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Weiß nicht, was ich davon halten soll

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  1. Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: AllDayPiano 03.12.20 - 18:28

    5 Euro pro Tag ist natürlich nicht viel, aber es ist mehr, als nichts. Für Pendler bedeut es, dass sie unter 16km einfacher Fahrtstrecke mit der Pauschale besser aufgestellt sind.

    Ansonsten kann man ja Ausgaben für das Home office (wie Büroeinrichtung) beim Finanzamt ja voll geltend machen. Das wird dann vermutlich mehr bringen, als die Pauschale. Die Frage, die ich mir jedoch stelle, ist, ob mit der Pauschale dann alles abgegessen ist. Das wäre dann ziemlich mies.

    Irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass diese Prämie eigentlich niemandem so wirklich was bringt, sondern nur Kosten verursacht.

    Wie sieht es denn aus, wenn man Heizkosten anteilig an der Raumfläche des Büros (muss ja ohnehin getrennt sein) geltend macht? Dann kommt man ja locker über die 600 Euro. Hat da jemand von Euch >>>Erfahrung<<< (= keine Mutmaßung!)?

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  2. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: theFiend 03.12.20 - 18:32

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wie sieht es denn aus, wenn man Heizkosten anteilig an der Raumfläche des
    > Büros (muss ja ohnehin getrennt sein) geltend macht? Dann kommt man ja
    > locker über die 600 Euro.

    Womit heizt ihr denn bitte alle? Goldbarren?
    Ich lieg bei nem 20qm Büro bei knapp 250¤
    Jetzt noch die Stromkosten für nen Computer... 70¤ im Jahr?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.20 18:35 durch theFiend.

  3. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Oktavian 03.12.20 - 18:55

    > 5 Euro pro Tag ist natürlich nicht viel, aber es ist mehr, als nichts. Für
    > Pendler bedeut es, dass sie unter 16km einfacher Fahrtstrecke mit der
    > Pauschale besser aufgestellt sind.

    Da verstehen ich den Zusammenhang nicht. Entweder war man an einem Tag zuhause, dann kann man jetzt diese 5 EUR ansetzen. Oder man war in der Firma, dann kann man für diesen Tag Pendlerpauschale ansetzen. Da gibt es kein "besser gestellt", wer nicht gependelt ist, kann keine Pendlerpauschale geltend machen. Geld, das man nicht ausgegeneben hat, kann man nicht ansetzen.

    > Ansonsten kann man ja Ausgaben für das Home office (wie Büroeinrichtung)
    > beim Finanzamt ja voll geltend machen. Das wird dann vermutlich mehr
    > bringen, als die Pauschale.

    Das ergänzt sich. Die Pauschale ist für Wasser, Strom, Heizung, etc. Personen mit Arbeitszimmer können das auch geltend machen, das hier ist lediglich eine Vereinfachung für Leute ohne festes Arbeitszimmer.

    > Die Frage, die ich mir jedoch stelle, ist, ob
    > mit der Pauschale dann alles abgegessen ist. Das wäre dann ziemlich mies.

    Nein, natürlich nicht. Es ist eine Pauschale statt eine Arbeitszimmers. Wer ein Arbeitszimmer ansetzt, kann die Pauschale nicht in Anspruch nehmen. Büroausstattung geht aber weiterhin per Beleg.

    > Irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass diese Prämie eigentlich niemandem
    > so wirklich was bringt, sondern nur Kosten verursacht.

    Die bringt all denen was, die am Küchentisch ihrer Arbeits nachgehen. Bislang haben die nur die 1000 Werbungskostenpauschale. Jetzt kann man über die HO-Pauschale schon mal 600 EUR eintragen, dann noch für die anderen Tage Pendlerpauschale, dann Anschaffungen, etc. Man kann schon über die 1000 kommen.

    > Wie sieht es denn aus, wenn man Heizkosten anteilig an der Raumfläche des
    > Büros (muss ja ohnehin getrennt sein) geltend macht? Dann kommt man ja
    > locker über die 600 Euro. Hat da jemand von Euch >>>Erfahrung<<< (= keine
    > Mutmaßung!)?

