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"Löschen"

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  1. "Löschen"

    Autor: simon.budig 14.02.20 - 12:50

    Hallo allerseits.

    Nochmal als eine (persönliche) Ergänzung zu unserem Statement im Bugtracker:

    Die Diskussion hebt anscheinend überwiegend darauf ab, dass der Begriff "Löschen" schlecht gewählt sei. Abgesehen davon, dass wir als Konsequenz daraus für jede Sprache individuell eine Semantikdiskussion führen müssten (die wir nicht leisten können) sei darauf hingewiesen, dass es Industriestandard ist, dass sich "gelöschte" Informationen auch wieder herstellen lassen.

    Es gibt tonnenweise Datenrettungstools die "gelöschte" Dateien wieder herstellen. Forensoftware wird vermutlich in vielen Fällen "gelöschte" Forenbeitrage nur mit einem Unsichtbarkeits-Flag markieren, vermutlich wird sogar die Editier-History abgespeichert.

    Hier über die genaue Bedeutung von "Löschen" zu diskutieren greift in meinen Augen zu kurz. Wenn der Menüpunkt "Zensieren" hieße, dann wäre die Diskussion absolut gerechtfertigt.

    Aber wäre das eine Alternative? Wenn wir den Menüpunkt (nach Anpassung der Funktionalität) tatsächlich umbenennen würden, dann wäre das Hohngelächter doch groß: "GIMP muss mal wieder alles anders machen als der Industriestandard". (Und ja, es würde diesmal zurecht gelacht... :-)

    "Löschen" führt für vermutlich fast alle Nutzer zu einem Ergebnis, dass ihren Erwartungen entspricht. Hier jetzt Wortklauberei betreiben ist eher nicht hilfreich. Was wäre denn eine passende Benennung? "Verbergen"? "Transparentieren"?

    Ich halte auch nichts davon, jetzt Menüpunktexplosion zu betreiben und neben "Löschen" noch "Zensieren" als weiteren Punkt einzuführen. Es ist ja nicht so dass Gimp nicht schon genug Menüpunkte hätte...

    Eines unserer Ziele bei der Entwicklung von GIMP ist, dass wir die Bildinformationen des Benutzers mit Vorsicht behandeln. Deshalb haben wir inzwischen nicht nur 8-bit, sondern auch 16-bit und höher (bis hin zu float)-Daten. Bei diesen muss man dann *wirklich* darauf achten, was man tut wenn man Informationen löschen will. Das 99.9%-Beispiel aus unserer Antwort ist nicht hypothetisch. Ein Schwarz-Weiß-Text in einem 16-bit-Bild, der mit einem 99.9%-deckenden schwarzen Balken übermalt wird, lässt sich durch eine "Auto-Stretch-Contrast"-Operation wiederherstellen. Inklusive des Antialiasing des Texts.

    Wir werden in Zukunft darauf hinarbeiten, nicht-destruktives Arbeiten mit Bilddaten zu ermöglichen. Da wird es dann richtig schwer, die Information loszuwerden wenn man nicht genau weiß, welche technischen Möglichkeiten die verwendeten Dateiformate bieten...

    ...und offen gestanden bin ich ja immer noch überrascht, dass man auf die Idee kommt, ein Bild von einem sensiblen Dokument zu zensieren, indem man Stellen transparent macht. Alle Welt macht entweder schwarze Balken oder verpixelt Bereiche (wobei bei letzterem ja durchaus noch echte originale Bilddaten erhalten bleiben können). Ich empfehle, das weiterhin zu tun.

    Viele Grüße,
    Simon

  2. Re: "Löschen"

    Autor: mark.wolf 14.02.20 - 12:59

    "Industriestandard ist, dass sich "gelöschte" Informationen auch wieder herstellen lassen. "

    Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Auch im bereich Datenschutz und DSGVO gibt es en begriff "löschen". Dort ist aber die unwiderherstellbare Eliminiereung der Daten gemeint. Insofern kann nicht von Standard gesprochen werden. Was Simon stattdessen meint ist "unkenntlich machen" oder "verbergen". Damit ist jedem sofort klar, die Information ist nicht weg, also "gelöscht", sondern nur derzeit nicht sichtbar und jederzeit wieder herstellbar.

