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Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

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  1. Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: Sea 20.08.11 - 18:35

    finde ich ja schon ne harte Nummer. Da riskiert einer alles und beschafft diese Daten, damit diese an die Öffentlichkeit gelangen können und dann kommen da so Profilierungssüchtige Idioten, die nichtmehr wissen wie sie sich noch blöder aufführen sollen und löschen das ganze einfach...

  2. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: vlad_tepesch 20.08.11 - 19:50

    seh ich genauso.
    Der einzig richtige Weg wäre, die Dokumente in Wikileaks-Manier zu veröffentlichen.
    Denn das hat der Einsender gewollt.
    Ob das jetzt durch Openleaks passiert, oder durch Wikileaks selbst.ist irrelevant.

    Auf jeden Fall ist es das krankeste überhauüt diese Dokumente zu löschen.

  3. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: kevla 20.08.11 - 21:57

    das ist wirklich eine frechheit vor dem herren. allein dieser satz bei heise: die uploader müssten die daten noch einmal dort hochladen, wo sie dem system vertrauen.

    hallo? die haben wikileaks vertraut und deshalb dort die daten hochgeladen. wer ist denn dieser daniel, dass er sie damals einfach mitgenommen hat und sie jetzt auch noch löschen will. er ist ein niemand, der hoffentlich zusammen mit seiner plattform untergehen wird.

  4. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: Kaworu 20.08.11 - 21:59

    Da muss ich zustimmen. Da haben Menschen evtl ihr Leben riskiert und der will jetzt einfach mal so alles löschen was er entwendet hat. Sauber, so macht man das. Wenn er das macht, ist Openleaks Geschichte bevor es gestartet ist (Wirkt nach außen, für eventuelle Whistleblower so, als würde etwas, was unter Einsatz ihres Lebens gesammelt wurde, einfach so gelöscht. Da würde ich nix hinschicken zur Veröffentlichung)

  5. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: marmeladow 21.08.11 - 09:44

    Das ganze hin und her von Daniel so und so, ein ausgesprochener Profillierungsneurotiker, drängt die Quellen in den Hintergrund. Für manche von Ihnen war das Hochladen von Dokumenten ein sehr hoches Risiko, vielleicht eine Sache von Leben und Tod und jetzt hauen sich selbst auf die Eier wenn sie sehen für wen sie das alles gemacht haben.

  6. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: HansWurst23 21.08.11 - 10:38

    Sea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > finde ich ja schon ne harte Nummer. Da riskiert einer alles und beschafft
    > diese Daten, damit diese an die Öffentlichkeit gelangen können und dann
    > kommen da so Profilierungssüchtige Idioten, die nichtmehr wissen wie sie
    > sich noch blöder aufführen sollen und löschen das ganze einfach...

    Ich bin zwar auch der Meinung, dass löschen eventuell nicht der richtige Weg ist, aber er hat gute Gründe (siehe unten).

    vlad_tepesch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > seh ich genauso.
    > Der einzig richtige Weg wäre, die Dokumente in Wikileaks-Manier zu
    > veröffentlichen.
    > Denn das hat der Einsender gewollt.
    > Ob das jetzt durch Openleaks passiert, oder durch Wikileaks selbst.ist
    > irrelevant.
    >
    > Auf jeden Fall ist es das krankeste überhauüt diese Dokumente zu löschen.

    Ja, genau. Auf jeden Fall. Aber sowas von. 100 %. Genug Sarkasmus. Das Wikileaks in den letzten Jahren selber nur einen kleinen Bruchteil der Dokumente veröffentlicht hat, die eingereicht wurden, ist dir aber bekannt, oder? Die meisten Dokumente liegen immer noch auf einem Server und ob der Masse ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie jemals veröffentlicht werden.