    Heizung und alle anderen Wohnkosten kann man geltend machen, wenn man ein explizites Arbeitszimmer hat, das auch anerkannt wird. Dann kann man aber die Pauschale hier nicht nutzen, die ist ja statt des Arbeitszimmers. In der Pauschale ist Heizung eingeschlossen.

  4. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: sigii 03.12.20 - 19:01

    Also

    1. darfst du quasi nichts wirklich privates in deinem Arbeitszimmer haben. Hier wird es dir schon sehr sehr schwer gemacht das ueberhaupt als Arbeitszimmer gelten machen zu koennen.

    2. Nur weil du zuhause arbeiten kannst und moechtest, der Arbeitgeber dir aber einen Schreibtisch zur verfuegung stellt, hast du kein steuerlich absetzbares Arbeitszimmer

    3. Bei mir waeren Raumkosten, anteilig 17% waeren das bei deinen Heizkosten halt 100,- Euro

    4. Du wirst nicht ueber die Grenze druebekrommen von 1xxx Euro und effektiv verlierst du die Entfernungspauschale, die dich mit nur 16km schon ueber den Pauschalbetrag hebt.

    Die fehlenden 400,- Euro find ich fuer den Durchschnitt schwierig. Ich hatte vorher noch eine Konferenz die ich privat abgesetzt haette, die jetzt nicht stattfindet. Buecher gabs dieses Jahr auch keine und Bewerbung sowieso nicht. Mir ist das echt nicht klar, was die 600,- Euro bringen soll. Vlt. macht das Sinn in Kombination mit zur Arbeit fahren und eben nicht und gleicht dann sowas aus?

    Ich warte mal ab was Wiso mir sagt, naechstes Jahr wissen wir mehr

  5. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Faksimile 03.12.20 - 19:13

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > 5 Euro pro Tag ist natürlich nicht viel, aber es ist mehr, als nichts.
    > Für
    > > Pendler bedeut es, dass sie unter 16km einfacher Fahrtstrecke mit der
    > > Pauschale besser aufgestellt sind.
    >
    > Da verstehen ich den Zusammenhang nicht. Entweder war man an einem Tag
    > zuhause, dann kann man jetzt diese 5 EUR ansetzen. Oder man war in der
    > Firma, dann kann man für diesen Tag Pendlerpauschale ansetzen. Da gibt es
    > kein "besser gestellt", wer nicht gependelt ist, kann keine
    > Pendlerpauschale geltend machen. Geld, das man nicht ausgegeneben hat, kann
    > man nicht ansetzen.
    >
    Sagst Du das auch den Unternehmen und Unternehmern, die Werbungskosten absetzen, die garnicht Werbungskosten im eigentlichen Sinne waren?

    > > Ansonsten kann man ja Ausgaben für das Home office (wie Büroeinrichtung)
    > > beim Finanzamt ja voll geltend machen. Das wird dann vermutlich mehr
    > > bringen, als die Pauschale.
    >
    > Das ergänzt sich. Die Pauschale ist für Wasser, Strom, Heizung, etc.
    > Personen mit Arbeitszimmer können das auch geltend machen, das hier ist
    > lediglich eine Vereinfachung für Leute ohne festes Arbeitszimmer.
    >
    Nur wenn Du ein abgeschlossenes Arbeitszimmer ohne Fremdnutzung hast.
    Der HO Arbeiter am Eßtisch hat da ein Problem.

    > > Die Frage, die ich mir jedoch stelle, ist, ob
    > > mit der Pauschale dann alles abgegessen ist. Das wäre dann ziemlich
    > mies.
    >
    > Nein, natürlich nicht. Es ist eine Pauschale statt eine Arbeitszimmers. Wer
    > ein Arbeitszimmer ansetzt, kann die Pauschale nicht in Anspruch nehmen.
    > Büroausstattung geht aber weiterhin per Beleg.
    >
    Einmalige Abschreibung

    > > Irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass diese Prämie eigentlich
    > niemandem
    > > so wirklich was bringt, sondern nur Kosten verursacht.
    >
    > Die bringt all denen was, die am Küchentisch ihrer Arbeits nachgehen.
    > Bislang haben die nur die 1000 Werbungskostenpauschale. Jetzt kann man über
    > die HO-Pauschale schon mal 600 EUR eintragen, dann noch für die anderen
    > Tage Pendlerpauschale, dann Anschaffungen, etc. Man kann schon über die
    > 1000 kommen.
    >
    > > Wie sieht es denn aus, wenn man Heizkosten anteilig an der Raumfläche
    > des
    > > Büros (muss ja ohnehin getrennt sein) geltend macht? Dann kommt man ja
    > > locker über die 600 Euro. Hat da jemand von Euch >>>Erfahrung<<< (=
    > keine
    > > Mutmaßung!)?
    >
    > Heizung und alle anderen Wohnkosten kann man geltend machen, wenn man ein
    > explizites Arbeitszimmer hat, das auch anerkannt wird. Dann kann man aber
    > die Pauschale hier nicht nutzen, die ist ja statt des Arbeitszimmers. In
    > der Pauschale ist Heizung eingeschlossen.

  6. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Faksimile 03.12.20 - 19:14

    Sehe ich ebenso.

  7. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: theFiend 03.12.20 - 19:45

    sigii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 1. darfst du quasi nichts wirklich privates in deinem Arbeitszimmer haben.
    > Hier wird es dir schon sehr sehr schwer gemacht das ueberhaupt als
    > Arbeitszimmer gelten machen zu koennen.

    Naja, in der Regel kommt keiner zu Dir nachhause, sondern allerhöchstens wird ein Grundriss angekuggt. Ist dann halt schlecht wenn Dein deklariertes Büro das zentrale Zimmer (aka Wohnzimmer) ist...
    Ansonsten aber wird das anerkannt, und ob du dann deine private Puppensammlung oder whatever mit drinstehen hast, kontrolliert kein Mensch...

  8. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Oktavian 03.12.20 - 20:33

    > Sagst Du das auch den Unternehmen und Unternehmern, die Werbungskosten
    > absetzen, die garnicht Werbungskosten im eigentlichen Sinne waren?

    Unternehmen können keine Werbungskosten absetzen. Werbungskosten gibt es im Bereich der Einkommensteuer, die zahlen Unternehmen nicht. Unternehmen haben Betriebsausgaben, die sie mit den Betriebseinnahmen verrechnen. Steuerrecht in Unternehmen funktioniert ziemlich anders als bei Arbeitnehmern.

    > > Das ergänzt sich. Die Pauschale ist für Wasser, Strom, Heizung, etc.
    > > Personen mit Arbeitszimmer können das auch geltend machen, das hier ist
    > > lediglich eine Vereinfachung für Leute ohne festes Arbeitszimmer.
    > >
    > Nur wenn Du ein abgeschlossenes Arbeitszimmer ohne Fremdnutzung hast.
    > Der HO Arbeiter am Eßtisch hat da ein Problem.

    Genau das schrieb ich, das hier ist eine Vereinfachung für Leute ohne festes Arbeitszimmer. Die bekämen nach alter Regelung gar nichts.

    Wenn man denn ein echtes Arbeitszimmer im steuerlichen Sinne hat, kann man keine Pauschalen geltend machen, man muss jeden Pfurz per Beleg nachweisen, die Berechnung ist nicht trivial. Das zu prüfen ist auch nicht ohne.

    Hier geht es nur um eine Vereinfachung für beide Seiten. Das Finanzamt verzichtet auf die Prüfung, ob es ein Arbeitszimmer gibt, der Küchentisch reicht. Dafür kann man pro Tag 5 EUR ansetzen, und gut ist. Es müssen keine Belege eingereicht werden. Ist einfach und fair für beide Seiten.

    Und wer ein echtes Arbeitszimmer ansetzen will, kann das natürlich immer noch tun. Dann gibt es aber keine Pauschalen.

  9. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Oktavian 03.12.20 - 20:38

    > Die fehlenden 400,- Euro find ich fuer den Durchschnitt schwierig.

    Es ist halt sehr individuell. Ich hab beispielsweise Einsatzwechseltätigkeit und bekomme deswegen Verpflegungsmehraufwand. Mein AG zahlt da aber nicht den maximalen Satz, die Differenz kann ich ansetzen. Schon das hebt mich über die Grenze.

