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  5. › Acceptable Ads: Eyeo nimmt 30 Prozent…

"Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

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  1. "Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

    Autor: lear 17.12.15 - 22:33

    Insbesondere wenn Nutzer das mit einer checkbox abhandeln können, wird das nicht funktionieren - im Zweifel gibt es (wieder) Blocker, die das ignorieren.
    Die Annahme, der einzelne Nutzer würde das externe Finanzierungsproblem initialisieren und sich Pareto-optimal verhalten um die Symbiose zu erhalten ist lächerlich. Nash gewinnt immer! Immer! Im-mer! I.M.M.E.R.! Kapiert? Immer.

    Es gibt zwei Möglichkeiten, Werbung gegen den Konsumenten durchzusetzen.

    1. Verstecken.
    Was nicht erkannt wird, wird nicht geblockt. Hat für die Anbieter den "Nachteil", daß sie Tracking/Reichweitenerfassung vergessen können. Adnetworks funktionieren so eben nicht. Pech.

    2. Konditioneller Inhalt.
    Was BLÖD machen wollte, aber technisch *jämmerlich* (ich kann nicht glauben, daß sie es ernsthaft versucht haben - so unfähig kann man doch nicht sein) versagt hat. "Nachteil" für alle Seiten ist, daß die Anzeige (im Ggs. zum Laden selbiger) ohne JavaScript nicht garantiert werden kann.

    3. Gibt's nicht. Punkt.

    Daran ist übrigens auch nichts problematisches. Wenn die Anbieter die Werbung erzwingen, wird die mit ihrem inneren Wert korrelieren müssen, dh. wenn sie's mit ihrer Werbung übertreiben, bleiben ihnen die Nutzer weg (weil ihr Angebot die Belästigung nicht Wert ist)

  2. Re: "Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

    Autor: User_x 17.12.15 - 23:47

    Ich find das mit der Werbung eh geil. Niemand trifft seine Entscheidung anhand der Werbung, aber es wird soviel Geld dafür verballert, das wir einer weiteren dot-com Blase bis dato entflohen sind - und alles nur anhand geschönter Statistiken mit treffern, die ohnehin gewettet, getippt oder gekauft hätten.

  3. Re: "Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 18.12.15 - 00:14

    Die sorgen dafür, dass eine komplette Firma mit Blacklist pflegenden Angestellten finanziert wird.
    Wo ist das Problem? Die Whitelist ist ja nicht irgendwo in about:config versteckt, sondern in den ganz normalen Optionen für alle sichtbar.
    Wenn wer der Meinung ist, dass diese Option an sein sollte, ist das halt so und es ist nicht an dir, das zu verneinen.

  4. Re: "Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

    Autor: lear 18.12.15 - 01:32

    Das Problem ist, daß es nicht funktioniert.

    Ich stelle hier ja nicht die Nutzerpräferenzen oder das Geschäftskonzept von Eyeo in Frage, sondern die Vorstellung, man könnte sich allgemein freiwillig irgendwo in der Mitte treffen. Das ist dumme Träumerei.

    Träumer, die glauben die Welt wäre gut und alle würden bei perfekter Information zur Paretolösung streben, gibt es immer und eine absolute Minderheit verfolgt dann auch tatsächlich diese Strategie (dh. im konkreten Fall, daß sie "gute" Werbung hinnehmen, weil ihnen klar ist, daß ihre symbiotische Beziehung mit den Inhaltsanbietern ansonsten nicht nachhaltig ist) - nur ist das eine absolute Minderheit. Gauß bevorzugt Nash. Drastisch. Was an den Rändern passiert ist das gute Recht des Individuums, aber auch komplett irrelevant.

    Übertragen heißt das, daß die überwältigende Mehrheit der Nutzer auch die "gute" Werbung als rein internes Problem betrachten und ausblenden wird - entweder per checkbox oder indem sie auf einen anderen Dienst ausweichen.
    Warum sollte "gerade ich" sie mir denn auch freiwillig ansehen?

