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Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

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  1. Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: Tpdene 10.05.21 - 12:51

    Viel zu kritisch, kann niemals in einer EU Cloud gespeichert werden, die von einem US Unternehmen betrieben wird. Wo kämen wir da nur hin?

  2. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: Greys0n 10.05.21 - 12:57

    Und wie Sieht es mit Referaten, Aufsätzen und Praktikumsberichten etc. Aus? So etwas lässt schon viele Rückschlüsse auf eine Person zu. Und könnte in Zukunft gegen die Interessen des Kindes genutzt werden.

    Aber klar, Datenschutz für unsere Kinder, wo kommen wir da hin..

  3. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: HG1991 10.05.21 - 12:58

    Greys0n schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie Sieht es mit Referaten, Aufsätzen und Praktikumsberichten etc. Aus?
    > So etwas lässt schon viele Rückschlüsse auf eine Person zu. Und könnte in
    > Zukunft gegen die Interessen des Kindes genutzt werden.
    >
    > Aber klar, Datenschutz für unsere Kinder, wo kommen wir da hin..

    Digitalisierung für unsere Kinder und Schulen, wo kommen wir da hin? Kann ja nicht sein, dass Dänemark seinen 20jährigen Vorsprung auch nur ein wenig verliert.

  4. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: Markus08 10.05.21 - 13:01

    Ich finde man kann echt alles übertreiben.
    Viele großen Konzerne, wie auch hier bei uns, setzen auf MS 365. Und hier gibt es mit Sicherheit wesentlich mehr sensible Daten als in der Schule.
    Die Schüler sollten lernen mit Office 365 umzugehen und nicht erst damit anfangen wenn sie ins Berufsleben einsteigen.

  5. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: hoben 10.05.21 - 13:07

    In Deutschland wird jegliche Veränderung mit Datenschutz oder Brandschutz oder einer neuen Steuer verhindert.

    Gleichzeitig wird aber immer mehr Überwachung gefordert und in Gesetze gegossen.

    This is the way.

  6. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: MasterBlupper 10.05.21 - 13:08

    Markus08 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde man kann echt alles übertreiben.
    > Viele großen Konzerne, wie auch hier bei uns, setzen auf MS 365. Und hier
    > gibt es mit Sicherheit wesentlich mehr sensible Daten als in der Schule.
    > Die Schüler sollten lernen mit Office 365 umzugehen und nicht erst damit
    > anfangen wenn sie ins Berufsleben einsteigen.

    richtig und genau das ist auch ein Problem. Nach meiner Erfahrung im Firmenumfeld wird von der weitaus überwiegenden Zahl der Unternehmen weder Windows noch Office auch nur halbwegs DSGVO-konform eingesetzt. Das fängt schon damit an, dass praktisch ausschließlich die Enterprise-Version von Windows (und auch nur mit vielen Modifikationen/geänderten Einstellungen) überhaupt eingesetzt werden darf.

    Es wird halt aktuell einfach nicht wirklich aktiv verfolg ...

  7. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: User_x 10.05.21 - 13:19

    Ja Erwachsene spielen auch Glücksspiel, rauchen und trinken Alkohol. Bei denen sollte mwn voraussetzen zu Erkennen was schädlich davon ist und wann.

    Stellt sich auch eher die Frage wie Unternehmen mit brisanten Daten umgehen. Kundendaten sind Müll - die kann man auch auslagern, aber frag mal bei Rheinmetall, VW, BMW, Airbus oder EADS nach wie mit den Entwicklungsdaten umgegangen wird... ;-)

    Wäre daher moch eher zu hinterfragen wie leichtfertig viele Unternehmen mit Personendaten umgehen...

    <Das ist eine Signatur>

  8. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: McAndrew 10.05.21 - 13:21

    >> Ich finde man kann echt alles übertreiben.

    1. DSGVO ist Gesetz - das nicht einhalten eine Straftat. Mit Deiner Argumentation könnte man Omi auchn sanften klapps aufs Hinterköfchen geben um an die Brieftasche zu kommen. Sie soll sich mal nicht so anstellen.