    DIMP sollte gerade als freie Software grossen Wert darauf legen so transparent wie möglich zu sein. Dazu gehört auch die Funktionen so zu bezeichnen, dass jedermann klar ist, was sich dahinter verbirgt. Sich auf einen "Industriestandard" zu berufen ist einfach nur kindisch. Und ja, es ist der Mühe wert, in jeder Sprache den richtigen bezeichner zu finden. Das Wörterbuch der deutschen Sprache beschreibt das löschen so: "die Festplatte, Daten, Dateien auf einem Chip löschen (= das darauf Aufgezeichnete beseitigen)". Und wenn es beseitigt ist, ist es auch nicht wieder herstellbar.

    Es ist schlimm, aber diese Argumentation findet sich bei vielen OSS Entwicklern. Diese Borniertheit trägt u. a. auch dazu bei, dass OSS teilweise nicht die verdiente Aufmerksamkeit bekommt.

  3. Re: "Löschen"

    Autor: Kasselbarth 14.02.20 - 13:04

    Na ich meine ja, dass gerade im OSS-Bereich mehr auf User-Feedback eingegangen wird, als bei kommerzieller Software, da gibts oft nicht mal ein Feedback, bei GIMP dagegen wird genau erklärt, warum das so ist, das finde ich super, damit kann ich was anfangen.

    Dieses Herumgemaule an kostenloser Software finde ich ätzend. Wenn es nicht passt, kann man sich ja den Projekten beteiligen, anstatt hier irgendwelche Manipulationskeulen raus zu holen ("führt dazu, dass OSS..."). Ich mache das übrigens so.

  4. Re: "Löschen"

    Autor: simon.budig 14.02.20 - 13:06

    Pardon, hätte ich vielleicht sagen sollen: Wenn ich "Industriestandard" sage dann ist das für mich nichts erstrebenswertes.

    Das ist eher eine Bezugnahme darauf dass wir permanent mit der Erwartung konfrontiert sind, uns dem "Industriestandard" (aka Photoshop) anzupassen. Nö, wo ist denn da der Spaß? :)

    Hier wird uns vorgeworfen, dass wir einen einfach verständlichen Begriff verwenden und eine Erwartung an die dahinterliegende Funktionalität gestellt, die in der Realität gar nicht so universell ist wie man meint.

    Meine Güte, wenn man im Windows-Explorer im Kontextmenü den Punkt "Löschen" auswählt wird die Datei in den Papierkorb verschoben. Und dass GIMP die Farbinformation erhält ist ein Problem?

    Viele Grüße,
    Simon

  5. Re: "Löschen"

    Autor: Eheran 14.02.20 - 13:11

    >Es gibt tonnenweise Datenrettungstools die "gelöschte" Dateien wieder herstellen.
    Da werden nicht überschriebene Datenfitzel zusammengesucht, das kann klappen oder auch nicht. Aber damit zu argumentieren, dass "Löschen ja nicht wirklich entfernen soll"? Bei Word/PDF sollen auch noch alle vorherigen Versionen meines Dokumentes sichtbar sein, wenn ich die irgendwem schicke oder was? Weil "löschen = wird nur nicht mehr angezeigt"? Das ist schlicht weltfremd.

    >Abgesehen davon, dass wir als Konsequenz daraus für jede Sprache individuell eine Semantikdiskussion führen müssten (die wir nicht leisten können)
    Delete = löschen = gone = weg. Ganz einfach. Da braucht man keine angebliche viel zu große Baustelle öffnen. Wenn etwas weg soll/ist, in Wirklichkeit aber noch da ist: DANN muss man das explizit dem Nutzer auch so kommunizieren. Das sollte beim Löschen ganz sicher nicht Standard sein.

    >Wir werden in Zukunft darauf hinarbeiten, nicht-destruktives Arbeiten mit Bilddaten zu ermöglichen.
    Wozu habe ich denn die Option, das Bild zu exporieren? Am Original wird dann nichts geändert.

