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Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

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  1. Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: trinkhorn 04.12.20 - 07:30

    Ich weiß, dass das hier kein Finanzforum ist, aber angenommen ich gebe dann in meiner Steuererklärung nächstes Jahr als Werbungskosten die Wahren Kosten an, also ein paar Tage pendeln von Januar bis März, und seitdem täglich mobiles arbeiten von zuhause, und komme dann damit auf Werbungskosten von 700¤.
    Bekomme ich dann eine Erstattung für 700¤ oder berücksichtigt das Finanzamt automatisch "Der hat bestimmt noch andere Kosten vergessen und kommt eigentlich auf den Pauschalbetrag von 1.000¤" und erstattet mit Steuern für die 1.000¤?
    Falls ich "nur" für die 700¤ eine Erstattung bekomme, wie müsste ich das dann besser eintragen, wenn ich gern die 1.000¤ möchte, aber keine weiteren Werbungskosten hatte?

  2. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: aguentsch 04.12.20 - 07:56

    Nach meinem Verständnis bekommst du immer die 1000 EUR (bzw. kannst sie absetzen), nie weniger.
    Eigentlich muss man m. E. so rechnen: Die Pendlerpauschale liegt bei 30ct/km (einfach), damit sind ca. 17km pro Tag 5 EUR pro Tag wert.
    Für t=Anzahl der Tage im Home Office und 220 Arbeitstage im Jahr insgesamt
    ergibt sich ein Absetzungsbetrag von
    t*5+(220-t)*0,3*d = 5t + 66d -0,3dt = (5-0,3d)t + 66d

    Verlagerung vom Office ins Homeoffice lohnt also (rein steuerlich) nur unter 17km.
    Bei 15km liegt man bei 0,5t+990. Damit kommt man ab 20 Tagen Home Office über den 1000EUR-Pauschbetrag.

  3. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: Ayparalido 04.12.20 - 08:01

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bekomme ich dann eine Erstattung für 700¤ oder berücksichtigt das Finanzamt
    > automatisch "Der hat bestimmt noch andere Kosten vergessen und kommt
    > eigentlich auf den Pauschalbetrag von 1.000¤" und erstattet mit Steuern für
    > die 1.000¤?

    Das Finanzamt berücksichtigt die Werbungskostenpauschale von 1000¤ automatisch (deswegen heißt es "Pauschale"). Nur wenn Du mit Deinen Werbungskosten über diesen Betrag kommst, musst Du tätig werden.

  4. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: trinkhorn 04.12.20 - 08:01

    Danke, aber das beantwortet meine Frage nicht, du hast sie mit dem "bzw." mich sogar wieder neu stellen lassen.
    Wenn ich in der Steuererklärung x00 angebe, bekomme ich dann die Steuern auf x00¤ zurück oder die Steuern auf 1.000¤?
    Also muss ich reinschreiben "1.000¤ pauschale", oder kann ich einfach meine tatsächlichen Kosten reinschreiben, und wenn die unter 1.000¤ liegen läuft das automatisch als 1.000¤?

  5. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: trinkhorn 04.12.20 - 08:03

    Danke. Gut zu wissen.

  6. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: Ayparalido 04.12.20 - 08:17

    Noch ein Nachtrag: Der Arbeitgeber berücksichtigt die Werbungskostenpauschale schon beim Lohnsteuerabzug. Das heißt: Du bekommst aufgrund der Werbungskostenpauschale in der Regel keine Steuererstattung vom Finanzamt. Du hast im Laufe des Jahres schon entsprechend weniger Steuern bezahlt.

  7. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: Gonzfred 04.12.20 - 11:58

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke, aber das beantwortet meine Frage nicht, du hast sie mit dem "bzw."
    > mich sogar wieder neu stellen lassen.
    > Wenn ich in der Steuererklärung x00 angebe, bekomme ich dann die Steuern
    > auf x00¤ zurück oder die Steuern auf 1.000¤?
    > Also muss ich reinschreiben "1.000¤ pauschale", oder kann ich einfach meine
    > tatsächlichen Kosten reinschreiben, und wenn die unter 1.000¤ liegen läuft
    > das automatisch als 1.000¤?