    2. Wenn Microsoft will das man ihre Produkte einsetzt, müssen sie nach den Wünschen des Kunden produziert sein - z.B. nach DSGVO. Wenn sich das Produkt nicht an Kundenwünsche hält, nimmt man halt andere Produkte die das Erfüllen. Der Ball liegt bei Microsoft.

    3.
    Micrsoft hatte ein halbes Jahrzehnt Zeit Lösungen zu präsentieren. Haben sie nicht.


    >> Die Schüler sollten lernen mit Office 365 umzugehen

    LibreOffice tuts für Hausaufgaben etc. bis ins Studium genauso. Ist dazu vollkommen Kostenlos für Bund/Länder und Familien - die eingesparten hunderten Mio EUR können anderweitig zur Förderung der Kleinen eingesetzt werden.

    Kein Azubi muss am ersten Tag im Unternehmen Datenbank gestützte Serienbriefe, Pivot-Tabellen und/oder fertige VBS-Macros etc. abliefern.
    Der Umlernprocess für das formatieren von Dokumenten von Libre- nach Microsoft Office beträgt mit Hilfe von Google keine Stunde: Das ist auszubildenden wie studierenden zuzumuten.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 10.05.21 13:29 durch McAndrew.

  9. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: Schibulski 10.05.21 - 13:26

    Ich finde es immer wieder befremdlich, wie gerade "IT-Profis", die man in so einem Forum erwartet, so blauäugig an das Thema herangehen können. Es geht nicht um das einzelne Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c, sondern um das Gesamtkonstrukt:

    Fängt Lisa schon in der Grundschule an den Kram zu benutzen, wird im Laufe des (Schul-)Lebens die Person Lisa anhand aller bis dahin gesammelten Daten völlig transparent, wenn die Daten missbräuchlich verwendet werden. Und das muss ja noch nicht mal MS selbst sein. Reicht ja schon wenn es irgendwann den großen Datenklau gibt.
    Wie hat sich Lisa entwickelt? Wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Was mag sie, was mag sie nicht? Wie reagiert sie auf unterschiedliche Aufgabenstellungen? Hat sie Meetings geschwänzt und sich stattdessen mit ihrem angemeldeten MS-Account irgendwo anders im Web herumgetrieben?

    Lisa wundert sich dann, warum Sie beim Einstieg in ihr Berufsleben immer Absagen bekommt, ohne zu wissen, dass man eventuell schon so ziemlich ALLES über sie weiß. Wer weiß? Eventuell hat sie ihr Schulkonto ja auch privat für Teams und Co. benutzt. Hat sie eventuell die falschen Freunde? Sich in den falschen Foren herumgetrieben?

    Und das ist nur die Akte Lisa. Stell dir vor, diese Akte gibt es auch von Millionen anderen Menschen. Mit Big Data können alle Menschen gezielt einsortiert und manipuliert werden.

    Aber glaub du weiterhin an das einzelne Arbeitsblatt der kleinen Lisa aus der 3c.

  10. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: Allandor 10.05.21 - 13:34

    McAndrew schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >> Ich finde man kann echt alles übertreiben.
    >
    > 1. DSGVO ist Gesetz - das nicht einhalten eine Straftat. Mit Deiner
    > Argumentation könnte man Omi auchn sanften klapps aufs Hinterköfchen geben
    > um an die Brieftasche zu kommen. Sie soll sich mal nicht so anstellen.
    >
    > 2. Wenn Microsoft will das man ihre Produkte einsetzt, müssen sie nach den
    > Wünschen des Kunden produziert sein - z.B. nach DSGVO. Wenn sich das
    > Produkt nicht an Kundenwünsche hält, nimmt man halt andere Produkte die das
    > Erfüllen. Der Ball liegt bei Microsoft.
    >
    > 3.
    > Micrsoft hatte ein halbes Jahrzehnt Zeit Lösungen zu präsentieren. Haben
    > sie nicht.
    >
    > >> Die Schüler sollten lernen mit Office 365 umzugehen
    >
    > LibreOffice tuts für Hausaufgaben etc. bis ins Studium genauso. Ist dazu
    > vollkommen Kostenlos für Bund/Länder und Familien - die eingesparten
    > hunderten Mio EUR können anderweitig zur Förderung der Kleinen eingesetzt
    > werden.
    >
    > Kein Azubi muss am ersten Tag im Unternehmen Datenbank gestützte
    > Serienbriefe, Pivot-Tabellen und/oder fertige VBS-Macros etc. abliefern.
    > Der Umlernprocess für das formatieren von Dokumenten von Libre- nach
    > Microsoft Office beträgt mit Hilfe von Google keine Stunde: Das ist
    > 16jährigen zuzumuten.

