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Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: Anonymer Nutzer 15.09.12 - 19:01

    Sukram71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn wir auf unseren westlichen Errungenschaften ohne jeden Rücksicht
    > beharren und nicht bereit sind, wenigstens kleine Kompromisse einzugehen,
    > dann werden diese Errungenschaften auf Dauer nicht überleben.
    >

    Soll das eine Drohung sein?
    Kompromisse basieren auf Gegenseitigkeit. Was haben die Terroristen zu bieten? Sie morden als dankeschön nicht mehr? HAHA!

    Sukram71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Außerdem sind die nicht viel Wert, wenn es deshalb woanders auf der Welt,
    > so viel Gewalt gibt und Menschen sterben, weil sie in einem völlig anderen
    > konträren Weltbild aufgewachsen sind und deshalb nicht damit klar kommen.

    Doch, Standhaftigkeit gegenüber Terroristen ist Gold wert.
    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht - in diesem Fall vor Intoleranz.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.12 19:03 durch providus.

  2. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: Chatlog 15.09.12 - 19:14

    Sukram71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hilft es denn, wenn wir zu 100% an unseren heiligen Grundsätzen
    > von Presse- und Meinungsfreiheit festhalten und "keine Zensur!" schreien,
    > wenn wir anschließend unsere pazifistischen Überzeugen über Bord werfen
    > und auf Menschen schießen müssen, weil die halbe Welt deshalb gegen
    > uns Krieg führt?
    >
    > Es wäre von Google wirklich vernünftig und vor allen Dingen *weise*,
    > das fragliche Video, das so viele Millionen Moslems auf der Welt in ihren
    > tiefsten Überzeugungen und Glauben beleidigt, aus Youtube zu entfernen.
    >
    > Wir leben nun mal in besonderen Zeiten.
    > Die Welt ist durch das Internet ganz klein geworden.
    > Die unterschiedlichen Kulturen prallen ungefiltert aufeinander.
    > Darauf müssen wir wenigstens *etwas* Rücksicht nehmen.
    > Und zwar auch dann, wenn wir glauben im Recht zu sein.
    >
    > Wir müssen akzeptieren, dass die Moslems ihren Glauben sooo
    > ernst nehmen, dass sie im Ramadan einen Monat lang tagsüber
    > nichts essen und manchmal sogar nichts trinken. Macht das mal.
    >
    > Die Moslems haben genau das gleiche Recht auf ihren Glauben,
    > wie wir auf unseren Glauben an Atheismus, Presse- und Meinungsfreiheit.
    > Und diese hat ja auch bei uns Grenzen, wenn andere Menschen herab
    > gesetzt werden. Das ist also nicht mal was Besonderes.

    Die Moslems haben genau so lange ein Recht auf ihre Religionsfreiheit, wie sie keine Rechte anderer einschränken.
    Deren Regel das man gewisse Personen nicht zeichnen darf, gilt für mich nicht da ich mich nicht ihrer Religion unterwerfe.

    Die Presse und Meinungsfreiheit ist ein gesetzlich verbrieftes, einklagbares Recht.

    Mal den Ball flach halten, nur weil irgendwer zu irgendeiner Religion gehoert, kann er Menschen die NICHT dazugehoeren nicht verbieten irgendwas zu tun.

    Das war mal vor 1000 Jahren so.

  3. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: grorg 15.09.12 - 19:21

    Wo ist die ganze Diskussion hin? Da fehlen 5 Beiträge von mir und dir?

  4. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: Anonymer Nutzer 15.09.12 - 19:23

    grorg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo ist die ganze Diskussion hin? Da fehlen 5 Beiträge von mir und dir?


    Ja mei, unpassende Beiträge werden halt manchmal großflächig ausgeschnitten wir Krebs. Da geht auch ein bisschen gutes Gewebe mit drauf ... :(

  5. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: sttn 15.09.12 - 19:36

    Ganz schön scheinheilig!

    Jeder der ein wenig auf Youtube unterwegs ist weiß das es unzählige Anti-Christliche Filme von Muslimen gibt. Und da geht es gewaltig zur Sache und das sich auch nur ein einziger Muslim davon distanziet hat ist mir neu.

    Aber es ist mir schon klar. Wenn man selber etwas macht ist es OK, wenn andere etwas machen ist es schlimm!

