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Wie richtig Backupen?

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  1. Wie richtig Backupen?

    Autor: Jbrahms 06.11.16 - 16:11

    Nachdem hier ja das Forum für IT Profis ist, kann mir ja vielleicht jemand einen Tipp geben, evtl. einen Link da lassen, wie man mit welchen Tools vernünftig und möglichst automatisch einigermassen sicher Backups macht? Vielleicht gibt es ja irgendwo eine Art Backup-Tutorial?
    In meinem Fall handelt es sich bei den Daten handelt um Rohdaten die einigermassen sicher gespeichert werden müssen, normal sind da z.B. Filme mit 10GB. Im Jahr fallen ca. 20-30TB an. Hardware-mäßig stehen hier zwei Windows-Desktops mit externen Festplatten, bei denen Desktop B täglich die Daten von A spiegelt (die Laufwerke von A sind bei den ca. 15 Usern eingebunden) was meiner Meinung so nicht weiter gehen kann.
    Angenomemn, ich kann B dicht machen, so dass Zugriff von aussen nahezu unmöglich ist, brauche ich vermutlich ein Tool, was inkrementelle updates machen kann, so dass wenn A z.B. verschlüsselt wird, immer noch Versionen da sind.

  2. Re: Wie richtig Backupen?

    Autor: 486dx4-160 06.11.16 - 16:22

    Die Daten auf ein NAS das Snapshots kann (wenn's geschäftlich ist z.B. NetApp, privat geht auch was von Netgear), und für die Langzeitsicherung ein Bandlaufwerk mit dem z.B. am Wochenende der letzte Snapshot inkrementiell gesichert wird.

  3. Re: Wie richtig Backupen?

    Autor: x2k 06.11.16 - 16:31

    Man kann mit free nas ein speichersystem aufbauen, das sich um alles kümmert.
    Windows kann nach einrichtung seine backups automatisch da sichern.

    Am einfachsten geht es aber eine oder mehrere usb festplatten zu nutzen, die nur angeschlossen werden wenn man ein backup macht.

  4. Re: Wie richtig Backupen?

    Autor: Lapje 06.11.16 - 16:40

    Ich zitiere mich aus einem anderen Thread mal selbst, da bei diesem auch auf ein paar Probleme hingewiesen wird...

    Das Problem dabei ist aber noch eines: Als unbedarfter Nutzer findet man kaum "Anleitungen" oder Hilfe im Netz, welche wirklich alles abdeckt oder auch mal verschiedene Möglichkeiten vorstellt. Ich erinnere mich an einen groß auf der Titelseite in der c't angekündigten Artikel mit dem man einfach wirkungsvolle Backups von seinem Rechner machen kann. Das wurde dann mit Bordmitteln über die Kommandozeile umgesetzt - und war nur auf Win 8 und 8.1 möglich. Ich als Win7-Nutzer schaute dann in die Röhre. Wenn man dann gedacht hatte, innerhalb dieses Schwerpunktthemas auch etwas über generelle Backup-Strategien und Programme dafür zu finden, wurde enttäuscht.

    UNd genau das ist neben der richtigen Strategie das Problem: Es gibt keine vernünftige Auflistung und Tests von vernünftigen Backup-Programmen, die auch für den Normal-Nutzer machbar ist. Ich für mich hab meinen Kandidaten in Cobian-Backup gefunden, obwohl dieser auch nicht optimal ist - auf einem meiner Recher vergisst dieser z.B. öfters mal die Backup-Listen, so dass diese neu geladen werden müssen.