    Also, eigentlich sind die typischen MS Produkte DSGVO Konform und auch so einsetzbar. Schon seit Jahren.
    Hier ist nur noch zusätzlich das Problem das es um die Daten von Kindern geht.

    Ein Problem bei vielen Datenschützern ist ja schon, das sie sich untereinander selbst nicht einig sind, was Datenschutzkonform ist. Da ist viel Auslegungsspielraum drin.
    Was natürlich richtig ist, das man mal ein Konkurrenzprodukt zu den MS Produkten bräuchte (also zu dem kompletten Portfolio) aber das gibt es halt leider absolut nicht ohne in Eigenentwicklung Geld rein zu stecken. Das wird auch nicht dadurch besser, das man diese Entscheidung seit über 10 Jahren vor sich her schleift. MS kann hier mit Erfahrung von Jahrzehnten aufwarten und entsprechend (mehr oder minder) ausgereiften Produkten. Da muss man halt erst mal hinkommen. Ohne das sich die Länder zusammentun und so etwas auf die Beine stellen wird, das aber nix.
    Und mit immer neuen Datenschutzgesetzen hilft man da auch nicht, wenn man einfach als DE nicht die Marktmacht hat so etwas auch wirklich bis zum Anbieter durchzusetzen.

  11. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: Booth 10.05.21 - 13:39

    Markus08 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Viele großen Konzerne, wie auch hier bei uns, setzen auf MS 365. Und hier
    > gibt es mit Sicherheit wesentlich mehr sensible Daten als in der Schule.

    Tja... 250 Jahre Kapitalismus-Indoktrination gehen offenbar nicht spurlos an uns vorüber sodass sowas geschrieben wird und alle denken, dass dies schon stimmt.

    Tut es nur aus der Sicht dass Wirtschaft wichtiger ist als Persönlichkeit. Mag man ja so sehen. Aber man kann darüber streiten und es anders sehen. Ich sehe es anders.

    Alle Personen bezogenen Daten auf der Arbeit sollten grundsätzlich Daten sein, die Personen in ihrer Funktion erbringen. Viele Menschen verleugnen ihre eigenen Überzeugungen erheblich für ihren Job und äußern sich auch in Arbeitsdokumenten vorwiegend im Sinne des Arbeitgebers und nicht im Sinne ihrer inneren Überzeugungen. Ich erhalte dort also Firmendaten aber nicht unbedingt Daten der tatsächlichen Persönlichkeit - der inneren Überzeugungen.

    Die erhalte ich aber an Schulen über Schüler. Sogar in der Art dass ich deren Denkentwicklung in den entscheidenden Jahren zwischen 10 und 18 mitbekomme, wenn diese ein Abitur machen. Sicher bekomme ich nicht Einblick in alle Personen bezogenen Daten aber in sehr viele. In deutlich mehr als auf der Arbeit. Und darum geht es nunmal - um Personen Schutz. Nicht um Firmenschutz. Auch wenn so mancher das für wichtiger hält



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.05.21 13:40 durch Booth.

