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die sache mit den warnapps

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. die sache mit den warnapps

    Autor: jake 19.08.18 - 14:16

    mal abgesehen davon, dass man eine warnapp ja erstmal installieren muss: im katastrophenfall fällt gerne auch mal das mobilfunknetz aus. dazu reicht schon ein einfacher stromausfall, wie beispielsweise hier in der gegend vor ein paar tagen, der dann knapp 24h andauerte. im radio gab's praktisch keine nützlichen infos. und die sache mit den reklametafeln ist ja ganz nett, aber kann ja wohl keine echte alternative sein.

    so langsam sollten wir uns also mal auf robuste und zuverlässige katastrophenwarnungen einigen.

  2. Re: die sache mit den warnapps

    Autor: liquidsky 19.08.18 - 15:41

    SMS? Benötigen zwar auch das Mobilfunknetz aber nur GSM.

  3. Re: die sache mit den warnapps

    Autor: plutoniumsulfat 19.08.18 - 16:54

    Und Reklametafeln? Auch über GSM?^^

  4. Re: die sache mit den warnapps

    Autor: zampata 19.08.18 - 17:16

    Mehrere Systeme sind besser als wenige, die Warnung muss nur überall erscheinen
    Auf der Warntafeln, in der APP, im radio etc. Via Handy können die Geräte notfalls ein mesh aufbauen auch wenn sie Geräte noch nicht so weit sind

    Besser als es nur über eine sirene zu veröffentlichen .

  5. Re: die sache mit den warnapps

    Autor: Cok3.Zer0 19.08.18 - 17:30

    Es darf nicht sein, dass ein Landkreis die Fraunhofer App KatWarn informiert, während die Bundesapp Nina außen vor gelassen wird!

  6. Re: die sache mit den warnapps

    Autor: Spaghetticode 19.08.18 - 17:35

    jake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > so langsam sollten wir uns also mal auf robuste und zuverlässige
    > katastrophenwarnungen einigen.

    Ich würde wohl für Katastrophenwarnungen ein Langwellensendernetz aufbauen, über das Daten übertragen werden können. Die Langwelle kann noch hunderte Kilometer vom Sender entfernt empfangen werden, das heißt, sie funktioniert auch dann, wenn die Infrastruktur vor Ort ausfällt. Natürlich ist auf austeichende Redundanz zu achten. Die meisten Funksysteme wie Mobilfunk, UKW, DAB+, DVB-T, TETRA und POCSAG haben eine vergleichsweise geringe Reichweite und benötigen deshalb Infrastruktur „vor Ort“, was sie anfällig für Ausfälle und deshalb ungeeignet als Primärkanal für Kastropheninformationen macht. (Natürlich sollte es Katastropheninformationen auch über Mobilfunk, Fernsehen und Radio geben, aber eben nicht nur dort.) Dabei sollte eine möglichst robuste Datenübertragungsart gewählt werden. DCF77 ist zwar ein Langwellensender, hat aber keine räumlich getrennten redundanten Sender, ist also nicht ausfallsicher, und die Datenübertragungsrate ist zu gering.

    Das Empfangsgerät ist ein kleiner Kasten mit Textdisplay, betrieben mit vier C-Zellen, in den man seine Koordinaten und seine Sprache eingibt. Dieses prüft minütlich, ob a) das Signal überhaupt zu empfangen ist (wenn kein Signal empfangen wird, meldet sich das Gerät) und b) ob ein spezielles „Aufmerksamkeitssignal“ empfangen wird (dann wird auf Dauerempfang geschaltet). Da er im Normalfall nur minütlich ganz kurz empfängt, sollten die Batterien mehrere Monate lang halten (ähnlich wie in einem Funkwecker oder einer Wetterstation) und eine Batteriewarnung kann schon lange vor der kompletten Entleerung der Batterie generiert werden.

    Im Normalfall sendet der Sender ein Signal ohne „Aufmerksamkeitssignal“ und Datum/Uhrzeit. Freie Kapazitäten können mit Diensten belegt werden, die im Katastrophenfall verzichtbar sind (etwa Wettervorhersagen).

