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Arbeitet der Autor wirklich so?

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  1. Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: real_carles 12.04.16 - 12:45

    Ungläubig liest der IT Leiter dann den Tagesbericht / Servicebericht des Mitarbeiters. Stunden über Stunden vergehen im sinnlosen Support mit Herstellern die sich gegenseitig die Schuld in Schuhe schieben und das für soetwas wie heutzutage trivialen wie ein bissl Hypervisor.

    Aber nein der Administrator wusste es besser, er schwört auf Ubuntu mit Openstack und ja auch bitte einen aktuell Kernel - weil das geht dann alles viel besser und so!

    Administratoren in anderen Firmen wissen wie es geht:

    VMWare ESX über die costumized ISO von HP beziehen (kostenlos!), draufwerfen und glücklich sein. Gibts einen Kernel Panik fliegt der Server aus dem Rack oder es wird ein ESX Update gemacht - dann aber auch wieder mit dem Custome Image des Herstellers, weil der weiß am Besten welche Treiber in welcher Kombination richtig laufen.

    Oder die Kollegen setzen auf HyperV oder XenServer, da kann man neben HP nämlich noch MS oder Citrix eins auf die Mütze geben, 4 Stunden Reaktionszeit ist natürlich im Servicevertrag inklusive mit entsprechenden Ansprechpartner den man Feuer unterm Hinter machen kann...

    Alles Spielwiesen... ich wäre nicht bereit einen Cent dafür zu bezahlen und dem Administrator auch noch seine Lebensberechtigung damit zu geben wild nach Fehlern zu suchen die für 95% der virt. Infrastrukturen keine sind...

  2. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: Slartie 12.04.16 - 13:25

    Das "Schuld den Anderen in die Schuhe schieben" können kommerzielle Hersteller aber meiner Erfahrung nach noch weit besser als alle Open-Source-Arbeitsgruppen zusammen. Da ist dann irgendein Fitzel-Detail der eingesetzten Hardware nicht mit dem Produkt in der Version zertifiziert ("Ja, aber mit der BIOS-Version können wir keine Funktion garantieren, da müssen Sie schon die zertifizierte Version [von vor 5 Jahren] einsetzen...und Sie verwenden ein nicht-originales Kaltgerätekabel, das geht so natürlich auch nicht..."), und völlig unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, mit der diese Abweichung überhaupt die entsprechende Situation verursachen kann, wird dann erst mal jegliche weitere Beschäftigung mit dem Problem abgelehnt. Hat man dann aufwendig alle Einwände des Herstellers ausgeräumt und dabei Zeit ohne Ende verbraten, heißt es als nächstes "ja, das müssen wir jetzt erst mal analysieren". Der Hinweis auf die extrem teuer erkauften 4 Stunden Reaktionszeit wird mit "Wieso - wir haben doch innerhalb von 4 Stunden gesagt, dass wir das jetzt erst mal analysieren müssen?" abgeschmettert. Genauso kalt lässt das Gegenüber das wilde Drohen mit Schadensersatzklagen und Ähnlichem - in der Regel ist die Rechtsabteilung des Herstellers der eigenen nämlich zahlen- wie budgetmäßig weit überlegen. Und Papier ist zunächst mal sowieso sehr geduldig.

    Die eigenen Kunden wiederum leider nicht - die wollen nämlich, dass das Problem langsam mal gefixt wird, und denen ist es auch egal, ob man selbst einfach nur technisch zu inkompetent dazu ist oder ob man wild auf einen unkooperativen Hersteller zeigt und damit seine Inkompetenz in Sachen Zulieferer-Auswahl und Vertragsgestaltung zur Schau stellt.