  12. Der Text könnte 15 Jahre alt sein und auf Facebook zugeschnitten sein.

    Autor: Pecker 10.05.21 - 13:39

    Schibulski schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es immer wieder befremdlich, wie gerade "IT-Profis", die man in
    > so einem Forum erwartet, so blauäugig an das Thema herangehen können. Es
    > geht nicht um das einzelne Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c, sondern um das
    > Gesamtkonstrukt:
    >
    > Fängt Lisa schon in der Grundschule an den Kram zu benutzen, wird im Laufe
    > des (Schul-)Lebens die Person Lisa anhand aller bis dahin gesammelten Daten
    > völlig transparent, wenn die Daten missbräuchlich verwendet werden. Und das
    > muss ja noch nicht mal MS selbst sein. Reicht ja schon wenn es irgendwann
    > den großen Datenklau gibt.
    > Wie hat sich Lisa entwickelt? Wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Was mag
    > sie, was mag sie nicht? Wie reagiert sie auf unterschiedliche
    > Aufgabenstellungen? Hat sie Meetings geschwänzt und sich stattdessen mit
    > ihrem angemeldeten MS-Account irgendwo anders im Web herumgetrieben?
    >
    > Lisa wundert sich dann, warum Sie beim Einstieg in ihr Berufsleben immer
    > Absagen bekommt, ohne zu wissen, dass man eventuell schon so ziemlich ALLES
    > über sie weiß. Wer weiß? Eventuell hat sie ihr Schulkonto ja auch privat
    > für Teams und Co. benutzt. Hat sie eventuell die falschen Freunde? Sich in
    > den falschen Foren herumgetrieben?
    >
    > Und das ist nur die Akte Lisa. Stell dir vor, diese Akte gibt es auch von
    > Millionen anderen Menschen. Mit Big Data können alle Menschen gezielt
    > einsortiert und manipuliert werden.
    >
    > Aber glaub du weiterhin an das einzelne Arbeitsblatt der kleinen Lisa aus
    > der 3c.

    Selbiges über Facebook hat man vor 15 Jahren auch gesagt. Man wird nicht mehr eingestellt, weil der Arbeitgeber erstmal das Facebookprofil durchleuchtet und Partyfotos entsprechend auswertet bla bla. NICHTS davon ist irgendwie zu einem generellen Problem geworden.

  13. Re: Der Text könnte 15 Jahre alt sein und auf Facebook zugeschnitten sein.

    Autor: Booth 10.05.21 - 13:46

    Pecker schrieb:

    > Selbiges über Facebook hat man vor 15 Jahren auch gesagt. Man wird nicht
    > mehr eingestellt, weil der Arbeitgeber erstmal das Facebookprofil
    > durchleuchtet und Partyfotos entsprechend auswertet bla bla. NICHTS davon
    > ist irgendwie zu einem generellen Problem geworden.

    Holly shit. In welcher Welt lebst Du? Natürlich passiert dies ... und wird bei Einzelpersonen auch zu einem Problem bzw. es ist ja sogar so, dass Personaler niemals schreiben würden "in Ihrem Facebook Profil steht XYZ, was einer der Gründe für eine Ablehnung ist" - Personaler schreiben sowieso nie die wahren Gründe hin.

    Aber aus der Praxis weiss ich dass Personaler bei interessanten Kandidaten auch die Online Profile anschauen. Teilweise isses so, dass Personaler sogar positive Profile erwarten. Wenn Du keins hast, kann das schon ein Problem sein. Wenn Du ein vom Personaler als negativ bewertet hast, ebenso.

    Es ist inzwischen längst normal geworden, Facebook und andere Profile auch als persönliche Werbeplattform zu nutzen. Das kann man gut oder schlecht finden. Wenn Du es gut findest, wär das ja immerhin ein Standpunkt. Aber indirekt zu behaupten, niemand interessiert sich für diese Profile.... das ist realitätsfern.

  14. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: McAndrew 10.05.21 - 13:48

    >> Also, eigentlich sind die typischen MS Produkte DSGVO Konform und auch so einsetzbar. Schon seit Jahren.

    Offensichtlich nicht.

    >> Hier ist nur noch zusätzlich das Problem das es um die Daten von Kindern geht.

    Warum soll Datenschutz bei Kindern problematischer als bei Erwachsenen sein? Der eigentliche UNterschied ist doch nur das der Erwachsene selbst für sich entscheidet, während bei Kindern im Schulbetrieb der Staat die Verantwortung trägt.