    Die Daten in Wikileaksmanier veröffentlichen? You be trollin. Das würde bedeuten, sich die medienwirksamsten, belanglosesten Informationen rauszupicken, an ausgewählte Mediengesellschaften für viel Geld zu verticken und sie erst Wochen bis Monate später für die Allgemeinheit freizugeben.

    kevla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das ist wirklich eine frechheit vor dem herren. allein dieser satz bei
    > heise: die uploader müssten die daten noch einmal dort hochladen, wo sie
    > dem system vertrauen.
    >
    > hallo? die haben wikileaks vertraut und deshalb dort die daten hochgeladen.
    > wer ist denn dieser daniel, dass er sie damals einfach mitgenommen hat und
    > sie jetzt auch noch löschen will. er ist ein niemand, der hoffentlich
    > zusammen mit seiner plattform untergehen wird.

    Ja, genau das ist der springende Punkt, den ihr anscheinend nicht verstanden habt. Die Uploader haben Wikileaks vertraut: zu unrecht (sie wurden durch falsche Aussagen seitens Wikileaks getäuscht), zumindest nach Domscheit-Bergs Meinung. Als ehemals zweithhöchste Person von Wikileaks vertritt er die Meinung, dass das unbearbeitete Rohmaterial (was in vielen Fällen Rückschlüsse auf den Absender zulässt) bei Wikileaks momentan nicht sicher ist (durch die IT Infrastruktur, dass System usw.) und die Informanten dadurch gefährdet sind. Und das war mit Sicherheit nicht im Sinne der Personen, die die Dokumente eingereicht haben. Woher hätten sie es auch wissen sollen, zu der Zeit wurde das System noch als supersicher angepriesen.

    Wie bereits gesagt, löschen ist evt. nicht das Gelbe vom Ei, aber im Zweifelsfall ist es für die Informaten die sicherste Lösung. Veröffentlichen ja, aber nicht um jeden Preis.

    Sauer wäre ich als Quelle auch, aber auf etwas anderes: Die bewusste Täuschung seitens JA und DDB. Ich würde die Dokumente weder auf OpenLeaks, noch auf WikiLeaks erneut hochladen. Mal abgesehen davon ist beides momentan eh nicht möglich.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 21.08.11 10:51 durch HansWurst23.

  7. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: kevla 21.08.11 - 13:16

    HansWurst23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, genau. Auf jeden Fall. Aber sowas von. 100 %. Genug Sarkasmus. Das
    > Wikileaks in den letzten Jahren selber nur einen kleinen Bruchteil der
    > Dokumente veröffentlicht hat, die eingereicht wurden, ist dir aber bekannt,
    > oder? Die meisten Dokumente liegen immer noch auf einem Server und ob der
    > Masse ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie jemals veröffentlicht werden.
    >
    > Die Daten in Wikileaksmanier veröffentlichen? You be trollin. Das würde
    > bedeuten, sich die medienwirksamsten, belanglosesten Informationen
    > rauszupicken, an ausgewählte Mediengesellschaften für viel Geld zu
    > verticken und sie erst Wochen bis Monate später für die Allgemeinheit
    > freizugeben.
    >
    > kevla schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > das ist wirklich eine frechheit vor dem herren. allein dieser satz bei
    > > heise: die uploader müssten die daten noch einmal dort hochladen, wo sie
    > > dem system vertrauen.
    > >
    > > hallo? die haben wikileaks vertraut und deshalb dort die daten
    > hochgeladen.
    > > wer ist denn dieser daniel, dass er sie damals einfach mitgenommen hat
    > und
    > > sie jetzt auch noch löschen will. er ist ein niemand, der hoffentlich
    > > zusammen mit seiner plattform untergehen wird.
    >
    > Ja, genau das ist der springende Punkt, den ihr anscheinend nicht
    > verstanden habt. Die Uploader haben Wikileaks vertraut: zu unrecht (sie
    > wurden durch falsche Aussagen seitens Wikileaks getäuscht), zumindest nach
    > Domscheit-Bergs Meinung. Als ehemals zweithhöchste Person von Wikileaks
    > vertritt er die Meinung, dass das unbearbeitete Rohmaterial (was in vielen
    > Fällen Rückschlüsse auf den Absender zulässt) bei Wikileaks momentan nicht
    > sicher ist (durch die IT Infrastruktur, dass System usw.) und die
    > Informanten dadurch gefährdet sind. Und das war mit Sicherheit nicht im
    > Sinne der Personen, die die Dokumente eingereicht haben. Woher hätten sie
    > es auch wissen sollen, zu der Zeit wurde das System noch als supersicher
    > angepriesen.
    >
    > Wie bereits gesagt, löschen ist evt. nicht das Gelbe vom Ei, aber im
    > Zweifelsfall ist es für die Informaten die sicherste Lösung.
    > Veröffentlichen ja, aber nicht um jeden Preis.
    >
    > Sauer wäre ich als Quelle auch, aber auf etwas anderes: Die bewusste
    > Täuschung seitens JA und DDB. Ich würde die Dokumente weder auf OpenLeaks,
    > noch auf WikiLeaks erneut hochladen. Mal abgesehen davon ist beides
    > momentan eh nicht möglich.

