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  1. Wie?

    Autor: Bananularphone 02.11.21 - 08:30

    Wenn wir ab x km/h (gemessen per GNSS) annehmen, dass Auto gefahren wird: Was ist wenn das Gerät bei einer harten Bremsung vom Sitz fällt? Aus Sicht des Beschleunigungssensors sollte sich das nicht von einem Crash unterscheiden.

    Außerdem: Um die Geschwindigkeit zu messen müsste das Gerät ständig GNSS aktiv haben.

  2. Re: Wie?

    Autor: Seiko5 02.11.21 - 09:35

    Guten Morgen,

    kleiner Tipp: "Den Anker werfen" sollte man im PKW nicht wortwörtlich nehmen. :D

    Auch bei einer Gefahrenbremsung unterscheiden sich die G-Werte massiv von einem Crash, egal was man gleichzeitig mit dem Handy anstellt. Und zusätzlich läuft das GPS ja weiter... Sollte also passen.

  3. Re: Wie?

    Autor: Bananularphone 02.11.21 - 10:10

    Wenn das Handy vom Sitz fällt treten kurzzeitig sehr hohe Beschleunigungen auf. Kennt jeder der mal einen Datalogger mit Beschleunigungssensor auf den Boden fallen hat lassen ;)

    Die Beschleunigungssensoren in Smartphones können meistens auch nur ≤16g. Bei einem Sturz oder Crash ist man schnell bei – sehr kurzzeitig – 50g und mehr.

  4. Re: Wie?

    Autor: chefin 02.11.21 - 15:09

    Warte mal deinen ersten Unfall ab und danach überlege wie er sich vom Runterfallen unterscheidet. Wenn dein Fahrzeug so abbremst, das du lebensbedrohlich verletzt wirst, passiert das nicht mit einem Ruck. Sollte das aber mit einem Ruck passieren(zb gegen Betonwand fahren bei hoher Geschwindigkeit) ist das Handy schrott zusammen mit dir.

    Unfälle bei denen du überlebst aber schwer verletzt bist haben einen relativ langen Ablauf. Weil bei 30-40kmh ist es nahezu unmöglich zu sterben heute. Es müsste etwas ins Auto eindringen, also ganz spezielle Umstände.

    Es wird also nicht so sein, das ein Handy zu 100% richtig erkennt was los ist. Aber es reicht wenn es zu 80% erkennt was abläuft. Bei 80% und 5 von 100 Unfallopfer die keinen Notruf mehr absetzen können, werden 4 automatisch "gerettet" und nur einer der 5 hat das Pech das der Unfall nicht zum automatischen Notruf führt. Selbst eine 60% Erkennung rettet noch 3 von 5. Und mit etwas Good Will lässt man einige Fehlalarme zu. Lieber zehnmal Falsch, als einer Tot. Den der Tote könntest du sein. Die Fehlalarme kosten nur Geld.

  5. Re: Wie?

    Autor: Eheran 02.11.21 - 22:02

    >Warte mal deinen ersten Unfall ab und danach überlege wie er sich vom Runterfallen unterscheidet.
    Was er sagt ist korrekt. Dein Vergleich ist hingegen falsch.
    Ich falle hin =/= Handy fällt hin.
    Letzteres kann sehr schnell sehr stark beschleunigt werden, da es ein recht starrer Körper ist. Ein Mensch hingegen ist eine weiche Masse, die verformt sich erstmal langsam. Das Handy kennt aber nur seine eigenen Werte. Wie unterscheidet es einen Aufprall des Autos von einem Sturz? Ich bin mir sicher, dass die da genug Daten ausgewertet haben und sich zumindest halbwegs sicher sind. Aber ulkig ist es schon. Der Anteil falsch-positiver würde mich interessieren.

    Einfacher Vergleich zum Verdeutlichen:
    Stahlkugel auf einen Amboss fallen lassen liegt bei Größenordnung 1'000 g.
    Gummibärchen auf einen Amboss fallen lassen liegt bei Größenordnung 10 g.

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