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Zu wenig zu spät.

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  1. Zu wenig zu spät.

    Autor: Hotohori 23.11.21 - 17:13

    Seit Release haben sich bei New World so viele Probleme gezeigt, nicht nur die ganzen Exploits, die Spieler zu reich gemacht haben oder das PvP quasi gekillt haben, sondern auch grundlegende Balacing und Design Probleme.

    Die Wirtschaft im Spiel ist quasi broken by Design. Viele Tier 1 Materialien sind mehr Wert als alle höheren, weil man Tier 1 quasi für die Verarbeitung aller höheren Stufen braucht. Viele gecrafteten Sachen sind weniger Wert als deren Rohmaterialien. Nur mit wenigen Sachen kann man tatsächlich Geld verdienen. Je voller der Server, desto stärker ist das Problem ausgeprägt. Das mussten Spieler auch schon lernen als sie ihren Charakter von einem eher weniger vollen auf einen volleren Server transferiert haben und einen kleinen Schock bei den Item Preisen erlebten (alles billiger).

    Ein Grund dafür ist auch, dass die meisten Spieler einfach alles machen, sprich auch alle Berufe grinden, weil das Spiel darauf ausgelegt ist, dass ein Spieler absolut alles machen kann und so entsprechend viel zu viel Materialien im Handelsposten landen.

    Und was macht Amazon mit dem letzten Patch? Sie verstärken das Problem nun noch mehr in dem sie alle Handelsposten zusammen geschaltet haben. Sprich die Handelsposten sind nun nicht mehr getrennt nach Gebiet, nun kann man in jedem Handelsposten alles kaufen, wodurch natürlich die Preise für Items auch auf den niedrigsten Preis alle Handelsposten runter gehen. Nichts ist mehr mit Items in einem Gebiet verkaufen, wo man mehr verlangen konnte als in anderen Gebieten, das fällt dank dieser Änderung nun weg und drückt die Preise nun eher noch weiter runter.

    Und das ist jetzt nur ein Problem des Spiels, es gibt noch andere. Das generelle Balancing ist nicht so toll, zu viel Copy&Paste bei den Gegnertypen (Wölfe, Luchse etc. teilen sich alle die gleichen Angriffsmuster, sprich weißt du wie ein Wolf angreift, weißt du auch wie es ein Luchs und ähnliche Mobs tun). Viele Elite Gegner auf Level 60 sind einfach nur einfach in der Größe hochskalierte Mobs aus dem 30er Bereich mit ebenso identischem Angriffsmuster, wobei die Collisionbox der Mobs mit skaliert werden und zu groß geraten, wodurch man mit Schwert diese kaum noch erreicht um ihnen Schaden zu zu fügen.

    Derweil rennen Amazon die Spieler weiter davon, weil viele Server zu leer sind, wodurch man IMMER in einem Teufelskreis landet, weil dann Spieler aufhören weil es zu leer ist und deswegen höheren noch mehr Spieler auf, bis kaum noch Jemand auf dem Server spielt. Das hätte man durch Server Zusammenlegungen umgehen können, aber diese sind gerade erst mal angekündigt, obwohl das Problem jetzt auch schon seit mehreren Wochen besteht. Der Charakter Transfer nutzt da auch nur bedingt, wenn man diesen bereits genutzt hat und auf einem zu leeren Server gelandet ist... Pech.

    Amazon scheint hier zu wenig in die Zukunft zu planen und statt zu agieren reagieren sie nur... fast immer zu spät.

    Mich erinnert New World gerade wegen den wenigen Angriffsmuster der Gegner eher an ein Destiny als an ein MMO. Schaut man sich das alles mal genauer an, merkt man wie wenig Inhalt in dem MMO eigentlich drin ist und dieser durch Copy&Paste und dem Crafting/Sammelsystem größer wirkt als er ist. Irgendwie passt das aber nicht so recht zur Spielwelt als Kontrast, diese ist abwechslungsreich und wirklich schön designt, das merkt man vor allem außerhalb der Anfänger Gebiete. Jedes Gebiet besitzt sein ganz eigenes Flair, was man oft erst merkt wenn man sich länger darin aufhält.

    Ich hab auch schon viele MMOs gespielt, deren Spielwelten ich komplett wieder vergessen habe, bei New World haben sich manche Gebiete schon fast ins Gehirn gebrannt, weil sie so gut designt sind und weil die Spielwelt sich nicht nur wie Mittel zum Zweck anfühlt. Bei Tera zum Beispiel hab ich alles vergessen, nur nicht das Quest Hub Muster, das dich durch die Spielwelt scheucht, das ist hängen geblieben, als negatives Beispiel wie man es nicht tun sollte.

    New World hat durchaus Potenzial, aber dieses Wort hasse ich schon seit 10 Jahren bei MMOs, weil Potenzial hat fast jedes MMO, nur macht kaum eines wirklich etwas daraus und bleibt weit hinter seinem Potenzial. So ist es eben auch mit New World, es könnte noch ein richtig gutes MMO werden, wenn die Entwickler richtig daran arbeiten. Die Chance dazu ist aber eher 50:50. Entweder sie machen noch etwas daraus oder es ist ein weiteres MMO, das Potenzial zeigt, aber nie umsetzt. Und das ist eben auch ein Grund für den Erfolg von WoW, es hatte nicht nur Potenzial, es hat sein Potential auch genutzt, wenn auch nicht immer zum positiven.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.11.21 17:14 durch Hotohori.