    ähm, mir ist nicht bekannt, dass bis heute auch nur ein informant von wikileaks als solcher geoutet wurde. die sache mit manning ist zwar traurig, aber liegt nicht in der verantwortung von wikileaks. also mit welcher begründung behauptest du, dass wikileaks nicht sicher für die informanten sei? richtig, du stützt das einzig und allein auf die aussage dieses geltungssüchtigen domscheid-berg. ich denke, auch der herr maguhn würde kein problem damit haben, wenn er gefahren für die informanten sehen würde.

    außerdem, woher weißt du, wieviel tatsächlich bei WL hochgeladen wurde?

  8. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: Altruistischer Misanthrop 21.08.11 - 13:34

    HansWurst23 schrieb:

    > Ja, genau das ist der springende Punkt, den ihr anscheinend nicht
    > verstanden habt. Die Uploader haben Wikileaks vertraut: zu unrecht (sie
    > wurden durch falsche Aussagen seitens Wikileaks getäuscht), zumindest nach
    > Domscheit-Bergs Meinung. Als ehemals zweithhöchste Person von Wikileaks
    > vertritt er die Meinung, dass das unbearbeitete Rohmaterial (was in vielen
    > Fällen Rückschlüsse auf den Absender zulässt) bei Wikileaks momentan nicht
    > sicher ist (durch die IT Infrastruktur, dass System usw.) und die
    > Informanten dadurch gefährdet sind. Und das war mit Sicherheit nicht im
    > Sinne der Personen, die die Dokumente eingereicht haben. Woher hätten sie
    > es auch wissen sollen, zu der Zeit wurde das System noch als supersicher
    > angepriesen.

    Eben, SEINER Meinung nach. Was, wenn ich, in vollem Bewusstsein über alle Risiken DENNOCH zu Wikileaks gehen würde? Wird einem das Recht auf eine freie Entscheidung hier genommen? Wieso darf sich einer so aufspielen?

    Die Daten sind bei Wikileaks nicht sicher? Achso? Na dann löschen wir sie, dann sind sie sicher *rolleyes*

    Überhaupt, was ist an den Daten unsicher? Wird die IP von der hochgeladen wird mitgeloggt? Die Informationen selber können doch wohl kaum "unsicher" sein, wenn der Informant doch wollte, dass sie veröffentlicht werden. Jedenfalls nicht für ihn, und wenn doch, dann hat er sich wohl in vollem Bewusstsein so entschieden.

    Wieso muss immer irgendjemand daherkommen und seine eigenen moralischen und ethischen Ansichten über die aller anderen stellen? Wo ist da der Unterschied zu einem Diktator, abgesehen von der Gewalt?