  6. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: Anonymer Nutzer 15.09.12 - 19:39

    Scheinbar fühlen sich manche Leute moralisch dazu verpflichtet die eigenen Rechte aufzugeben, damit sich andere nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/youtube-filter-google-sperrt-videos-a-855836.html

  7. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: Cyrion 15.09.12 - 19:43

    Erstmal, um polemikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, ich bin nicht religiös, obwohl ich r.K. getauft wurde. Bin aber auch nicht atheistisch, was für mich ebenfalls nur einen Glauben darstellt, da kein Weltbild in der Lage ist einen axiomatischen Wahrheitsanspruch aufstellen zu können.

    Was aber hier abgeht ist schon erschütternd.
    Man übt aus, was man verachtet.

    Jeder mensch besitzt stets nur Glaube, nie absolutes Wissen.
    Sein Weltbild, sei es Christentum, Pantheismus, Atheismus o.a., über den eines anderen zu stellen, erhebt nur den Anspruch seine Meinung oder Person für wertvoller zu halten als die des anderen.
    Soetwas können wir uns nur erlauben, da wir, ironischerweise, durch die Meinungsfreiheit in D geschützt sind. Wir wissen, "Ich darf meine eigene Meinung haben, sie muss nicht mit anderen konform sein". Auf diese Freiheit erheben wir einen "natürlichen" Anspruch. Gleichzeit gewähren wir dies jedoch nicht jedem anderen. Nur denen von denen wir glauben, sie seien mit uns konform oder kompatibel. Und falls die Stricke reissen werden Gesetze herbei gezogen (Was am wenigsten Sinn ergibt)

    Keiner muss das Weltbild des anderen akzeptieren, jedoch muss man akzeptieren, dass andere ein anderes Weltbild besitzen.
    Man beschwert sich darüber, dass Mormonen an Haustüren klingen. Diese werten wir ab und fordern, sie sollten doch endlich "aufwachen, und so denken wie man selber."
    Die Perversion der Meinungsfreiheit. Oder einfach das fehlende Verständnis dieser.

    Wer in seinem Leben vielleicht ab und zu reflektiert und merkt, dass sein Weltbild sich alle paar Jahre geändert hat oder es gar komplett ersetzt wurde, könnte sich vielleicht schon gedacht haben :
    "Früher dachte ich dies, heute weiss ich, dies ist nicht "richtig" oder nicht ausreichend".
    Wer aber ausschliesst morgen könne er etwas neues glauben/denken, hat nichts gelernt.

    Denn gleichzeitig würde keiner von sich behaupten: "Da ich früher unrecht hatte, war meine Meinung weniger wert als die der anderen. Immerhin hatte ich unrecht!"
    Man denkt -immer-, die Meinung besitze wert. Selbst im Wissen, sie könne sich stündlich ändern. Wie kann das sein?
    !Erfährt ein Weltbild seinen Wert nun anhand der Richtigkeit der Aussage, oder anhand der Menschwürde? Besonders wenn sich die "Richtigkeit" regelmäßig ändert?
    Wie "misst" man die Richtigkeit? (Menschenerstand? Weiss ein Narr, dass er ein Narr ist?)

    Besitzen wir wirklich so ein Wissensmonopol und halten uns durch , wohlgemerkt, technischen Fortschritt, geistig so überlegen, dass wir wüssten, was wahr sei? Immer?

    Folgende Sätze kollidieren anscheinend mit dem Bedürfnis nach Selbstwertgefühl:
    Meine Meinung ist nicht allgemeingültig.
    Meine Meinung beeinflusst nicht die Drehrichtung des Universums
    Meine Meinung ist nicht mehr wert als die eines anderen.
    Meine Meinung ist nicht für alle Zeit wahr und lässt sich revidieren.
    Meine Meinung gewinnt durch die Zunahme gleichdenkender nicht an Wahrheit.

    Sich dieses zu verinnerlichen könnte Vorurteilen aller Art entgegenwirken.

    Nur eine Sache beruhigt mich:
    ähnlich hitzköpfig habe ich damals über anderes diskutiert,
    bis ich von Gründen erfuhr weshalb Menschen handeln, wie sie handeln,
    zuweilen mit vergleichender Eigenbeobachtung, welche teils erschreckende Ergebnisse brachte.
    Oder speziell zum Thema:
    Ich durfte mit einem Deutschtürken aufwachsen.
    Glücklicherweise einer, der Einsicht in seine Kultur vermittelten konnte, der nicht mit Fackeln in der Hand botschaften stürmt sondern sich, mit Verweis auf seinen Glauben, für so ein blindes Verhalten schämt. Der Burkas als fanatisch abweist und kopftuchtragenden Frauen vorwirft, sie würden nicht mit der Zeit gehen.
    Glaubt ihr, das sei die Minderheit? Schonmal in Istanbul gewesen?

