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Wunderbar, so macht man Fortschritt zunichte

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  1. Wunderbar, so macht man Fortschritt zunichte

    Autor: tan 07.10.11 - 12:05

    Nach den ganzen Klagen in der letzten Zeit habe ich wirklich das Gefühl, dass wir unseren globalen, technologischen Fortschritt durch Patentklagen bald zum Stillstand gebracht haben. Mittlerweile muss man ja bereit VOR dem Entwickeln einer Erfindung / Idee / Software eine Rechtsabteilung bemühen um am Ende nicht auf der Anklagebank zu sitzen.

  2. Re: Wunderbar, so macht man Fortschritt zunichte

    Autor: Mister Tengu 07.10.11 - 12:08

    tan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mittlerweile muss man ja bereit VOR dem
    > Entwickeln einer Erfindung / Idee / Software eine Rechtsabteilung bemühen
    > um am Ende nicht auf der Anklagebank zu sitzen.


    In der Tat sollte man dies tun bzw. sich zumindest schlau machen ob die Idee, der Name o.ä. bereits geschützt sind.

  3. Augenmaß fehlt

    Autor: Anonymer Nutzer 07.10.11 - 12:26

    Nur für kleine Gruppen, welche etwas völlig kostenlos anbieten, ohne damit auch nur im Entferntesten Gewinn erzielen zu wollen absolut utopisch.

    Die Konsequenz wäre, dass nur noch große Unternehmen etwas entwickeln dürfen, Startups darf es dann nicht mehr geben, da diese keine Möglichkeit hätten diese Anforderungen zu prüfen (mangels Kapital).

    Gehen wir jetzt einen Schritt weiter: Der Markteintritt von neuen Teilnehmern wäre erheblich erschwert, respektive partiell gar nicht mehr möglich.

    In Folge dessen würden sich natürliche Monopole, respektive Oligopole bilden, welche dazu führen, dass Innovation keine Rolle mehr spielt und die Preisbildung wäre durch einen Nachfrageüberhang gekennzeichnet.

    Konsequenz: steigende Preise und kaum Neuentwicklungen.

    Das soll KEIN Plädoyer für die Abschaffung von Patenten sein, da diese auch eine äusserst wichtige Schutzfunktion haben, damit überhaupt Motivation vorhanden ist, neue Produkte zu entwickeln.

    Aber ich wollte hier einmal das andere Extrem: "zu starker Patentschutz" beleuchten.

    Es fehlt an Augenmaß, wie so oft im Leben.

    Ps: Das gilt natürlich auch analog für Coypright und ähnliches.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.11 12:26 durch Freakgs.

  4. Re: Augenmaß fehlt

    Autor: ed_auf_crack 07.10.11 - 12:34

    Die Patente sind mittlerweile die neue Christliche Kirche. die hat nämlich auch über Jahren hinweg Fortschritt verhindert

    Staatlich geprüfter Crackkocher und Nadelputzer

  5. Re: Wunderbar, so macht man Fortschritt zunichte

    Autor: SoniX 07.10.11 - 13:23

    Um mal von meinem Verständnis von Patenten (ich spreche hier nicht! von Softwarepatenten) auszugehen:

    Wenn ich eine Idee habe und damit ein Produkt entwickle, dann ist es egal ob die gleiche Idee schon jemand gehabt hat und ein Patent beantragt hat, solange ich vorweisen kann, dass ich die Idee selbst hatte und auch umgesetzt habe.

    Wir hatten mal so einen Fall in unserer Firma.
    Konkurrent kam und meinte "Nene, das ist meine Idee, da hab ich ein Patent drauf."
    Wir konnten dann aber mithilfe von Planungsskizzen etc nachweisen, dass unser Produkt unserer Idee entsprungen ist und wir das selbst entwickelt hatten.
    Nun dürfen wir unser Produkt weiter verkaufen, auch wenn unser Konkurrent ein Patent drauf hat.

    Das ganze war aber ein Patent im herkömmlichen Sinne. Da gab es ein entwickeltes Produkt mit Vorteilen gegenüber dem alten System. Also nichts im Sinne von Softwarepatent wo man alleine nur Ideen, Geschmacksmuster und anderen Unsinn schützen versucht.

    Die eigentlichen Patente haben ja schon Ihren Sinn.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.10.11 13:24 durch SoniX.

  6. Re: Augenmaß fehlt

    Autor: dabbes 07.10.11 - 13:50

    Die Branche der Mobilgerätehersteller ist dafür ein gutes beispiel.
    Selbst wenn du heute Kapital hättest ein solches Unternehmen zu gründen, du könntest keine Geräte verkaufen, da diese mit tausenden von Patenten belegt sind.

  7. Re: Wunderbar, so macht man Fortschritt zunichte

    Autor: GodsBoss 07.10.11 - 15:09

    > Um mal von meinem Verständnis von Patenten (ich spreche hier nicht! von
    > Softwarepatenten) auszugehen:
    >
    > Wenn ich eine Idee habe und damit ein Produkt entwickle, dann ist es egal
    > ob die gleiche Idee schon jemand gehabt hat und ein Patent beantragt hat,
    > solange ich vorweisen kann, dass ich die Idee selbst hatte und auch
    > umgesetzt habe.
    >
    > Wir hatten mal so einen Fall in unserer Firma.
    > Konkurrent kam und meinte "Nene, das ist meine Idee, da hab ich ein Patent
    > drauf."
    > Wir konnten dann aber mithilfe von Planungsskizzen etc nachweisen, dass
    > unser Produkt unserer Idee entsprungen ist und wir das selbst entwickelt
    > hatten.
    > Nun dürfen wir unser Produkt weiter verkaufen, auch wenn unser Konkurrent
    > ein Patent drauf hat.
    >
    > Das ganze war aber ein Patent im herkömmlichen Sinne. Da gab es ein
    > entwickeltes Produkt mit Vorteilen gegenüber dem alten System. Also nichts
    > im Sinne von Softwarepatent wo man alleine nur Ideen, Geschmacksmuster und
    > anderen Unsinn schützen versucht.
    >
    > Die eigentlichen Patente haben ja schon Ihren Sinn.