  9. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: HansWurst23 21.08.11 - 13:39

    > ähm, mir ist nicht bekannt, dass bis heute auch nur ein informant von
    > wikileaks als solcher geoutet wurde. die sache mit manning ist zwar
    > traurig, aber liegt nicht in der verantwortung von wikileaks.

    Richtig, ich habe auch nie behauptet, dass es passiert ist. Manning ist selber schuld, tragisch, aber eindeutig.

    > also mit welcher begründung behauptest du, dass wikileaks nicht sicher für die
    > informanten sei? richtig, du stützt das einzig und allein auf die aussage
    > dieses geltungssüchtigen domscheid-berg. ich denke, auch der herr maguhn
    > würde kein problem damit haben, wenn er gefahren für die informanten sehen
    > würde.
    >
    > außerdem, woher weißt du, wieviel tatsächlich bei WL hochgeladen wurde?

    Ich zitiere mich dazu einmal kurz selber:

    > Die Uploader haben Wikileaks vertraut: zu unrecht (sie wurden durch falsche
    > Aussagen seitens Wikileaks getäuscht), zumindest nach Domscheit-Bergs Meinung.

    Natürlich kann ICH es nicht zu 100 % wissen. Es gibt nur ~ fünf Personen, die das wirklich können, und Herr Maguhn gehört ganz sicher nicht dazu. Domscheit-Berg hingegen schon und auch wenn er von mir aus geltungssüchtig ist und die Wahrheit nicht ganz detailgetreu wiedergibt, so bezweifle ich dennoch, dass alles was in seinem Buch steht frei erfunden ist. Und in seinem Buch beschreibt er nuneinmal detailgetreu, wie er und Assange die breiten Massen belogen haben, um WikiLeaks in einem besseren Licht darstehen zu lassen. Ich werde jetzt nicht anfangen hier aus dem Buch zu zitieren, wenn du mir nicht glaubst, dann lies es halt selber. So dick ist es nicht ;) DB war in dem Buch durchaus auch selbstkritisch, es ist also nicht nur Assange-Bashing.

    Die Möglichkeit, dass er wahnsinnig ist und alles frei erfunden ist, besteht natürlich, allerdings wird seine Meinung über z.B. Assange ja auch durchaus von anderen ehemaligen bekannten Assanges gestützt. Nur weil es nicht auf Golem steht, heißt es nicht, dass es nicht passiert.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 21.08.11 13:45 durch HansWurst23.

  10. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: HansWurst23 21.08.11 - 14:05

    Altruistischer Misanthrop schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eben, SEINER Meinung nach. Was, wenn ich, in vollem Bewusstsein über alle
    > Risiken DENNOCH zu Wikileaks gehen würde? Wird einem das Recht auf eine
    > freie Entscheidung hier genommen? Wieso darf sich einer so aufspielen?
    >
    > Die Daten sind bei Wikileaks nicht sicher? Achso? Na dann löschen wir sie,
    > dann sind sie sicher *rolleyes*
    >
    > Überhaupt, was ist an den Daten unsicher? Wird die IP von der hochgeladen
    > wird mitgeloggt? Die Informationen selber können doch wohl kaum "unsicher"
    > sein, wenn der Informant doch wollte, dass sie veröffentlicht werden.
    > Jedenfalls nicht für ihn, und wenn doch, dann hat er sich wohl in vollem
    > Bewusstsein so entschieden.
    >
    > Wieso muss immer irgendjemand daherkommen und seine eigenen moralischen und
    > ethischen Ansichten über die aller anderen stellen? Wo ist da der
    > Unterschied zu einem Diktator, abgesehen von der Gewalt?

    Oh man, ernsthaft? Ja, wenn du dir über die vollen Risiken im klaren wärst, dann hätte er natürlich kein Recht sich einzumischen. In dieser Situation war sich aber keiner der Informanten über die Risiken im klaren, da mit falschen Tatsachen geworben wurde (auch hier wieder die Anmerkung, dass ich mich auf das Buch als Quelle stütze).

