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Billige anti-china propaganda

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Billige anti-china propaganda

    Autor: chrischros 27.10.21 - 22:29

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bin mal gespannt wie lange das dauert bis hier zensiert wird.
    >
    > > Vielmehr begründen sie Repressalien mit dem Verweis auf die in der
    > Volksrepublik geltenden
    > > Gesetze.
    >
    > geltende Gesetze sind jetzt schon Repressalien? In was für einer Welt lebt
    > denn der Autor?
    >
    > > Dessen Behörden erließen daraufhin Ende Juli eine Richtlinie, die
    > Unternehmen wie Meituan
    > > verpflichtet, ihre Fahrer über dem Mindestlohn zu bezahlen, sie gegen
    > Unfälle und Krankheit zu
    > > versichern, ausreichend Pausen während der Arbeitszeit zu gewähren und
    > ihnen sichere
    > > Fahrrad- und Motorradhelme zu stellen. Außerdem darf Meituan seine
    > Mitarbeiter nicht mehr
    > > auf Werkvertragsbasis beschäftigen und muss sie dabei unterstützen, sich
    > in Gewerkschaften zu
    > > organisieren.
    >
    > das ist ja richtig kriminell.
    >
    > > Die Finanzmarktaufsicht regulierte Fintechs stärker, weil diese sich in
    > den vergangenen Jahren
    > > wie Banken verhalten haben, aber nicht die gleichen Gesetze und
    > Verordnungen befolgen
    > > mussten
    >
    > schon wieder so ein Unrechtsstaat. Lieber die nächste Krise auslösen und
    > den Staat betrügen. Da kann man sich mal lieber an Olaf Scholz ein Beispiel
    > nehmen.
    >
    > > Was Chinas Bürger unter "Gleichheit" und "Wohlstand für alle" zu
    > verstehen haben, definiert
    > > dabei die Partei.
    >
    > und bei uns das Gesetz, das von den Parteien gemacht wird...?
    >
    > > Ausgezeichnete Unternehmer müssen ein starkes Verantwortungsbewusstsein
    > für das Land und
    > > die Nation haben, die Entwicklung des Unternehmens eng mit dem Wohlstand
    > des Landes, dem > Wohlstand der Nation und dem Glück der Menschen
    > verbinden
    >
    > das geht natürlich auch nicht.
    >
    > > Je leistungsfähiger die Verwaltung ist, desto mehr Ansehen und Vertrauen
    > genießt die Partei und desto größer ist ihre Macht, so die Überlegung
    >
    > das ist natürlich bei anderen Regierungen völlig anders

    Wieso hab ich das Gefühl das die 50-Cent-Army hier aktiv ist :-)
    Vor paar Tagen las ich "Zensur an deutschen Unis: China stoppt Lesungen aus Biografie über Machthaber Xi Jinping" was mich natürlich gefreut hat das ein Kommunistisches Land solch einen Einfluss in einer Demokratie ausüben kann. Und ja wer heutzutage Pro-CCP-China ist, liefert meiner Meinung nach eine klare Selbstoffenbarung :-)
    Aber ich bin auch nur eine Seele mit guten Absichten, bitte verstehe mich nicht falsch.

  2. Re: Billige anti-china propaganda

    Autor: Simon E. Schuster 28.10.21 - 01:02

    Naja der Vergleich hinkt, ich bezog mich ja auf die im Artikel genannten Punkte. Und wenn die Chinesen Arbeitnehmerrechte stärken, Ausbeutung von Angestellten durch Anpassung der Arbeitszeiten senken, Digitalkonzerne an die Kandare nehmen so das diese wenigstens einen kleinen Teil Ihrer immensen Macht, für den Staat welcher Sie mit Hunderten Milliarden gefördert hat nutzen und Ihrer Gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen müssen. Gesetze erlassen werden welche wir innerhalb der EU schon vor 10 Jahren gut hätten gebrauchen können, dann kann ich nichts schlechtes daran sehen. Selbst wenn all diese Punkte nur zum Machterhalt kommen, ist die Welt für die Chinesische Bevölkerung hinterher wieder ein wenig besser. Das ist das einzige was zählt. Und wir können echt dankbar sein, das China keine Demokratie ist. Wäre echt anstrengend die ganze Asiatische Region über 50 -100 Jahre permanent in Stammes und Bürgerkriegen untergehen zu sehen. Einen solch großen Raum mit solch komplett unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, Stämmen, Ethnien unter einer Demokratie zu vereinen halte ich für absolut utopisch. Damit sei nicht behauptet alles in China laufe super siehe Uiguren und Umweltverschmutzung und Co. Dennoch ist mir eine gemäßigter Autoritäres Regime wie China als Handelspartner wesentlich angenehmer als die Amis mit Ihrem ständigen kurzsichtigen Aktionismus und Ihren absolut unvernünftigen Wirtschaftsmodell.