    Meine Strategie ist wie folgt: Alle wichtigen Daten werden zu einer bestimmten Uhrzeit täglich von meinem Rechner auf mein NAS gesichert. Dokumente dabei als inkrementes Backup, bei jedem zehntem Backup sogar vollständig (anders würde es jeden Tag zu lange dauern und den Speicherplatz in die Höhe schnellen lassen). Wichtige Daten werden zudem als PW-geschützte RAR-Datei in einem Ordner außerhalb von Root auf meinem Webspace abgelegt (an der Verschlüsselung arbeite ich noch). Zudem wird der INhalt des NAS in regelmäßigen abtsänden noch auf einem USB-Laufwerk gesichtgert und zudem ganz wichtige Inhalte zusätzlich auf DVD/BD gesichert. Außerhalb meiner Hauses Backups aufzubewahren ist wiederum schwierig.

    Dies ist schon aufwendig und sicherlich nicht optimal, aber zumindestz nutze ich meine aktuellen Möglichkeiten (Verbesserungesvorschläge sind natürlich willkommen).

    Nur wie soll so etwas mein 60jähriger Vater alleine hinbekommen?

  5. Re: Wie richtig Backupen?

    Autor: Anonymer Nutzer 06.11.16 - 17:18

    Jbrahms schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Jahr fallen ca. 20-30TB an.
    Das Problem ist, dass es keine "perfekte" Backupstrategie" gibt. Der eine braucht nur je die aktuelle Version ohne Änderungen oder frühere Versionen, ein anderer muss jede Änderung gespeichert haben. Einiges reichts einmal die Woche, andere wollen es am liebsten Live mit Snapshotfunktionalität. Einer sagt "wär schön, wenn ich die Daten auch nach 2 Jahren noch lesen könnte, wäre aber auchnicht so schlimm, wenn mal was verloren geht", ein anderer braucht 10 Jahre 100%igen (99.9999% gerundet) Zugriff.


    Ich selbst habe es so eingerichtet, dass ich 2 externe Platten habe die ich jeden Tag wechsel und ein inkrementelles Backup mache. Zusätzlich lade ich alle Daten automatisiert (verschlüsselt) in die Cloud.
    Dazu brenne ich einmal im Monat die besonders wichtigen Daten auf (derzeit) 2 DVDs und lagere diese bei anderen Personen. Person A hat den Stand vom 01.09.2016, Person B den Stand vom 01.10.2016 und Person C den Stand vom 01.11.2016. Das Backup vom 01.12.2016 erhält dann wieder Person A usw.

    Die DVDs sind verschlüsselt und haben neben den Verschlüsselten Dateien auch das Tool sowie eine Anleitung zum entschlüsseln gespeichert. Das Passwort dazu habe ich im Kopf und ist dazu noch bei einem Notar hinterlegt mit genauen Anweisungen, wann er den Umschlag an wen aushändigen darf (er weiß nicht, was dort drin ist). So hätten auch meine Angehörigen Zugriff auf z.B. die Lebensversicherungspolice wenn heute Nacht mein Haus abbrennt und ich dabei umkomme.
    Dieses "externe" Backup umfasst aber nur die allerwichtigsten Daten wie gescannte Versicherungspolicen, Verträge usw. Das Inhouse-HDD-Backup umfasst noch weitere Daten und meine Medien wie Urlaubsfotos/Videos usw. werden dort aber überall ausgeklammert. Diese werden über diverse Soziale Medien an Freunde und bekannte verteilt und sind dort "gesichert". Ich weiß, dass der Anbieter diese jederzeit löschen könnte und das die "Sicherung" dann weg ist aber damit lebe ich. Die Erinnerung ist eh im Kopf.


    Das kommt allerdings bei 20-30TB im Jahr nicht in frage. Eine solche Menge Daten zu sichern wird einiges Kosten wenn es "sicher" sein soll (min. 2 Orte) mit entsprechender Anbindung usw.
    Für eine genaue Strategie müsste man z.B. aber auch wissen, wieoft diese Daten verändert werden oder ob sie irgendwann nur noch abrufbar sein müssen (z.B. brennen auf BluRays und diese bei einem Lagerdienstleister einlagern).