    >...und offen gestanden bin ich ja immer noch überrascht, dass man auf die Idee kommt, ein Bild von einem sensiblen Dokument zu zensieren, indem man Stellen transparent macht. Alle Welt macht entweder schwarze Balken
    Das ist doch genau der Punkt! Da steht nicht "transparent machen" sondern man entfernt es! Wenn man dann weißen oder schwarzen Hintergrund hat, hat das exakt den Effekt, den du da nennst: Balken drüber. Nur ist es halt doch noch alles da, weil löschen = transparent machen ist.

  6. Re: "Löschen"

    Autor: peh.guevara 14.02.20 - 13:15

    Übrigens wird es sogar in der Hilfe ganz genau erklärt was der Befehl löschen macht:

    "Mit diesem Befehl können Sie den Inhalt der Auswahl im aktuellen Bild löschen. Falls sich im Bild keine Auswahl befindet, wird der Inhalt der aktuellen Ebene gelöscht. Falls die aktive Ebene einen Alphakanal (Transparenz) hat, wird die Stelle im Bild, an der sich die Auswahl befindet, nach dem Löschen transparent. Sie können die Originalfarben mit dem Radierer wiederherstellen, indem Sie die Eigenschaft Un-Radieren aktivieren. Wenn die Ebene keinen Alphakanal hat, wird der gelöschte Bereich mit der aktuellen Hintergrundfarbe gefüllt."

    Man hätte also die Möglichkeit es rauszufinden. Intuitiv erwartet hätte ich es trotzdem so nicht, aber legitim ist es allemal. Schließlich entscheidet der Entwickler wie er es umsetzen möchte.

  7. Re: "Löschen"

    Autor: tomate.salat.inc 14.02.20 - 13:17

    simon.budig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Diskussion hebt anscheinend überwiegend darauf ab, dass der Begriff
    > "Löschen" schlecht gewählt sei. Abgesehen davon, dass wir als Konsequenz
    > daraus für jede Sprache individuell eine Semantikdiskussion führen müssten
    > (die wir nicht leisten können) sei darauf hingewiesen, dass es
    > Industriestandard ist, dass sich "gelöschte" Informationen auch wieder
    > herstellen lassen.
    Ich finde die Argumentation mehr als schwach. Denn das eine schließt das andere nicht aus. Alternativ-Software zu Gimp zeigt es ja deutlich.

    > Es gibt tonnenweise Datenrettungstools die "gelöschte" Dateien wieder
    > herstellen. Forensoftware wird vermutlich in vielen Fällen "gelöschte"
    > Forenbeitrage nur mit einem Unsichtbarkeits-Flag markieren, vermutlich wird
    > sogar die Editier-History abgespeichert.
    Auch wieder: sehr schwach. Es ist richtig, dass bei Software "Löschen" häufig mit "Deaktivieren" gleichgesetzt wird (und es somit in einer Art Papierkorb landet). ABER: Das ist transparent gelöst! Den Moderatoren/Anwendern ist durchaus klar, dass die Daten erstmal noch vorhanden sind.

    In dem Forum wo ich moderator bin sehe ich gelöschte Beitrage auch noch. Diese sind dann aber auch entsprechend farblich gekennzeichnet.

    Gimp hingegen lässt den Nutzer aber komplett im Dunkeln. Ich hab schon oft genug Gimp verwendet - aber erst heute erfahre ich von diesem fragwürdigen Verhalten.

    Dementsprechend ist die Reaktion mehr als gerechtfertigt.

  8. Re: "Löschen"

    Autor: simon.budig 14.02.20 - 13:19

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gimp hingegen lässt den Nutzer aber komplett im Dunkeln.

    Nein. Wir sind transparent. :-)

  9. Re: "Löschen"

    Autor: tomate.salat.inc 14.02.20 - 13:21

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man hätte also die Möglichkeit es rauszufinden. Intuitiv erwartet hätte ich
    > es trotzdem so nicht...

    Und das ist der Punkt. Wer liest den eine vermeintlich bekannte Funktion nach? Vor allem, wenn es noch so ausschaut, als ob Gimp tut was es soll.

    Bei Word suche ich ja auch nicht erst raus, ob beim entfernen eines Wortes, dieses auch tatsächlich aus dem Dokument entfernt wird.

