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  5. › Autoschlüssel: Volkswagen-Hack nach…

Schlüsseltausch?

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  1. Schlüsseltausch?

    Autor: MüllerWilly 13.08.15 - 07:45

    Kann jetzt ein Schlüsseltausch verlang werden? Immerhin gibt es in Deutschland eine 2-Jährige Gewährleistungspflicht, innerhalb der ein Händler beim Verkauf bereits vorhandene Defekte ausbessern muss.

    Problem 1: Es ist kein Defekt, sondern eine Sicherheitslücke.
    Problem 2: Der Hersteller hat mit einem Gerichtsurteil die 2 Jahre ablaufen lassen. Ist damit die Frist automatisch verlängert?

  2. Re: Schlüsseltausch?

    Autor: Sharra 13.08.15 - 07:57

    Man könnte das durchaus als Defekt einstufen. Es ist ein Sicherheitssystem, das, ohne viel Aufwand, auszuhebeln ist. Damit funktioniert es nicht zuverlässig. Und es hat auch nie zuverlässig funktioniert, da die Verschlüsselung schon beim Einbau zu schwach war.

    Was anderes wäre es, wenn man State of the Art Verschlüsselung verbaut hätte, und diese wäre dann ein Jahr später geknackt worden. Da hätte selbst ein Kryptoguru nichts besser machen können.

    Ich denke aber mal, das wird noch einen Rattenschwanz an Klagen nach sich ziehen.
    Erst einmal natürlich die Leute, die vorsorglich einen Austausch wollen.
    Und dann natürlich die, deren Autos geknackt wurden, und man es auf eben dieses Problem zurückführen kann.
    Spätestens, wenn VW und Co dann 20 Autos oder mehr quasi ersetzen müssen, weil diese mit Totalschaden aufgefunden wurden, hätte sich der Austausch der Schlüssel eher gerechnet.

    Das größte Problem für die Kunden dürfte allerdings sein, zu beweisen, dass der Diebstahl auf die Lücke zurückzuführen war. Ich denke mal, genau darauf dürften die Hersteller auch spekulieren.

  3. Re: Schlüsseltausch?

    Autor: AlexanderSchäfer 13.08.15 - 09:19

    Ich bin mir nicht sicher ob dies wirklich ein Produktmangel ist, da ja die Schutzfunktion immer noch besteht und lediglich mit einigem Aufwand umgangen werden kann. 100% Sicherheit kann man von Sicherheitssystem ja nie erwarten.

  4. Re: Schlüsseltausch?

    Autor: Bassa 13.08.15 - 09:25

    Im Prinzip das Gleiche wie das Knacken eines Autos mit einem Drahtbügel.

    Und einen Schlüssel braucht man doch immer noch, oder ist das auch so eine "Remote"-Start-Funktion, für die nur der Sender nah genug beim Zündschloss sein muss? Dann kann man den "Nachschlüssel" ja quasi aus der Ferne erzeugen.

  5. Re: Schlüsseltausch?

    Autor: bofhl 13.08.15 - 09:25

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man könnte das durchaus als Defekt einstufen. Es ist ein Sicherheitssystem,
    > das, ohne viel Aufwand, auszuhebeln ist. Damit funktioniert es nicht
    > zuverlässig. Und es hat auch nie zuverlässig funktioniert, da die
    > Verschlüsselung schon beim Einbau zu schwach war.

    Das ist ein "weiteres" Sicherheitssystem und für die eigentliche Sicherheit des Fahrens eines Autos irrelevant! Im Prinzip ist es blos eine Erhöhung der Diebstahls-Sicherheit.

    >
    > Was anderes wäre es, wenn man State of the Art Verschlüsselung verbaut
    > hätte, und diese wäre dann ein Jahr später geknackt worden. Da hätte selbst
    > ein Kryptoguru nichts besser machen können.
    >
    > Ich denke aber mal, das wird noch einen Rattenschwanz an Klagen nach sich
    > ziehen.

    Das wird gar nichts - ist für die eigentliche Funktions nicht notwendig. Das ganze System ist nur dazu da um bei einem Diebstahl das einfache "Wegfahren" zu behindern, nicht um es komplett zu unterbinden!

    > Erst einmal natürlich die Leute, die vorsorglich einen Austausch wollen.

    Dann müssen diese aber nachweisen, dass sie alles tun um den Einbruch in das Fahrzeug zu verhindern!

    > Und dann natürlich die, deren Autos geknackt wurden, und man es auf eben
    > dieses Problem zurückführen kann.

    Falsch, damit kann niemand irgendetwas "knacken" - man kann blos das Auto starten! Ein Einbruch in das Fahrzeug muss also bereits erfolgt sein!

    > Spätestens, wenn VW und Co dann 20 Autos oder mehr quasi ersetzen müssen,
    > weil diese mit Totalschaden aufgefunden wurden, hätte sich der Austausch
    > der Schlüssel eher gerechnet.

    Warum sollten sie? Grund siehe oben!

    >
    > Das größte Problem für die Kunden dürfte allerdings sein, zu beweisen, dass
    > der Diebstahl auf die Lücke zurückzuführen war. Ich denke mal, genau darauf
    > dürften die Hersteller auch spekulieren.

