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Wie Limux gezeigt hat ...

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  1. Wie Limux gezeigt hat ...

    Autor: Muhaha 11.03.24 - 11:53

    ... ist der größte Bremsklotz, auch wenn genug Mittel vorhanden sind, die Sturheit und Trägheit von Behördenleitungen etwas zu verändern, was eventuell zu einem Verlust von Einfluss und Macht führen könnte. Die Beharrungskräfte in der deutschen Bürokratie sind immens und können nicht einfach per Regierungsbeschluss wegdefiniert werden.

  2. Re: Wie Limux gezeigt hat ...

    Autor: GRD 11.03.24 - 14:12

    Und die Perspektive, dass der Tagesbetrieb laufen muss mit den bestehenden Aufgaben und Systemen. Der Wechsel eines Betriebssystems ist sowohl in Behörden wie auch Firmen oft über Monate, teils Jahre im Detail vorbereitet. Mit dutzenden Mitarbeiten an den verschiedensten Stellen. Nicht nur drei...

    Und bei so einer Umstellung kommt meist ein sehr individuell an die Bedürfnisse der Nutzer und Organisation angepasstes Betriebs-System raus, dass Teil eines größeren IT-Öko-Systems ist.

    Das macht es alles nicht einfach und führt auch zur Trägheit vieler betroffener Stellen.

  3. Re: Wie Limux gezeigt hat ...

    Autor: Muhaha 11.03.24 - 14:43

    GRD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das macht es alles nicht einfach und führt auch zur Trägheit vieler
    > betroffener Stellen.

    Keine Frage. Das ist nicht so einfach wie zu Hause mal eben einen neuen Desktop-Rechner aufbauen.

    Für mich ist hier das Problem aber nicht so sehr der Umbau im laufenden Betrieb, sondern die teilweise aktive Behinderung solcher Projekte durch Behördenleitungen, die sich via Vitamin B dann hinter irgendeinem Landespolitiker/hohen Regierungsbeamten verstecken können. Dies aufzuräumen/zu überwinden ist fast nicht möglich.

  4. Re: Wie Limux gezeigt hat ...

    Autor: Oktavian 11.03.24 - 16:56

    > ... ist der größte Bremsklotz, auch wenn genug Mittel vorhanden sind, die
    > Sturheit und Trägheit von Behördenleitungen etwas zu verändern, was
    > eventuell zu einem Verlust von Einfluss und Macht führen könnte.

    Aktion und Reaktion. Wenn man als Leiter oder auch nur Mitarbeiter mit einem Projekt konfrontiert wird, dass:
    - alles anders macht, aber nichts besser
    - alles komplizierte "out of scope" definiert
    - große Teile der IT-Landschaft eines Behörde (IDV) einfach ignoriert und zum Problem der Anwender erklärt
    - eigentlich nur ein Lieblingsprojekt der IT ist
    - nur schöngerechnet wurde
    - das Pferd genau deshalb von hinten aufzäumen muss
    dann mag es passieren, dass man auf Stur schaltet und die Träumer ordentlich auflaufen lässt.

    Man musste auf die harte Tour lernen, IT ist Dienstleister der Fachbereiche. Es geht nicht gegen die Mitarbeiter, nur mit ihnen.

    > Die
    > Beharrungskräfte in der deutschen Bürokratie sind immens und können nicht
    > einfach per Regierungsbeschluss wegdefiniert werden.

    Richtig, und meist ist das auch gut so. Regierungen kommen und gehen, die Verwaltung bleibt.

  5. Re: Wie Limux gezeigt hat ...

    Autor: violator 11.03.24 - 18:46

    Limux hat auch gezeigt, dass bei Problemen immer der Anwender schuld ist, nie Limux und dass Behörden drei Jahre später immer noch dieselbe Version vom OS verwenden, weil Updates sonst alles kaputtmachen würden. Der elitäre IT-Profi hat einem ja auch jahrelang was von "never change a running system" erzählt und dass Updates böse sind.

  6. Re: Wie Limux gezeigt hat ...

    Autor: x2k 11.03.24 - 20:26

    Nein das hat damit zu tun das auf Oberster ebene Beschlossen wird was gemacht wird, dann wird geplant und umgeworfen, weiter geplant bis der erste Konzept steht. Dabei wird aber immer vergessen das nicht jeder Arbeitsplatz innerhalb einer oder mehrerer Behörden nicht Identisch ist.
    Ich kenne da einen Fall da wurde einfach die billigste Hardware beschafft, für normale Verwaltung und Bürgerservice reicht es ja aus. Aber das Bauordnungsamt konnte mit der Hardware z.b. Keine Baupläne im PDF Format öffnen. Und das Resultat war das wir die Kollegen nicht mehr Digital beteiligen können oder Umgekehrt sondern wieder in Papierform umständlich per Schneckenpost.
    Bei uns ist es so das wir innerhalb der Abteilung eine "Sonderstellung" haben weil an unseren Plätzen z.b. 2 23" Monitore Stehen. Der Rest des Hauses besitzt nur einen pro Platz. Auf die Frage ob wir auf 2mal 32" erweitern könnten wurde ein Riesen Fass auf gemacht und uns mit extrem Viel aufwand erklärt warum das nicht geht. Zum Schluß hat man sogar mit Arbeitsschutz argumentiert...

  7. der Fehler

    Autor: Kaiser Ming 12.03.24 - 08:09

    ist eher jedem Einspruch nachzugeben.

    Mittlerweile sollte man aber auch alles im Browser machen können.
    Weil mehr würde ich einem Behördenarbeitsplatz auch nicht mehr installieren.


    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... ist der größte Bremsklotz, auch wenn genug Mittel vorhanden sind, die
    > Sturheit und Trägheit von Behördenleitungen etwas zu verändern, was
    > eventuell zu einem Verlust von Einfluss und Macht führen könnte. Die
    > Beharrungskräfte in der deutschen Bürokratie sind immens und können nicht
    > einfach per Regierungsbeschluss wegdefiniert werden.

  8. Re: Wie Limux gezeigt hat ...

    Autor: Tiles 12.03.24 - 08:51

    Der grösste Bremsklotz war imho Linux als Unterbau. Wäre man erst mal auf Windows geblieben hätte man nach und nach alles auf Open Source migrieren können. Und da wo es nicht klappt weiter die proprietären Lösungen verwenden können.

    Damit hätte man vielleicht irgendwann den Punkt erreichen können an dem man auch auf Linux hätte migrieren können. Hat man nicht. Der Rest ist Geschichte.

  9. Re: Wie Limux gezeigt hat ...

    Autor: LeeRoyWyt 12.03.24 - 11:26

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man musste auf die harte Tour lernen, IT ist Dienstleister der
    > Fachbereiche. Es geht nicht gegen die Mitarbeiter, nur mit ihnen.

    Sehe nicht, dass irgendwer da irgendwas lernt. Kenne genug Praxisbeispiele, wo einfach Software von irgendwelchen halböffentlichen Entwicklungsklitschen in die Verwaltungen geschmissen wird, die dann sehen müssen, wie sie damit klar kommen, auch wenn die Software teils nichtmal die einfachsten Anwendungsfälle abdeckt.

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