1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Wohnungswirtschaft: Telekom und…

Macht's euch halt selbst

Das Wochenende ist fast schon da. Zeit für Quatsch!
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Macht's euch halt selbst

    Autor: j0hnd0e 25.09.19 - 01:54

    So schwer ist das Providerleben nicht. Man muss heute nicht mehr alles zur Verfügung stellen. IP reicht. Telefonie und Fernsehen können sich die Mieter nach Bedarf bei Over-the-Top Anbietern besorgen. Es wird schon einen Provider geben, der für die Anbindung an einen Austauschpunkt sorgen kann, wo man billig Transit kaufen kann. Die rechtlichen Aspekte sollten für Wohnungsbaugesellschaften zu handhaben sein. Mietverhältnisse sind komplizierter als Internetzugänge. Sagt Telekom und Vodafone, dass sie eure Campusnetze nutzen sollen oder ganz draußen bleiben müssen.

  2. Re: Macht's euch halt selbst

    Autor: elcaron 25.09.19 - 09:03

    Interessanter wäre vermutlich ein Dienstleister, der es einem "selbst" macht. Kleinere Gesellschaften werden wohl nicht effizient ganze Stellen schaffen können, die sowas machen.
    Warum gibt es keine Consultingservices, die den Aufbau von sowas anbieten und koordinieren und dann auf kosten des Auftragsgebers und in dessen Eigentum bauen (lassen)?
    Kann man ja auch z.B. Straßenzügen anbieten.

  3. Re: Macht's euch halt selbst

    Autor: bombinho 25.09.19 - 09:05

    elcaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Interessanter wäre vermutlich ein Dienstleister, der es einem "selbst"
    > macht. Kleinere Gesellschaften werden wohl nicht effizient ganze Stellen
    > schaffen können, die sowas machen.
    > Warum gibt es keine Consultingservices, die den Aufbau von sowas anbieten
    > und koordinieren und dann auf kosten des Auftragsgebers und in dessen
    > Eigentum bauen (lassen)?
    > Kann man ja auch z.B. Straßenzügen anbieten.

    Das Betreibermodell ist ja gescheitert, da man die Betreiber regelmaessig ohne Anschluesse hat in der Luft haengen lassen. Das ist nichts Neues, nur mit der vorhandenen Marktmacht nahezu aussichtslos.

  4. Re: Macht's euch halt selbst

    Autor: bombinho 25.09.19 - 09:07

    j0hnd0e schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So schwer ist das Providerleben nicht. Man muss heute nicht mehr alles zur
    > Verfügung stellen. IP reicht. Telefonie und Fernsehen können sich die
    > Mieter nach Bedarf bei Over-the-Top Anbietern besorgen. Es wird schon einen
    > Provider geben, der für die Anbindung an einen Austauschpunkt sorgen kann,
    > wo man billig Transit kaufen kann. Die rechtlichen Aspekte sollten für
    > Wohnungsbaugesellschaften zu handhaben sein. Mietverhältnisse sind
    > komplizierter als Internetzugänge. Sagt Telekom und Vodafone, dass sie eure
    > Campusnetze nutzen sollen oder ganz draußen bleiben müssen.

    Dem steht u.a. ein Telekommunikationsgesetz im Weg, welches unter grosszuegiger Beratung der grossen Provider geformt wurde. Wenn das tatsaechlich moeglich waere, haetten Hinz und Kunz sich Stuecke von dem Multimilliardenkuchen abgeschnitten.

    Oder wuerdest Du, wenn du das Wissen haettest und es die Moeglichkeit gaebe, dor legal Geld zu verdienen, auf ein mueheloses Einkommen, mit hauptsaechlich auf Initialinvestition beschraenktem Aufwand, verzichten?



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.19 09:11 durch bombinho.