  3. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: Linuxschaden 12.04.16 - 13:29

    Ich weiß nicht, wie die customized ISOs von HP aufgebaut sind, aber von meinen Exkursen in die Serveradministration habe ich gelernt, dass die Standardkonfiguration oft überladen ist. Ich kenne Debian-Installationen, die wollen allen ernstes eine GUI installieren. Diesen Punkt in Hinblick auf Ubuntu als Serversystem zu bringen ist ein bisschen nichtig, aber generell kann die individuelle Konfiguration besser sein. Gerade deswegen verwenden die Leute ja Linux - weil sie's spezialisieren können.

    (Und für den einen Windows-Troll, der das als Aufforderung verstehen will - geh weg).

  4. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: uli42 12.04.16 - 13:39

    Slartie schrieb:
    > Genauso kalt lässt das Gegenüber das wilde Drohen mit Schadensersatzklagen
    > und Ähnlichem - in der Regel ist die Rechtsabteilung des Herstellers der
    > eigenen nämlich zahlen- wie budgetmäßig weit überlegen. Und Papier ist
    > zunächst mal sowieso sehr geduldig.

    Ich hatte mit HP schon den Spass, dass ich drei Monate brauchte, bis ich einen Ansprechpartner hatte, der erstens willens war, mir zu helfen und zweitens technisch kompetent, so dass mein Problem überhaupt verstanden wurde. Der zwischengeschaltete Servicemitarbeiter lies die Kommunikation ständig einschlafen und wurde erst wieder (kurz) aktiv, nachdem ich eskaliert hatte. Der finale Ansprechpartner war kommunikativer und konnte immerhin einen Workaround liefern (nachdem ich ihn die die richtige Richtung gedrängt hatte) - den hatte ich aber in der Zwischenzeit selbst gefunden...

    Den Support kann man echt in der Pfeife rauchen, wenn es drauf ankommt. Der Split von HP und HPE hat die Situation auch nicht gerade verbessert.

    Uli

  5. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: Moe479 12.04.16 - 13:39

    dein custom image vom hersteller bringt nur denen etwas die es verwenden können und wollen ...

    was du hier vorschlägst, ist alles zu nehmen und nichts zurückzugeben ... zum glück gibt es unternehmen wo nicht nur der geiz regiert, sondern die sich auch in die von ihnen favorisierte lösung konstruktiv mit einzubringen suchen ... im dem fall wurde eine sicherheitslücke aufgedeckt und beseitigt, die eventuell dein custom image von hp demnächst auch nicht mehr hat ... und was war jetzt daran noch einmal schlecht für dich?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.04.16 13:41 durch Moe479.

  6. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: real_carles 12.04.16 - 13:40

    Sagt mal meine Herren was habt ihr denn bitte für Erfahrungen gemacht? Wenn wir hier Probleme mit Servern haben steht spätestens am nächsten Tag ein HP (oder anderer) Techniker vor der Tür mit nem Ersatzserver, da wird nicht rumdiskutiert sondern da wird der Vertrag erfüllt sonst freut sich die Rechtsabteilung. Auch ruft man nicht an irgendwelcher Hotline an, es gibt einen dedizierten Ansprechpartner den man auch nachts aus dem Bett klingeln kann und wehe wenn nicht.

    Da diskutiert KEINER wegen irgendwelchen BIOS Versionen herum, das Gerät wird so verwendet wie der Hersteller es liefert. Und wenn dieser Hersteller mist baut dann patcht der hier die BIOSe durch und nimmt die ab.

    Costumized ISO des Herstellers - das hat nix mit irgendwelchen zugemüllten Standardkonfigurationen zu tun, das ist ein von VMWare oder Microsoft erstellten Referenzimage die der Hersteller persönlich mit seiner Treibern erweitert hat. Nix GUI und co, der Dreck hat auf einem Hypervisor nix zu suchen, inklusive einer SSH Verbindung... wenn Admins sich schon per SSH auf nem HyperVisor verbinden MÜSSEN, dann stinkt doch schon etwas gewaltig. Selbst wenn mal eine virtuelle Maschine sich aufgehangen hat, muss die sauber über die Orchestratoren beendbar und schwenkbar sein, sonst taugt der ganze Mist doch nicht einen Cent.