    Zentrale Koordination - heißt "Staat" - geht hier nicht. Ginge zB. bei einem uneingennützigem closed-source Browsermonopolisten, der die Paretolösung erzwingt. (lol - Microsoft? Google?)
    Also vergeßt das bitte ganz schnell wieder.

    Es ist aber auch nicht notwendig, weil es kein einstufiges Problem ist - und das Internet dem perfekten Polypol näher kommt als sonst irgendwas in der Menschheitsgeschichte.
    Daher ist es ok, wenn man den akzeptablen Grad an Werbung markttechnisch betimmen läßt, dh. die Inhaltsanbieter machen ein Angebot "Inhalt gegen Werbung" und die Konsumenten stimmen mit der Favoritenliste ab.
    Die Anbieter müssen dann ihr Angebot korrigieren, bis es den Marktpreis (und wg. dem Polypolcharakter: irgendwas sehr nahe am inneren Wert) erreicht.

    Der Maklermarkt mit dem selektierenden Adblocker *scheint* für den Makler sicher sehr interessant (ist auch eine Nash-Lösung), aber nicht für die anderen Parteien. Die Nutzer werden sich darauf nicht einlassen (warum bitte sollten sie? Was ist ihr Vorteil?) und daher werden Anbieter -langfristig- nicht zahlen.
    Der gaze uBlock spam hier ist doch bereits Ausdruck einer Suche nach "besseren" Alternativen, dh. in Reaktion muß AdBlock irgendwann entweder die whitelist opt-in setzen, oder verliert an Relevanz (und damit an Verhandlungsposition als Makler)

    Da man das Ergebnis bereits kennt (Tripolare Märkte sind bis zum Erbrechen studiert, analysiert, interpretiert), kann man (in diesem Fall "die Inhaltsanbieter") sich den kooperativen Quatsch gleich schenken.

  5. Re: "Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

    Autor: violator 18.12.15 - 07:35

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich find das mit der Werbung eh geil. Niemand trifft seine Entscheidung
    > anhand der Werbung

    Glaubst du... Das tust du auch, auch wenn du es nicht glaubst.

  6. Re: "Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

    Autor: frostbitten king 18.12.15 - 08:24

    Das ist das was ich mich immer frage. Ich ignoriere so weit es geht die Werbung. Aber ob die Werbung trotzdem unbewusst auf mich wirkt. Keine Ahnung. Müsste man mal ein paar Psychologen fragen.

  7. Re: "Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

    Autor: Sharkuu 18.12.15 - 08:35

    ich würde sagen, werbung wirkt schon irgendwie. aber nicht so, wie es gewollt ist.

    ich hab letztens diese sport kopfhörer gesehen, kannte ich vorher nicht. hab mich schlau gemacht und welche gekauft. aber nicht die, die mir in der werbung gezeigt worden sind, und auch nicht über die werbung.

    bei mir geht das aber auch schon so weit, ich ignoriere teilweise die angebotenen firmen. meistens sind es ja eh die öffentlichkeitsgeilen firmen, die semi gute artikel haben.

    also, die werbung bringt mich evtl. auf gedanken, aber sie zeigt mir (fast) nie etwas, was ich haben will.

  8. Re: "Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

    Autor: lear 18.12.15 - 11:26

    Werbung dient zum einen der Produktvorstellung (Oh, sowas gibt es? Cool!), das erzeugt eine allgemeine Konsumneigung und desweiteren der Markenetablierung (hier gilt - leider -, daß es sowas wie schlechte PR nicht gibt) - das beeinflußt letztlich die Kaufentscheidung bei Unentschlossenheit (Du wählst das Vertraute)

    Werbung, die einen direkten Konsumreiz durch Manipulation des Unterbewußtseins erzeugt ist möglich (das funktioniert, glaub mir - Du hast keine Chance), aber streng verboten.

