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Wenn wir das ganze weiter spinnen...

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  1. Wenn wir das ganze weiter spinnen...

    Autor: Honigdieb 25.05.22 - 11:34

    ... wäre es in der Zukunft durchaus denkbar, dass Leute welche sich der Digitalisierung aufgrund drohender anlassloser Überwachung verweigern sofort verdächtig machen.

    Denn was sich der Kontrolle entzieht muss man ganz genau beobachten. An sich durchaus nachvollziehbar und wird auch in heutiger Zeit gemacht - aber wenn die Gefahrenschwelle für solche Maßnahmen am Ende derart heruntergesetzt wird sehe ich düstere Zeiten.

    Ich selber spiele mit dem Gedanken, mich immer mehr vom Internet zu verabschieden und die Welt zu genießen:
    denn es ist sehr leicht, ein strafbares Verhalten zu begehen. Leichter jedenfalls, als sich rechtschaffen zu verhalten (Hand aufs Herz: Wer hat sich das StGB und OWiG mal komplett durchgelesen inkl. Kommentare zu diversen Fallkonstellationen? Selbst Juristen entdecken immer wieder was Neues).

    Nur ist es so, dass ein (natürlich meist geringfügiges) strafbares Verhalten im Reallife entweder nie zur Anzeige kommt, sozialethisch gar nicht strafbar angesehen wird oder nicht verfolgt wird aus Opportunietätsgründen; und am Ende ist der Sachverhalt auch abgeschlossen. Wenn ich dran denke, wie oft täglich eigentlich Straßenverkehrsdelikte, Beleidigungs- oder Nötigungsdelikte einschlägig wären aber am Ende doch jeder sagen würde: Pillepalle.

    Im Internet dagegen bleibt jede Straftat zeitlich unbegrenzt erhalten, ist für JEDEN zu sehen und wird auch zwangsweise verfolgt (abseits des Opportunitätsprinzips). Man kann das gut finden. Doch hat es mit dem Sinn des Strafrechts, die Gesellschaft zu ordnen, nicht mehr viel zu tun. Hier müsste man entweder etwas an der Grundstruktur des Internets ändern - oder die Strafgesetze reformieren (was durchaus schwierig wäre - wieso sollte ein grdsl. strafwürdiges Verhalten im Reallife anders behandelt werden als im Netz? Gründe habe ich genannt, aber eine juristische Begründung wird schwer).

  2. Re: Wenn wir das ganze weiter spinnen...

    Autor: Karmen 25.05.22 - 14:44

    Wird wohl in den nächsten Jahrzehnten darauf hinaus laufen das man sich ähnlich wie in China verhalten muss wenn man ins Internet geht (VPN sofern dann noch möglich und evtl. mehr dezentrale Dienste nutzten die nicht in der EU sind). Da selbst wenn die Chatkontrolle abgewendet wird die es immer wieder versuchen werden, die wollen umbedingt die Informationshoheit damit sie Wahlen beeinflussen können mit den Medien. Und das einzige was ihnen im Weg steht sind Gerichte und die Verfassungen/Grundgesetze.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.05.22 14:45 durch Karmen.

  3. Re: Wenn wir das ganze weiter spinnen...

    Autor: Honigdieb 25.05.22 - 16:20

    Also das ist nun wirklich Mumpitz; eine "Gleichschaltung" der Medien zur Wahlbeeinflussung wird es kaum geben.

    Ich finde es nun mal lediglich problematisch, dass die Dinge im Internet einer temporär unbegrenzten Kontrolle unterliegen im Gegensatz zum Realleben (theoretisch gleich, praktisch aber ungleich).

  4. Re: Wenn wir das ganze weiter spinnen...

    Autor: Karmen 25.05.22 - 16:40

    Honigdieb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also das ist nun wirklich Mumpitz; eine "Gleichschaltung" der Medien zur
    > Wahlbeeinflussung wird es kaum geben.
    >
    > Ich finde es nun mal lediglich problematisch, dass die Dinge im Internet
    > einer temporär unbegrenzten Kontrolle unterliegen im Gegensatz zum
    > Realleben (theoretisch gleich, praktisch aber ungleich).

    Ich denke da unterschätzt du die Wichtigkeit der Informationskontrolle. Es gibt durch aus Stories und Zusammenhänge die man nur noch von unabhängigen Journalistin oder Kommentatoren bekommt. Was glaubste wie lange ein Journalist bei einen grossen Konzern beschäftigt bleibt wenn er seine Geldgeber irgend wie ins schlechte Licht rückt oder wenn er Partei ergreift für eine politische Partei die von der Führung des Konzerns eher verteufelt wird. Letzten Endes dreht sich alles ums Geld und um Kontrolle. Und gerade als Journalist dürfte es nicht so einfach sein an einen guten Job zu kommen seit die Printmedien aussterben sind sie immer anfälliger dafür geworden das zu schreiben was die Geldgeber wollen. Also guter Journalismus ist am aussterben.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.05.22 16:43 durch Karmen.

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