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Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

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  1. Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

    Autor: quineloe 19.01.18 - 09:15

    z.B. ein Faxgerät.

  2. Re: Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

    Autor: Seismoid 19.01.18 - 10:10

    weil da das Papier ausgehen kann?

  3. Re: Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

    Autor: Anonymer Nutzer 19.01.18 - 10:32

    Briefpost heißt, dass das Original von A nach B transportiert wird. Keine digitale Übertragung, wozu das Fax gehört, kann das ersetzen. Esst ihr noch oder habt ihr das nicht moderner? Was für ein Kindergarten, alles für "moderner" zu halten sobald man dafür Geräte und Elektrizität braucht.

  4. Re: Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

    Autor: quineloe 19.01.18 - 10:39

    es ist sofort beim Empfänger, was bei Fristen relevant ist
    es gibt eine empfangsbestätigung

    Original? Es gibt bei beA ausdrucken kein original. Der Ausdruck ist bereits eine Kopie.

  5. Re: Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

    Autor: quineloe 19.01.18 - 10:39

    Seismoid schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > weil da das Papier ausgehen kann?


    Ihr empfangt Faxe noch als Ausdruck in Papierform? Junge junge...

  6. Re: Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

    Autor: Anonymer Nutzer 19.01.18 - 10:53

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > es ist sofort beim Empfänger, was bei Fristen relevant ist
    > es gibt eine empfangsbestätigung

    Fax.

    >
    > Original? Es gibt bei beA ausdrucken kein original. Der Ausdruck ist
    > bereits eine Kopie.

    Eben. Es gibt beim Bea kein Schriftstück mehr. Nur noch digitale Daten. Mit all ihren Problemen. Eine Büchse der Pandora.

  7. Re: Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

    Autor: dirktxl 19.01.18 - 12:24

    Das habe ich noch nie verstanden, was das tolle an einem FAX ist. Hatte sicherlich seine Berechtigung, weil es das Internet zur zeit der Entwicklung des FAX noch lange nicht gab (Infotec 6000 Fernkopierer > 1974). Was einfacheres, als ein FAX zu fälschen gibt es heute nicht, danach kommt gleich die unsichere Email. Und ein Brief? Sind sicherlich alles Glaubensfragen und altertümliche Gesetze.

    Wikipedia:

    Im deutschen Verfahrensrecht gewann das Faxgerät an Bedeutung, nachdem Behörden den fristwahrenden Zugang eines Dokuments auch dann anerkannten, wenn der Schriftsatz innerhalb der Frist per Fax übermittelt worden war.[3] Im materiellen Zivilrecht blieb es hingegen dabei, dass ein Faxschreiben lediglich eine (Fern-)Kopie darstellt und deshalb die gesetzliche oder vertragliche Schriftformerfordernis im Sinne von § 126 BGB nicht wahrt. Die Schriftform erfordert den Zugang einer Willenserklärung mit originaler Namensunterschrift. Eine Vielzahl zivilrechtlicher Erklärungen, so zum Beispiel der Widerruf von Fernabsatzverträgen gemäß § 355 BGB, kann mittlerweile rechtswirksam per Telefax abgegeben werden. Das Faxschreiben genügt der Textform im Sinne von § 126b BGB.

    Mit der allgemeinen Verbreitung des Internets ab Mitte der neunziger Jahre wurde der Telefaxdienst zunehmend durch E-Mail verdrängt. Die private Nutzung von Faxgeräten verschiebt sich zugunsten von Online-Faxdiensten, die zum Teil sogar kostenfrei zu nutzen sind.

    Die Beweistauglichkeit von Faxen ist beschränkt. Da nur ein Abbild der händischen Unterschrift übertragen wird (sehr geringe Auflösung, keinerlei Information über Druck, Schriftführung und Geschwindigkeit), sind diese Unterschriften für eine Schriftvergleichung ungeeignet, so dass ein Echtheitsnachweis nur schlecht geführt werden kann. Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Gegenstation nicht sicher identifizierbar ist. Das wird von dubiosen Firmen genutzt, die unverlangt Werbung oder sogar unseriöse bis betrügerische Vertragsangebote zuschicken (mit unterdrückter Faxnummer). Beim klassischen Fernschreiben war dieses Problem bereits gelöst: Durch einfachen Tastendruck konnten die Details der Gegenstation angefordert werden.