    Im Katastrophenfall sendet der Sender zunächst 70 Sekunden lang das „Aufmerksamkeitssignal“, um alle Empfänger auf Empfang zu stellen. Anschließend wird gesendet:
    - Meldungs-ID
    - Datum/Uhrzeit der Meldung
    - Ist es eine Warnung oder Entwarnung?
    - maximale „Lebenszeit“ der Meldung
    - Koordinaten-Polygon (damit der Empfänger bestimmen kann, ob er „betroffen“ ist)
    - Meldungsart (z. B. Unwetter, Hochwasser, Atomunfall, Chemieunfall, etc.)
    - Texte in verschiedenen Sprachen
    Diese Meldungen werden in Dauerschleife versendet, solange die Katastrophe andauert.

    Wenn der Empfänger eine für ihn bestimmte Meldung empfängt, piept er und zeigt diese Meldung an. Der Benutzer kann mit Tasten in der Meldung scrollen und zwischen den Meldungen wechseln, falls es mehrere Meldungen für die eigene Region gibt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.08.18 17:38 durch Spaghetticode.

  7. Re: die sache mit den warnapps

    Autor: Spaghetticode 19.08.18 - 17:56

    liquidsky schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SMS? Benötigen zwar auch das Mobilfunknetz aber nur GSM.

    Die Warnung über SMS ist aber nicht robust, insbesondere beim Stromausfall. Denn:
    1. Die Endgeräte verbrauchen so viel Strom, dass sie nach ein paar Stunden ohne Lademöglichkeit ausfallen.
    2. Gemäß diversen Erzählungen fallen die Mobilfunk-Basisstationen ebenfalls nach ein paar Stunden ohne Strom aus.
    3. Die Mobilfunk-Basisstation steht in räumlicher Nähe zum Zielgebiet und ist somit meist auch von der Katastrophe betroffen. Wenn das Dorf absäuft, dann wohl auch die Mobilfunk-Basisstation.
    4. Im Katastrophenfall ist das Mobilfunknetz schnell überlastet (insbesondere, wenn das Festnetz nicht geht), weil die Leute dann alle telefonieren und surfen, um a) mehr Informationen zu erhalten b) Notrufe abzusetzen, c) mit Angehörigen zu reden, ob sie in Sicherheit sind. Die (Individual-)SMS läuft im Mobilfunknetz mit der geringsten Priorität und würde wohl erst gesendet werden, wenn es gerade keine Nutzung gibt, also die Katastrophe vorbei oder der Nutzer bereits in Obhut ist.

    Es gibt aber „Cell Broadcasts“, die man für Kastropheninformationen nutzen könnte und sollte, man sollte sich nur nicht darauf verlassen, dass die Information in jedem Fall ankommt.

  8. Re: die sache mit den warnapps

    Autor: k2r 19.08.18 - 18:21

    Tja, mit Open-Data wär das nicht passiert.

    Einfach hochverfügbar eine API anbieten, an die der App-Provider oder Bastler seinen Service anbinden kann, und fertig.
    Fürs Handy könnte mach auch das Thema Cell-Broadcast wieder reaktivieren, interessierte Provider könnten passend für den Zellbereich aktuelle Meldungen aus der API ziehen und den Abonnenten der Katwarn-Kanäle auf der Zelle (gibt’s die Protokolle noch oder bin ich alt?) ausliefern.

    Aber es geht sicher auch komplizierter.

  9. Re: die sache mit den warnapps

    Autor: PerilOS 19.08.18 - 19:21

    k2r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja, mit Open-Data wär das nicht passiert.
    >
    > Einfach hochverfügbar eine API anbieten, an die der App-Provider oder
    > Bastler seinen Service anbinden kann, und fertig.
    > Fürs Handy könnte mach auch das Thema Cell-Broadcast wieder reaktivieren,
    > interessierte Provider könnten passend für den Zellbereich aktuelle
    > Meldungen aus der API ziehen und den Abonnenten der Katwarn-Kanäle auf der
    > Zelle (gibt’s die Protokolle noch oder bin ich alt?) ausliefern.
    >
    > Aber es geht sicher auch komplizierter.

    Mit Open-Data oder was auch immer passiert genau das selbe.
    Der Ewige Mythos der nicht stirb. Freie Software ist genauso "schlecht" wie Proprietäre Software. Nur das man mit zweiterem kein abgeschlossenes Informatikstudium brauch um es zu bedienen und es vom Hersteller gepflegt wird.

