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wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: Seasdfgas 24.09.19 - 21:01

    nur mal so als vorschlag.

    so langsam schadet der saftladen doch dem wirtschaftsstandort deutschland mit dem verhalten

  2. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: LinuxMcBook 24.09.19 - 21:04

    Auf welcher rechtlichen Grundlage sollte man dazu irgendjemanden zwingen können?

    Wie wäre es, wenn die Kommunen einfach alle selbst FTTH bauen? Ist aber irgendwie für sowas kein Geld da...

  3. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: Greys0n 24.09.19 - 21:37

    Ist es. Aber dadurch entstehen Quasi Monopole weil die großen Provider selbst dort nicht mieten wo Sie nicht können.

  4. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: divStar 24.09.19 - 21:45

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es, wenn die Kommunen einfach alle selbst FTTH bauen? Ist aber
    > irgendwie für sowas kein Geld da...
    Fände ich auch gut. Was ich noch gut fände: Infrastruktur den Providern entziehen, sodass sie nur noch ihr Providergeschäft machen können, indem sie die Infrastruktur mieten.

  5. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: Sharra 24.09.19 - 22:15

    Die rechtliche Grundlage nennt sich "Wir, der Bund sind Hauptaktionär, und die Telekom tut was der Bund befiehlt".

  6. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: mixedfrog 24.09.19 - 22:24

    > Auf welcher rechtlichen Grundlage sollte man dazu irgendjemanden zwingen
    > können?

    Gesetzliche Grundlagen kann man schaffen. Du kannst Dir ja auch nicht aussuchen, ob Deine Mülltonne abgeholt wird und wer das macht.
    Man kann da durchaus sehr sinnvolle Regelungen finden.
    Oder auch sehr beschissene....

  7. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: LinuxMcBook 24.09.19 - 22:35

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die rechtliche Grundlage nennt sich "Wir, der Bund sind Hauptaktionär, und
    > die Telekom tut was der Bund befiehlt".

    Die Telekom ist gegenüber jedem Aktionär dazu verpflichtet gewinnorientiert/wirtschaftlich zu arbeiten und nicht nur gegenüber einem einzelnen Großaktionär, der nicht einmal die Mehrheit hält.

  8. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: Sharra 24.09.19 - 22:54

    Deutschland: 31,9%
    Bund: 14,5%
    Anteile der KFW (na wem die wohl gehört?) 17,4%

    Damit hat die Regierung zwar keine direkte Mehrheit, ist aber größter Anteilseigner. Sofern sich also nicht über 50% der restlichen Anteilseigner zusammentun (ca 34%) könnten diese nicht einmal eine Aktionärsentscheidung Deutschlands überstimmen.

    Davon abgesehen hat die Telekom, nach wie vor, eine Versorgungsverpflichtung, die ihr bei Ausgründung aus der ehemaligen Bundespost auferlegt wurde, und an die sie sich auch als Aktiengesellschaft weiterhin halten muss.

  9. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: LinuxMcBook 24.09.19 - 22:58

    Trotzdem, selbst wenn ein Mehrheitseigner mit 99% entscheidet, dass die AG unwirtschaftlich arbeiten soll, dann wäre das trotzdem nicht legal.

    Und die Versorgungspflicht der Telekom bezieht sich meines Wissens nur auf Telefon, ganz sicher aber nicht auf Gigabit-Internet per neuem Glasfaser.

  10. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: bytewarrior123 24.09.19 - 23:52

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf welcher rechtlichen Grundlage sollte man dazu irgendjemanden zwingen
    > können?
    >
    > Wie wäre es, wenn die Kommunen einfach alle selbst FTTH bauen? Ist aber
    > irgendwie für sowas kein Geld da...

    Haben wir : bereits seit 2010 mit einem Fernwärmenetz, welches Geothermie-Wärme bietet, ist ein nahezu flächendeckendes Ortsnetz entstanden, welches 2014 auch Europaweit an Provider ausgeschrieben wurde.
    Resultat : Die "Dicken" wollten noch nicht, da die "Letzte Meile GF" noch nicht entschieden war.
    Jetzt, wo alles fertig ist, wollen die "Dicken" auch nicht so wirklich, da Sie nur dort GF nutzen, wo es auch selber gebaut und damit gefördert wurde.