    Wenn die Daten gelöscht werden haben die nun besser informierten Quellen noch einmal die Möglichkeit, die möglichen Risiken abzuwägen. Wenn sie dennoch der Meinung sind, dass WikiLeaks die Daten haben soll, dann können sie sie halt erneut abschicken. Die Möglichkeit, dass sie die Informationen direkt nach dem Abschicken vernichtet haben besteht zwar, dies ist aber meist nicht der Fall. Es wäre auch der einzige Fall, der das Ganze meiner Meinung nach "unschön" machen könnte (verlorene Daten).

    Man könnte die Situation so beschreiben: Ein Kunde schließt einen Vertrag für sein Handy ab. Nun ändert der Vertragspartner aufeinmal die Richtlinien und sagt, dass alle Anrufe unter Umständen aufgezeichnet werden und auch bereits wurden. Die Vertragslaufzeit liegt bei einem Jahr.

    Was du nun verlangst wäre, dass der Kunde kein Mitspracherecht hat, sondern auf jeden Fall für ein weiteres volles Jahr zahlen muss, selbst wenn er mit diesem massiven Eingriff in seine Privatsphäre nicht einverstanden ist. Und schlimmer, all seine schon getätigen Anrufe wurden möglicherweise auch schon aufgezeichnet.

    Fairer wäre es da doch, wenn der Vertragspartner, sofern er dich nicht erreichen kann, den Vertrag erstmal beendet, die möglicherweise aufgezeichneten Gespräche entfernt und dir dann die Möglichkeit gibt, den Vertrag erneut abzuschließen.

    Nur ein Beispiel, ich will damit nicht andeuten, dass etwas aufgezeichnet wurde ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.08.11 14:08 durch HansWurst23.

  11. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: Altruistischer Misanthrop 21.08.11 - 14:17

    HansWurst23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh man, ernsthaft?

    Ja, Mann, ernsthaft. (Meinungen, subjektive Ansichten und so. Seien wir froh, dass wir was zum diskutieren haben. Wie langweilig wäre die Welt, wenn alle deiner oder meiner Meinung wären?)

    > Ja, wenn du dir über die vollen Risiken im klaren wärst,
    > dann hätte er natürlich kein Recht sich einzumischen. In dieser Situation
    > war sich aber keiner der Informanten über die Risiken im klaren, da mit
    > falschen Tatsachen geworben wurde (auch hier wieder die Anmerkung, dass ich
    > mich auf das Buch als Quelle stütze).

    Bücher spiegeln natürlich 1:1 die Wirklichkeit wider *rolleyes*

    > Wenn die Daten gelöscht werden haben die nun besser informierten Quellen
    > noch einmal die Möglichkeit, die möglichen Risiken abzuwägen. Wenn sie
    > dennoch der Meinung sind, dass WikiLeaks die Daten haben soll, dann können
    > sie sie halt erneut abschicken. Die Möglichkeit, dass sie die Informationen
    > direkt nach dem Abschicken vernichtet haben besteht zwar, dies ist aber
    > meist nicht der Fall. Es wäre auch der einzige Fall, der das Ganze meiner
    > Meinung nach "unschön" machen könnte (verlorene Daten).

    Ja sicher, wenn ich einmal in der Höhle des Löwen war und unter Einsatz meines Lebens Daten entwendet habe, diese dann aber gelöscht werden... ja, ich werde sicherlich noch genug Vertrauen haben und mich nochmal in die Höhle des Löwen wagen.