    In der Firma meines Bruders werden alle abgeschlossenen Projekte auf 3 DVDs gebrannt und an drei verschiedenen Orten gelagert. Einmal im Keller, einmal bei einem Dienstleister und einmal wird jedem Kunden eine Kopie ausgehändigt. Die Daten sind aber auch verschlüsselt und der Kunde kann nicht darauf zugreifen, da dort auch Verträge mit Subunternehmern und Lieferanten enthalten sind. Allerdings ist er vertraglich dazu verpflichtet, der Firma diese Kopie 10 Jahre lang innerhalb von 5 Werktagen auszuhändigen.

  6. Re: Wie richtig Backupen?

    Autor: derats 06.11.16 - 19:10

    IMHO sind inkrementelle Backups nicht mehr zeitgemäß (ich bin da allerdings voreingenommen). Deduplizierte Backups mit kontrollierter Redundanz / Spiegelungen sind viel sinnvoller, die entsprechende Software hat idR auch starke Integritätsprüfung und Verschlüsselung. Allerdings ist mir keine brauchbare (insbesondere stabil) freie Software für Windows bekannt. Eine Alternative kann ein BSD/Linux-NAS sein, welches die Backups vom NAS-Speicher aus erstellt und entsprechende Software nutzen kann.

    Dateisystem-Snapshots sind IMHO keine Alternative: Ziemlich systemspezifisch (ZFS) oder nicht wirklich für den produktivbetrieb geeignet (btrfs) (NTFS hat sie auch, aber das ist ein recht komplexes Thema; als Backup gegen Medienausfall nutzen sie jedenfalls nichts). Sie sind natürlich gut geeignet als Basis, um HA / konsistente Backups zu generieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.11.16 19:11 durch derats.

  7. Re: Wie richtig Backupen?

    Autor: x2k 06.11.16 - 19:24

    Ich hatte jahrelang windows homeserver laufen. Das unterstützt automatisierte und manuell angestoßene backups. Nach inkrementeller form oder es lassen sich mit dublizierung seperate dateien darauf speichern.
    Der speicher wird per software define verwaltet.

    Das ganze funktionierte perfekt. Nur ist whs. Auf basis von server 2003 entstanden und wird somit nicht mehr suportet.

    Der inoffizielle nachfolger ist server 2012 essentials, mit gleichwertigem funktionsumfang.

  8. Re: Wie richtig Backupen?

    Autor: deefens 07.11.16 - 09:47

    Ich denke man muss zwei Szenarien abdecken:

    - Datenverlust durch Hardwaredefekt
    - Datenverlust durch versehentliches eigenhändiges Löschen

    Mein Setup sieht wie folgt aus:

    - Synergy DS213+ NAS mit 2x2 TB im Raid 1 (also gespiegelt)
    - Am NAS angeschlossen eine externe 2.5" Platte mit ebenfalls 2 TB

    Die Synergy ist so konfiguriert, dass der Inhalt des Raid 1 wöchentlich automatisch auf die externe Platte gesynced wird. Falls also eine Raid 1-Platte abraucht, reicht es eine neue Platte reinzuschieben. Falls ich versehentlich eine Datei vom Raid 1 manuell löschen, habe ich zumindest eine maximal 1 Woche alte Sicherung von der externen Platte zur Hand.

    Das ist aus meiner Sicht das Minimalsetup für Privatuser. Falls jemand noch einen Hausbrand absichern will, wäre beispielsweise ein zusätzliches Cloud-Backup empfehlenswert. Dafür ist mein Internetzugang momentan aber zu schwachbrüstig.

  9. Re: Wie richtig Backupen?

    Autor: plutoniumsulfat 07.11.16 - 12:42

    Und löschen durch Viren hast du so leider gar nicht mit drin.

  10. Re: Wie richtig Backupen?

    Autor: kurvigeSchönheit 16.11.16 - 12:13

    Ich benutze nur zuverlässigen Schutz vor Ransomware [linkmailer.de]

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