    > Buecher gabs dieses Jahr auch keine und Bewerbung
    > sowieso nicht. Mir ist das echt nicht klar, was die 600,- Euro bringen
    > soll.

    Das kann dies und das sein, vielleicht ein Fernstudium, vielleicht ein (Online-) Seminar, vielleicht doch ein paar Bücher. Ich hab für dieses Jahr noch nicht gerechnet, aber ich bin auch gespannt. Das wird schon sehr anders als die Jahre zuvor.

  10. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: stan__lemur 03.12.20 - 21:53

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man denn ein echtes Arbeitszimmer im steuerlichen Sinne hat, kann man
    > keine Pauschalen geltend machen, man muss jeden Pfurz per Beleg nachweisen,
    > die Berechnung ist nicht trivial. Das zu prüfen ist auch nicht ohne.
    So kompliziert ist das auch nicht: (KM+NK+Wasser+Strom+Heizung)*(Fläche Arbeitszimmer/Gesamtwohnfläche)
    Und Belege muss man seit ein paar Jahren auch nicht mehr einreichen, nur zur Prüfung bereithalten.
    Aber: wenn das Arbeitszimmer nicht Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist (sprich: du im Office auch einen Schreibtisch hast), können max. 1250¤ angesetzt werden. Bin mal gespannt, ob die Mail, die uns ins HO "verbannt" hatte, als Nachweis für den beruflichen Mittelpunkt ausreicht, ansonsten schenk ich mir den Rest und nehm nur die Kaltmiete.

  11. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Oktavian 03.12.20 - 21:55

    > So kompliziert ist das auch nicht: (KM+NK+Wasser+Strom+Heizung)*(Fläche
    > Arbeitszimmer/Gesamtwohnfläche)

    Als Mieter ja. Und jetzt machen wir das nochmal als Hausbesitzer mit diversen Steuern, Wartungskosten, Zinsen, Abschreibung fürs Haus, etc.

    > Bin mal gespannt, ob die Mail, die uns ins HO "verbannt"
    > hatte, als Nachweis für den beruflichen Mittelpunkt ausreicht, ansonsten
    > schenk ich mir den Rest und nehm nur die Kaltmiete.

    Tut es im Allgemeinen nicht, das gab es schon mal als Pressemitteilung.

  12. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: stan__lemur 03.12.20 - 22:11

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Bin mal gespannt, ob die Mail, die uns ins HO "verbannt"
    > > hatte, als Nachweis für den beruflichen Mittelpunkt ausreicht, ansonsten
    > > schenk ich mir den Rest und nehm nur die Kaltmiete.
    >
    > Tut es im Allgemeinen nicht, das gab es schon mal als Pressemitteilung.

    De facto war es ein Verbot, ins Office zu gehen. Dazu wurden die Arbeitsplätze zum "Plündern" freigegeben, d.h. die Ausstattung dort durfte man sich nach Freigabe durch den Chef (damit der Werkschutz dich nicht wegen Diebstahl festhält) ins HO holen.

  13. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Oktavian 03.12.20 - 22:42

    > De facto war es ein Verbot, ins Office zu gehen. Dazu wurden die
    > Arbeitsplätze zum "Plündern" freigegeben, d.h. die Ausstattung dort durfte
    > man sich nach Freigabe durch den Chef (damit der Werkschutz dich nicht
    > wegen Diebstahl festhält) ins HO holen.

    Das muss man wohl tatsächlich im Einzelfall sehen. Ausprobieren würde ich sagen.

  14. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: divStar 03.12.20 - 23:38

    KA ich habe eine Steuerberaterin, die schon alles aus dem Staat an Rückerstattung herausquetschen wird. Passt schon.

  15. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Michagnom 04.12.20 - 06:59

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 5 Euro pro Tag ist natürlich nicht viel, aber es ist mehr, als nichts. Für
    > Pendler bedeut es, dass sie unter 16km einfacher Fahrtstrecke mit der
    > Pauschale besser aufgestellt sind.
    Wenn du behauptest, du warst 220 Tage in 2020 arbeiten da die Pendlerpauschale höher ist, begehst du Steuerbetrug, andersrum natürlich genauso.