  3. Re: Billige anti-china propaganda

    Autor: AllDayPiano 28.10.21 - 06:39

    Du verstehst den Punkt nicht. China hat keine Arbeitnehmerrechte gestärkt, sondern hat eine Firma, die bei der KPC in Ungnade gefallen ist, gezielt durch die Legislative eingegriffen.

    Es würde den Arbeitnehmern ja nur dann zu gute kommen, wenn dieses Gesetz nicht nur für den Lieferdienst, sondern flächendeckend für alle Unternehmen durchgesetzt würde. Wird es das? Ohne umfassende Berichterstattung werden wir das nicht erfahren. Gemessen an den Taten der Vergangenheit ist das allerdings sehr stark zu bezweifeln.

    Mal ein anderes aktuelles Beispiel: Es gibt in China sehr viele "verbotene Kinder", die trotz der Ein-Kind-Politik gezeugt wurden. Diese Kinder erhalten keine Eintragung ins Geburtenregister, damit auch keine persönlichen Ausweisdokumente, und sind damit faktisch vom Leben abgehängt. Weder können sie mit dem ÖPNV, dem Fernverkehr oder Flugzeug reisen, noch können sie überhaupt einer Arbeit nachgehen. Sie können froh sein, wenn sie irgendwo mit hundsmiserabler Bezahlung irgendeine Beschäftigung schwarz bekommen.

    Eigentlich sollten diese Kinder anerkannt werden; aber das passiert nicht. Mittlerweile zahlen die Familien um die 30.000 Euro, um ihr Kind "anzumelden". Aber anstatt dass das dann auch passiert, streicht die Lokalregierung das Geld ein, und beendet den Fall. Ohne Anerkennung. Die Eltern können nochmal zahlen, unter der Hoffnung, dass das Kind dann endlich anerkannt wird. Aber auch das ist ungewiss. Wieviele Chinesen haben mal eben 30.000 Euro übrig? Bei 250 Euro Monatslohn?

    Es gab eine dieser Schattenkinder, die schlussendlich vor's oberste Gericht gezogen ist. Sie hat sich selbst Jura beigebracht, nachdem sie nicht studieren durfte. Kein Anwalt wollte sie vertreten, weil niemand gegen die Parteilinie der KPC eintreten will. Sie fand ein älteres Gesetz, nach dem diese Kinder hätten anerkannt werden müssen. Aber ohne groß zu verhandeln wies das Gericht die Klage ab. Gibt eine gute Arte-Doku darüber.

    Jetzt meine Frage an Dich: Wieso sperrt sich die KPC dagegen, diese zig-tausenden Kinder endlich legal werden zu lassen, wenn sie doch so philanthropisch ist?

    Vielleicht, weil sie es schlichtweg nicht ist. Weil die Kommunen mit dieser miesen Masche zig Milliarden Euro jedes Jahr einnehmen. Und weil, würde die KPC hier eingreifen, einen Finanzausgleich an die Kommunen machen müsste, die dieses Geld in ihrem Haushalt als stetige Einnahmen behalten wollen.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung.

  4. Re: Billige anti-china propaganda

    Autor: mnementh 28.10.21 - 07:32

    chrischros schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Simon E. Schuster schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es spielt keine Rolle ob aus purer Machtpolitik, taktischem Kalkül oder
    > > anderen Motiven etwas gutes entsteht. Wichtig ist der Fakt das etwas
    > gutes
    > > entsteht.
    >
    > Natürlich spielt es eine Rolle!
    > Hier ein Beispiel: Hitler hat die Autobahn gebaut.
    Und, kritisiert irgendwer Hitler weil er die Autobahn gebaut hat? Und die Liste der positiven Dinge bei China ist leicht länger als bei Hitler. Es ist durchaus OK das anzuerkennen. Nur wenn ich die positiven Dinge für uns übernehmen will, heißt das noch lange nicht, dass ich gleichzeitig ein Gulag für Uiguren bauen muss.

