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Gute Gründe gegen AdBlocker? Gibt es nicht.

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  1. Gute Gründe gegen AdBlocker? Gibt es nicht.

    Autor: Juge 03.08.16 - 06:58

    So wie millionen von Unternehmen versteht auch Golem das Internet falsch. Es gibt kein "Grundrecht" auf Einnahmen durch Werbung, dafür wurde das Internet nicht etabliert und öffentlich gemacht. Es ist - anders als viele meinen - tatsächlich auch nicht "schade", wenn ein auf Werbung basiertes Geschäftsmodell nicht funktioniert. Sondern Marktwirtschaft. Und zuletzt: Es gibt auch keine Pflicht, Content im Internet zu veröffentlichen.

    Ich sehe ausschließlich gute Gründe FÜR AdBlocker. AdBlocker sind Selbstverteidigung gegen bandbreitenfressende, störende Aggressionstrigger.

  2. Re: Gute Gründe gegen AdBlocker? Gibt es nicht.

    Autor: manudrescher 03.08.16 - 07:47

    Ich sehe das ähnlich.
    Im Internet scheint jeder Anbieter zu meinen, er habe ein Recht auf Umsatz aufgrund seiner Existenz....das ist aber eben schlicht falsch.

    Und vor allem Informationen (wie hier auf golem, heise,n-tv,...) sind im Internet nicht exklusiv. Und das ist in meinen Augen das größte Problem für die Anbieter.

    Wenn eine Seite A mir Informationen zu einem Thema X bietet, gepaart mit Werbung...dann finde ich in wenigen Sekunden Tonnenweise Alternativen.
    Warum sollte ich mir einen Werbespot vor einem Video anschauen, wenn ich mir Gigabyteweise woanders direkt entsprechende Videos anschauen kann.
    Warum sollte ich Geld für etwas bezahlen (bspw. Abo), was ich im Internet in fast endloser Redundanz auch überall anders erhalte?

    Es kostet nur Sekunden um Alternativen zur diesen Informationen im Netz zu finden.

    Jetzt könnte man sagen: Ja, aber man sollte die Seite doch unterstützen sofern man sie denn nutzt.
    Das würde ich auch machen, wenn der Anbieter mir etwas bieten würde, was andere nicht machen.
    Aber genau das ist ja nicht der Fall. Der Content hebt sich in Inhalt, Art und Umfang nicht wirklich von anderen Seiten ab.
    Würde golem mir etwas bieten, was sich von anderen abhebt und mir würde das gefallen -> Ich würde ein Abo eingehen oder die Werbung akzeptieren.

    Und aufgrund der Tatsache, dass die Inhalte (der Fakt, die Nachricht, die Information, die News) überall die gleichen sind, kann man sich als Anbieter nicht mehr über den reinen Content abheben. Man muss dem Nutzer mehr Anreize schaffen, eine Seite zu nutzen und durch "Einsicht" den Adblocker ausschalten oder ein Abo eingehen.

    Abgebildet auf das Leben außerhalb des Netzes ist es doch identisch zu:
    Ich muss mir beim MediaMarkt am Eingang zunächst den Werbeprospekt durchlesen, bevor man mich einläßt
    10 Meter daneben kann ich ohne (oder mit weniger Prospekt) direkt in den Laden.
    5 Meter daneben steht der nächste Laden und 10 Meter weiter wieder der nächste.
    Die Angebote der Läden sind an sich fast identisch und unterscheiden sich nur im Preis.
    Und hier wäre der Faktor "Preis" das, worin sich im Internet die Webseiten in Art und Umfang und anderen Faktoren markant von anderen Abheben müssen.

    Weil im hier und heute ist es fast völlig "Scheißegal" ob ich die Information bei Golem, bei heise oder was weiß ich wo lese....alles der selbe Einheitsbrei nur mit unterschiedlichen Werbeumfang.
    Würde man mir unterschiedlichen Content in Textform (ohne Bezug zum Anbieter) von heise und golem vorlegen...ich könnte die in vielen Fällen nicht mal auseinanderhalten bzw. golem oder heise anhand Art und Umfang "wiedererkennen".