  5. Re: Macht's euch halt selbst

    Autor: j0hnd0e 25.09.19 - 09:34

    Kannst du etwas konkreter darlegen, warum es unmöglich sein soll, einen kleinen Provider zu gründen, der die Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft versorgt? Wir reden nicht von der Erbtante, die ein knappes Dutzend Wohnungen verwaltet. Eine gewisse Mindestgröße ist schon notwendig, damit sich vor allem der rechtliche Aufwand lohnt. Ein grundsätzliches Problem ist das aber nicht. Außerdem agieren solche Gesellschaften in städtischen Gebieten, wo das nächste Backbone nicht weit ist. Wer es z.B. in Frankfurt oder Berlin nicht schafft, eine Verbindung ins Internet zu bekommen, um als ISP anzufangen, sollte es vielleicht doch nicht selbst machen.

  6. Re: Macht's euch halt selbst

    Autor: mainframe 25.09.19 - 09:36

    Die Regularien sind für keine Unternehmen nicht leistbar.

    Was Du da an Manpower vorhalten musst macht kein Sinn im kleinen.

    Wir hatten das im Gemeinderat auch überlegt. Aber das kann man nicht einfach machen.

    Von der Technik und Abrechnung her wäre das kein Ding. Aber wenn die Staatsanwaltschaft kommt und Du liefern musst sieht es schon ganz anders aus.

  7. Re: Macht's euch halt selbst

    Autor: j0hnd0e 25.09.19 - 09:44

    Das halte ich für ein Angstargument. Es gibt unzählige kleine und kleinste ISPs. Warum das ausgerechnet dann unmöglich sein soll, wenn eine Wohnungsbaugesellschaft dahinter steht, erklärt das nicht.

  8. Re: Macht's euch halt selbst

    Autor: bombinho 25.09.19 - 13:20

    j0hnd0e schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kannst du etwas konkreter darlegen, warum es unmöglich sein soll, einen
    > kleinen Provider zu gründen, der die Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft
    > versorgt? Wir reden nicht von der Erbtante, die ein knappes Dutzend
    > Wohnungen verwaltet. Eine gewisse Mindestgröße ist schon notwendig, damit
    > sich vor allem der rechtliche Aufwand lohnt. Ein grundsätzliches Problem
    > ist das aber nicht. Außerdem agieren solche Gesellschaften in städtischen
    > Gebieten, wo das nächste Backbone nicht weit ist. Wer es z.B. in Frankfurt
    > oder Berlin nicht schafft, eine Verbindung ins Internet zu bekommen, um als
    > ISP anzufangen, sollte es vielleicht doch nicht selbst machen.

    Warum genau soll die Erbtante das nicht finanzieren wollen, wenn es ginge?
    Warum genau sollten Staedte und Gemeinden es nicht tun wollen, wenn es ginge?
    Glaubst du wirklich, die gegenleistungslose Uebergabe von Finanzen an Provider ist wirklich das erklaerte Ziel saemtlicher Gemeinden und Staedte (2 Ausnahmen)?

    Uebrigens ist es ein gewaltiger Unterschied, eine Internetverbindung zu bekommen und eine solche Jemandem zur Verfuegung zu stellen.

    Was Mobilfunk angeht, ist die Frage besonders leicht zu beantworten: "Beachten Sie dabei unbedingt, dass Sie keine Möglichkeit haben, ein eigenes Telekommunikationsnetz von Grund auf aufzubauen, da aktuell alle nutzbaren Frequenzen bereits belegt sind und die Bundesnetzagentur die Nutzung dieser scharf reguliert."

    Sollte es um Zugaenge mit Telefonie gehen, dann muss man erst Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Bundesministerium des Innern, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Bundesrat ins Boot holen, damit man seine Pflichten nicht nur erledigen kann, sondern auch darf.