    Meint jemand wirklich, Einer der Botschaftsstürmer ist Firmchenchef? Bankenmanager, Amtsträger oder Professor? Minister, Arzt oder Vereinsleiter?

    Einseitige Erfahrungen bringen einseitige Betrachtungen hervor.
    Wir sind deutsche. Bei uns laufen noch relikte einer der Volksverhassensten Epochen rum, die jemals statt fand. Neonazis.
    Sollte man nun denken: "Jeder Deutscher ist ein Neonazi." ?

    Wenn jedoch 200 Trottel auf die Idee kommen eine Amerikanische/deutsche Botschaft zu stürmen, stehen sie sofort stellvertretend für einen Weltumspannenden Glauben oder ein Volk.

    Wer nicht differenzieren kann, wird zu einem, dem er mangelnde Differenzierung vorwirft.
    Logisch?


    Auf einen Beitrag speziell: Wenn jemand einen unsichtbaren Freund beleidigt, dieser aber ein Weltbild personifiziert, ist das eine persönliche Beleidigung auf tiefster Ebene.
    Zumal eine Beleidigung dieser Art stets auch darauf ausgerichtet ist zu verletzen.
    Wie soll man dann reagieren?

    Was schon Shakespeare vor 400 Jahren im Kaufmann von Venedig zu vermitteln versuchte, muss heute neu erlernt werden.
    Es muss zu jeder Zeit neu erlernt werden, denn der Fehler liegt in unserer Natur.

    Und was hat er für Grund! Ich bin ein Jude. Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften? Mit derselben Speise genährt, mit denselben Waffen verletzt, denselben Krankheiten unterworfen, mit denselben Mitteln geheilt, gewärmt und gekältet von eben dem Winter und Sommer als ein Christ? Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Sind wir euch in allen Dingen ähnlich, so wollen wir's euch auch darin gleich tun. Wenn ein Jude einen Christen beleidigt, was ist seine Demut? Rache. Wenn ein Christ einen Juden beleidigt, was muß seine Geduld sein nach christlichem Vorbild? Nu, Rache. Die Bosheit, die ihr mich lehrt, die will ich ausüben, und es muß schlimm hergehen, oder ich will es meinen Meistern zuvortun.


    Denn wir produzieren mit, was wir verhassen. Hauptsächlich aus Intoleranz.
    Wenn jemand es nicht gern sieht, dass man sein Weltbild in den Schmutz zieht, warum in den Schmutz ziehen? Welchen anderen Grund als Böswilligkeit kann es hierzu noch geben?
    Mir scheint, wer dies nicht versteht, ist mit einem der Botschaftsstürmer 1:1 auswechselbar.

  8. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: Nebucatnetzer 15.09.12 - 20:17

    Nur so nebenbei. Atheismus hat keine Probleme neue Wahrheiten zu akzeptieren so lange sie auf prüfbaren Beweisen basieren. Weshalb Atheismus auch keinen absoluten Wahrheitsanspruch hat sondern eher einen absoluten Zweifel.

  9. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: violator 15.09.12 - 20:36

    Sukram71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir leben nun mal in besonderen Zeiten.
    > Die Welt ist durch das Internet ganz klein geworden.
    > Die unterschiedlichen Kulturen prallen ungefiltert aufeinander.
    > Darauf müssen wir wenigstens *etwas* Rücksicht nehmen.
    > Und zwar auch dann, wenn wir glauben im Recht zu sein.


    Was aber andere direkt wieder ausnutzen würden und ihre eigenen Werte fordern und man dann selbst nur noch am Rücksicht nehmen ist.

    Gab ja mal ne Aktion, wo einer sich bei ner Sparkasse beschwert hat, weil die ein Sparschwein als Werbeaufmacher benutzt haben. Und Schweine sind halt gegen seinen Glauben. Und da wir hier in Deutschland jeder Forderung nachgeben, weil das ja sonst seine Religion verletzt, wurde das Sparschwein da abgeschafft. :|

  10. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: grorg 15.09.12 - 21:02

    Cyrion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin aber auch nicht atheistisch, was für mich ebenfalls nur einen Glauben darstellt
    Mein größtes Hobby ist Nicht-Snowboarden.
    Ich mach das die ganze Zeit, ist ein super Hobby .........

