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Bestohlen? Denke ich nicht

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  1. Bestohlen? Denke ich nicht

    Autor: wg22419 19.04.22 - 13:04

    Im Artikel wird behauptet, dass das Geld "bestohlen" und "erbeutet" wurde. Ich sehe in der Handlung nichts illegales. Beanstalk hat die Regel erstellt, Leute habe investiert und wussten wie das funktioniert und jemand hat jetzt sich regelkonform eine Mehrheit geschafft und die Regeln zu seinen zugunsten geändert.

  2. Re: Bestohlen? Denke ich nicht

    Autor: tk (Golem.de) 19.04.22 - 13:22

    Hallo!

    Rein technisch gesehen kann man es durchaus so sehen, dass die Angreifer nur die (laxen) Regeln ausgenutzt haben. Da die anderen Investoren aber sicherlich nicht damit einverstanden sind, dass ihr investiertes Geld abgezogen wird, kann man denke ich von einem Diebstahl sprechen.

    Gruß,

    tk (Golem.de)

  3. Re: Bestohlen? Denke ich nicht

    Autor: sigii 19.04.22 - 13:36

    Nur um das nicht so im Raumstehen zu lassen fuer alle anderen Hobbyrichter:

    Nur weil sowas ueber bestehende Regeln geschaft wurde, zaehlt dazu oft auch die Motivation und nicht einfach nur ob man in einem sich selbst erdachten rechtlichen Raum das tut.

    Genau so falsch ist die Annahme, dass eine Tankstelle, bei einem Fehler, 20 cent pro liter akzeptieren muss.

    Und ethisch/moralisch erlaubt das einem von aussen auch nicht einen Fehler auszunutzen.

  4. Re: Bestohlen? Denke ich nicht

    Autor: Iruwen 19.04.22 - 13:37

    Juristisch vermutlich Neuland und nicht so einfach. Für viele Crypto Die Hards gilt "Code is law" auch nur solange, bis sie selbst betroffen sind - dann kommt das Geschrei nach Strafverfolgung und Regulierung.

  5. Re: Bestohlen? Denke ich nicht

    Autor: BadRobot 19.04.22 - 13:47

    Na ja, es wurde ein Kredit aufgenommen um eine Mehrheit zu erreichen womit man wiederum ein Stimmrecht erworben hat, daran ist erst mal nichts illegal, motivation hin oder her, Probleme könnten aber die Betreiber von Beanstalk bekommen, weil fahrlässig, wo war die compliance und due diligence?

  6. Re: Bestohlen? Denke ich nicht

    Autor: tom.stein 19.04.22 - 14:07

    tk (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rein technisch gesehen kann man es durchaus so sehen, dass die Angreifer
    > nur die (laxen) Regeln ausgenutzt haben. Da die anderen Investoren aber
    > sicherlich nicht damit einverstanden sind, dass ihr investiertes Geld
    > abgezogen wird, kann man denke ich von einem Diebstahl sprechen.

    Nun, die anderen Investoren haben unterschrieben, dass eine Mehrheit über alles(!) entscheiden kann. Und sie haben den laxen Regeln zugestimmt.

    Nach welchen ANDEREN Regeln will man denn legale von nicht-legalen Transaktionen unterscheiden, wenn nicht nach den von allen Usern akzeptierten Regeln? Genau dafür sind Regeln doch da: Sie gelten für und gegen alle gleichermaßen, und sie werden nur durch noch höherwertige, allgemeinere Regeln eingeschränkt. Wenn ein Gesetz sagt "Töten ist illegal", dann kann das nur durch ein anderes Gesetz wie "außer zur Notwehr" ausgehebelt werden - aber nicht mal eben durch mich, weil ich das gerade so will, um den neuen Freund meiner Freundin alt aussehen zu lassen. Regeln gelten beiseitig - dumme Regeln gelten auch.

  7. Re: Bestohlen? Denke ich nicht

    Autor: chefin 19.04.22 - 17:50

    Genauso sehe ich das auch. Hier gibt es ein klares Regelwerk. Nicht davon ist an eine Gegenleistung gebunden, wie es nötig wäre. Dazu kommt, das es dann ein Betrug wäre, kein Diebstahl. Aber auch für einen Betrug müssten gestimmte Regeln falsch ausgelegt worden sein.

    Wie gesagt, es war das lasche Konzept, das es möglich macht. Und das ist Vertragsrecht, kein Strafrecht.

  8. Re: Bestohlen? Denke ich nicht

    Autor: t_e_e_k 19.04.22 - 18:27

    tom.stein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tk (Golem.de) schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Rein technisch gesehen kann man es durchaus so sehen, dass die Angreifer
    > > nur die (laxen) Regeln ausgenutzt haben. Da die anderen Investoren aber
    > > sicherlich nicht damit einverstanden sind, dass ihr investiertes Geld
    > > abgezogen wird, kann man denke ich von einem Diebstahl sprechen.
    >
    > Nun, die anderen Investoren haben unterschrieben, dass eine Mehrheit über
    > alles(!) entscheiden kann. Und sie haben den laxen Regeln zugestimmt.
    >
    > Nach welchen ANDEREN Regeln will man denn legale von nicht-legalen
    > Transaktionen unterscheiden, wenn nicht nach den von allen Usern
    > akzeptierten Regeln? Genau dafür sind Regeln doch da: Sie gelten für und
    > gegen alle gleichermaßen, und sie werden nur durch noch höherwertige,
    > allgemeinere Regeln eingeschränkt. Wenn ein Gesetz sagt "Töten ist
    > illegal", dann kann das nur durch ein anderes Gesetz wie "außer zur
    > Notwehr" ausgehebelt werden - aber nicht mal eben durch mich, weil ich das
    > gerade so will, um den neuen Freund meiner Freundin alt aussehen zu lassen.
    > Regeln gelten beiseitig - dumme Regeln gelten auch.

    Absolut richtig in einem Rechtssystem, das den Wortlaut eines Gesetzes die höchste Priorität gibt (USA, GB). Im deutschen zählt die Intention. Also: was sollte die Mehrheit mit ihrem Recht machen, als die Regel aufgestellt wurden?
    - wahrscheinlich für das Wohl der Währung entscheiden. Was mit der aktuellen Entscheidung aber nicht passiert ist.
    - oder für die Richtigkeit von Transaktionen bürgen. Was bedeuten würde, das diejenigen die die 67% besessen haben und dafür gestimmt haben, jetzt alles zahlen müssen. Sie bürgen ja für die Richtigkeit der Transaktion (und sie war nicht richtig)

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