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Wieviele gehen so einen Deal ein und sind nicht schuldig?
Autor: Charles Marlow 29.05.13 - 12:20
Im US-Rechtssystem leider eine grosse Menge. Und nicht nur wegen Folter, Psychoterror und unverhältnismässig hohem Strafmass, sondern weil die Lahmarschigkeit des US-Justizsystems und die Abhängigkeit vom (teuer bezahlten) Rechtsanwalt einen auch unter optimalen Umständen ruinieren kann!
Wenig hört man bei uns allerdings von den rechtlichen und finanziellen Konsequenzen eines solchen umfassenden Schuldeingeständnisses. Deal hin oder her.
So sind es gerade viele Beklagte ohne finanziellen Reserven, die solche faulen Deals eingehen, um dann bei einem weiteren (oft nur gerinfügigen) Vergehen schon richtig ordentlich Probleme zu bekommen. Wie gesagt, eine Vorstrafe steht dann schon im Register. Und wie die Polizei dort bei einer Kontrolle mit einem umgeht, wenn man vorbestraft ist, ist auch kein Geheimnis. Da wird dann eben nicht ein Auge zugedrückt, sondern gleich nachgelegt. Einmal drin, immer drin. Ganz zu schweigen von allerlei "Nachbarschaftsschützern", die in jedem Vorbestraften sowieso nur einen lebenslang zu stigmatisierenden, "unheilbaren" und nicht zu resozialisierenden Straftäter - eine "Bedrohung" - sehen.
Und was beim dritten Mal passiert, muss man gar nicht erst lang erläutern - lebenslang eingeknastet. Kein Wunder also, dass die Zahl der Häftlinge in den USA stetig anwächst und sich sogar schon eine eigene "Industrie" entwickelt hat, um sie wirtschaftlich auszubeuten.
Ob sich Hammond darüber wohl im Klaren ist? Oder hat er einfach keine Wahl?
2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.05.13 12:27 durch Charles Marlow. -
Re: Wieviele gehen so einen Deal ein und sind nicht schuldig?
Autor: fehlermelder 29.05.13 - 15:13
http://www.sueddeutsche.de/politik/deal-im-strafprozess-justitia-im-notwehr-exzess-1.1626933-2
weiss nur nicht, was daraus geworden ist
1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.05.13 15:15 durch fehlermelder.