  7. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: real_carles 12.04.16 - 13:44

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dein custom image vom hersteller bringt nur denen etwas die es verwenden
    > können und wollen ...
    >
    > was du hier vorschlägst, ist alles zu nehmen und nichts zurückzugeben ...
    > zum glück gibt es unternehmen wo nicht nur der geiz regiert, sondern die
    > sich auch in die von ihnen favorisierte lösung konstruktiv mit einzubringen
    > suchen ... im dem fall wurde eine sicherheitslücke aufgedeckt und
    > beseitigt, die eventuell dein custom image von hp demnächst auch nicht mehr
    > hat ... und was war jetzt daran noch einmal schlecht für dich?

    Geiz ist geil? mit Nichten! Ich erwarte vom Support der Hersteller das sie liefern und dafür setze ich die Software / Hardware so ein wie es der HErstleler vorsieht.

    Sicherheitslücken? Bitte was? Die einzigen Lücken die relevant sind wenn es eine VM schafft irgendwie aus ihrer Blase auszubrechen, dann gibts nen gesamtes Update der Hypervisoren auf die nächste Version, aber es kann mir hier doch keiner ernsthaft erklären er patche BIOS Versionen von einzelnen Servern durch... das mag mit 3 Servern noch klappen aber nicht jeder arbeitet in derart Kleinst IT Umgebungen

    Und wenn eine Sicherheitslücke auftritt ist dies fast immer zulasten der Herstellers der HyperVisor Lösung aber nicht die des Hardware Herstellers (meistens)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.04.16 13:46 durch real_carles.

  8. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: Moe479 12.04.16 - 13:44

    wollte ich auch erst schreiben, da werden einem schon einmal 'wartungslösungen' präsentiert, die schon nach dem ersten mal anblinzeln keinerlei sicherheit bieten können.

  9. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: Linuxschaden 12.04.16 - 13:45

    real_carles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sagt mal meine Herren was habt ihr denn bitte für Erfahrungen gemacht? Wenn
    > wir hier Probleme mit Servern haben steht spätestens am nächsten Tag ein HP
    > (oder anderer) Techniker vor der Tür mit nem Ersatzserver, da wird nicht
    > rumdiskutiert sondern da wird der Vertrag erfüllt sonst freut sich die
    > Rechtsabteilung. Auch ruft man nicht an irgendwelcher Hotline an, es gibt
    > einen dedizierten Ansprechpartner den man auch nachts aus dem Bett klingeln
    > kann und wehe wenn nicht.

    Wenn die Maschine nicht funktioniert, dann sollst du als Techie das Ding zum Laufen bringen. Den Kunden interessiert es nicht, warum die Maschine gerade nicht funzt, und dass der Hersteller sich weigert, Ersatz zu liefern.

    Dessen Support sagt dann (sinngemäß): "Wenn's ihnen nicht gefällt, verklagen Sie uns doch!". Und dann freut sich halt die Rechtsabteilung, und der Kunde rotiert und kündigt, aber wenigstens freut sich die Rechtsabteilung ...

  10. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: real_carles 12.04.16 - 13:49

    Linuxschaden schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > real_carles schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sagt mal meine Herren was habt ihr denn bitte für Erfahrungen gemacht?
    > Wenn
    > > wir hier Probleme mit Servern haben steht spätestens am nächsten Tag ein
    > HP
    > > (oder anderer) Techniker vor der Tür mit nem Ersatzserver, da wird nicht
    > > rumdiskutiert sondern da wird der Vertrag erfüllt sonst freut sich die
    > > Rechtsabteilung. Auch ruft man nicht an irgendwelcher Hotline an, es
    > gibt
    > > einen dedizierten Ansprechpartner den man auch nachts aus dem Bett
    > klingeln
    > > kann und wehe wenn nicht.
    >
    > Wenn die Maschine nicht funktioniert, dann sollst du als Techie das Ding
    > zum Laufen bringen. Den Kunden interessiert es nicht, warum die Maschine
    > gerade nicht funzt, und dass der Hersteller sich weigert, Ersatz zu
    > liefern.
    >
    > Dessen Support sagt dann (sinngemäß): "Wenn's ihnen nicht gefällt,
    > verklagen Sie uns doch!". Und dann freut sich halt die Rechtsabteilung, und
    > der Kunde rotiert und kündigt, aber wenigstens freut sich die
    > Rechtsabteilung ...