    Die Lücke hat aber mit dem eigentlich Diebstahl nichts zu tun - auch ist es egal, ob man die Schlüssel nun knacken kann oder nicht, denn alle Diebe hatten Nachschlüssel direkt vom Hersteller! Daher ist das Ganze hier reine Schaumschlägerei!

  6. Re: Schlüsseltausch?

    Autor: katzenpisse 13.08.15 - 09:43

    MüllerWilly schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Problem 2: Der Hersteller hat mit einem Gerichtsurteil die 2 Jahre ablaufen
    > lassen. Ist damit die Frist automatisch verlängert?

    Warum sollte sie?

  7. Re: Schlüsseltausch?

    Autor: Genie 13.08.15 - 11:16

    MüllerWilly schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Problem 1: Es ist kein Defekt, sondern eine Sicherheitslücke.

    Richtig, es ist kein Defekt. Du glaubst gar nicht, wie viele Autos du mit deinem Schlüssel wirklich öffnen bzw. bedienen kannst. Laufe mal durch die Stadt und drücke ständig deinen Autoschlüssel - du wirst überrascht sein. Das Problem besteht schon seit Jahren und wird einfach verschwiegen, weil es statistisch gesehen immer noch extrem unwahrscheinlich ist. Zudem muss man auch nicht auf absolute Sicherheit des Schließsystems bestehen, wenn es ein Stein auch tut.

    > Problem 2: Der Hersteller hat mit einem Gerichtsurteil die 2 Jahre ablaufen
    > lassen. Ist damit die Frist automatisch verlängert?

    Die können nichts ablaufen lassen, da der Zeitpunkt der Feststellung des Defekts bzw. der Einreichung des Garantieantrags durch den Händler zählt.

  8. Re: Schlüsseltausch?

    Autor: .02 Cents 13.08.15 - 16:46

    MüllerWilly schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann jetzt ein Schlüsseltausch verlang werden?

    Ein anderer Schlüssel basierend auf dem gleichen System ändert nichts an dem Problem. Es muss da sicher sowohl "Sender" als auch "Empfänger" getauscht werden müssen. Da das in solche Systeme wie "Wegfahrsperre" eingreift, wäre meine Hoffnung, dass der Austausch mehr Aufwand macht, als einen frei zugänglichen USB Stick auszutauschen ...

    > Immerhin gibt es in
    > Deutschland eine 2-Jährige Gewährleistungspflicht, innerhalb der ein
    > Händler beim Verkauf bereits vorhandene Defekte ausbessern muss.

    Soweit ich weiss ist die gesetzlich Regelung (ich bin kein Jurist ...): In den ersten 6 Monaten liegt die Beweispflicht, dass der Defekt kein Herstellungsfehler war, beim Händler. Danach geht die Beweispflicht an Kunden. Kann man beweisen, dass der Fehler ein Fehler by Design ist, dürfte es kaum Haftungsgrenzen geben, was den Zeitraum angeht ...

    > Problem 1: Es ist kein Defekt, sondern eine Sicherheitslücke.

    Was soll denn da der Unterschied sein? Es geht hier iirc um Mängelhaftung. Ich persönlich wäre relativ zuversichtlich, dass sowas einen Mangel darstellt. Wenn ein Hersteller sich mit der Umdeutung eines Mangels auf "Sicherheitslücke" oder ähnliche Begrifflichkeiten herausreden könnte, könnte man sich jegliche Haftung sparen. Dann bräuchte der Hersteller nur noch einen Germanisten einstellen, der Mängel in "Unschöne Zustände", "Versehen" o.ä. umformuliert.

    > Problem 2: Der Hersteller hat mit einem Gerichtsurteil die 2 Jahre ablaufen
    > lassen. Ist damit die Frist automatisch verlängert?

    Die Händlergarantie und Gewährleistung ist eine Regelung zwischen dir und dem Händler, die entsprechende "Beweispflichten" regelt und dafür sorgt, das der Händler vor Ort sich nicht einfach auf den Hersteller in Taiwan o.ä. rausreden kann. Der Händler muss selber sehen, wie er im Garantie Fall seinen Schaden ersetzt bekommt.

    Der Hersteller haftet grundsätzlich für ein Mängel-freies Produkt. Normale Wartungen / Verschleiss u.ä. bleiben hier natürlich aussen vor, sprich: Ist der Mangel durch "nicht-Sachgemässen" Umgang mit dem Produkt verursacht, haftet der Hersteller nicht. Hier wurde aber wohl zweifelsfrei eine Komponente verbaut, die Konstruktionsbedingt einen Mangel darstellt.

  9. Re: Schlüsseltausch?

    Autor: RaZZE 14.08.15 - 10:11

    AlexanderSchäfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mir nicht sicher ob dies wirklich ein Produktmangel ist, da ja die
    > Schutzfunktion immer noch besteht und lediglich mit einigem Aufwand
    > umgangen werden kann. 100% Sicherheit kann man von Sicherheitssystem ja nie
    > erwarten.

    Richtig. Kann ja kein neue auto verlangen nur weil die Scheibe einschlagbar ist.

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