  3. Re: Gute Gründe gegen AdBlocker? Gibt es nicht.

    Autor: Juge 03.08.16 - 08:16

    Stimmt, viele Content-Anbieter glauben, ihre Leser wären "treu" und es würde keine Alternativen zum eigenen Angebot geben. Dabei ist das nur eine Sache von Bookmarks und Gewöhnung!

    Und wenn wir mal ganz ehrlich sind: Sobald jeder Content-Anbieter eine Paywall aufgebaut hat, werden wieder die Hobbyschreiber in den Fokus gucken - ganz so, wie es vor zehn, 15 Jahren üblich gewesen ist. Im Grunde wäre es also sogar ein Gewinn, wenn kommerzielle Inhalte verschwinden würden.

  4. Angebotsfinanzierung - MicroPayment funktioniert nicht (anonym)

    Autor: lear 03.08.16 - 09:41

    Mit Werbung in dpa + reuters Geld machen zu wollen ist lächerlich (weil das überall auftaucht), aber irgendwie müssen Server, Traffic und (fallweise...) Inhaltsgenerierung finanziert werden - oder das Angebot verschwindet.
    Und das gilt für *alle* Angebote (wenn jemand Dich defizitär "informiert" würde ich mir weit mehr Sorgen machen, wer da die Musik bezahlt)

    Das wäre vermutlich auch alles kein Problem wenn Werbung nicht zwecks Direktmarketing (sabber) zum Tracken mißbraucht würde (mit Malvertising als quasi Naturgesetz) und flash mit Macromedia gestorben wäre.

    Das Gros der Leute hat keine Probleme mit "IEEEHHHH WERBUNG, ICH WILL DIE DDR ZURÜCK", sondern mit "Warum zum Teufel dreht der Lüfter am Anschlag, lädt die Seite 2 Minuten, macht noch zwei andere Tabs auf und ist der Akku immer nach 30 Minuten leer???"
    Nur die wenigsten sind sich des Trackens überhaupt bewußt, aber Werbung wird - zu recht! - als Bug in der Seite wahrgenommen - und dem Partner zu "unrecht" angerechnet (weil die Werbenetzwerke als Verantwortliche nicht wahrgenommen werden)

    Die paar Nerds und Ostalgiker wären im Prinzip vernachlässigbar (was Tracking nicht besser macht), aber Werbung muß den Konsumenten WEIT weniger kosten als daß im Moment im Internet der Fall ist und das bedingt, daß der Partner (also zB. golem) die harte Kontrolle über das Werbemaß ergreift - und zwar in der Breite (sonst endet der der Gute Partner als "Beifang")

  5. Re: Gute Gründe gegen AdBlocker? Gibt es nicht.

    Autor: crazypsycho 03.08.16 - 22:15

    Juge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimmt, viele Content-Anbieter glauben, ihre Leser wären "treu" und es
    > würde keine Alternativen zum eigenen Angebot geben. Dabei ist das nur eine
    > Sache von Bookmarks und Gewöhnung!

    So sieht es aus. Vor einigen Jahren war ich noch auf anderen Websites und Foren aktiv.
    Jetzt zählt halt Golem dazu. Ist ein netter Zeitvertreib, mehr aber auch nicht.
    Geld ist es mir nicht wert. Ich kann meine Zeit auch anders vertreiben.
    Fällt Golem weg (wegen Paywall, Aussperrung von Adblock-Usern, usw), wäre es zwar schade, aber dann gehe ich eben woanders hin.

    > Und wenn wir mal ganz ehrlich sind: Sobald jeder Content-Anbieter eine
    > Paywall aufgebaut hat, werden wieder die Hobbyschreiber in den Fokus gucken
    > - ganz so, wie es vor zehn, 15 Jahren üblich gewesen ist. Im Grunde wäre
    > es also sogar ein Gewinn, wenn kommerzielle Inhalte verschwinden würden.

    Das sehe ich auch so. So hat Golem und co ja auch mal angefangen.

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