  10. Re: "Löschen"

    Autor: tomate.salat.inc 14.02.20 - 13:25

    simon.budig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tomate.salat.inc schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gimp hingegen lässt den Nutzer aber komplett im Dunkeln.
    >
    > Nein. Wir sind transparent. :-)

    Ja, mit dieser Antwort gibst du sehr transparent zu, dass Ihr eigentlich keinerlei Argumente habt.

  11. Re: "Löschen"

    Autor: JaneDoe 14.02.20 - 13:34

    Es ist nun ja schon so, dass GIMP sich hier explizit und mit voller Absicht und Bewusstheit anders als alle anderen Verhält, was dazu führt, dass eine vermutlich nicht geringe Menge Leute mit einer gewissen falschen Erwartung an diese Funktion geht.

    Das ist jetzt wie schon richtig festgestellt kein Bug, aber definitiv ein Problem für das eine Lösung wünschenswert wäre (zumindest für mich). Klar es steht in der Hilfe, aber sind wir mal ehrlich, wer liest schon die Hilfe bei solchen "banalen" Dingen. Ich bekenne mich schuldig und tu es nicht. ;)

    Im Forum hier wurde schon Vorgeschlagen, bei der (ersten) Nutzung ein Dialog anzuzeigen in dem ein Hinweis steht. Sowas wie "Hey, GIMP verhält sich hier vielleicht anders als du erwartest [...] Fortfahren?".
    Alternativ wäre es vielleicht auch interessant wählen zu können ob man löscht oder Transparent setzt. Das könnte über eine Einstellung gesetzt werden, welche schon bei der Installation oder beim ersten Start abgefragt wird.

    Wäre so etwas vielleicht eine Idee, diesen Fall zukünftig zu handhaben?

  12. Re: "Löschen"

    Autor: Eheran 14.02.20 - 13:35

    Er schickt sicherlich auch PDF und .doc nur mit Rückverfolgbarkeit aller Vorversionen rum, denn dass Daten wiederhergestellt werden können muss ja so sein. Löschen soll nicht löschen, sondern nur unsichtbar machen. Also immer grundsätzlich 100% neue Dokumente schreiben, wenn nix anderes drin sein soll. Nur irgendwie ein paar Stellen ändern ist nicht drin, das wird ja nur transparent, sonst könnte man es ja nicht wiederherstellen.

  13. Re: "Löschen"

    Autor: peh.guevara 14.02.20 - 13:44

    Deswegen habe ich ja schon an anderer Stelle vorgeschlagen einfach bei der ersten Benutzung einen Hinweis darauf einzublenden (mit der Möglichkeit, dass man nicht erneut hingewiesen wird). Dann kann keiner sagen er hat es nicht gewusst, die Profis haben es wie sie brauchen, und der DAU wird gewarnt.

  14. Re: "Löschen"

    Autor: FreiGeistler 14.02.20 - 13:51

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > peh.guevara schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man hätte also die Möglichkeit es rauszufinden. Intuitiv erwartet hätte
    > ich
    > > es trotzdem so nicht...
    >
    > Und das ist der Punkt. Wer liest den eine vermeintlich bekannte Funktion
    > nach? Vor allem, wenn es noch so ausschaut, als ob Gimp tut was es soll.
    Dann nutze doch bitte eine Software, die auch für den Gebrauch von Laien gedacht ist, ok?
    Z.B. Pinta; ist etwas wie Paint.net, kann auch Ebenen.

    > Bei Word suche ich ja auch nicht erst raus, ob beim entfernen eines Wortes,
    > dieses auch tatsächlich aus dem Dokument entfernt wird.
    Ach, und warum nicht?

  15. Re: "Löschen"

    Autor: gorsch 14.02.20 - 13:51

    >... sei darauf hingewiesen, dass es Industriestandard ist, dass sich "gelöschte" Informationen auch wieder herstellen lassen.

    Ja, dafür gibt es die Undo Funktion, ich glaube GIMP kann das auch? Ansonsten, ein übermalter Pixel ist doch übermalt, auch in GIMP. Ihr speichert ja nicht jeden Pfad um ihn bei Bedarf wieder zu entfernen, so wie das bei einem Vektorprogramm möglich wäre.

    Ansonsten lautet der Industriestandard: Löschen = Pixel schwärzen, auf allen Kanälen.

