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  5. › BSI-Lagebericht: Die bösen Hacker und…

Ich glaub ja nicht

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  1. Ich glaub ja nicht

    Autor: Seismoid 11.10.18 - 20:20

    Ich glaub ja nicht, dass es was bringt das BSI weiter aufzubauen. 1) verdient man in "der freien Wirtschaft" mit guter Cyber-Security-Expertise sicher weit mehr als in den Amtsstuben, und 2) sind die Rahmenbedingungen ja alles andere als toll. Die Hälfte der "Hacker" würde ein Horst Seehofer persönlich doch am liebsten im Vorstellungsgespräch festnehmen lassen (wenn sich überhaupt einer die Mühe macht beim BSI im Anzug und mit Curriculum Vitae vorzusprechen). Als Hacker braucht man einen kreativen Geist - und in Behörden wird alles kreative leider systematisch kaputt gemacht. Das macht also genausoviel Sinn wie eine "Kunstbehörde", die dann Künstlern Dienstanweisungen gibt, usw. usw. ...

  2. Re: Ich glaub ja nicht

    Autor: RipClaw 11.10.18 - 22:40

    Das Grundlegende Problem ist eher das das BSI unter der Fuchtel vom Innenministerium steht.

    Es wurde schon öfters mal gefordert das das BSI in eine unabhängige Behörde ausgelagert werden sollte. Das wäre vor allem in der Hinsicht wichtig da das Innenmisterium gerne mit Trojanern spielt aber das BSI eigentlich dafür da ist die digitale Infrastruktur vor solchen Tierchen zu schützen.

  3. Re: Ich glaub ja nicht

    Autor: Cok3.Zer0 11.10.18 - 23:45

    Ganz abgesehen von der Ausrüstung beim BSI, von der nie die Rede ist; man kann vermutlich nicht einfach sicherheitskritische und/oder personenbezogene Daten bei Google/Amazon auswerten:

    Wenn man die 1300 (!!! Soll-)Stellen nimmt, Verwaltung/Bürokratie sowie Management abzieht und durch die Anzahl der Referate teilt, was will man da groß erwarten?

  4. Re: Ich glaub ja nicht

    Autor: Argh 12.10.18 - 06:33

    Ich weiß auch gar nicht, wie die jemanden wie mich z.B. bezahlen wollen. Ich habe kein Studium also ist bei spätestens E8 Schluss. Sorry, aber dafür stehe ich nicht auf.

    Diese ganzen Behörden und öffentlichen Dienstleister müssen endlich mal kapieren, dass Abschluss != Skill ist.

  5. Re: Ich glaub ja nicht

    Autor: wamp 12.10.18 - 06:53

    Das ist nicht korrekt.
    Ohne Studium kannst Du, bei entsprechender Formulierung in der Ausschreibung (oder auf andere Weise erworbene...), eine Stelle mit maximal E12 besetzen.
    Das sind dann in der Stufe 4 etwas über 60K Brutto und bei Stufe 5 dann ca. 70K Brutto.
    Dazu kommt eine hervorragende Betriebsrente, gute Arbeitszeiten, minimaler Druck, etc.
    Ich finde es immer wider verwunderlich, wie schlecht informiert besonders ITler sind wenn es um den öffentlichen Dienst geht.

  6. Re: Ich glaub ja nicht

    Autor: Argh 12.10.18 - 07:07

    Theoretisch, praktisch passiert das nicht.
    Ich hatte Gespräche mit z.B. der TU hier in der Region und dem Magistrat, jeweils wurde mir gesagt, dass bei E8 Feierabend ist.
    Und selbst wenn ich einer Tätigkeit nachgehen würde, die mich zu einer E12 befähigt, müsste ich mehr "leisten" als in der freien Wirtschaft um auf 60k zukommen.

    Zu den Arbeitszeiten, da lache ich mich kaputt. Ich kann trotz Angestelltenverhältnisses mir meine Zeit nahezu frei einteilen, besser geht kaum. Außerdem kann ich ortsunabhängig arbeiten. Meiner Teamleiterin ist es egal, ob ich im Büro bin, zu Hause auf dem Balkon oder im Park. Hauptsache die Arbeit wird erledigt.