    > Man könnte die Situation so beschreiben: Ein Kunde schließt einen Vertrag
    > für sein Handy ab. Nun ändert der Vertragspartner aufeinmal die Richtlinien
    > und sagt, dass alle Anrufe unter Umständen aufgezeichnet werden und auch
    > bereits wurden. Die Vertragslaufzeit liegt bei einem Jahr.
    >
    > Was du nun verlangst wäre, dass der Kunde kein Mitspracherecht hat, sondern
    > auf jeden Fall für ein weiteres volles Jahr zahlen muss, selbst wenn er mit
    > diesem massiven Eingriff in seine Privatsphäre nicht einverstanden ist. Und
    > schlimmer, all seine schon getätigen Anrufe wurden möglicherweise auch
    > schon aufgezeichnet.

    Nein. Bleiben wir bei deinem Beispiel. Der Kunde schließt einen Vertrag ab, die Richtlinien werden vielleicht (!) geändert, aber ein Mitarbeiter der Firma entwendet all meine Daten und entscheidet, dass der Tarif und die mögliche Änderungen nicht zu meinem Wohl sind, deshalb bin ich kein Kunde mehr und meine Daten werden gelöscht.

    Nur, diese Daten bekommt man nicht wieder indem man in den Führerschein schaut!

    > Fairer wäre es da doch, wenn der Vertragspartner, sofern er dich nicht
    > erreichen kann, den Vertrag erstmal beendet, die möglicherweise
    > aufgezeichneten Gespräche entfernt und dir dann die Möglichkeit gibt, den
    > Vertrag erneut abzuschließen.
    >
    > Nur ein Beispiel, ich will damit nicht andeuten, dass etwas aufgezeichnet
    > wurde ;)

    Ja, das ist alles schön und gut, wenn die Daten so einfach wiederherzustellen wären. Aber wer weiß das in dem Fall schon? Wenn es brisante Informationen waren hat die Quelle sie womöglich gelöscht nachdem sie sie mit gutem Gewissen abgegeben hatte.

  12. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: HansWurst23 21.08.11 - 14:39

    Ja, natürlich sind Meinungen subjektiv, meine natürlich auch. Was mich stört ist, dass du scheinbar nur einen Teil meiner Antworten gelesen hast. Beispiele:

    > Bücher spiegeln natürlich 1:1 die Wirklichkeit wider *rolleyes*

    Zitat:
    >Natürlich kann ICH es nicht zu 100 % wissen. Es gibt nur ~ fünf Personen, die das wirklich können, und Herr Maguhn gehört ganz sicher nicht dazu. Domscheit-Berg hingegen schon und auch wenn er von mir aus geltungssüchtig ist und die Wahrheit nicht ganz detailgetreu wiedergibt, so bezweifle ich dennoch, dass alles was in seinem Buch steht frei erfunden ist.
    >Die Möglichkeit, dass er wahnsinnig ist und alles frei erfunden ist, besteht natürlich, allerdings wird seine Meinung über z.B. Assange ja auch durchaus von anderen ehemaligen bekannten Assanges gestützt. Nur weil es nicht auf Golem steht, heißt es nicht, dass es nicht passiert.

    Ich gehe auch davon aus, dass nicht alles genau so passiert ist, wie er es in seinem Buch beschreibt, da jeder, wie du schon selber erkannt hast, subjektiv handelt. Aber das was ich beschreibe war ja nicht eine kleine Randbemerkung, sondern es wird immer wieder aufgegriffen und ausführlich behandelt. Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass du es überhaubt gelesen hast.

    >Ja sicher, wenn ich einmal in der Höhle des Löwen war und unter Einsatz meines Lebens Daten entwendet habe, diese dann aber gelöscht werden... ja, ich werde sicherlich noch genug Vertrauen haben und mich nochmal in die Höhle des Löwen wagen.