    Ansonsten duerfte dir bereits der Paragraph 109 TKG "Technische Schutzmaßnahmen" die Beine brechen. Der mutet an, wie "Wir stellen diskriminierungsfrei und ungeachtet von Geschlecht alle gutaussehenden maennlichen Bewerber ueber 1,90 mit blonden Haaren und blauen Augen ein."
    Dabei ist das Witzige, dass man diese Masznahmen zwar umsetzen muss, aber dass die nicht skalieren muessen. Also eine Telekom muss nicht fuer jede Vermittlungsstelle nachweisen, dass ein wirksamer Schutz gegen Katastrophen existiert, was ja eigentlich auch gar nicht machbar ist, wie wir z.B. aus vollgelaufenen Vermittlungsstellen etc. wissen, sondern lediglich versichern muss, dass ein Protokoll fuer den Ernstfall existiert.

    Die Erbtante hingegen darf die gleichen Masznahmen wie die Telekom implementieren. Wie schoen doch maszgeschneiderte Gesetze sind, nicht wahr?
    Wie war das noch einmal mit Erschwerung des Markteintritts fuer Mitbewerber?

  9. Re: Macht's euch halt selbst

    Autor: bombinho 25.09.19 - 15:36

    j0hnd0e schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das halte ich für ein Angstargument. Es gibt unzählige kleine und kleinste
    > ISPs. Warum das ausgerechnet dann unmöglich sein soll, wenn eine
    > Wohnungsbaugesellschaft dahinter steht, erklärt das nicht.

    Ahja, dann nenne doch mal ein paar davon, die nicht bereits zum Zeitpunkt der Privatisierung der Telekom (TV)Netze betrieben haben.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.19 15:37 durch bombinho.

  10. Re: Macht's euch halt selbst

    Autor: j0hnd0e 25.09.19 - 15:39

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum genau soll die Erbtante das nicht finanzieren wollen, wenn es ginge?

    Weil es um Wohnungsbaugesellschaften geht, nicht um kleine Vermieter mit ein paar Wohnungen.

    > Warum genau sollten Staedte und Gemeinden es nicht tun wollen, wenn es
    > ginge?

    Das habe ich dich gefragt. Ich habe vorgeschlagen, dass man mit einer gewissen Mindestanzahl von Abnehmern einen kleinen ISP gründen könnte, um nicht auf die Dienstleistungen von Telekom und Vodafone angewiesen zu sein. Streng genommen aber wiederum als Idee für Wohnungsbaugesellschaften, die schon ein Netz haben und möchten, dass es genutzt wird.

    > Glaubst du wirklich, die gegenleistungslose Uebergabe von Finanzen an
    > Provider ist wirklich das erklaerte Ziel saemtlicher Gemeinden und Staedte
    > (2 Ausnahmen)?

    Hast du ein Strohmannlager oder was soll der Quatsch? Bleib mal beim Thema.

    > Uebrigens ist es ein gewaltiger Unterschied, eine Internetverbindung zu
    > bekommen und eine solche Jemandem zur Verfuegung zu stellen.

    Nein, nicht wirklich. Schau mal, wie das z.B. Freifunk macht.

    > Was Mobilfunk angeht, ist die Frage besonders leicht zu beantworten:
    > "Beachten Sie dabei unbedingt, dass Sie keine Möglichkeit haben, ein
    > eigenes Telekommunikationsnetz von Grund auf aufzubauen, da aktuell alle
    > nutzbaren Frequenzen bereits belegt sind und die Bundesnetzagentur die
    > Nutzung dieser scharf reguliert."

    Wir reden aber nicht über Mobilfunk. (Und auch da würde ich dieses Zitat von einer nutzlosen "Wie gründet man ein Telekommunikationsunternehmen" Seite nicht akzeptieren, denn es gibt auch zuteilungsfreie Frequenzen.)

    > Sollte es um Zugaenge mit Telefonie gehen

    Tut es aber nicht. Ich habe schon im Eingangskommentar geschrieben, dass ein reiner Internetzugang ausreicht. Insbesondere für Telefonie gibt es eine reichhaltige Auswahl an Dienstleistern, die Endverbrauchern VoIP anbieten, überwiegend auch mit besseren Preisen als die klassischen Netzbetreiber.