    >> Da ist viel Auslegungsspielraum drin.

    Nein, das ist sehr einfach wenn man nur wirklich will.
    Gib dem Anwender die Option alle Datenübertragungen via GPO zu unterbinden - dann ist es Datenschutz-Komform.
    Auslegungsspielräume sehen immer nur die, die private Daten abschnorcheln wollen.

    Und wo ist jetzt genau das Problem mit LibreOffice? Warum den aufriss, wenn Libre es im Schulalltrag genauso tut, und der Umlernaufwand von Libre nach MS-Office in 1h erledigt ist? Es werden somit hunderte Mio an Lizenzkosten in Deutschland eingespart. Geld das man gleich auch direkt verbrennen kann - echte Mehrwerte gibts im Schulbetrieb mit MS-Office keine.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 10.05.21 13:54 durch McAndrew.

  15. Re: Der Text könnte 15 Jahre alt sein und auf Facebook zugeschnitten sein.

    Autor: oldmcdonald 10.05.21 - 13:48

    Zu behaupten, die Datenauswertung aus den sozialen Medien hätten keine nagativen gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen, zeugt von einer riesigen Portion Ignoranz und ist umso erschreckender, weil diese Behauptung in einem Forum auftaucht, deren Zielgruppe - im Gegensatz zum Bevölkerungsdurchschnitt - den technischen Background haben sollte, zu verstehen, was mit persönlichen Daten alles machbar.

  16. Re: Der Text könnte 15 Jahre alt sein und auf Facebook zugeschnitten sein.

    Autor: Schibulski 10.05.21 - 13:53

    Pecker schrieb:

    > Selbiges über Facebook hat man vor 15 Jahren auch gesagt. Man wird nicht
    > mehr eingestellt, weil der Arbeitgeber erstmal das Facebookprofil
    > durchleuchtet und Partyfotos entsprechend auswertet bla bla. NICHTS davon
    > ist irgendwie zu einem generellen Problem geworden.

    Wenn die Möglichkeit besteht, und der User mit Klarnamen bei FB zu finden ist, passiert das sehr wohl. Zudem geht es nicht nur um Personaler. Was mit Daten auf FB passieren kann, zeigen ja ausgezeichnet Fälle wie zum Beispiel gezielt manipulierte Wahlwerbungen. Stichwort: Cambridge Analytica und die Trump-Wahl.
    Du hast meinen Text im Kern verstanden, oder?

    Zudem: Bei FB habe ich als User die Wahl, ob ich

    1. mich überhaupt dort anmelde
    2. Welchen Namen ich dort angebe
    3. Was ich dort teile, womit ich interagiere usw.

    Alle diese Optionen hast du als Schüler/in nicht, wenn MS 365 zum Standard wird.
    Merkst selber, oder?

  17. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: Michael H. 10.05.21 - 14:24

    Greys0n schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wie Sieht es mit Referaten, Aufsätzen und Praktikumsberichten etc. Aus?
    > So etwas lässt schon viele Rückschlüsse auf eine Person zu. Und könnte in
    > Zukunft gegen die Interessen des Kindes genutzt werden.
    >
    > Aber klar, Datenschutz für unsere Kinder, wo kommen wir da hin..

    Bleiben wir bitte mal realistisch. Nehmen wir mal an, all diese Informationen werden tatsächlich irgendwo gesammelt. Über jeden Menschen. Und nehmen wir mal an, es gibt diese sortierte Blase an gigantischen Datenmengen..
    Wie soll nur irgendjemand sinnvoll an diese Informationen kommen.
    Also mal ernsthaft jetzt.

    blackmarket.microsoft.com oder wie?

    Oder contact@cia.gov

    Weiss nicht wie man sich das vorstellt. Als ob einer diese Informationen mundfertig häppchenweise anbietet.