    > Aber wäre das eine Alternative? Wenn wir den Menüpunkt (nach Anpassung der Funktionalität) tatsächlich umbenennen würden, dann wäre das Hohngelächter doch groß: "GIMP muss mal wieder alles anders machen als der Industriestandard". (Und ja, es würde diesmal zurecht gelacht... :-)

    Ja, das ist eben eine unsinnige Lösung - ein Strohmann?

    > "Löschen" führt für vermutlich fast alle Nutzer zu einem Ergebnis, dass ihren Erwartungen entspricht. Hier jetzt Wortklauberei betreiben ist eher nicht hilfreich. Was wäre denn eine passende Benennung? "Verbergen"? "Transparentieren"?

    Ändert doch einfach die Funktion so, dass sie die Pixel schwärzt (auf allen Kanälen) so wie das alle anderen Programme sinnvollerweise ebenfalls tun. Wer den Alphakanal bearbeiten will, kann den Alphakanal mit Pixelwerkzeugen bearbeiten.

    > Ein Schwarz-Weiß-Text in einem 16-bit-Bild, der mit einem 99.9%-deckenden schwarzen Balken übermalt wird, lässt sich durch eine "Auto-Stretch-Contrast"-Operation wiederherstellen. Inklusive des Antialiasing des Texts.

    Das ist doch an den Haaren herbeigezogen. Das Problem ist, dass Nutzer ein 8-Bit Bild importieren, ein Rechteck auswählen, und auf "entfernen" drücken, dann speichern. Und mit Rechteck-Entfernen kannst du ja wohl auch unter 16-Bit 100% entfernen.

    > Wir werden in Zukunft darauf hinarbeiten, nicht-destruktives Arbeiten mit Bilddaten zu ermöglichen. Da wird es dann richtig schwer, die Information loszuwerden wenn man nicht genau weiß, welche technischen Möglichkeiten die verwendeten Dateiformate bieten...

    JPEG und PNG bieten das nicht. Andere Formaten werden im Web auch nicht unterstützt, abgesehen von SVG. Wenn irgendwelche Leute anfangen, SVGs aus GIMP mit nicht-destruktiven Operationen zu zensieren, dann sage ich auch: Selber Schuld. Das ist aber nicht das Szenario und das Argument zieht einfach nicht.

  16. Re: "Löschen"

    Autor: FreiGeistler 14.02.20 - 13:53

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > simon.budig schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > tomate.salat.inc schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Gimp hingegen lässt den Nutzer aber komplett im Dunkeln.
    > >
    > > Nein. Wir sind transparent. :-)
    >
    > Ja, mit dieser Antwort gibst du sehr transparent zu, dass Ihr eigentlich
    > keinerlei Argumente habt.

    Er will damit sagen, dass du bei Gimp eine Erwartungshaltung zeigst, die du beim "Standard" (Photoshop) nicht zu haben scheinst.

  17. Re: "Löschen"

    Autor: simon.budig 14.02.20 - 13:56

    Ich persönlich halte ja diese "Ich weiß was Du tun willst und hier ist was gleich passiert"-Hinweise für eine ziemliche Grütze. Man konditioniert den Benutzer nur weiter darauf auf "OK" zu klicken (aka "Egal, Geh mir aus dem Weg und lass mich machen"-Button).

    Wenn hier schon Statistik-Argumente aus der hohlen Hand gezaubert werden lehne mich auch mal aus dem Fenster und behaupte, dass es für 99.7% der Benutzer egal ist, was GIMP an dieser Stelle tut, 0.29% sind die Leute die Texturen bearbeiten und das jetzige Verhalten schätzen. Nach 20 Jahren GIMP ist es jetzt mal jemand aufgefallen, dass es hier ein Szenario gibt wo Ahnungslosigkeit des Benutzers tatsächlich signifikante Konsequenzen haben könnte. Ich will das auch nicht kleinreden, fehlgeschlageners Redigieren ist tatsächlich ein Problem. Ich glaube aber nicht daran, dass wir mit einem Hinweis gelöst kriegen, der beim allersten Start mal aufpoppt und sofort von allen in das "Nie-mehr-anzeigen"-Nirvana geschickt wird. Wenn der Nutzer also nach ein paar Monaten tatsächlich mal GIMP einsetzt um etwas zu redigieren, hat er die Message dess Dialogs schon vergessen (wenn er sie denn überhaupt wahrgenommen haben sollte).