    > Ansonsten duerfte dir bereits der Paragraph 109 TKG "Technische
    > Schutzmaßnahmen" die Beine brechen.

    Ach schlimm. Das Sicherheitsniveau diverser viel größerer Netzbetreiber ist ja nicht so berauschend, und in dem Gesetz steht auch, dass der Aufwand für die Maßnahmen der Bedeutung des Netzes angemessen sein soll, also alles halb so wild. Wie gesagt, die rechtlichen Aspekte sollten kein Problem sein. Im Artikel ist eine Gesellschaft mit 130000 Mietwohnungen als Beispiel genannt. Die kennen den Amtsschimmel sicher sehr gut.

    > Wie war das noch einmal mit Erschwerung des Markteintritts fuer
    > Mitbewerber?

    Ich hatte nach konkreten Gründen gefragt, nicht nach Politisierung. Es gibt sehr viele Provider mit weniger Kunden, als die beispielhaft genannte Gesellschaft Mieter hat. Wenn du keinen Grund kennst, der es speziell Wohnungsbaugesellschaften unmöglich macht, einen ISP zu gründen, dann verbreite bitte keine unbegründete Panik.

  11. Re: Macht's euch halt selbst + Nachtrag

    Autor: bombinho 25.09.19 - 15:53

    j0hnd0e schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil es um Wohnungsbaugesellschaften geht, nicht um kleine Vermieter mit
    > ein paar Wohnungen.

    Wenn die Erbtante das koennte, dann koennten es die Wohnungsbaugesellschaften erst recht ,oder?

    > Das habe ich dich gefragt. Ich habe vorgeschlagen, dass man mit einer
    > gewissen Mindestanzahl von Abnehmern einen kleinen ISP gründen könnte, um
    > nicht auf die Dienstleistungen von Telekom und Vodafone angewiesen zu sein.
    > Streng genommen aber wiederum als Idee für Wohnungsbaugesellschaften, die
    > schon ein Netz haben und möchten, dass es genutzt wird.

    Tja, genau darauf habe ich dir geantwortet und dir erklaert, dass das dank maszgeschneiderter Gesetzgebung eben gar nicht machbar ist.

    > > Glaubst du wirklich, die gegenleistungslose Uebergabe von Finanzen an
    > > Provider ist wirklich das erklaerte Ziel saemtlicher Gemeinden und
    > Staedte
    > > (2 Ausnahmen)?
    >
    > Hast du ein Strohmannlager oder was soll der Quatsch? Bleib mal beim
    > Thema.

    Ach wir reden gar nicht mehr darueber, dass es offensichtlich nicht leistbar ist, als Provider aufzutreten, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen? Wenn du schon den Strohmann auspackst, dann wirst du sicher auch den unterliegenden Fehlschluss aufzeigen koennen, oder?

    > > Uebrigens ist es ein gewaltiger Unterschied, eine Internetverbindung zu
    > > bekommen und eine solche Jemandem zur Verfuegung zu stellen.
    >
    > Nein, nicht wirklich. Schau mal, wie das z.B. Freifunk macht.

    Sehr gute Empfehlung, ich wuerde dir sogar ans Herz legen, die unterliegenden Strukturen und die bestehenden Probleme dahinter zu eruieren. Nicht zuletzt, warum nur wenige Hartgesottene laenger dabei mitmachen.

    > (Und auch da würde ich dieses Zitat
    > von einer nutzlosen "Wie gründet man ein Telekommunikationsunternehmen"
    > Seite nicht akzeptieren, denn es gibt auch zuteilungsfreie Frequenzen.)

    Hihi, ein Witzbold vor dem Herrn, nennst du mir mal eine Frequenz, mit der ich zuteilungsfrei kommerziell Flaechen mit Mobilfunk versorgen kann?

