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Ist das denn okay?

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  1. Ist das denn okay?

    Autor: Himmerlarschundzwirn 06.03.14 - 13:53

    Darf mich mein Arbeitgeber (hier die Apotheke) denn überhaupt dazu zwingen, meine biometrischen Daten erfassen zu lassen?

    Wo liegt hier der Vorteil gegenüber zB einem RFID Chip?

  2. Re: Ist das denn okay?

    Autor: freddypad 06.03.14 - 15:19

    Himmerlarschundzwirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ....
    > Wo liegt hier der Vorteil gegenüber zB einem RFID Chip?


    RFID Chips sind bestimmt schon geklaut worden bzw. können ganz einfach geklaut werden.
    Venen in der Hand zu klauen stelle ich mir etwas schwieriger vor.
    Okay, mit einer Knochensäge, einigen Tüchern, einer Plastiktüte und einem starken Magen kann man auch fleißig Hände absägen gehen. Aber kostet mehr Überwindung. Und dann ist ja auch der funktionierende Blutkreislauf noch wichtig für die Erkennung. Die Hand sollte also möglichst noch ein klein wenig leben.
    Ist ja echt widerlich. Müssen wir hier so unappetitliche Themen diskutieren? :-)

  3. Re: Ist das denn okay?

    Autor: Himmerlarschundzwirn 06.03.14 - 15:38

    Ich meinte mit "Arbeitgeber" auch nicht die CIA oder so.

    "Die Mitarbeiter dokumentieren über dieses System alle ihre Arbeitsschritte, wie die Zubereitung und Ausgabe von Arzneimitteln oder eine Kundenberatung."

    Ehrlich? Dafür?! Ich sehe da irgendwie kein günstiges Verhältnis von Vor- und Nachteilen. Es geht ja nicht mal um Hochsicherheitsbereiche, sondern um eine "Authentifizierung der Form halber". Dafür ein Stück meiner Privatsphäre (klingt vielleicht übertrieben, aber letztlich ist es so) aufgeben? Da hätte ich als Arbeitnehmer ehrlich gesagt keine Lust zu...

    Was soll ein potenzieller Angreifer denn wollen? Leuten den Arm abschneiden, um so zu tun, als wäre er Apotheker? Klingt ziemlich albern.

    Oder habe ich irgendwas grundlegend falsch verstanden?

  4. Re: Ist das denn okay?

    Autor: m9898 06.03.14 - 23:36

    Wenn der Arbeitnehmer keine Lust hat, dann trifft das auch auf den Arbeitgeber zu.
    Ist ja nicht so, als ob es einen Mangel an Pharmazeuten am Arbeitsmarkt geben würde.

  5. Re: Ist das denn okay?

    Autor: Himmerlarschundzwirn 07.03.14 - 09:08

    Ja, das ist immer das Totschlagargument. "Dann such ich mir halt nen anderen Deppen."

    Nur ist das keinesfalls ein Beitrag zu der Problematik.

    Mit der Argumentation wäre es auch okay, täglich 4 unbezahlte Überstunden zu schieben. Irgendeiner wird's schon machen, weil er den Job so dringend braucht.

    Na dann lass du mal sowas mit dir machen. Bist ja sicherlich auch ersetzlich. Ich gehe lieber zu Arbeitgebern, die mich "Mitarbeiter" nennen, nicht "Untertan".

  6. Re: Ist das denn okay?

    Autor: Lehmroboter 07.03.14 - 10:06

    Wenn ich es richtig sehe, dann geht es hier um die Arbeit in der Apotheke. Da muß seit jeher genau Buch geführt werden, auch um die Verantwortlichkeit zu klären.

    Zum einen werden ja auch Medikamente wie Betäubungsmittel und Pharmazeutika abgegeben und da ist es schon immens wichtig, wer wieviel Valium, Codein o.ä. an wen und auf welches Rezept abgegeben hat.

    Zum anderen hat der Apotheker auch eine gewisse Verantwortung für die Gesundheit seiner Kunden. Da muß schon dokumentiert werden, ob ggf. jemand das falsche Medikament oder die falsche Menge oder mit falschem Wirkstoffgehalt abgegeben hat.

    Fehler oder Mißbrauch können durchaus lebenswichtig bzw. lebensbedrohlich sein. Da ist es doch klar, daß eine Dokumentation wichtig ist.

    Meine Buchempfehlung zum Thema:
    "Haben Sie diese Pille auch in Grün?" von Pharmama ;-)
    http://pharmama.ch/category/apotheke/



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 07.03.14 10:15 durch Lehmroboter.

  7. Re: Ist das denn okay?

    Autor: Himmerlarschundzwirn 07.03.14 - 13:11

    Ja, ich sehe ja ein, dass eine Dokumentation wichtig ist. Ich sehe nur nicht die Notwendigkeit einer Hochsicherheitslösung für so eine triviale Authentifizierung in diesem Bereich. Das ginge auch prima und mit dem gleichen Komfort mit einem Armband inkl. RFID-Chip. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einem Apotheker unter Anwendung von Gewalt dieses Armband entrissen wird. Da ist die Gefahr weit größer, dass jemand mit einer Waffe Zutritt zu den Drogenbeständen fordert. Und dann nützt es dir auch nichts, wenn du diesen Vorfall absolut eineindeutig dokumentieren kannst :-D

  8. Re: Ist das denn okay?

    Autor: Lehmroboter 07.03.14 - 15:08

    "Hochsicherheit" ist hier wohl nicht unbedingt das Hauptkriterium. Genauso sicher wie eine Chipkarte bzw. RfId reicht sicher auch. Nur es soll möglichst einfach in der Anwendung sein.
    Zitat: "Die Handhabung ist zudem watscheneinfach."

    Es wird zwar auch das Hygiene-Kriterium angeführt aber in diesem speziellen Fall (insbesondere bei Maus und Tastatur) ist das wohl hinfällig.

    Ob nun Handauflegen einfacher ist als RfId-Armbänder oder Karten das will ich nicht beurteilen. Generell ist es bei RfId aber ggf. wesentlich leichter unbemerkt Leute zu überwachen als wenn man per willentlicher Handlung eine Hand in einem bestimmten Abstand über die Maus/ den Scanner halten muß.

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