    Unsere Dokumentation zu dem Thema ist schon gefunden worden - ich weiß nicht was ich da noch hinzufügen soll...

  18. Re: "Löschen"

    Autor: tomate.salat.inc 14.02.20 - 13:58

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er will damit sagen, dass du bei Gimp eine Erwartungshaltung zeigst, die du
    > beim "Standard" (Photoshop) nicht zu haben scheinst.

    Damit unterstellst du ihm Begriffsstutzig zu sein. Denn eben diese Erwartungshaltung hab ich (und andere hier) an alle Programme. Nur gibt es bei denen nichts zu kritisieren, weil Gimp (soweit bekannt) als einziges Programm dieses Verhalten an den Tag legt:

    > Gimp ist von den gängigen Grafikbearbeitungsprogrammen das einzige, das dieses Verhalten zeigt. Dormann hat verschiedene andere Programme getestet, darunter Photoshop, Paint.net und Krita. In all diesen Programmen führt ein Löschen tatsächlich dazu, dass die darunterliegenden Pixel entfernt werden.

    Ich bin gerne bereit mit euch zu diskutieren. Aber es dürfte nicht zu viel verlangt sein, dass Ihr euch vorher den Artikel durch lest. Das ist wohl der Kenntnisstand den ich von Leuten erwarten darf, die versuchen diesen Artikel zu kommentieren ;-).

  19. Re: "Löschen"

    Autor: peh.guevara 14.02.20 - 14:07

    simon.budig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich persönlich halte ja diese "Ich weiß was Du tun willst und hier ist was
    > gleich passiert"-Hinweise für eine ziemliche Grütze. Man konditioniert den
    > Benutzer nur weiter darauf auf "OK" zu klicken (aka "Egal, Geh mir aus dem
    > Weg und lass mich machen"-Button).

    Naja dazu kann man entweder die Meinung vertreten "Selbst schuld wenn du was wegklickst was du noch nie gelesen hast". Oder ganz generell "RTFM" weil da steht nämlich genau drin was die Funktion "löschen" macht und wie sie sich verhält. Ergo ist es auch kein Bug sondern ein dokumentiertes Feature.

    Wenn ich etwas anderes erwarte als der Entwickler dokumentiert vorsieht ist das halt so. Der Schwarze Peter liegt hier klar beim Benutzer.

  20. Re: "Löschen"

    Autor: Trockenobst 14.02.20 - 14:09

    Kasselbarth schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kann man sich ja den Projekten beteiligen, anstatt hier irgendwelche
    > Manipulationskeulen raus zu holen ("führt dazu, dass OSS...")

    Meine Bugs/RFEs bei Open/LibreOffice sind inzwischen 8 Jahre alt, ich hab es aufgegeben.
    Wenn die Leute nicht wollen, und lieber das 100ste Icon Set bauen statt Kernfunktionen zu fixen, kann man gegen die Welle des Desinteresses nichts machen. Ich tippe darauf, und das sieht man bei vielen Projekten, dass wenn ich sogar einen Patch schreiben KÖNNTE, würde dieser abgelehnt, weil keine Ahnung, Powertrip oder passt gerade nicht in irgendeinen wolkigen Plan.

    Hier hat man sogar eine konstruktive Kritik gemacht. "Löschen" ist nicht das selbe wie "Verbergen". Sich mit einer Seite Erklärung raus winden ist das, was Leute machen die nicht kundenorientiert sind. OSS muss nicht kundenorientiert sein, es kann eben sein Ding machen und die Leute dann zwingen doch andere (kostenpflichtige) Tools zu nutzen.

    Sich dann sagen zu lassen "Ja, jetzt hängt dich nicht an 'löschen' auf, dass funktioniert überall genau so wie man es denkt, nur in Gimp eben nicht, das ist dann dein Problem". Genau, so kann man das sehen. Einfach weg blocken. Ist ja keine Demokratie und wenn man dann doch forkt, springen 20 Leute ab die sich beleidigt fühlen dass man sie ganz plötzlich "missverstanden" hat.

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