    > Tut es aber nicht. Ich habe schon im Eingangskommentar geschrieben, dass
    > ein reiner Internetzugang ausreicht. Insbesondere für Telefonie gibt es
    > eine reichhaltige Auswahl an Dienstleistern, die Endverbrauchern VoIP
    > anbieten, überwiegend auch mit besseren Preisen als die klassischen
    > Netzbetreiber.

    Ach, und weil du schreibst, dass es dir reicht, hat es den Wohnungsbaugesellschaften und deren Kunden ebenfalls zu reichen? Wie war noch mal die Definition fuer ein Strohmann-Argument?

    > > Ansonsten duerfte dir bereits der Paragraph 109 TKG "Technische
    > > Schutzmaßnahmen" die Beine brechen.
    >
    > Ach schlimm. Das Sicherheitsniveau diverser viel größerer Netzbetreiber ist
    > ja nicht so berauschend, und in dem Gesetz steht auch, dass der Aufwand für
    > die Maßnahmen der Bedeutung des Netzes angemessen sein soll, also alles
    > halb so wild. Wie gesagt, die rechtlichen Aspekte sollten kein Problem
    > sein. Im Artikel ist eine Gesellschaft mit 130000 Mietwohnungen als
    > Beispiel genannt. Die kennen den Amtsschimmel sicher sehr gut.

    Jupp, und treten deswegen auch nicht als Provider auf. Nicht, weil sie das Geld nicht brauchen wuerden oder jegliche Investitionen scheuen wuerden, genaugenommen ist das sogar deren Hauptgeschaeftsfeld, sondern weil es aus den genannten Gruenden eben nur fuer einige wenige Unternehmen machbar ist.

    > > Wie war das noch einmal mit Erschwerung des Markteintritts fuer
    > > Mitbewerber?
    >
    > Ich hatte nach konkreten Gründen gefragt, nicht nach Politisierung. Es gibt
    > sehr viele Provider mit weniger Kunden, als die beispielhaft genannte
    > Gesellschaft Mieter hat. Wenn du keinen Grund kennst, der es speziell
    > Wohnungsbaugesellschaften unmöglich macht, einen ISP zu gründen, dann
    > verbreite bitte keine unbegründete Panik.

    Oh, du nennst die Grundlagen der Oekonomie "Politisierung"?
    Koenntest du mal solche Provider nennen, die noch nicht vor der Privatisierung der Telekom (Marktoeffnung) bereits Netze betrieben hatten?

    Nachtrag:
    Da du es offensichtlich besser weisst, koenntest Du den Weg umreissen, wie man einen ISP in Deutschlang gruenden wuerde? Besonders der rechtliche und verwalterische Teil wuerde mich ja brennend interessieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.19 16:10 durch bombinho.

  12. Re: Macht's euch halt selbst + Nachtrag

    Autor: j0hnd0e 25.09.19 - 16:50

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > j0hnd0e schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Weil es um Wohnungsbaugesellschaften geht, nicht um kleine Vermieter mit
    > > ein paar Wohnungen.
    >
    > Wenn die Erbtante das koennte, dann koennten es die
    > Wohnungsbaugesellschaften erst recht ,oder?

    Aber wenn es die Erbtante nicht kann, dann heißt das nicht, dass es die Wohnungsbaugesellschaft auch nicht kann. Aus A folgt B ist nicht äquivalent zu aus nicht A folgt nicht B. ISP zu sein bedeutet gewisse Pflichten, die man als Einzelunternehmer schwerlich erbringen kann, wenn man nicht als reiner Reseller auftreten will. Ein größeres Unternehmen kann diese Pflichten erfüllen und sollte sich im Zweifelsfall überlegen, das zu tun, anstatt die eigene Infrastruktur brach liegen zu lassen.

    > > > Glaubst du wirklich, die gegenleistungslose Uebergabe von Finanzen an
    > > > Provider ist wirklich das erklaerte Ziel saemtlicher Gemeinden und
    > > Staedte
    > > > (2 Ausnahmen)?
    > >
    > > Hast du ein Strohmannlager oder was soll der Quatsch? Bleib mal beim
    > > Thema.
    >
    > Ach wir reden gar nicht mehr darueber, dass es offensichtlich nicht
    > leistbar ist, als Provider aufzutreten, von ganz wenigen Ausnahmen
    > abgesehen?