    Also eigentlich ist das relativ einfach. Einnahmen abzüglich Werbungskosten ergibt, sagen wir mal bereinigte Einnahmen. Hiervon werden noch einige andere Kosten abgezogen, wie Versicherungen, Krankheitskosten und ganz am Ende steht das Einkommen das für die Besteuerung herangezogen wird. Mit diesem Betrag schaut man lediglich wie viel Prozent Steuern zu erheben sind. Ist aus einer einfachen Steuertabelle abzulesen. Wenn dein Steuersatz 20 % beträgt, wirken sich somit auch die Werbungskosten zu 20 % aus. Kann man nicht mehr als 1000 ¤ nachweisen, sollte sich zwar eigentlich ein Null-Summen-Spiel ergeben, aber es gibt schlicht Kosten, welche der Arbeitgeber bei der Berechnung der Lohnsteuer nicht berücksichtigen kann, weil es sie schlicht nicht kennt.

  8. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: trinkhorn 04.12.20 - 13:04

    Tolle Antwort die auch wieder völlig an der Frage vorbei geht :D Ayparalido hat sie aber netterweise schon beantwortet.

  9. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: smirg0l 04.12.20 - 14:45

    Ayparalido schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Noch ein Nachtrag: Der Arbeitgeber berücksichtigt die
    > Werbungskostenpauschale schon beim Lohnsteuerabzug. Das heißt: Du bekommst
    > aufgrund der Werbungskostenpauschale in der Regel keine Steuererstattung
    > vom Finanzamt. Du hast im Laufe des Jahres schon entsprechend weniger
    > Steuern bezahlt.

    Das wäre mir neu. Ich mache Werbungskosten immer geltend und bekomme die auch immer angerechnet.
    Klingt für mich merkwürdig, dass mein AG meine Werbungskosten anrechnen darf, die kennt er doch gar nicht.

  10. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: Oktavian 04.12.20 - 15:23

    > Das wäre mir neu. Ich mache Werbungskosten immer geltend und bekomme die
    > auch immer angerechnet.
    > Klingt für mich merkwürdig, dass mein AG meine Werbungskosten anrechnen
    > darf, die kennt er doch gar nicht.

    Es geht um die 1000 EUR Pauschale, die jeder bekommt, auch ohne etwas geltend zu machen. Diese sind in den Tabellen und Formeln, die Arbeitgeber benutzen um zu berechnen, wieviel monatlich an Lohnsteuer einbehalten wird, schon enthalten. In früherer Sprechweise würde man sagen, sie sind schon auf der Lohnsteuerkarte als Freibetrag eingetragen

    Wenn zu mehr geltend machst in der Erklärung, bekommst Du natürlich mehr zurück. Und wenn Du regelmäßig mehr geltend machst (immer gleicher, langer Pendelweg, Arbeitszimmer), dann kannst Du auch das über das Finanzamt eintragen lassen und bekommst monatlich etwas mehr Geld, und dafür bei der Steuererklärung weniger.

  11. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: berritorre 04.12.20 - 18:43

    Die Werbekostenpauschale von 1000 Euro, die jedem angerechnet werden ist bekannt. Und Überraschung, die Höhe ist 1000 Euro.

    Wenn du am Ende des Jahres mehr Werbekosten als 1000 Euro hast, dann kannste auch mehr zurückkriegen. Wenn du unter den 1000 Euro bleibst dann war es das und es kommt nix zurück.

    Das gute an der Pauschale ist, dass sie pauschal ist. Man kann sie auch schon vorher berücksichtigen.

  12. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: Oktavian 04.12.20 - 21:57

    > Das gute an der Pauschale ist, dass sie pauschal ist. Man kann sie auch
    > schon vorher berücksichtigen.

    Das gute für das Finanzamt ist, man erstickt nicht in Massen von Kleinstbeträgten, die man ggf. prüfen müsste, und kann sich auf die größeren Brocken konzentrieren. Die meisten haben keine Werbungskosten über den 1000 EUR und wenn, dann fast nur Pendlerpauschale.

  13. Re: Grundsätzliche Frage zu 1000¤ Werbunkskosten Pauschal

    Autor: berritorre 07.12.20 - 14:27

    Natürlich auch gut für das Finanzamt, aber auch für die meisten Bürger. Man braucht nicht lang rum machen bei der Steuererklärung.

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