    Nein das siehst du falsch, des Techie Lebensaufgabe ist es NICHT Wochen oder Monatelang mit irgendwelchem Support oder Foren sich zu bewegen um dieses Problem zu lösen, das ist hier schliesslich kein Selbstzweck oder Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Wenn ein System derart lannge gestört ist habe ich entweder die falsche Technologieentscheidung getroffen, meine Admins sind inkompetent oder ich habe den falschen Supportvertrag oder Hersteller.

    Auf alles drei muss man gleichermaßen reagieren: austauschen!

  11. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: jkow 12.04.16 - 13:58

    real_carles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hier doch keiner ernsthaft erklären er patche BIOS Versionen von einzelnen
    > Servern durch... das mag mit 3 Servern noch klappen aber nicht jeder
    > arbeitet in derart Kleinst IT Umgebungen

    Viele aber schon. Da kannst Du mit Deinen Hunderttausend-Euro schweren Support-Verträgen so lange wedeln wie Du willst. Da kann ein anderer seinen Admin mehrere Monate lang Vollzeit beschäftigen und dann betreut der eben auch mal auf einem Testsystem das Debugging eines OSS-Problems. Am Ende profitieren viele davon und das ist volkswirtschaftlich viel interessanter und effizienter..

  12. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: real_carles 12.04.16 - 14:02

    jkow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > real_carles schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > hier doch keiner ernsthaft erklären er patche BIOS Versionen von
    > einzelnen
    > > Servern durch... das mag mit 3 Servern noch klappen aber nicht jeder
    > > arbeitet in derart Kleinst IT Umgebungen
    >
    > Viele aber schon. Da kannst Du mit Deinen Hunderttausend-Euro schweren
    > Support-Verträgen so lange wedeln wie Du willst. Da kann ein anderer seinen
    > Admin mehrere Monate lang Vollzeit beschäftigen und dann betreut der eben
    > auch mal auf einem Testsystem das Debugging eines OSS-Problems. Am Ende
    > profitieren viele davon und das ist volkswirtschaftlich viel interessanter
    > und effizienter..

    sorry aber das sehe ich überhaupt nicht so, noch schlimmer - wohl wie in diesem Fall - wurde hier ein Dienstleister oder besser "google Consultant" eingesetzt der mir den Mist auch noch in Rechnung stellt. In einer Produktivumgebung hat sowas nix verloren, da wird auch nicht Wild nach Lust und Laune rumgepatcht und dann aufwendig analysiert. Das können die Jungs in ihrer Freizeit machen aber nicht im Office. IT ist keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme oder zum Selbstzweck da, die Resourcen setze ich lieber damit die IT an den richtigen Stellen den Betrieb unterstützt und sich nicht mit sich selbst beschäftigt... vor allem bei so etwas banalen wie der Betrieb einer virtuellen Infrastruktur

  13. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: mustermensch 12.04.16 - 14:06

    Nur das der "richtige" Supportvertrag dann vermutlich so viel kostet das du auch 5 Admins für das debugging bezahlen könntest.