    Zur Zeit ist der Provider die Inexio, aber für die ist anscheinend FTTB/FTTH Neuland - zumindest agieren sie so. Der ehemalige Provider, die smartDSL, ist in die inexio aufgegangen und lieferte solide Leistung zu GF-orientierten Tarifen.

    Wir haben als Kommune komplett ohne jegliche Förderung gebaut, denn der Fördermittel-Bürokratie-Hickhack war/ist unserem Bürgermeister ein Dorn im Auge - er will GF für jeden im Ort liefern und nicht nur faule Ausreden suchen.
    Nun kommt der erste "Dicke", und will zumindest Business-Kunden anbinden - was wir als eher dörflich angesiedelte Kommune nicht ohne Privatkunden-Tarife wollen, aber in der Not "frisst der Teufel Fliegen".
    Im Wohnungsbau ist es noch chaotischer : Wie das Signal aus dem Keller zum Kunden kommt, ist meistens sinnvoll nur mit GF möglich, aber da will jeder Provider am liebsten sein eigenes Süppchen kochen und idealerweise jeden Mitbewerber überbauen.
    Nun haben wir mit Partnerfirmen den Ausbau in Wohnungsbau-Anlagen selbst in die Hand genommen und ein Paket aus GF+CAT7 (je 2 Fasern/Kabel) pro Wohnung angeboten.
    Resultat : will keiner der Provider so wirklich gegen eine Miete von 1 ¤ /Monat nutzen, sondern am liebsten in die dafür erstellten Schächte seine eigenen Leitungen legen. Die Provider-Leitungen sollen dann aber alle anderen Provider nutzen und Miete an den Ersterbauer zahlen ....

  11. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: Sharra 24.09.19 - 23:53

    Richtig, es bezieht sich auf eine Grundversorgung. Dann bestimmt die Regierung, dass X Mbit als Grundversorgung gelten, und Kupfer leistet das nicht mehr. Thema erledigt.
    Davon abgesehen ist Glasfaser verlegen günstiger als neue Kupferkabel zu verlegen. Und irgendwann muss jede Kupferleitung mal raus. Aber die Telekom verbaut sogar in Neubaugebieten immer noch teilweise Kupfer. DAS ist unwirtschaftlich.

  12. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: gaciju 25.09.19 - 01:25

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trotzdem, selbst wenn ein Mehrheitseigner mit 99% entscheidet, dass die AG
    > unwirtschaftlich arbeiten soll, dann wäre das trotzdem nicht legal.

    Unwirtschaftlich ist es erst, wenn man Verlust macht. Und davon ist man weit entfernt.

    > Und die Versorgungspflicht der Telekom bezieht sich meines Wissens nur auf
    > Telefon, ganz sicher aber nicht auf Gigabit-Internet per neuem Glasfaser.

    Ja, auch so ein Versaeumnis der Politik.

  13. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: gaciju 25.09.19 - 01:28

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf welcher rechtlichen Grundlage sollte man dazu irgendjemanden zwingen
    > können?

    Auf welche rechtliche Grundlage beruft sich die Telekom, wenn oeffentlichen Grund ohne Grund umgraben will? Hat die Telekom ein Recht darauf, Strassen aufzureissen?

    Ich kenne mich nicht aus, aber fuer mich klaenge es am einfachsten, wenn man einfach keine entsprechenden Genehmigungen erteilt. Dann kann die Telekom entweder die vorhandene oeffentliche Infrastruktur nutzen oder ihren Kunden eben nur Ramsch anbieten. Damit kennt sie sich ja aus.

  14. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: bummelbär 25.09.19 - 08:08

    Woher sollen dann die "Parteispenden" kommen? Bei uns heißt sowas eben heute Parteispende anstatt Schmiergeld.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.19 08:09 durch bummelbär.

  15. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: bummelbär 25.09.19 - 08:10

    Die muss man schaffen. So wie für jedes andere Gesetz. Grundlagen gibt es nie. Es werden welche geschaffen.