  10. Re: die sache mit den warnapps

    Autor: anonym 20.08.18 - 00:46

    jake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mal abgesehen davon, dass man eine warnapp ja erstmal installieren muss: im
    > katastrophenfall fällt gerne auch mal das mobilfunknetz aus. dazu reicht
    > schon ein einfacher stromausfall, wie beispielsweise hier in der gegend vor
    > ein paar tagen, der dann knapp 24h andauerte. im radio gab's praktisch
    > keine nützlichen infos. und die sache mit den reklametafeln ist ja ganz
    > nett, aber kann ja wohl keine echte alternative sein.
    >
    > so langsam sollten wir uns also mal auf robuste und zuverlässige
    > katastrophenwarnungen einigen.

    man muss bei der ganzen sache immer paar dinge bedenken:
    1. das system ist auf viele verschiedene empfangssysteme ausgelegt. dank des (z.b. auch in den staaten verwendeten) Common Alerting Protocol sind die verschickten nachrichten auch "normiert"
    2. nicht jeder "katastrophenfall" sorgt sofort für einen stromausfall
    3. hängt z.b. in jedem 2. einkaufszentrum mittlerweile so ne tafel mit interaktiver wegbeschreibung usw. oder an den größeren bahnhöfen die tafeln mit den nachrichten und so kram.
    4. wird jetzt nur dieser empfänger den vorhandenen im MoWaS hinzugefügt. wenn z.b. ein unwetter kommt, können die leute in einkaufszentren gewarnt werden, oder wenn doch mal, wie bei heise immer als beispiel gebracht, in den niederlanden mal wieder ne chemiebude hochgeht. dann sollte man eben nicht rausgehen, und da würde das sicherlich helfen.

    und 5. diese apps, oder diese auf vermutlich ähnlicher technik basierenden empfänger für diese bildschirme oder sowas, können vermutlich auch über wlan bzw kabel gespeist werden. das würde dann auch funktionieren wenn das mobilfunknetz die biege macht.


    letztendlich aber: ja, man könnte mal eine CB option hinzufügen, genauso wie die funkradiowecker oder sowas endlich mal richtig unterstützt werden können. im großen und ganzen ist das system aber drauf ausgelegt, alle verfügbaren kanäle zu nutzen. über jeden erreicht man nutzer, die man sonst nicht erreichen würde.

  11. Re: die sache mit den warnapps

    Autor: Kein Kostverächter 20.08.18 - 13:34

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > k2r schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Tja, mit Open-Data wär das nicht passiert.
    > >
    > > Einfach hochverfügbar eine API anbieten, an die der App-Provider oder
    > > Bastler seinen Service anbinden kann, und fertig.
    > > Fürs Handy könnte mach auch das Thema Cell-Broadcast wieder
    > reaktivieren,
    > > interessierte Provider könnten passend für den Zellbereich aktuelle
    > > Meldungen aus der API ziehen und den Abonnenten der Katwarn-Kanäle auf
    > der
    > > Zelle (gibt’s die Protokolle noch oder bin ich alt?) ausliefern.
    > >
    > > Aber es geht sicher auch komplizierter.
    >
    > Mit Open-Data oder was auch immer passiert genau das selbe.
    > Der Ewige Mythos der nicht stirb. Freie Software ist genauso "schlecht" wie
    > Proprietäre Software. Nur das man mit zweiterem kein abgeschlossenes
    > Informatikstudium brauch um es zu bedienen und es vom Hersteller gepflegt
    > wird.

    Bei Open-Data geht es um den offenen, diskriminierungsfreien Zugriff auf Informationen. Das hat mit Open-Source-Software erstmal gar nichts zu tun.
    Es bedeutet nur, dass jeder interessierte die Daten abrufen kann und darauf aufbauend etwas anbieten kann. So benutzen z.B. alle Wetter-Apps fuer Deutschland auch Daten der Deutschen Wetterdienstes, der Wetterdaten fuer Deutschland als Open-Data zur Verfuegung stellt.
    Das kann eine Open-Source-Wetterapp sein, oder eben die App von wetter.com etc.
    Aber du hast wahrscheinlich nur "Open" gelesen und deinem Beissreflex freie Bahn gelassen, nicht wahr?

    Bis die Tage,

    KK

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    (Epikur, griech. Phil., 341-270 v.Chr.)
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