  14. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: uli42 12.04.16 - 14:09

    real_carles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sagt mal meine Herren was habt ihr denn bitte für Erfahrungen gemacht? Wenn
    > wir hier Probleme mit Servern haben steht spätestens am nächsten Tag ein HP
    > (oder anderer) Techniker vor der Tür mit nem Ersatzserver, da wird nicht
    > rumdiskutiert sondern da wird der Vertrag erfüllt sonst freut sich die
    > Rechtsabteilung. Auch ruft man nicht an irgendwelcher Hotline an, es gibt
    > einen dedizierten Ansprechpartner den man auch nachts aus dem Bett klingeln
    > kann und wehe wenn nicht.

    Tja, das hast du leider oft nicht selbst in der Hand. Ich administriere beim Kunden. Und was der kauft (HW und Supportumfang), bestimmt in erster Linie der Einkauf. Nicht der Bereich, nicht die IT, erst recht nicht der externe Dienstleister (dessen Empfehlungen oft genug in den Wind geschossen werden). Solange der Kunde meinen Aufwand bezahlt, ist das irgendwo in Ordnung. Nicht zufriedenstellend, nicht optimal, aber in Ordnung. Das Risiko hab dann aber auch nicht ich zu tragen..

    Uli

  15. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: real_carles 12.04.16 - 14:13

    mustermensch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur das der "richtige" Supportvertrag dann vermutlich so viel kostet das du
    > auch 5 Admins für das debugging bezahlen könntest.

    Doppelt Käse, zu einem das der Supportvertrag soviel kosten würde noch das ich je Admins zum Debugging einstellen würde - also zumindest bei derlei Problemen. Es gibt da draußen Millionen von Servern die diese Arbeit jeden Tag machen, was interessiert es mich ob Kernel xyz mit Software abc nicht funktioniert und vorallem WARUM.

    Nicht falsch verstehen, technisch und inhaltlich finde ich das gut was der Autor gemacht hat, aber als Kunde würde und werde ich für sowas kein Geld ausgeben. Das ganz hat nämlich für MICH als Kunden unterm Strich annähernd keinen Mehrwert - wenn ich dann überlege das die Arbeitsstunde wohl um die 150¤ (oder so ähnlich) gekostet hat, dann wird mir richtig schlecht

  16. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: Linuxschaden 12.04.16 - 14:13

    real_carles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein das siehst du falsch, des Techie Lebensaufgabe ist es NICHT Wochen
    > oder Monatelang mit irgendwelchem Support oder Foren sich zu bewegen um
    > dieses Problem zu lösen, das ist hier schliesslich kein Selbstzweck oder
    > Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Wenn ein System derart lannge gestört ist habe
    > ich entweder die falsche Technologieentscheidung getroffen, meine Admins
    > sind inkompetent oder ich habe den falschen Supportvertrag oder
    > Hersteller.

    Habe ich von einer Lebensaufgabe gesprochen? Nein, habe ich nicht.

    Die Situation ist folgende: X funktioniert nicht, hat vorher funktioniert, mach wieder heile.

    Sagt der Techie: ist durch Update von Y (Management interessiert sich nicht für Details) passiert.

    Management (du?) sagt: Wie kann der Hersteller es wagen, Ersatz sofort oder die verklagen wir!!1!

    Hersteller: haben Sie schon mal aus- und anschalten ausprobiert?
    Ansonsten, bitte. verklagt uns, ist ja nicht so, als ob die Gerichte nicht eh schon genug zu tun hätten.

    Und dann ziehen die Monate in das Land.

    Kunde: Ihr habt sie doch nicht mehr alle, anstatt hier schnell Ersatz zu besorgen, sitzt ihr das aus, da gehe ich lieber zur Konkurrenz.

    > Auf alles drei muss man gleichermaßen reagieren: austauschen!

    Warum nicht direkt gleich den Kunden austauschen?