    Betriebsrente gibt es bei uns auch.

    Es gibt für jemanden wie mich keinen Grund im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Für Leute die tatsächlich außergewöhnliche Fähigkeiten haben, denn ich bin einfach nur fleißig und wissbegierig, erst recht nicht. Diese bekommen in freier Wildbahn an die 100k. Wie sollen da qualifizierte Bewerber kommen.

    Meine bisherigen Erfahrungen mit dem BSI waren, steht doch in Blabla. Konkrete Fragen wurden nicht beantwortet. Bis wir endlich die Genehmigung für VS-NfD hatten... Das war ein Graus, weil da nur unpräzise Antworten auf exakte Fragen kamen. Dies deckt sich mit Abschluss != Skill.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 12.10.18 07:09 durch Argh.

  7. Re: Ich glaub ja nicht

    Autor: minnime 12.10.18 - 10:25

    Genau, ich arbeite auch im öffentlichen Dienst in Norddeutschland (noch nichtmal im Osten)und da muss ich sagen, so gut wie der öffentliche Dienst muss die Wirtschaft erstmal bezahlen. Wenn man nicht zu den Spitzenkräften gehört und das sind die meisten nun mal nicht oder in einem Konzern arbeitet, sieht es in der Wirtschaft auch eher schlecht aus.

  8. Re: Ich glaub ja nicht

    Autor: Lanski 12.10.18 - 14:43

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau, ich arbeite auch im öffentlichen Dienst in Norddeutschland (noch
    > nichtmal im Osten)und da muss ich sagen, so gut wie der öffentliche Dienst
    > muss die Wirtschaft erstmal bezahlen. Wenn man nicht zu den Spitzenkräften
    > gehört und das sind die meisten nun mal nicht oder in einem Konzern
    > arbeitet, sieht es in der Wirtschaft auch eher schlecht aus.

    Darum gehts ja ... wenn du was kannst, wirst du im ÖD genau so beschissen bezahlt wie wer, der nen Abschluss hat - aber nix kann.

    In der freien Wirtschaft hingegen kannst du deine Leistung zeigen und dann den Preis bestimmen. Ist die Leistung unterdurchschnittlich, wirst du auch dementsprechend mies bezahlt, hast aber die Möglichkeit dich weiter zu entwickeln, statt irgendwo aufm Abstellgleis zu landen.

  9. Re: Ich glaub ja nicht

    Autor: Argh 12.10.18 - 16:15

    Ich kann jetzt natürlich nur für mich sprechen, aber ich bin bei uns in der Firma jetzt kein Überflieger. Etwas über Durchschnitt vermutlich schon. Ich habe knapp 55k. Das ist wenn mich nicht alles täuscht E10 Niveau.

    Und ich muss dazu sagen, dass ich erst vor 5 Jahren meine Ausbildung beendet habe. Im Rhein-Main-Gebiet ist das ein ziemlich normales Gehalt in der IT. Gibt Firmen die zahlen für die gleiche Stelle mehr, gibt aber auch welche die zahlen etwas weniger. Und ich mache jetzt nichts hoch komplexes.

  10. Re: Ich glaub ja nicht

    Autor: ML82 14.10.18 - 18:41

    Ich glaube die Gehälter sind nicht so sehr das Problem, eher dass bewegungslose Dasein was dort gepflegt wird, weil der meist überproportional angeschwollen daherkommende Wasserkopf auf Durchzug geiecht ist. Das ist ja schon in jedem größeren Betrieb bemerkbar, dass einem die Lebenszeit das nicht wert erscheint, den Macher in einem derart gering zu schätzen. Und wenn noch die Zielvorgabe einem blödsinnig erscheint gibt das ganze niemandem mit etwas Verstand Freude, Jede andere Baustelle wirkt da spannender beim Warten auf den Abgang.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.10.18 18:43 durch ML82.

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