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Technische Frage

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  1. Technische Frage

    Autor: Komischer_Phreak 08.03.19 - 15:26

    Was genau soll denn gespeichert werden auf dem Ausweis? Ist es eine Kopie des Fingerabdrucks? Oder ist es nur so eine Art Hashwert, der nicht mein Fingerabdruck ist, aber der sich nur mithilfe meines Fingerabdrucks errechnen lässt?

    Hashwerte in einer Datenbank zu sammeln sollte recht unbedenklich sein, eine Sammlung an Fingerabdrücken ist natürlich ein No-Go.

  2. Re: Technische Frage

    Autor: Anonymer Nutzer 08.03.19 - 21:00

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau soll denn gespeichert werden auf dem Ausweis? Ist es eine Kopie
    > des Fingerabdrucks?
    Ja

    > Oder ist es nur so eine Art Hashwert,
    Nein

    > der nicht mein
    > Fingerabdruck ist, aber der sich nur mithilfe meines Fingerabdrucks
    > errechnen lässt?
    In Anbetracht der beschaffenheit deines fingers bzw. fingerabdrucks ist das kaum möglich.

    >
    > Hashwerte in einer Datenbank zu sammeln sollte recht unbedenklich sein,
    Wieso? Und was soll das in einer datenbank?

    > eine Sammlung an Fingerabdrücken ist natürlich ein No-Go.
    Genau das wird kommen.

  3. Re: Technische Frage

    Autor: NativesAlter 08.03.19 - 23:44

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]
    > Hashwerte in einer Datenbank zu sammeln sollte recht unbedenklich sein,
    > eine Sammlung an Fingerabdrücken ist natürlich ein No-Go.

    Nicht unbedingt, Hashwerten kann man z.B. mit Rainbow Tables zu Leibe rücken, um den Originalwert zurückzurechnen.

  4. Re: Technische Frage

    Autor: x2k 09.03.19 - 09:52

    Das Problem ist ja das immernoch blauäugig mit solchen Entwicklungen umgegangen wird und niemand auf die Idee kommt das Technologie grundsätzlich mißbraucht werden kann, von wem auch immer.

    Das einzige was ich damals am Personalausweis gut fand war das kleinere kompakte Format. Die digitalfunktionen habe ich noch nie gebraucht. Und es wird vielen so gehen wie mir. Was da jetzt an Mehrwert dazukommen soll wenn jetzt auch noch ein Fingerabdruck gespeichert werden muss bleibt mir rätselhaft.
    Es macht mir sogar eher Angst das wir einen schleichenden Verfall an Privatsphäre und Datenschutz mit erleben, was jetzt noch ein no go ist wird ein oder zwei Jahre später auf einmal normal sein.
    Als Bürger habe ich dadurch aber bis heute nicht ein bisschen mehr Sicherheit. Es sieht für mich aber eher so aus als ob man einfach nur versucht den Bürger besser unter Kontrolle zu halten.
    Obwohl wir inzwischen alles mögliche überwachen von der email über handybewegungsdaten bis zu kontobewegungen. Gibt es immernoch terroranschläge wohnungseinbrüche oder raubüberfälle.

  5. Re: Technische Frage

    Autor: Quantium40 10.03.19 - 08:51

    Komischer_Phreak schrieb:
    > Oder ist es nur so eine Art Hashwert, der nicht mein
    > Fingerabdruck ist, aber der sich nur mithilfe meines Fingerabdrucks
    > errechnen lässt?
    Bei Hashwerten gibt es auch Kollisionen. Je mehr Hashwerte man ansammelt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit.

    > Hashwerte in einer Datenbank zu sammeln sollte recht unbedenklich sein,
    > eine Sammlung an Fingerabdrücken ist natürlich ein No-Go.
    Dummerweise neigen Menschen dazu, ihre Fingerabdrücke auf allen Gegenständen zu hinterlassen, die sie so anfassen. Diese halten sich unter Umständen über Jahrzehnte. Dies gilt auch für Waren im Supermarkt oder in anderen Geschäften, die später in Wohnungen oder Geschäften von völlig Fremden landen.
    Angenommen bei diesen kommt es zu einem Einbruch oder gar einem Tötungsdelikt und die einzigen Spuren die sich finden, sind dann ihre Fingerabdrücke. Da kann auch ein unbescholtener Bürger dann schnell in Erklärungsnot geraten.
    Oder was wäre, wenn solche Daten in den Händen eines totalitären Regimes landen, dass bereits bei Verdacht das volle Programm bis hin zur Exekution durchzieht?

  6. Re: Technische Frage

    Autor: chefin 11.03.19 - 09:24

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau soll denn gespeichert werden auf dem Ausweis? Ist es eine Kopie
    > des Fingerabdrucks? Oder ist es nur so eine Art Hashwert, der nicht mein
    > Fingerabdruck ist, aber der sich nur mithilfe meines Fingerabdrucks
    > errechnen lässt?
    >
    > Hashwerte in einer Datenbank zu sammeln sollte recht unbedenklich sein,
    > eine Sammlung an Fingerabdrücken ist natürlich ein No-Go.

    Es gibt eigentlich keinen Grund den Fingerabdruck selbst zu speichern. Man gewinnt damit nichts, man verliert aber an Sicherheit, weil jede Datenbank grundsätzlich das Risiko eines Datenlecks hat. Ich glaube nicht das man es direkt speichert und immer einen direkten Vergleich macht. Zumal das auslesen des Abdrucks bereits einem Hashverfahren gleicht. Man liest keine Bildpunkte als solches ein sondern einen Hashwert über einen Bereich des Fingers, der sich über einen Gruppe an Bildpunkten ergibt.

    Paranoid betrachtet mag man gerne glauben, das die Fingerabdrücke gespeichert werden. Aber von der Datenverarbeitungsseite her hat man keinen Unterscheid ob Hash oder Abdruck gespeichert wird. Weil man nicht nach Namen einen Abdruck sucht, sondern nach Abdruck einen Namen. Hat man den Namen schon, muss man nicht nach Fingerabdrücken suchen. Und wenn kann man die Erkennungsdienstlicht sich holen. Es gibt kein Scenario in dem man den Fingerabdruck wissen will, ohne ihn mit dem echten Finger vergleichen zu können. Man findet an einem Tatort IMMER einen Fingerabdruck, nie einen Hashwert.

    Wobei der Fingerabdruck kein 20MPixel Bild ist das man speichert sondern die Abdruckscanner bilden intern schon Hashwerte von kleinen Bereichen und fügt diese Werte zusammen zu einem Datensatz. Erkennt man hauptsächlich daran, wenn die Datei um vieles kleiner ist als ein Bild des verwendeten Sensors sein müsste.

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