    Wir reden über Wohnungsbaugesellschaften, weil das Thema des Artikels ist. Du kannst von mir aus mit deiner Tante und deinem Stadtrat über die böse ungerechte Politik reden.

    > Hihi, ein Witzbold vor dem Herrn, nennst du mir mal eine Frequenz, mit der
    > ich zuteilungsfrei kommerziell Flaechen mit Mobilfunk versorgen kann?

    Dir ist offensichtlich nicht bewusst, dass es konkrete Pläne gibt, ISM Bänder zusätzlich zu den exklusiv zugeteilten Bändern für Mobilfunk zu nutzen.

    > > Ich habe schon im Eingangskommentar geschrieben, dass
    > > ein reiner Internetzugang ausreicht. Insbesondere für Telefonie gibt es
    > > eine reichhaltige Auswahl an Dienstleistern
    >
    > Ach, und weil du schreibst, dass es dir reicht, hat es den
    > Wohnungsbaugesellschaften und deren Kunden ebenfalls zu reichen?

    Ja, denn das ist eine vernünftige Lösung. Wer es etwas klassischer mag, bietet diese Dienste als Reseller "aus einer Hand" mit an. So machen das diverse auch bundesweit tätige ISPs. Das ist absolut kein Hinderungsgrund.

    > sondern weil es aus den genannten Gruenden eben nur fuer einige
    > wenige Unternehmen machbar ist.

    > Oh, du nennst die Grundlagen der Oekonomie "Politisierung"?
    > Koenntest du mal solche Provider nennen, die noch nicht vor der
    > Privatisierung der Telekom (Marktoeffnung) bereits Netze betrieben hatten?

    Es gibt haufenweise regionale Provider wie zum Beispiel rsm-connect.net. Die öknomischen Grundlagen sind offensichtlich nicht so, wie du befürchtest. Größe ist im Providergeschäft zweifellos von Vorteil, aber zu behaupten, es wäre wirtschaftlich oder rechtlich unmöglich, ein Netz mit ein paar tausend oder zigtausend Kunden unabhängig zu betreiben, ist falsch. Beweis durch Gegenbeispiel.

    Lesen und verstehen: "People Who Say It Cannot Be Done Should Not Interrupt Those Who Are Doing It."

  13. Re: Macht's euch halt selbst + Nachtrag

    Autor: bombinho 25.09.19 - 17:24

    j0hnd0e schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber wenn es die Erbtante nicht kann, dann heißt das nicht, dass es die
    > Wohnungsbaugesellschaft auch nicht kann.
    > Aus A folgt B ist nicht äquivalent
    > zu aus nicht A folgt nicht B.

    Tja, aber leider koennen es weder die Erbtante noch die Wohnungsbaugesellschaft noch koennen es nahezu alle Staedte und Gemeinden in Deutschland. Was wuerdest du als Grund vermuten?

    > ISP zu sein bedeutet gewisse Pflichten, die
    > man als Einzelunternehmer schwerlich erbringen kann, wenn man nicht als
    > reiner Reseller auftreten will. Ein größeres Unternehmen kann diese
    > Pflichten erfüllen und sollte sich im Zweifelsfall überlegen, das zu tun,
    > anstatt die eigene Infrastruktur brach liegen zu lassen.

    Ah, verstehe, der Mittelstand in Deutschland ist nur zu faul und uninformiert und das trifft auch auf die Staedte und Gemeinden zu. Ich liebe deine Logiklehrgaenge, was da so alles dabei rauskommt...