    Ganz ehrlich: Glaube ich so nicht. Ich vermute eher, dass es aus anderen Gründen zu einer Einigung kam (ein Urteil gibt es nicht?), z.B. weil eure Planungsskizzen so alt sind, dass sie vielleicht sogar das Patent gefährden. Ansonsten würde es gar nicht zu den ganzen Patentstreitigkeiten kommen, wie soll denn bitte eine Firma nachweisen, dass eine andere Firma, die ein Patent verletzt, tatsächlich auch diese Idee durch das Patent hatte und nicht selbst entwickelt hatte?

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  8. Re: Wunderbar, so macht man Fortschritt zunichte

    Autor: SoniX 07.10.11 - 20:42

    Hmm.. Wir hatten es mit Hilfe von alten Handzeichnungen belegen können. Kann sehr gut sein, dass das Datum ausschlaggebend war. Ich war damals noch nicht in der Firma, aber mein Chef ist nun ganz versessen darauf etwaiige Skizzen aufzubewahren.

  9. Re: Wunderbar, so macht man Fortschritt zunichte

    Autor: hjp 09.10.11 - 12:59

    SoniX schrieb:
    > Um mal von meinem Verständnis von Patenten (ich spreche hier nicht! von
    > Softwarepatenten) auszugehen:
    >
    > Wenn ich eine Idee habe und damit ein Produkt entwickle, dann ist es egal
    > ob die gleiche Idee schon jemand gehabt hat und ein Patent beantragt hat,
    > solange ich vorweisen kann, dass ich die Idee selbst hatte und auch
    > umgesetzt habe.

    Nein, das stimmt nicht. Ein Patent räumt dem Inhaber ein zeitlich
    begrenztes Monopol ein. Es nützt Dir nichts, wenn Du unabhängig davon
    auf die gleiche Idee kommst, während der Gültigkeitsdauer des Patents
    darf nur der Inhaber sie verwerten.

    Das ist auch die Grundidee des Patentsystems: Erfinder sollen dazu
    animiert werden, ihre Erfindung zu veröffentlichen, indem sie dafür mit
    einem zeitlich begrenzten Monopol belohnt werden.

    Ein Patent kann aber für ungültig erklärt werden, wenn sich
    herausstellt, dass die Erfindung zum Zeitpunkt der Einreichung bereits
    bekannt oder trivial war.


    > Wir hatten mal so einen Fall in unserer Firma.
    > Konkurrent kam und meinte "Nene, das ist meine Idee, da hab ich ein Patent
    > drauf."
    > Wir konnten dann aber mithilfe von Planungsskizzen etc nachweisen, dass
    > unser Produkt unserer Idee entsprungen ist und wir das selbst entwickelt
    > hatten.

    Für sich allein nützt das nichts, nicht einmal, wenn Eure
    Planungsskizzen älter als das Patent waren (dann hättet ihr es ja selbst
    zum Patent anmelden können - selber schuld).

    Falls Eure Skizzen vor Einreichung des Patents veröffentlicht wurden
    (z.B. in einer Fachzeitschrift, oder im Rahmen einer öffentlichen
    Ausschreibung), könnte das dazu führen, dass das Patent für ungültig
    erklärt wird. Als Veröffentlichung kann auch das Produkt selbst gelten -
    wenn Euer Produkt schon am Markt war, bevor das Patent eingereicht
    wurde, hättet Ihr auch gute Chancen.

    Aus den Skizzen könnte auch hervorgehen, dass die
    Erfindung trivial war (z.B. indem direkt Bezug auf eine existierende
    Erfindung genommen wird, die nur geringfüg abgewandelt wird, oder
    eventuell durch die ausführende Person ("das hat der Lehrling gemacht,
    der hat das schon so in der Berufsschule gelernt")). Auch in dem Fall
    wäre dann das Patent ungültig.

    Aber solange das Patent gültig bleibt, nützt es Euch nichts, wenn Ihr
    nachweisen könnt, dass Ihr das Patent nicht kanntet.

    Es könnte natürlich auch sein, dass Eure Planungsskizzen gezeigt haben,
    dass Eure Erfindung in wichtigen Punkten vom Patent abweicht und Ihr
    daher das Patent gar nicht verletzt habt.

  10. Re: Augenmaß fehlt

    Autor: ruamzuzler 10.10.11 - 07:44

    Bitte was ist "die christliche Kirche"? Meinst du jetzt die katholische oder scherst du über 3000 christliche Denominationen über einen Kamm?

  11. Re: Augenmaß fehlt

    Autor: Endwickler 10.10.11 - 14:33

    Natürlich meint er die katholische Kirche, denn die anderen wurden ja auch von den katholischen Institutionen verfolgt und verhindert, wo es möglich war. Auch wenn sein Beuitrag von einer extrem oberflächlichen Verallgemeinerung zeugt, so versucht er vielleicht, das Patentsystem als etwas hinzustellen, das sich ebenso dogmatisch und eher unmenschlich als großzügig verhalten wird. UNd diese Einstellung ist ja nun wirklich kein Privileg irgend einer Glaubensgemeinschaft. Das praktizieren die Menschen schon im Privaten von Anfang an. :-)

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