  16. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Michagnom 04.12.20 - 07:06

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > KA ich habe eine Steuerberaterin, die schon alles aus dem Staat an
    > Rückerstattung herausquetschen wird. Passt schon.
    Ja, wir habens kapiert, du hast ne Steuerberaterin. Musst du das hier in jedes Thema posten?

  17. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Tuxraxer007 04.12.20 - 08:36

    sigii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also
    >
    > 1. darfst du quasi nichts wirklich privates in deinem Arbeitszimmer haben.
    > Hier wird es dir schon sehr sehr schwer gemacht das ueberhaupt als
    > Arbeitszimmer gelten machen zu koennen.
    Das ist genau das Problem.
    Ein separates Arbeitszimmer absetzen ist an recht hohe Hürden gekoppelt.

    Wie du richtig schreibts, es darf nichts privates sich darin befinden. Bei der ersten Geltendmachung kann ( und wird meist auch ) einen Grundriss der Wohnung mit qm-Angangen haben wollen. Daran wird dann anteilig die Kosten berechnent für Heizung, Miete usw.

    Von einer Bekannten, die Steuerberaterin ist, hab ich erfahren, das hier bei uns einige Finanzämter da auch gerne mal stichprobenartig die Räume ansehen wollen oder mind. Fotos haben wollen bezüglich Einrichtung und es wird auch viele Anträge abgelehnt.
    Die erste Frage wird sein, wofür würde der Raum den vorher benutzt, bevor es ein Arbeitszimmer wurde.

  18. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: trinkhorn 04.12.20 - 08:49

    "in der Regel" - diese Regel ist natürlich eben nur eine Regel, kein Gesetz und wird lokal sehr unterschiedlich gehandhabt. Von einem Freund weiß ich, dass in den 5 Jahren die er homeoffice macht nun 2 mal das Finanzamt zu besuch war, und sich sein Arbeitszimmer angeschaut hat. Ein anderer Kumpel hat da sehr gestaunt, da es bei ihm (andere Stadt) noch nie vorkam.

  19. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: AllDayPiano 04.12.20 - 09:34

    War ein bisschen blöd formuliert. Ich meinte den Vergleich zum Pendeln rein auf steuerliche Sicht betrachtet. Real sind die Kosten immer höher, als das, was das FA erstattet. Daher lohnt sich als Privatperson "kosten treiben" auch überhaupt nicht.

    Mit den maximal möglichen 600 Euro hat man allerdings für den klassischen HOler gar nichts gewonnen. Die 400 Euro differenz sind doch das Problem. Ohne meine Pendlerei würde ich nie über die 1000 Euro kommen.

    Selbst wenn man einen Bürostuhl kauft, und den anteilig als Berufsausgabe absetzen kann, kommt man nicht im Ansatz auf die fehlenden 400 Euro.

    Daher meine Aussage, dass sich das im Grunde für den Standard-Fall "Machen Sie mal Arbeit zuhause. Nehmen Sie ihren Computer mit" gar nicht "rentiert". Es macht halt keinen Unterschied. Erst recht nicht für diejenigen, die mit dem Fahrrad oder ÖPNV per Jahreskarte pendeln.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  20. Re: Weiß nicht, was ich davon halten soll

    Autor: Oktavian 04.12.20 - 11:58

    > Mit den maximal möglichen 600 Euro hat man allerdings für den klassischen
    > HOler gar nichts gewonnen. Die 400 Euro differenz sind doch das Problem.
    > Ohne meine Pendlerei würde ich nie über die 1000 Euro kommen.

    Sieh es anders herum. Du musst deine Werbungskosten nachweisen, das kenn Pendeln sein, das kann ein Arbeitszimmer sein, das kann HO sein, das kann ein Stuhl sein. Und das Finanzamt sagt jetzt, unter 1000 EUR ist uns das zuviel Papierkram, die 1000 bekommt einfach jeder, ohne Prüfung.

    Natürlich hat der mit Homeoffice ohne Pendeln was, nämlich 1000 EUR Steuerfreibetrag. Und wenn er weitere Belege sammelt, ist er schon mal 600 EUR näher daran, dass die Sammelwut nützlich war.

    Es werden Kosten freigestellt, die man hatte. Und die ersten 1000 EUR muss man nicht mal nachweisen.

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