    > > > > Glaubst du wirklich, die gegenleistungslose Uebergabe von Finanzen
    > > > > an Provider ist wirklich das erklaerte Ziel saemtlicher Gemeinden und
    > > > > Staedte (2 Ausnahmen)?
    > > >
    > > > Hast du ein Strohmannlager oder was soll der Quatsch? Bleib mal beim
    > > > Thema.
    > >
    > > Ach wir reden gar nicht mehr darueber, dass es offensichtlich nicht
    > > leistbar ist, als Provider aufzutreten, von ganz wenigen Ausnahmen
    > > abgesehen?
    >
    > Wir reden über Wohnungsbaugesellschaften, weil das Thema des Artikels ist.
    > Du kannst von mir aus mit deiner Tante und deinem Stadtrat über die böse
    > ungerechte Politik reden.

    Ist das die Antwort auf den dem Strohmann unterliegenden Fehlschluss?

    > > Hihi, ein Witzbold vor dem Herrn, nennst du mir mal eine Frequenz, mit
    > > der ich zuteilungsfrei kommerziell Flaechen mit Mobilfunk versorgen kann?
    >
    > Dir ist offensichtlich nicht bewusst, dass es konkrete Pläne gibt, ISM
    > Bänder zusätzlich zu den exklusiv zugeteilten Bändern für Mobilfunk zu
    > nutzen.

    Oh nein, es war mir nicht bekannt, dass das zuteilungsfrei erfolgen soll, hast du dazu naehere Informationen?

    > > Ach, und weil du schreibst, dass es dir reicht, hat es den
    > > Wohnungsbaugesellschaften und deren Kunden ebenfalls zu reichen?
    >
    > Ja, denn das ist eine vernünftige Lösung. Wer es etwas klassischer mag,
    > bietet diese Dienste als Reseller "aus einer Hand" mit an. So machen das
    > diverse auch bundesweit tätige ISPs. Das ist absolut kein Hinderungsgrund.

    Pardon? Was war noch mal dein Argument hier? Inwiefern ist deine Loesung vernuenftiger?
    Noch interessanter aber ist, inwiefern ist deine Loesung realistisch?
    Kann es sein, dass du Franchise mit Resale verwechselst?

    > Es gibt haufenweise regionale Provider wie zum Beispiel rsm-connect.net.

    Na dann nenne doch mal einen Haufen davon. Es gibt noch nicht einmal 500 ISPs in Deutschland, davon existierten fast alle bereits zur Privatisierung des Telekommunikationsmarktes. Bis auf eine Handvoll Ausnahmen wirst du leider nichts finden koennen. Oder aber du widerlegst mich zur Abwechslung mal mit belastbaren Informationen.

    > Die öknomischen Grundlagen sind offensichtlich nicht so, wie du
    > befürchtest. Größe ist im Providergeschäft zweifellos von Vorteil, aber zu
    > behaupten, es wäre wirtschaftlich oder rechtlich unmöglich, ein Netz mit
    > ein paar tausend oder zigtausend Kunden unabhängig zu betreiben, ist
    > falsch. Beweis durch Gegenbeispiel.

    Du meinst, du kannst mit Ausnahmen die Regel widerlegen :)))) hui!

    > Lesen und verstehen: "People Who Say It Cannot Be Done Should Not Interrupt
    > Those Who Are Doing It."
    ???



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.19 17:35 durch bombinho.

  14. Re: Macht's euch halt selbst + Nachtrag

    Autor: j0hnd0e 25.09.19 - 18:06

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > j0hnd0e schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Tja, aber leider koennen es weder die Erbtante noch die
    > Wohnungsbaugesellschaft noch koennen es nahezu alle Staedte und Gemeinden
    > in Deutschland.

    Dass die meisten es nicht tun, heißt nicht, dass sie es nicht können.

    > Pardon? Was war noch mal dein Argument hier? Inwiefern ist deine Loesung
    > vernuenftiger?

    IETF vs ITU.

    > Noch interessanter aber ist, inwiefern ist deine Loesung realistisch?

    Hör doch mal auf, Dinge als unrealistisch zu bezeichnen, die real existieren.

