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What a tangled web we weave... (oder: es gibt Alternativen)

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  1. What a tangled web we weave... (oder: es gibt Alternativen)

    Autor: Franzi69 08.12.22 - 10:25

    ... when we practice to deceive.

    Da hat Microsoft ein schönes Spinnennetz aus Webdiensten und der Übertragung von Telemetriedaten gesponnen.

    Firmen ab einer gewissen Größenordnung haben sich darauf eingelassen, weil es halt so komfortabel ist. Die kommen da nur ganz schwer wieder raus. Und die Alternativen von Google und AWS haben genau dasselbe Datenschutzproblem. Und dieses Problem heißt Patriot Act. Amerikanische Firmen müssen sich halt nun einmal an Weisungen der geheimen FISA Courts halten, und dazu gehören auch deren deutsche Tochterfirmen.

    Für kleinere Firmen, aber ganz besondere für Schulen und Schüler wird es höchste Zeit, zu einer Alternative zu wechseln. Dort wird über Office, E-Mail, Chat, ein bisschen Groupware und Filesharing doch nichts gemacht. Und dafür gibt es gute Alternativen. Jeder halbwegs fitte Admin kann Jitsi und Nextcloud selber aufsetzen, und gerade für die Office-Apps von Microsoft gibt es ein paar Alternativen. Gut, ich würde jetzt nicht gerade OnlyOffice nehmen, das in Russland entwickelt wird. LibreOffice geht schon, wenn man mit der antiken Oberfläche und den Kompatibilitätsproblemen zurecht kommt.

    Mein persönlicher Favorit ist aber ein Office, das in Deutschland entwickelt wird: Softmaker Office. Das hat eine Oberfläche, die wie Microsoft Office aussieht und wo man sich also sofort zurechtfindet. Die Kompatibilität mit Microsoft-Dokumenten ist ausgezeichnet und deutschen Support gibt es auch.

    Da Softmaker weder mit den USA noch mit Russland verbandelt ist, interessieren die vermutlich irgendwelche "freundlichen" Geheimdienstanfragen einfach nicht. Bis auf den Updatechecker und die Lizenzprüfung werden auch keine Daten übertragen. Das ist recht praktisch: Daten, die man nicht erfasst, kann man auch nicht herausgeben. Das sollte sich Microsoft mal als Vorbild nehmen.

  2. Re: What a tangled web we weave... (oder: es gibt Alternativen)

    Autor: liberavia 13.12.22 - 12:38

    Franzi69 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für kleinere Firmen, aber ganz besondere für Schulen und Schüler wird es
    > höchste Zeit, zu einer Alternative zu wechseln. Dort wird über Office,
    > E-Mail, Chat, ein bisschen Groupware und Filesharing doch nichts gemacht.
    Exakt. Und um das zu ergänzen: Am Ende haben die Schüler dann trotz des unbedingt notwendigen MS-Office mit Leerzeichen, Enter und Tab "formatiert" statt mit Tabellen, Absatzformatierungen und Formatvorlagen zu arbeiten. Das Problem ist also eindeutig nicht die Software, sondern die Wissensvermittlung. Wobei ohnehin fraglich ist wieviel Aufmerksamkeit man in der Allgemeinbildung einem Schreibprogramm widmen sollte.

    > Und dafür gibt es gute Alternativen. Jeder halbwegs fitte Admin kann Jitsi
    > und Nextcloud selber aufsetzen, und gerade für die Office-Apps von
    > Microsoft gibt es ein paar Alternativen.
    Solche Hostings sollten jeweils auf Landesebene zur Verfügung gestellt werden. Die Schulen sind hier schlicht überfordert. Es fehlt eben an den "halbwegs fitten" Admins. Das muss konzentriert werden.

    > Gut, ich würde jetzt nicht gerade
    > OnlyOffice nehmen, das in Russland entwickelt wird. LibreOffice geht schon,
    > wenn man mit der antiken Oberfläche und den Kompatibilitätsproblemen
    > zurecht kommt.
    Die Oberfläche lässt sich ja einstellen. Kam OnlyOffice nicht aus Estland?

    >
    > Mein persönlicher Favorit ist aber ein Office, das in Deutschland
    > entwickelt wird: Softmaker Office. Das hat eine Oberfläche, die wie
    > Microsoft Office aussieht und wo man sich also sofort zurechtfindet. Die
    > Kompatibilität mit Microsoft-Dokumenten ist ausgezeichnet und deutschen
    > Support gibt es auch.
    >
    > Da Softmaker weder mit den USA noch mit Russland verbandelt ist,
    > interessieren die vermutlich irgendwelche "freundlichen"
    > Geheimdienstanfragen einfach nicht. Bis auf den Updatechecker und die
    > Lizenzprüfung werden auch keine Daten übertragen. Das ist recht praktisch:
    > Daten, die man nicht erfasst, kann man auch nicht herausgeben. Das sollte
    > sich Microsoft mal als Vorbild nehmen.

    Ja gerne auch Softmaker. Vielleicht auch als gutes Beispiel dafür, dass eingesetzte Software nicht zwangsläufig freie Software sein muss, wenn sich an geltendes Recht gehalten wird. Aber das ist ja jeweils eine (firmen-)politische Entscheidung.

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