  2. Re: Zu wenig zu spät.

    Autor: Der schwarze Ritter 23.11.21 - 17:33

    Ich weiß nicht. Wenn die Spieler so schnell davonrennen, muss man schon recht viel falsch gemacht haben. Das einzige Spiel, bei dem "so richtig dran arbeiten" nach dem Release überhaupt funktioniert hat (soweit mir bekannt), war Final Fantasy 14. Ich glaube irgendwie nicht, dass Amazon New World jetzt einfach mal für 1-2 Jahre abschaltet und dann die Kritikpunkte massiv überarbeitet und anschließend ein auch nur halb so gutes Spiel rausbringt.

    Mir hat von Anfang an etwas gefehlt, warum ich überhaupt New World spielen sollte. "Weil es jeder tut" ist kein Argument und irgendwelche wirkliche Killer-Features habe ich nicht groß mitbekommen.

  3. Re: Zu wenig zu spät.

    Autor: baldur 23.11.21 - 17:39

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Wirtschaft im Spiel ist quasi broken by Design. Viele Tier 1
    > Materialien sind mehr Wert als alle höheren, weil man Tier 1 quasi für die
    > Verarbeitung aller höheren Stufen braucht.
    Muss jetzt kein "Fehler" im Design sein. Könnte vielleicht sogar zu einem gewissen Grad zum Realismus beitragen. In der echten Welt werden ja auch nicht in einem Schritt Waren direkt aus Rohstoffen hergestellt sondern je nach Komplexität über mehrere Zwischenstufen. So könnten dann ggf auch Einsteiger an Endgameausrüstung mitverdienen indem sie quasi als Zulieferer Bauteile herstellen.

    > Viele gecrafteten Sachen sind
    > weniger Wert als deren Rohmaterialien. Nur mit wenigen Sachen kann man
    > tatsächlich Geld verdienen.
    Gibts überhaupt ein Spiel bei dem das wirklich durchgehend funktioniert? Eve fällt mir noch ein, aber sonst ist das afaik ein generelles Problem bei Onlinespielen, da Casualspieler ihre Farmzeit selten als Wert einschätzen und einfach ihre Sachen verkaufen um überhaupt etwas zu verdienen. Dazu kommt ja auch daß gerade bei neuen Spielen/Patches/Addons alle erst mal ihre Berufe leveln und erst mal Verluste hinnehmen um bei höherstufigen Sachen Gewinn zu machen.
    Kenne das aber z.B. auch aus WoW wo augenscheinlich Waren scheinbar mit Verlust verkauft werden aber die Händler einfach effizientere Wege ausnutzen um an Rohstoffe zu kommen.
    Mag sich also vielleicht noch einpendeln wenn alle ihre Berufe gelevelt haben und Spekulanten anfangen massenweise Gegenstände aufzukaufen um sie wieder teurer einzustellen.

    (Achtung: Hab NW noch nicht gespielt, falls ich da jetzt zu viel Blödsinn geschrieben habe)

  4. So eben nicht

    Autor: Shismar 23.11.21 - 18:23

    Es werden einfach zusätzlich zu den zu verarbeiteten Rohstoffen, veredelte, niedrigstufigere Rohstoffe benötigt. Als wenn ich Holz Stufe 2 veredeln will (sonst kann man daraus nichts bauen), dann benötige ich zusätzlich veredeltes Holz Stufe 1. Das mag bei Metallen noch plausibel erscheinen, bei Holz oder Stoffen ist es kompletter Quatsch.
    Und bei vier Stufen ein unglaublicher Grind.

    Deshalb war es bisher am schnellsten, mit den Erzeugnissen der niedrigsten Stufe die Fähigkeiten zu leveln. Das ist jetzt generft worden, aber ohne die Erzeugnisse der höheren Stufen besser zu stellen -> mehr Grind.

    Dazu kommen noch einige Änderungen die PvE-Spieler benachteiligen, weil auf Biegen und Brechen PvP attraktiver gemacht werden soll.
    Im Ergebnis brechen die Rohstoffpreise ein. Mir soll es recht sein. Ich mache kein PvP und kann mir dann Voidbent billig kaufen. Die 2k pro Barren sind schon in Sicht.

  5. Re: Zu wenig zu spät.

    Autor: Hotohori 24.11.21 - 04:49

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiß nicht. Wenn die Spieler so schnell davonrennen, muss man schon
    > recht viel falsch gemacht haben. Das einzige Spiel, bei dem "so richtig
    > dran arbeiten" nach dem Release überhaupt funktioniert hat (soweit mir
    > bekannt), war Final Fantasy 14. Ich glaube irgendwie nicht, dass Amazon New
    > World jetzt einfach mal für 1-2 Jahre abschaltet und dann die Kritikpunkte
    > massiv überarbeitet und anschließend ein auch nur halb so gutes Spiel
    > rausbringt.
    >
    > Mir hat von Anfang an etwas gefehlt, warum ich überhaupt New World spielen
    > sollte. "Weil es jeder tut" ist kein Argument und irgendwelche wirkliche
    > Killer-Features habe ich nicht groß mitbekommen.

    Hättest ja die Beta spielen können. New World macht durchaus Spaß, bis man nach ein paar Wochen halt immer mehr die Schwachstellen erkennt. Für ein normales Spiel wäre das nicht so wild, hätte man locker genug Spielzeit drauf (bei mir waren es am Ende über 300 Stunden), aber für ein MMO ist so eine Aussage tödlich. Ein MMO darf nicht bloß ein paar Wochen Spaß machen, es muss Spieler auf Dauer halten können. Das ist der eigentliche Sinn eines MMOs, nicht das er nur für eine kurze Zeit Spaß macht und das wars, damit lässt sich kein MMO auf Dauer finanzieren.

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