    Geht dann ein Unternehmen her und sagt "ich hätte gerne alle Aufsätze und Referate von Lisa X., gebohren am xx.xx.xxxx, von der Realschule y-town von 2002-2010"

    Und sagt dann die ominöse Microsoft Tante... zu dieser Schülerin gibt es 4 Accounts. Grundschule, Realschule, Fachoberschule und FH. Welchen hätten sie gerne? Und wollen Sie die Chatverläufe gleich mit dazu haben?

    Oder stellt man dann seine Anfrage wie gesagt an die CIA?

    Also ich versteh schon worauf du hinaus willst. Aber was will man damit erreichen?
    Abschmettern der Beförderung weil sie in der 6ten Klasse bei einem Referat 1zu1 Wikipedia zitiert hat und es keine Sau gemerkt hat und sie somit gar keine 1, sondern nur ne zwei bekommen hat? Oder weil sie in der 8-10 Klasse in Kai Uwe verschossen war, der jetzt wegen 5-fachen Mordes einsitzt, mit dem sie aber schon seit 8 Jahren seit dem Abschluss keinen Kontakt mehr hat und jetzt ihr Studium beendet hat. Sie sich auch kaum noch an Kai Uwe erinnern kann und nicht mal mitbekommen hat, was er gemacht hat.

    Wenn ich was über die Persönlichkeit und die intimsten Geheimnisse einer Person wissen will, dann folg ich ihr auf social Media, klau ihren Laptop oder Beschatte sie und hör sie ab. Aber schau mir doch nicht das Zeug aus Ihren Klassenarbeiten von vor x Jahren an. Vor allem das sich persönlichkeitstechnisch da noch Welten auftun bis nach dem Studium oder der Ausbildung.

    Datenschutz schön und gut. Theorie auch schön und gut. Klar gibt es mögliche Szenarien. Aber die haben ungefähr den selben faktenbasierten Tiefgang wie die Hohlerde und Echsenmenschen.

    Die einzigen, die so ein System haben, dass das bewältigen kann, sind die Chinesen mit Ihrem Social Credit System. ABER! hierbei handelt es sich um ein von der Regierung geführtes System, das zu gewissen Teilen öffentlich bekannt ist, weil es sich gar nicht komplett verheimlichen lässt. Weil das selbst die Chinesen eingesehen haben, dass sich ein Apparat dieser Größe nicht im geheimen Betreiben lässt. Und selbst hier benötigt es eine gewisse Bezugsgröße. Genannt das Credit System. Warum? Weil sich diese riesen Datenmenge einfach nicht auf Dauer physikalisch speichern lassen.
    Ergo werden Daten analysiert, der Score angepasst und fertig.
    Du gehst über ne Rote Fußgängerampel -> Ticket kommt automatisch nach Hause -> Score wird angepasst.
    Du wirst mit ner Tüte Gras erwischt -> Strafe + Score wird angepasst
    -> du willst ne neue Wohnung -> für die Innenstadt ist er zu niedrig -> außenbereich is maximal möglich.

    Ja. Definitiv möglich. Aber auch hier ist es einfach nicht realisierbar Daten sinnvoll auszuwerten. Da ist jedes Social Media Umfeld hingegen die reinste Goldgrube, da hier der User selbst seine Highlights veröffentlicht, die nur irgendetwas über ihn aussagen.

    Das wäre realistisch: "Hallo Frau Goldhofer, schön dass sie sich für unser Unternehmen interessieren. Sie haben ja in Ihrer Bewerbung geschrieben, dass sie es toll finden, dass wir uns ehrenamtlich am Aufbau einer Schule in *Kriesengebiethiereinfügen* beteiligen. Daher Fragen wir uns, warum sie auf Facebook am 21.10.2015 solche Kommentare verfasst haben wie "*menschenverachtendenextremsrechtsausländerparolenscheisshiereinfügen*". Wie kommen Sie dazu, dass wir als Multikulturell freundliches Unternehmen mit Mitarbeitern aus allen Herren-Länder an jemandem interessiert sind, der, ich zitiere "ich bin der Meinung dass man diese ******* alle ers******* sollte" solche Meinungen vertritt.