    Oder meinst du alle Gesetze sind naturgegeben? Zu schnell fahren ist kein Naturgesetz, außer du fährst schneller als Lichtgeschwindigkeit.

    "Zu laut" ist kein Naturgesetz. Zu laut ist, weil man definiert was zu laut ist.

    Energieverbrauch ist kein Naturgesetz. Der existiert einfach. Und Maximalwerte definiert man, die fallen nicht vom Baum.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.19 08:12 durch bummelbär.

  16. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: chefin 25.09.19 - 08:24

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Richtig, es bezieht sich auf eine Grundversorgung. Dann bestimmt die
    > Regierung, dass X Mbit als Grundversorgung gelten, und Kupfer leistet das
    > nicht mehr. Thema erledigt.
    > Davon abgesehen ist Glasfaser verlegen günstiger als neue Kupferkabel zu
    > verlegen. Und irgendwann muss jede Kupferleitung mal raus. Aber die Telekom
    > verbaut sogar in Neubaugebieten immer noch teilweise Kupfer. DAS ist
    > unwirtschaftlich.

    Der Staat kann einer Firma nicht vorschreiben, wie sie bauen sollen. Er könnte zwar vorschreiben, das ein Mindeststandard eingehalten werden muss. Aber es muss keiner unter dieser Vorgabe bauen, wenn er nicht will.

    Wenn du das aber gesetzlich einführst, bist du in einem kommunistischen Planwirtschaftlichen Staat angekommen. In 40 Jahren oder früher willst du dann dein altes Leben zurück. Siehe DDR

  17. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: bombinho 25.09.19 - 08:55

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die rechtliche Grundlage nennt sich "Wir, der Bund sind Hauptaktionär,
    > und
    > > die Telekom tut was der Bund befiehlt".
    >
    > Die Telekom ist gegenüber jedem Aktionär dazu verpflichtet
    > gewinnorientiert/wirtschaftlich zu arbeiten und nicht nur gegenüber einem
    > einzelnen Großaktionär, der nicht einmal die Mehrheit hält.

    Das ist wohl so, allerdings wenn dem Bund das Management nicht passt, weil es ungewollte Entscheidungen trifft, dann kann der Bund das Management austauschen, weil es gar nicht genug Gegenstimmen gibt. Also, in wessen Interesse muss das Management arbeiten?

  18. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: bombinho 25.09.19 - 09:01

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trotzdem, selbst wenn ein Mehrheitseigner mit 99% entscheidet, dass die AG
    > unwirtschaftlich arbeiten soll, dann wäre das trotzdem nicht legal.

    Also erstens bestimmt der groesste Eigner in diesem Fall, was legal ist und was nicht.
    Zweitens kann es niemals als unwirtschaftlich gewertet werden, wenn das Management sich an Gesetze und Verfuegungen haelt.

    Und von Unwirtschaftlichkeit ist die Telekom meilenweit entfern, genauer genommen bekommt sie ja ihre Assets mittlerweile zu guteen Teilen vom Staat finanziert, verpflichtungsfrei. Keine Rueckzahlung oder Zinsen fallen auf die Foerdergelder an. Wenn man es dann noch schafft, unwirtschaftlich zu arbeiten, dann stellt sich die Frage, ob das Managment fit fuer den Job ist.
    Dazu muessen die Kommunen auch noch zusaetzlich erhebliche Eigenmittel spenden, damit die Telekom ihrem Job nachkommt und den Endkunden hoehere Rechnungen schicken kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.19 09:03 durch bombinho.

  19. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: Anonymer Nutzer 25.09.19 - 09:36

    Wozu zwingen?

    Ich baue mit nen Meter Glasfaser in den Keller und soll dann Vodafone und Telekom beide dazu zwingen können, die Straße aufzureißen um vom nächsten Glasfaserpunkt eine Glasfaser in meinen Keller zu legen?

  20. Re: wie wäre es, wenn man sie gesetzlich dazu zwingt?

    Autor: LinuxMcBook 25.09.19 - 13:39

    Du meinst also, dass es legal ist z.B. ein Gesetz zu erlassen, dass nur die Zimmermann Firma Meyer nur noch 60km/h auf der Autobahn fahren darf oder 10% Steuern zahlen muss?

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