    Bitte? Ich weiß ja nicht, wie du dir das vorstellst, aber bei den meisten dieser "Leaks" werden einfach Daten auf einen USB Stick kopiert. Und wenn man sie einmal auf einen USB Stick kopiert hat, dann ist es eine Sache von einer halben Minute die Daten erneut auf WikiLeaks zu laden. Die Ausnahme:

    >Die Möglichkeit, dass sie die Informationen direkt nach dem Abschicken vernichtet haben besteht zwar, dies ist aber meist nicht der Fall. Es wäre auch der einzige Fall, der das Ganze meiner Meinung nach "unschön" machen könnte (verlorene Daten).

    Also ich stimme mit dir insofern überein, dass es sehr unschön wäre, wenn der Informant die Daten erneut auf einen USB Stick kopieren und von seinem Arbeitsplatz schmuggeln müsste o.Ä. Aber das ist unwahrscheinlich. Ein USB Stick kostet 5 ¤ und ist so klein, dass er quasie nicht gefunden werden kann, wenn man ihn versteckt. Wer also die Daten direkt nach dem Einsenden an WikiLeaks löscht, sollte sich darüber im klaren sein, dass sie vielleicht nie an die Öffenlichkeit gelangen.


    >Nein. Bleiben wir bei deinem Beispiel. Der Kunde schließt einen Vertrag ab, die Richtlinien werden vielleicht (!) geändert, aber ein Mitarbeiter der Firma entwendet all meine Daten und entscheidet, dass der Tarif und die mögliche Änderungen nicht zu meinem Wohl sind, deshalb bin ich kein Kunde mehr und meine Daten werden gelöscht.

    Das ist mal ein guter Konter. Ich würde dir zustimmen, bzw. tue es auch zu einem Teil, allerdings nicht in dem Umfang. Denn wegen meiner Ansicht, dass es wahrscheinlich ist, dass die Informanten die Daten immer noch besitzen, trifft die Aussage

    >Nur, diese Daten bekommt man nicht wieder indem man in den Führerschein schaut!

    natürlich garnicht zu. USB Stick rein, Browser öffnen, Datei hochladen. Schwerer als auf den Führerschein zu gucken ist das nun wirklich nicht und sicher ist es auch, sofern man denn WikiLeaks trauen darf ;) Und genau das ist der Knackpunkt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.08.11 14:44 durch HansWurst23.

  13. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: Altruistischer Misanthrop 21.08.11 - 17:07

    HansWurst23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, natürlich sind Meinungen subjektiv, meine natürlich auch. Was mich
    > stört ist, dass du scheinbar nur einen Teil meiner Antworten gelesen hast.
    > Beispiele:

    Das tut mir Leid, das ist nicht meine Absicht. Wenn ich diskutiere geht es für mich nicht darum zu überzeugen oder missionieren, sondern darum eine andere Sichtweise kennenzulernen und meinen Horizont zu erweitern und vielleicht sogar neue Erkenntnisse hinzuzufügen.

    Das wäre sinnlos wenn ich nur das lesen würde, was mir in den Kram passt oder einfach irgendwo aufhöre.


    > Bitte? Ich weiß ja nicht, wie du dir das vorstellst, aber bei den meisten
    > dieser "Leaks" werden einfach Daten auf einen USB Stick kopiert. Und wenn
    > man sie einmal auf einen USB Stick kopiert hat, dann ist es eine Sache von
    > einer halben Minute die Daten erneut auf WikiLeaks zu laden. Die Ausnahme:

    Das kommt jetzt eben drauf an, welche Daten das waren. Darüber können wir nur spekulieren, aber wenn es beispielsweise um ein Regime in Land X oder die Machenschaften von Firma Y ging war die Sache vielleicht tatsächlich lebensgefährlich.

    > >Die Möglichkeit, dass sie die Informationen direkt nach dem Abschicken
    > vernichtet haben besteht zwar, dies ist aber meist nicht der Fall. Es wäre
    > auch der einzige Fall, der das Ganze meiner Meinung nach "unschön" machen
    > könnte (verlorene Daten).