  11. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: Anarchrist 15.09.12 - 21:15

    Cyrion Wrote:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn jedoch 200 Trottel auf die Idee kommen eine Amerikanische/deutsche
    > Botschaft zu stürmen, stehen sie sofort stellvertretend für einen
    > Weltumspannenden Glauben oder ein Volk.
    +1 .. vielleicht sogar dafuer _bezahlte_ Trottel

    Nur mal so nebenbei fuer alle als Info...

    In den USA stehen die Praesidentschaftswahlen an.
    Obama hat Netanjahu zum Krieg gegen Iran/Syrien die 'rote Karte' gezeigt
    Romney hat offen gesagt, er wuerde sofort beim Krieg helfen

    Will man hier etwa die Waehlerschaft beeinflussen? Sucht man nach einem Grund sein Imperium zu erweitern? Ein Schelm wer boeses denkt ;-|

    Was ist eigentlich in den Sharia(islamisches Gesetz)-Staaten/Diktaturen, die Partner des 'Westens' sind? Z.B. Saudi Arabien
    Weiss jemand, ob dort die Leute auch auf die Barikaden gegangen sind?
    Oder gab es dort einfach nur nicht den Befehl zum Aufstand?

    Man bedenke, in Lybien, Tunesien Aegypten haben doch NATO und USA die Muslimbruderschaft und Taliban aka Al-Qaeda installiert. Marionetten, die schon immer nach deren Pfeife getanzt haben. Komisch, in Syrien und vormals Lybien etc. sind doch die allerwenigsten Regierungsbekaempfer tatsaechlich Buerger des Landes, sondern im Gegenteil hauptsaechlich eingeschleuste, militaerisch trainierte und ausgeruestete Soeldnertruppen, z.B. ueber die Tuerkei und den Libanon.
    Und das soll ein Buergerkrieg sein?
    Meine Syrischen Freunde und Kollegen (keine Moslems) haben mir von den Greueltaten der angeblichen Befreier berichtet. Und das passt auch sehr gut zu den jetzigen Aufstaenden. Man bedenke, dass z.B. in Lybien zu Gadaffi's zeiten die christlichen Friedhoefe etc. gepflegt wurden, Schwarze wurden dort wie Menschen behandelt. Inzwischen ist dort alles Nicht-Islamische radikal ausgemerzt worden. Schwarze, Christen, Andersdenkende werden verfolgt und erfahren die schlimmste Behandlung, die man sich so vorstellen kann. Ich bete zu allen Goettern und Menschen dieser Welt. Der Krieg und der Hass muessen endlich aufhoeren.

    Soviele Tote und soviel Leid und Angst, nur wegen Oel/Gas und neuen Maerkten und auch wegen des 'Petrodollars'. Das geht auf keine Kuhhaut mehr. Was haben Gadaffi, Assad, Ahmadinejad so schlimmes verbrochen? Die verhaeltnisse in Saudi-Arabien sind sehr viel schlimmer gewesen, was Rechte fuer Frauen, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und dergleichen angeht.
    Wie kommt es dass davon nichts in den Medien gesagt wird?
    Wir haben keine Pressefreiheit mehr im eigentlichen Sinne, durch dpa etc. ist doch alles gleichgeschaltet, oder etwa nicht? Man muss sich nur mal den Bildblog ansehn und 1 und 1 zusammenzaehlen.

    I don't know what's the matter with people: they don't learn by understanding, they learn by some other way — by rote or something. Their knowledge is so fragile!
    - Richard Feynman -

  12. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: menschmeier 15.09.12 - 21:18