    Grundsätzlich funktioniert Werbung bei Frauen wesentlich besser als bei Männern (#Aufschrei, aber die Statistiken lügen nicht ;-) und die Hälfte des Budgets ist rausgeschmissenes Geld (man weiß aber leider nie, welche - ist von Ford)

    Problem der schreibenden Zunft ist, das andere, modernere Werbeformen (Product Placement & Viral) deutlich besser funktonieren als Anzeigen/Blöcke, vermutlich weil sie nicht als "da will einer was von mir" wahrgenommen werden, also subtiler wirken. Diese Form von Werbung wäre aber Presserechtlich nicht drin, bzw. beschädigt mit der Glaubwürdigkeit der Presse ihr wichtigstes Kapital (niemanden interessiert das Product Placement in einer Unterhaltungsserie, aber wenn informtative Beiträge durch "Sponsored Articles" kontaminiert werden, fühlt sich der Leser verarscht.

  9. Re: "Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 19.12.15 - 10:23

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist, daß es nicht funktioniert.

    Tut's doch...

  10. Re: "Acceptable Ads" ist Zeitverschwendung

    Autor: User_x 20.12.15 - 04:05

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Werbung dient zum einen der Produktvorstellung (Oh, sowas gibt es? Cool!),
    > das erzeugt eine allgemeine Konsumneigung und desweiteren der
    > Markenetablierung (hier gilt - leider -, daß es sowas wie schlechte PR
    > nicht gibt) - das beeinflußt letztlich die Kaufentscheidung bei
    > Unentschlossenheit (Du wählst das Vertraute)

    Ja, wenn man sich nicht ständig davon genervt fühlt und das vertraute in gehasste umschlägt (bestes beispiel wird wohl die telekom sein, viele haben evtl. Keine wahl und müssen die telekom nehmen - und ärgern sich bei jedr telekom werbung das die versprechen eben nicht stimmen).

    > Werbung, die einen direkten Konsumreiz durch Manipulation des
    > Unterbewußtseins erzeugt ist möglich (das funktioniert, glaub mir - Du hast
    > keine Chance), aber streng verboten.

    Du meinst ein cola-automaten vor der turnhalle ohne alternativen? Tja...

    > Grundsätzlich funktioniert Werbung bei Frauen wesentlich besser als bei
    > Männern (#Aufschrei, aber die Statistiken lügen nicht ;-) und die Hälfte
    > des Budgets ist rausgeschmissenes Geld (man weiß aber leider nie, welche -
    > ist von Ford)

    Stimmt. was mir zu teuer ist, nennt meine liebste für nicht alltäglich bestimmt... und kauft es trotzdem - aber halt nicht alltäglich.

    > Problem der schreibenden Zunft ist, das andere, modernere Werbeformen
    > (Product Placement & Viral) deutlich besser funktonieren als
    > Anzeigen/Blöcke, vermutlich weil sie nicht als "da will einer was von mir"
    > wahrgenommen werden, also subtiler wirken. Diese Form von Werbung wäre aber
    > Presserechtlich nicht drin, bzw. beschädigt mit der Glaubwürdigkeit der
    > Presse ihr wichtigstes Kapital (niemanden interessiert das Product
    > Placement in einer Unterhaltungsserie, aber wenn informtative Beiträge
    > durch "Sponsored Articles" kontaminiert werden, fühlt sich der Leser
    > verarscht.

    das hat mal ein AG von mir gemacht. Anstatt werbung wurde ein ganzseitiger produktbericht für eine printausgabe erstellt. aber von wegen viral - genau wegen solchem marketing gibt es viele die gegen apple sind - also funktioniert auch das nicht wirklich.

    Werbung wirkt nur, wenn man nicht an werbung denkt - da wir mittlerweile mit werbung erschlagen werden, resultiert das in eine abwehrreaktion. Und das man etwas kauft hat nichts mit der statistik, als eher mit mangelnder alternative zu tun.

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