    > > Lesen und verstehen: "People Who Say It Cannot Be Done Should Not
    > > Interrupt Those Who Are Doing It."
    > ???

    Dachte ich mir.

  15. Re: Macht's euch halt selbst + Nachtrag

    Autor: bombinho 26.09.19 - 00:56

    j0hnd0e schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass die meisten es nicht tun, heißt nicht, dass sie es nicht können.

    Nenne mir einen logischen Grund, auf ein Teilhaben an einem Markt zu verzichten, dessen grosse Spieler dabei Milliardengewinne Jahr um Jahr einfahren.

    > > Pardon? Was war noch mal dein Argument hier? Inwiefern ist deine Loesung
    > > vernuenftiger?
    >
    > IETF vs ITU.

    In Worten?

    > > Noch interessanter aber ist, inwiefern ist deine Loesung realistisch?
    >
    > Hör doch mal auf, Dinge als unrealistisch zu bezeichnen, die real
    > existieren.

    Wo nochmal genau?

    > > > Lesen und verstehen: "People Who Say It Cannot Be Done Should Not
    > > > Interrupt Those Who Are Doing It."
    > > ???
    >
    > Dachte ich mir.

    Wenn du dir dachtest, dass deine zusammenhanglosen Worthuelsen nirgendwo zugeordnet werden koennen, warum hast du sie dann erst eingeworfen?

  16. Re: Macht's euch halt selbst + Nachtrag

    Autor: j0hnd0e 26.09.19 - 10:02

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > j0hnd0e schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dass die meisten es nicht tun, heißt nicht, dass sie es nicht können.
    >
    > Nenne mir einen logischen Grund, auf ein Teilhaben an einem Markt zu
    > verzichten, dessen grosse Spieler dabei Milliardengewinne Jahr um Jahr
    > einfahren.

    Leute wie du, die allen erzählen, dass es unmöglich ist.

    > > IETF vs ITU.
    >
    > In Worten?

    Internet Engineering Task Force versus International Telecommunication Union

    > > Hör doch mal auf, Dinge als unrealistisch zu bezeichnen, die real
    > > existieren.
    >
    > Wo nochmal genau?

    In der Realität.

    > Wenn du dir dachtest, dass deine zusammenhanglosen Worthuelsen nirgendwo
    > zugeordnet werden koennen, warum hast du sie dann erst eingeworfen?

    Um etwas zu überprüfen.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim
  2. M-net Telekommunikations GmbH, München
  3. Landeshauptstadt München, München
  4. Fachhochschule Südwestfalen, Hagen, Soest

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. XFX Radeon RX 6800 QICK319 BLACK Gaming 16GB für 949€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


The Legend of Zelda: Das Vorbild für alle Action-Adventures
The Legend of Zelda
Das Vorbild für alle Action-Adventures

The Legend of Zelda von 1986 hat das Genre geprägt. Wir haben den 8-Bit-Klassiker erneut gespielt - und waren hin- und hergerissen.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


    Wissen für ITler: 11 tolle Tech-Podcasts
    Wissen für ITler
    11 tolle Tech-Podcasts

    Die Menge an Tech-Podcasts ist schier unüberschaubar. Wir haben ein paar Empfehlungen, die die Zeit wert sind.
    Von Dennis Kogel


      Verschlüsselung: Auch das BKA nutzt Staatstrojaner nur ganz selten
      Verschlüsselung
      Auch das BKA nutzt Staatstrojaner nur ganz selten

      Die neue Zitis-Behörde soll bei Staatstrojanern eine wichtige Rolle spielen. Quantennetzwerke zum eigenen Schutz lehnt die Regierung ab.
      Ein Bericht von Friedhelm Greis

      1. Staatstrojaner-Statistik Aus 368 werden 3
      2. Untersuchungsbericht Mehrere Fehler führten zu falscher Staatstrojaner-Statistik
      3. Staatstrojaner Ermittler hacken jährlich Hunderte Endgeräte