  5. Re: Billige anti-china propaganda

    Autor: AllDayPiano 28.10.21 - 07:50

    Hitler hat die Autobahnen nur zum Selbstzweck gebaut: Damit die Truppen und Panzer rollen können.

    Das hat er nur können, indem er das billige Massengut "Arbeitslose" massiv in den Dienst gestellt hat. Am Anfang mag das noch so ausgesehen haben, als ob er den Menschen etwas gutes tut, aber schlussendlich hätten die Menschen mutmaßlich nicht mitgemacht, wenn sie gewusst hätten, dass ihr Handeln dazu beiträgt, das Land sechs Jahre lang in den Krieg zu stürzen.

    Und genau das ist der Punkt des Arguments. Ob die Autobahn gut für uns *heute* ist, spielt für die Entscheidung der Menschen damals keine Rolle.

    Das spielt eher in der Liga: Ich gebe einem Junkie jeden Tag 50 Euro, damit er mir die Drecksarbeit macht. Aber ja: Beschränkt man den Zeitraum nur auf die Geldübergabe, sieht es fast so aus, als täte ich etwas gutes.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung.

  6. Re: Billige anti-china propaganda

    Autor: mnementh 28.10.21 - 09:22

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hitler hat die Autobahnen nur zum Selbstzweck gebaut: Damit die Truppen und
    > Panzer rollen können.
    >
    Eine unterstellte Intention in die Bewertung von Handlungen einfließen zu lassen ist ein Weg in die Hölle.

    Ich kritisiere den Krieg und tue das immer. Ich betrachte eine Autobahn aber nicht als ein Mittel zum Krieg.

    > Das hat er nur können, indem er das billige Massengut "Arbeitslose" massiv
    > in den Dienst gestellt hat. Am Anfang mag das noch so ausgesehen haben, als
    > ob er den Menschen etwas gutes tut, aber schlussendlich hätten die Menschen
    > mutmaßlich nicht mitgemacht, wenn sie gewusst hätten, dass ihr Handeln dazu
    > beiträgt, das Land sechs Jahre lang in den Krieg zu stürzen.
    >
    Der Autobahnbau hat nicht dazu beigetragen das Land in den Krieg zu stürzen. Demgegenüber waren viel zu viele Menschen bereit dazu ganz real Krieg zu unterstützen. In Diskussionen über das Hitlerregime stört mich zu oft die Haltung, die Deutschen wären ja von Hitler zu einem Krieg getrickst worden. Hitler war über seine Intentionen diesbezüglich nicht super zurückhaltend weshalb genau diese Kriegswilligkeit von Linken bereits vor Hitlers Wahl kritisiert wurde. Das Problem war nur, die Linken waren in der Minderheit, einem großen Teil der Bevölkerung war die Kriegsmacherei egal oder sie unterstützen das sogar. Das und nicht die Autobahn hat dazu beigetragen das Land in den Krieg zu stürzen.

    > Und genau das ist der Punkt des Arguments. Ob die Autobahn gut für uns
    > *heute* ist, spielt für die Entscheidung der Menschen damals keine Rolle.
    >
    Ich sehe nicht den Unterschied, den die Zeit hier bei der BEwertung macht.

    > Das spielt eher in der Liga: Ich gebe einem Junkie jeden Tag 50 Euro, damit
    > er mir die Drecksarbeit macht. Aber ja: Beschränkt man den Zeitraum nur auf
    > die Geldübergabe, sieht es fast so aus, als täte ich etwas gutes.
    Hinkende Vergleiche hinken.

  7. Re: Billige anti-china propaganda

    Autor: maxule 03.11.21 - 17:15

    Funktioniert aber nur, wenn Medien/Informationsaustausch halbwegs transparent/offen.

  8. Re: Billige anti-china propaganda

    Autor: snobs 03.11.21 - 19:47

    Auf Arte.tv gibt es ein paar interessante Berichte zu China, z.B.:
    "China – Xi Jinpings Supermacht"
    "China: Milliardäre verschwinden einfach…"
    "Zensur - Chinas mediale Gegenwelt"
    "China: Erzwungene Geständnisse im TV-Tribunal"
    "1989, Platz des Himmlischen Friedens"
    "China: Tagebuch in Quarantäne"
    "China: Tagebuch nach der Quarantäne"

    Oder finden Sie auch, dass es sich dabei um Propaganda handelt?

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