  8. Re: Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

    Autor: Anonymer Nutzer 19.01.18 - 13:26

    Schön, dass du auch die Wikipedia kennst.

    Fälschungsproblematiken hat man immer, nicht zuletzt bei digitalen Systemen. Daher sind Dokumentenverfälschungen ja auch unter Strafandrohungen verboten und werden relativ streng verfolgt. Es ist letztlich eine Frage der persönlichen Fantasie, wo man Verfälschungen für realistischer hält. Ich halte es persönlich zumindest für realistischer, dass irgendwo hunderte Kilometer entfernt ein Fettsack vor seinem PC hängt, irgend eine Kanzleisoftware entdeckt hat und dann mit Ransomware die Kanzlei lahm legt, Daten verfälscht und Infos darüber nur gegen Bitcoins rausgibt oder was auch immer, als dass mein Standardbrief auf dem Weg vom gelben Postkasten, über das Briefzentrum, die Briefsortierung und die Zustellung durch den Postboten beim Empfänger, irgendwo gezielt unter all den Briefen abgefangen, geöffnet, verfälscht und dann weiter transportiert wird und das alles auch ohne, dass das jemand merkt (und wozu auch immer).

    Wichtige Korrespondenz - wichtiger also, als die Bestellbestätigung im Online-Sexshop, juristische Korrespondenz, wo es für Mandanten um Haus und Hof oder deren persönliche Freiheit geht - ist für 0,70 bzw. 1,45 ¤ Porto bereits, nach allem menschlichen Ermessen sicher und zuverlässig, im Regelfall spätestens am übernächsten Tag, beim Empfänger. Darauf verlasse ich mich einfach - gerade, weil ich IT Hintergrundwissen habe - lieber, als auf die IT, wo die Angriffsvektoren so vielfältig und unübersichtlich sind, dass selbst die größten IT Security Experten gelegentlich kapitulieren, wie zB ggü. Meltdown und Spectre.

    Das ist einfach alles zuviel Gebastel und Krutscht um dem rechtliche Vorgänge, bei denen es für Betroffene oft um ALLES geht, anzuvertrauen - umgekehrt ist es wahrlich kein Luxus, dafür dann den "Aufwand" zu betreiben, mit Schriftstücken aus Papier, eigenhändiger Unterschrift und postalischem Transport zu arbeiten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.18 13:28 durch Hackfleisch.

  9. Re: Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

    Autor: dirktxl 19.01.18 - 15:46

    @Hackfleisch

    Danke für deine Ausführungen. Wenn ich Jurist oder Anwalt höre werde ich sowieso sofort zur Salzsäule. Ich habe keine Energie mehr (finanzielle Mittel), um auch nur im Ansatz für den rechtlichen Kram verantwortlich zu sein oder gegen Juristen zu kämpfen.

  10. Re: Briefpost? Warum nicht etwas hochmodernes verwenden?

    Autor: TechnikSchaaf 20.01.18 - 23:38

    Hackfleisch schrieb:
    > Wichtige Korrespondenz - wichtiger also, als die Bestellbestätigung im
    > Online-Sexshop, juristische Korrespondenz, wo es für Mandanten um Haus und
    > Hof oder deren persönliche Freiheit geht - ist für 0,70 bzw. 1,45 ¤ Porto
    > bereits, nach allem menschlichen Ermessen sicher und zuverlässig, im
    > Regelfall spätestens am übernächsten Tag, beim Empfänger. Darauf verlasse
    > ich mich einfach

    Das gilt wenn überhaupt aber nur für Versand mit der deutschen Post.
    Ich kann mitlweile kaum noch mitzählen wie viele wichtige Briefe nicht bei uns/Nachbarschaft im Briefkasten gelandet sind.

    Im Idealfall merkt man das weil wichtige Unterlagen vom NAchbarn 2 Häuser weiter bei einem liegen, mit Glück weil die neue EC Karte nicht kam, mit Pech weil irgendwann ein Brief vom Rechtsanwalt mit der Mahnung kommt und mit richtig Pech wenn der Gerichtsvollzieher klingelt.

    Weis nicht wie das anderswo ist, aber Arriva ist eine Krankheit hier. Briefe mit Dokumenten auf der TReppe im Regen hingelegt um sich 3 Stufen zu sparen, beim Nachbarn oder irgendwo verschwunden....

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