    DAS wäre realistisch. Aber alles andere würde allein für Deutschland mehrere tausend Mitarbeiter erfordern und Rechenleistung ohne Ende.
    Auf Youtube laden nur die wenigsten hoch... die meisten sind nur Nutzer... dennoch landen pro Minute 500 Stunden Videomaterial auf YT.
    Aber damit so etwas auch ausgewertet werden kann, müsste das erstmal jemand sichten und wenn es nur ne KI ist.

    Sagen wir wir haben eine Schule mit 720 Schülern, was ne normale Realschule gut hinbekommt. Aber nehmen wir es mal exemplarisch, da sich damit gut rechnen lässt.
    Sagen wir die haben alle von 8-13 Uhr Homeoffice Unterreicht. 5 Tage die Woche.
    720 Schüler auf Klassen je 30 wären 24 Klassen auf 6 Jahrgangsstufen = 4 Klassen pro Jahrgangsstufe. Jop, damit lässt sich gut vergleichen.
    Die haben jetzt alle Homeoffice Unterricht. Gehen wir mal davon aus, alle sind da und niemand ist krank. Zu den 720 Schülern kommen noch 24 Lehrkräfte.
    Macht also 744 Personen.
    Unterricht ist von 08:00-09:30 9:45-11:15 11:30-13:00
    Das wären 1,5 + 1,5 + 1,5h = 4,5h * 744 Leute = 3.348 Stunden Videomaterial pro Tag = 16.740h pro Woche. Ich glaube es sind so etwas um die 100 Schultage pro Jahr... also 365 minus 104 Tage für Wochenende minus Feiertage minus Ferientage... macht also 334.800h Videomaterial für eine einzige Schule. Plus die ganzen Dokumente. Bis das mal relevant wäre, hätte irgendjemand oder irgendetwas mindestens 10 - 15 Jahre zwischen Einschulung und Ausbildung/Studium hinter sich... 3,34 Mio bis knapp 5 Mio Stunden Videomaterial für nur eine einzige Schule in Deutschland.

    Natürlich nur wenn jeden Tag homeschooling wäre... is klar. Aber nur um mal diese lächerlichen Dimensionen aufzuzeigen...
    Und dann geht es ja nicht nur um Schulen/Universitäten. Nein die Daten der Unternehmen sind ja auch noch interessant. Wer die dann braucht steht aufm anderen Blatt... aber es müsste ja alles gesammelt und ausgewertet werden, damit man im Nachgang darüber noch Rückschlüsse ziehen könnte.

    Jedes mal wenn es um die Vorratsdatenspeicherung geht, bringen Datenschützer den durchaus berechtigten Einwand, dass das blinde sammeln von Daten keinerlei Erfolg bringt, da man sich damit nur ein Datenchaos einbrockt, dass erstmal jemand zerpflücken muss, womit hier viel in die Luft geblasen wird... was ja auch korrekt ist.
    Kaum gehts aber um Microsoft, wird jeder Scheiss für die Ewigkeit aufbewahrt und irgendwelche x-beliebigen Firmen, wo man sich ganz evtl. mal bewerben könnte, hätte dann einfach so Zugriff auf alle diese Daten als wäre nix, wodurch die ALLE verhindern, dass man sich irgendwo bewerben kann... weil auf einmal jeder an diese Daten rankommt, als würden sie einem während der Bewerbung als Anhang mitgeschickt worden..

    Daher bleibt bitte mal realistisch

  18. Re: Der Text könnte 15 Jahre alt sein und auf Facebook zugeschnitten sein.

    Autor: Michael H. 10.05.21 - 14:36

    Schibulski schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. mich überhaupt dort anmelde
    > 2. Welchen Namen ich dort angebe
    > 3. Was ich dort teile, womit ich interagiere usw.
    >
    > Alle diese Optionen hast du als Schüler/in nicht, wenn MS 365 zum Standard
    > wird.
    > Merkst selber, oder?

    Jain.
    Muss ich jetzt wiedersprechen.

