen Anleger wie Banken und Versicherungen und deren Gewinne und Erträge bei den LVs hat ...

  7. Re: "...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

    Autor: berritorre 04.12.20 - 02:18

    Ich glaube, dass es sich auf jeden Fall auf Büroflachen auswirken wird. Die Firmen werden mittel- bis langfristig die Büroflächen reduzieren. Schon heute haben die Mitarbeiter in vielen grösseren Firmen hier keinen festen Sitzplatz. Wenn du morgens kommst suchst du dir einen schönen Platz der frei ist. Das kann jeden Tag ein anderer sein.

    Auf Dauer wird es in diese Richtung gehen. In vielen Firmen hier in São Paulo haben die Mitarbeiter auch kein richtiges Telefon mehr. Die "Festnetz-Telefonie" läuft über den Computer oder eben alles gleich über das Smartphone.

    Wenn jeder jetzt 2-3 Tage von zuhause arbeitet und man das halbwegs richtig organisiert kann man bestimmt 1/3 der Bürofläche reduzieren. Das macht bei grösseren Unternehmen schon was aus und den Immobilienbesitzern vor allem von Büroflächen gehen sicher der Arsch auf Grundeis.

    Ich würde im Moment keine Immobilienfonds kaufen, die sehr Büroflächen lastig sind. Logistik ja, bei Shopping Malls wäre ich auch sehr vorsichtig. Nicht dass das alles verschwindet. Es wird auch weitherhin Büros geben, es wird auch weiterhin Shopping-Malls geben. Aber in den nächsten Jahren wird es da einiges an Anpassung nach unten geben.

  8. Re: "...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

    Autor: trinkhorn 04.12.20 - 07:18

    Ich bin nicht in den oberen Entscheidungen eingeweiht, aber die Gerüchteküche sagt, dass wohl der Bürotrakt der eine umgebaute Fertigungshalle ist zurück umgebaut werden soll für Fertigungskapazitäten eines anderen Konzernteils der nach Europa ausgedehnt werden soll und die Fertigungs-Kernkompetenzen unseres Standorts braucht. -> Ein paar Umbaumaßnahmen wird es geben müssen und im Konzern wird das Gebäude auf eine anderen Kostenstelle berechnet in Zukunft, aber Sorgen muss sich der ehemalige Firmengründer (der die Firma ohne Grundstück an einen Konzern verkauft hatte) um die Pachtfläche wohl nicht machen müssen.

  9. Re: "...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

    Autor: Tuxraxer007 04.12.20 - 08:29

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > unsere Firma hat es zum Glück angekündigt, weil sie gerade merken dass sie
    > Geld an Strom, Heizung und Wasser sparen am Standort. Bei dem Gedanken im
    > Pachtvertrag ein ganzes Gebäude weniger zu pachten geht denen bestimmt
    > richtig einer ab.
    Bei uns wurde zum Gesundheitsschutz der Mitarbeite Remote-Arbeit angeordnet. Die Büros sind zwar offen, aber es soll niemand ohne wichtigen Grund dort arbeiten.

  10. Re: "...spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen."

    Autor: trinkhorn 04.12.20 - 08:37

    Genau so ist es bei uns auch.
    Trotzdem nutzt in den Bürogebäuden kaum jemand (ein paar Büromitarbeiter sind immer dort) die Toilettenspülung, dreht eine Heizung auf oder nutzt elektrische Geräte dort, was einfach bedeutet das der Standort einen dicken Batzen Geld an Nebenkosten spart. Je nachdem nach was die Reinigungskräfte bezahlt werden spart man auch da. Außerdem ist die Kantinenfrau in Kurzarbeit (als einzige bei uns...) und der Arbeitgeber muss statt für eine Menge Büroarbeiter nurnoch für die Fertigungsmitarbeiter den Zuschuss zum Kantinenessen zahlen.
    Die Sache ist das langfristige: Der AG will nicht mit "3 monate vorher beantragen, blabla" arbeiten, sondern die Leute dauerhaft in ihren privaten Räumen lassen, um zusätzlich zu diesen Ersparnissen auch noch Pacht zu sparen, und weniger Büros für die MA die in präsenz da sind zur Verfügung stellen.

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