    Sukram71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hilft es denn, wenn wir zu 100% an unseren heiligen Grundsätzen
    > von Presse- und Meinungsfreiheit festhalten und "keine Zensur!" schreien,
    > wenn wir anschließend unsere pazifistischen Überzeugen über Bord werfen
    > und auf Menschen schießen müssen, weil die halbe Welt deshalb gegen
    > uns Krieg führt?
    >
    > Es wäre von Google wirklich vernünftig und vor allen Dingen *weise*,
    > das fragliche Video, das so viele Millionen Moslems auf der Welt in ihren
    > tiefsten Überzeugungen und Glauben beleidigt, aus Youtube zu entfernen.
    >
    > Wir leben nun mal in besonderen Zeiten.
    > Die Welt ist durch das Internet ganz klein geworden.
    > Die unterschiedlichen Kulturen prallen ungefiltert aufeinander.
    > Darauf müssen wir wenigstens *etwas* Rücksicht nehmen.
    > Und zwar auch dann, wenn wir glauben im Recht zu sein.
    >
    > Wir müssen akzeptieren, dass die Moslems ihren Glauben sooo
    > ernst nehmen, dass sie im Ramadan einen Monat lang tagsüber
    > nichts essen und manchmal sogar nichts trinken. Macht das mal.
    >
    > Die Moslems haben genau das gleiche Recht auf ihren Glauben,
    > wie wir auf unseren Glauben an Atheismus, Presse- und Meinungsfreiheit.
    > Und diese hat ja auch bei uns Grenzen, wenn andere Menschen herab
    > gesetzt werden. Das ist also nicht mal was Besonderes.

    Was du schreibst ist ganz, ganz dumm. Meinungs- und Pressefreiheit sind hierzu Lande unter sehr großen Opfern erkämpft worden und stellt einen gewaltigen Schritt in unserer Zivilisation dar. Diese leichtfertig und grundlos wegen falsch verstandener Rücksicht auf ein paar rückständige und gewalttätige Fanatiker zu opfern, wäre das dümmste was man machen könnte und ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die dieses Recht erkämpft hatten. Abgesehen davon, was soll das bringen? Appeasementpolitik hat noch nie etwas gebracht. Zugeständnisse werden werden wortlos angenommen und danach sofort wie selbstverständlich weitere eingefordert bis alle Dämme brechen. Dadurch kann nichts gewonnen werden.
    Aber immerhin hat die Reaktion auf dieses Video gezeigt, welch eine Gefahr der Islam für die zivilisierte Welt ist.

  13. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: d-tail 15.09.12 - 21:21

    Naja! Ich war mal mit einem Moslem befreundet. Er meinte immer, Gott sei allmächtig. Er zog auch immer dieses Rahmadan-Zeug durch. So von wegen erst nach Sonnenuntergang essen usw.

    Dann fragte ich ihn irgendwann mal: "Wenn Gott allmächtig ist, dann müsste Gott doch auch sehen, dass ihr nach Sonnenuntergang etwas esst?!?"

    Darauf wusste er komischerweise keine Antwort.

    Und genauso geht es mir mit beinahe jeder Religion der Welt. Sowas gibt es bei den Christen aber auch. Nennt sich "Gottsbescheisserle" oder heutzutage "Maultaschen" - ja klar, der "Allmächtige" lässt sich von solchen Tricks (Fleisch, versteckt in Nudeln) "reinlegen". Ne, is klar!

    Glaubt bitte an was ihr wollt - aber steigert euch bitte wenigstens nicht bis zum wissenschaftlich unerklärlichen rein. Und hoffentlich wird die Wissenschaft eines Tages mal über dieses ganze Glaubens-Zeugs siegen. Endgültig!

    d-tail

  14. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: redmord 15.09.12 - 21:43

    Sukram71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht aber um den aktuellen Film, der Gemüter gerade so erhitzt.
    > Als so ein Pastor in den USA Kroan-Verbrennungen angekündigt (!) hat
    > konnte man auch parktisch nichts dagegen machen.
    > In Afghanistan gab es deshalb schlimme Kravalle und viele Menschen sind
    > gestorben.

    Du schmeißt hier leider zwei Dinge in einen Topf, die erstmal überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Truppen, die zur Wahrung des öffentlichen Friedens vor Ort sind haben ganz sicher die Bevölkerung und ihre Bedürfnisse zu respektieren, in deren Land sie sich aufhalten.
    Die Veröffentlichung eines Filmes in einem demokratischen Land ist dagegen eine ganz andere Geschichte.