    Natürlich, deshalb geht es hier auch eher um das Prinzip. Man weiß ja auch nicht um welche Informationen bzw. Leaks es geht. Selbst wenn könnte der Informanet schwer aufstehen und sagen "Ne, du Daniel, lass mal!" oder "Gut so!"

    > Also ich stimme mit dir insofern überein, dass es sehr unschön wäre, wenn
    > der Informant die Daten erneut auf einen USB Stick kopieren und von seinem
    > Arbeitsplatz schmuggeln müsste o.Ä. Aber das ist unwahrscheinlich. Ein USB
    > Stick kostet 5 ¤ und ist so klein, dass er quasie nicht gefunden werden
    > kann, wenn man ihn versteckt. Wer also die Daten direkt nach dem Einsenden
    > an WikiLeaks löscht, sollte sich darüber im klaren sein, dass sie
    > vielleicht nie an die Öffenlichkeit gelangen.

    Natürlich, vielleicht ist das aber - je nach Brisanz der Information - einfach notwendig. Wie gesagt, wir wissen nicht um welche Informationen es geht, aber wenn die eine gewisse Tragweite haben ist die Gefahr für den Informanten ungleich höher als bei irgendeiner 0815 Geschichte.

    > natürlich garnicht zu. USB Stick rein, Browser öffnen, Datei hochladen.
    > Schwerer als auf den Führerschein zu gucken ist das nun wirklich nicht und
    > sicher ist es auch, sofern man denn WikiLeaks trauen darf ;) Und genau das
    > ist der Knackpunkt.

    Genau, das ist der Knackpunkt. Wir wissen nicht ob es brisante Informationen waren, die noch irgendwo lagern, wir wissen nicht ob Domscheit-Berg die Informationen kennt, wir wissen nicht ob er dafür bezahlt wird sie zu vernichten etc pp.

    Da könnten wir ewig weiterspinnen. Ich finde diese, seine Entscheidung dennoch nicht richtig.

  14. Re: Als Quelle wäre ich ziemlich sauer ...

    Autor: Trockenobst 21.08.11 - 20:56

    kevla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > heise: die uploader müssten die daten noch einmal dort hochladen, wo sie
    > dem system vertrauen.

    Vertrauen ist absolut. Entweder du vertraust oder nicht.

    Wenn Hr. D. oder Hr. A. nicht vertrauenswürdig sind, bzw. ihre Plattformen
    nicht vertrauenswürdig sind, ist es im Kontext von Verschlüsselungstheorien
    tatsächlich das Beste, wenn die Daten und Schlüssel nachweislich gelöscht
    werden.

    Nur dann kann von der Quelle eine neue "sichere Kette" aufgebaut werden,
    entweder an X oder Y, und dann sind diese Leute komplett daran "Schuld"
    wenn sie nicht vertrauenswürdig mit diesen Daten handeln.

    Herr D.-B. möchte nicht schuld sein, wenn die Leute nicht vertrauenswürdig
    sind. Somit *kann* er nicht anders handeln. Wikileaks will momentan keine
    neuen Daten. Wenn Sie das nicht wollen, warum wollen Sie dann die Daten
    von D.-B.? Es gibt hier kein "bisschen" Schwanger.

    Sicherheit ist absolut. Der Kindergarten ist lächerlich und die Leute die es
    treffen könnte lachen gerade über diesen ganzen Quatsch. Aber das ist
    normal auf der Seite des "alternativen Zauns". Nur Egomanen und Spinner.

    Tabula Rasa. Alles auf Anfang. Sind Daten dann verloren ist das so.
    Aber die sichere Kette muss gewährleistet sein, sonst sind diese Plattformen
    weniger Wert als eine CD Anonym an Spiegel Online oder die New York Times.

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Märchen-Diablo für Mobile-Geräte

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Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Fantasypixel und Verkehrsplanung für unterwegs
  2. Mobile-Games-Auslese Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone
  3. Mobile-Games-Auslese Verdrehte Räume und verrückte Zombies für unterwegs

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