    Als allererstes ist O365 eine abgeschlossene Organisation in sich und lässt sich auch noch direkt unterteilen in Klassen/Teams, welche dann auch nur von ebenfalls, mir bekannten Leuten, eingesehen werden können. Alle anderen, die kein Mitglied der Organisation (Schule) sind, können generell nicht reinschauen... und alle die nicht im Team bzw. in der Klasse sind, können auch nicht die Klasseninternen Dinge sehen.

    Facebook wiederum ist öffentlich. Kleiner aber feiner Unterschied.
    Auch ist es frei zugänglich.
    Benutzer können Sich anmelden und sehen alles öffentliche.
    Bei Microsoft 365 kann ich mich nicht einfach beim jeweiligen tenant anmelden. Mir muss dort whitelist mäßig ein Account erstellt werden ;)

    Welchen Namen du dort angibst ist reine Sache der Schule.
    Theoretisch könnte man einfach statt leonie.schweiger@schule-oberdoof.de auch 2k334x@schule-oberdoof.de als Anmeldename verwenden. Somit wären nichts mehr "personenbezogen", da allein mit diesem Username kein Bezug zu einer Person hergestellt werden kann. Im Endeffekt könnten Klassenarbeiten genau so mit dem Anmeldenamen geschrieben werden. Solange der "Bezugspunkt" also die Liste mit "welcher Schüler steckt hinter welchem Username", in der Schule fernab von Microsoft bleibt... wäre alles koscher.

    Ja bei Facebook wird in Verbindung mit anderen Dritthersteller-Apps gefragt ob du diese und jene persönliche Daten mit teilen willst wie Alter, Geburtstag, E-Mail, Fotos etc... aber auch hier kann die Schule steuern, welche Applikationen sie in Teams oder so überhaupt verwenden.

    Daher find ich das schon ein wenig dürftig verargumentiert.

  19. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: User_x 10.05.21 - 15:04

    Alles ist eigentlich mit dem Punkt erschlagen, dass man kein Hochzeitsrecht über den Datenabfluss hat, egal was gespeichert wird oder ob oder nicht Irgendwie Mal verwendet werden konnte.

    <Das ist eine Signatur>

  20. Re: Arbeitsblatt von Lisa aus der 3c

    Autor: Imelin 10.05.21 - 15:08

    Allandor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Nein, sie sind nicht DS-GVO-konform einsetzbar. Hat die Datenschutzkonferenz jedenfalls für Produkte, die in der Azure-Cloud laufen, schon im vergangenen Jahr festgestellt.

    Und Marktmacht gibt es schon, auch golem hat in der vergangenen Woche berichtet, dass Azure komplett mit Support in der EU laufen soll (in Zukunft). Das löst aber nicht alle Probleme, Telemetrie ist weiterhin nicht ausgeschlossen.

    >
    > Also, eigentlich sind die typischen MS Produkte DSGVO Konform und auch so
    > einsetzbar. Schon seit Jahren.
    > Hier ist nur noch zusätzlich das Problem das es um die Daten von Kindern
    > geht.
    >
    > Ein Problem bei vielen Datenschützern ist ja schon, das sie sich
    > untereinander selbst nicht einig sind, was Datenschutzkonform ist. Da ist
    > viel Auslegungsspielraum drin.
    > Was natürlich richtig ist, das man mal ein Konkurrenzprodukt zu den MS
    > Produkten bräuchte (also zu dem kompletten Portfolio) aber das gibt es halt
    > leider absolut nicht ohne in Eigenentwicklung Geld rein zu stecken. Das
    > wird auch nicht dadurch besser, das man diese Entscheidung seit über 10
    > Jahren vor sich her schleift. MS kann hier mit Erfahrung von Jahrzehnten
    > aufwarten und entsprechend (mehr oder minder) ausgereiften Produkten. Da
    > muss man halt erst mal hinkommen. Ohne das sich die Länder zusammentun und
    > so etwas auf die Beine stellen wird, das aber nix.
    > Und mit immer neuen Datenschutzgesetzen hilft man da auch nicht, wenn man
    > einfach als DE nicht die Marktmacht hat so etwas auch wirklich bis zum
    > Anbieter durchzusetzen.

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