    Ich kann deine Argumentation durchaus verstehen, aber ihr zu folgen halte ich für absolut inakzeptabel. Sich der Gewaltbereitschaft weniger Extremisten zu beugen wäre ein gewaltiger Rückschritt.
    Ich kann weder nachvollziehen, dass es wirklich millionen an Muslimen gibt, die sich durch das Video verletzt fühlen, noch kann ich nachvollziehen, dass es wirklich um den Film geht.
    Denn eigentlich geht es bei den Gewaltentladungen konkret um Scharfmacher, die Menschen aufhetzen und denen es ausschließlich um den Konflikt geht. Bei solchen Geschehnissen handelt es sich sehr häufig von "Hintermännern" instruierten Aktionen. Bei den Mohammed-Karikaturen mussten die Menschen erstmal über Monate aufgehetzt werden.

    Meiner Meinung nach besteht nicht in den westlichen Ländern kein Handlungsbedarf, sondern in der muslimischen Gemeinschaft. Dort muss man sich mit den Extremisten auseinander setzen und ihnen Raum nehmen. Es ist doch irgendwie bezeichnend, wenn der ägyptische Präsident während der Verurteilung der Gewaltakte quasi eine Legitimation ausspricht, wenn er verlangt, man müsse den Hersteller des Filmes "stoppen".
    Was auch immer er sich darunter vorstellt.

    > Klar. Aber wir bzw. Google könnte doch ein Zeichen setzen, dass wir mit
    > diesem Film nicht einer Meinung sind, indem wir es aus dem Netz nehmen.

    Eine Meinung nicht zu verbieten oder zu löschen hat nichts damit zu tun ihr zuzustimmen. Wir müssen zu unseren gesellschaftlichen Prinzipien stehen und können nicht hier und da Ausnahmen machen.
    Beugt man sich Extremisten erstickt man den Dialog und lässt gar zu, dass diese diesen übernehmen. Es ist dann nur eine Frage der Zeit wann neue Forderungen erhoben werden.

    > Weil die Masse der Leute hat man eben wohl damit aufgebracht.
    > Auch wenn die Rädelsführer sicher andere Hintergedanken haben.

    Nein, die "Masse der Leute" wurden von Rädelsführern aufgebracht. Das Video diente lediglich als Werkzeug.
    Für mich hat es sehr wenig mit religiöser Empörung zu tun, wenn man Botschaften plündert, abfackelt und Menschen erschießt. Das ist in meinen Augen nichts anderes als Wandalismus der mit reinem Hass gegenüber den westlichen Ländern einher geht.
    Ich halte es für überaus wichtig darauf hinzuweisen, dass diese Menschen mit dem arabischen Frühling nichts zu tun haben.

  15. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: redmord 15.09.12 - 21:50

    Sukram71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nee, damit ziele ich nur auf das *Faktum* ab, dass in den islamischen
    > Ländern
    > deshalb Botschaften gestürmt und in Brand gesetzt werden. Dabei wurde auch
    > geschossen und es sind Menschen gestorben.
    >
    > Und das nimmt derjenige in Kauf, der sagt, das Video soll online bleiben
    > und zukünftige Videos auch.

    Gesellschaften, die sich nicht aktiv ihren gewaltbereiten Extremisten entgegen stellen und zulassen, dass diese im wahrsten Sinne des Wortes Gewalt sähen, nehmen solche Ereignisse in Kauf. Das Problem ist ja nicht erst seit gestern bekannt.

  16. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: irata 15.09.12 - 22:11

    Nebucatnetzer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur so nebenbei. Atheismus hat keine Probleme neue Wahrheiten zu
    > akzeptieren so lange sie auf prüfbaren Beweisen basieren.

    Atheismus ist nur die Überzeugung, dass es keinen Gott gibt.
    Das hat mit "Wahrheiten" und "prüfbaren Beweisen" rein gar nichts zu tun.

    Vielleicht meinst du ja "Szientismus"?

  17. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: irata 15.09.12 - 22:14

    Chatlog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Presse und Meinungsfreiheit ist ein gesetzlich verbrieftes,
    > einklagbares Recht.

    Die Meinungsfreiheit hört da auf, wo sie die Rechte anderer verletzt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Meinungsfreiheit#Grenzen
    Nur als kleiner Denkanstoß ;-)

  18. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: Anarchrist 15.09.12 - 22:16

    d-tail Wrote:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja! Ich war mal mit einem Moslem befreundet. Er meinte immer, Gott sei
    > allmächtig. Er zog auch immer dieses Rahmadan-Zeug durch. So von wegen erst
    > nach Sonnenuntergang essen usw.
    >
    > Dann fragte ich ihn irgendwann mal: "Wenn Gott allmächtig ist, dann müsste
    > Gott doch auch sehen, dass ihr nach Sonnenuntergang etwas esst?!?"
    >
    > Darauf wusste er komischerweise keine Antwort.

    Im Koran steht, dass nach Sonnenuntergang gegessen werden darf!

    Zitat (http://www.al-sakina.de/inhalt/bibliothek/ramadan/ramadan.html):
    Und esset und trinkt, bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird. Danach vollendet das Fasten bis zur Nacht.
    Zitat ende;

    Das ist keine Taueschung, denn den ganzen Tag lang nichts essen hat einen Sinn.
    Man lernt den Wert, etwas auf dem Teller zu haben wieder zu schaetzen!
    Schon mal sowas in der Art gemacht? Oder gefastet? Nein? Dann mach das mal, bringt einen der Natur wieder etwas naeher ;) Wir nehmen unser Essen viel zu selbstverstaendlich hin.

    Ein Kranker oder Reisender darf uebrigens seine Fastenzeit auch verschieben und es gibt wohl fuer 'schwache' (also Leute, die dann tagsueber doch etwas essen) auch die Moeglichkeit durch die 'Speisung eines Armen' seine Pflicht zu erfuellen.

    Zitat:"Es sind nur abgezählte Tage. Und wer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten). Und denen, die es mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. Und wenn jemand freiwillig Gutes tut, so ist es besser für ihn. Und daß ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr es (nur) wüßtet!" Zitat Ende;

    So unvernuenftig ist der Koran nicht, wie er im Westen dargestellt wird.
    Im vergleich zur Bibel ist er sogar sehr menschlich und vernuenftig, zumindest das, was ich bisher Lesen konnte, bin erst halb durch.
    Ich kann aber auch nicht verstehen warum so so oft nach einem Satz etwas steht wie, Allah ist der Allerbarmer; Allah ist Allwissend .... Fast wie eine Gehirnwaesche wie sie unsere Werbeindustrie betreibt. (Man muss es nur oft genug sagen, dann wird es auch geglaubt.)

    I don't know what's the matter with people: they don't learn by understanding, they learn by some other way — by rote or something. Their knowledge is so fragile!
    - Richard Feynman -

  19. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: irata 15.09.12 - 22:17

    d-tail schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darauf wusste er komischerweise keine Antwort.

    Wirklich komisch.
    Und du hast vermutlich auf alles eine Antwort, oder?

    Ein gut gemeinter Tipp von mir:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Szientismus

    Vielleicht ist das ja die richtige "Religion" für dich? ;-)

  20. Re: Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles!

    Autor: hubie 15.09.12 - 22:23

    Du hast Recht, Presse- und Meinungsfreiheit sind nicht alles, in manch islamistischen Ländern sind sie nichts.

    Und wenn jemand eine Mohammed-Karikatur zeichnet wird er gleich bedroht von abertausenden. Wenn aber jemand eine Amerikaflagge verbrennt oder sagt (wie in einem Bericht über Religionsunterricht in Deutschland mit verstecker Kamera gefilmt), dass der Islam die einzig wahre Religion ist und dass Ungläubige in der Hölle brennen werden, dann ist das scheiss egal.

    Fakt ist, die Leute die da jetzt Rabauk machen leben so wie wir vor 1000-500 Jahren gelebt haben.

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  1. Microsoft: Xbox-Kühlschrank kostet 100 Euro
    Microsoft
    Xbox-Kühlschrank kostet 100 Euro

    Microsoft bringt wie angekündigt einen Minikühlschrank im Design der Xbox Series X auf den Markt, der auch nach Deutschland kommen wird.

  2. Silicon Valley: Apple entlässt #Appletoo-Aktivistin
    Silicon Valley
    Apple entlässt #Appletoo-Aktivistin

    Apple hat Janneke Parrish gekündigt, die sich für die Offenlegung von Diskriminierung in dem Unternehmen einsetzte. Auch Netflix entlässt offenbar eine Aktivistin.

  3. Drucker: Ohne Tinte kein Scan - Klage gegen Canon
    Drucker
    Ohne Tinte kein Scan - Klage gegen Canon

    In den USA wurde eine Sammelklage gegen Canon eingereicht: Klagegrund ist, dass einige 3-in-1-Geräte nur scannen, wenn Tinte vorhanden ist.


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