  17. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: Moe479 12.04.16 - 14:19

    hast du den artikel überhaupt auch nur überflogen? so wie ich es verstanden habe wurde hier in einem kernelmodul ein durchaus sicherheitskritischer fehler gefunden, der es usern bzw. software die diese einsetzen mindestens erläubt hätte das system abzuschießen, und das aus reinem zufall weil sich jemand mit openstack beschäftigt ...

    es ging um kein basic input output system bzw. firmware von irgendwelcher hardware,

    und du agumentierst, dass irgendwas halbwegs passendes aber doch irgendwie eingeschränktes zu kaufen besser sei als es selber ggf. sogar besser hinzubekommen ... das ist grundsätzlich kein ansatz den foss verfolgt.

    und was nützt dir die 'schuld' eines anderen wenn deine kunden dann einen bogen um dich machen, weil sie erfahren haben, dass du es eigentlich garnicht beherrschst was du ihnen da verkaufen willst ... dann ist doch das kind schon im brunnen ertrunken, weil du selbst unfähig warst es zu retten!

    der admin hier hat genau das richtige gemacht, vor der eigentlichen not geprüft ob es probleme mit kommenden kernelversionen für sein setup gibt, das war vorrauschauend, weise und nachaltig.

    das es probleme gibt einen fehler einem verantwortungsbereich zuzuordnen, gerade wenn er nur in bestimmten speziellen zuständen auftritt ist keine auf foss begrenzte sache, und dass man diesen mit vorherigen versionen prüft ab welcher version der neuer fehler auftritt hilft enorm die dafür infrage kommenden commits einzugrenzen. und dass das der kernelentwickler nicht unbedingt selber machen braucht wenn er einen dafür routinierteren und das gefragte setup wesentlich besser kennenden admin zur seite bekommt ... liegt auch auf der hand.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.04.16 14:26 durch Moe479.

  18. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: der_wahre_hannes 12.04.16 - 14:27

    Slartie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das "Schuld den Anderen in die Schuhe schieben" können kommerzielle
    > Hersteller aber meiner Erfahrung nach noch weit besser als alle
    > Open-Source-Arbeitsgruppen zusammen.

    Meiner Erfahrung nach geben sich da beide nicht viel. Fehler macht keiner gerne. Fehler auch noch zugeben noch weniger. "Seit ich XYZ gemacht habe, läuft das nicht mehr" führt doch in 99% der Fälle dazu, dass die "beschuldigte" Partei erstmal reflexartig "da sind wir nicht schuld dran" sagt.

  19. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: real_carles 12.04.16 - 14:49

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hast du den artikel überhaupt auch nur überflogen? so wie ich es verstanden
    > habe wurde hier in einem kernelmodul ein durchaus sicherheitskritischer
    > fehler gefunden, der es usern bzw. software die diese einsetzen mindestens
    > erläubt hätte das system abzuschießen, und das aus reinem zufall weil sich
    > jemand mit openstack beschäftigt ...
    >

    Mir geht es doch gar nicht darum, natürlich war das ein sinnvoller und guter Beitrag zur Community und ja auch schön das sich jemand hingesetzt hat. Bezahlen würde ich das als Kunde aber nicht :)

    > es ging um kein basic input output system bzw. firmware von irgendwelcher
    > hardware,
    >
    > und du agumentierst, dass irgendwas halbwegs passendes aber doch irgendwie
    > eingeschränktes zu kaufen besser sei als es selber ggf. sogar besser
    > hinzubekommen ... das ist grundsätzlich kein ansatz den foss verfolgt.
    >

    das mag sein das dies kein Ansatz von foss ist, aber ich würde selbst keine Resourcen dafür bereitstellen wollen. Und das was sicher der Großteil der IT Abteilungen einkauft ist sicher kein "irgendwie eingeschränktes" oder halbwegs passendes sondern Technologie die noch mehr gereift ist als aktuell OpenStack, bei Millionen Kunden im Einsatz ist, entsprechend Knowhow und Erfahrung nachweisen kann und somit automatisch eine riesen Community und Wissenschatz hat. Und ich bin eben auch nicht bereit in etwas zu entwickeln was andere bereits für einen festen Preis mit kalkulierbaren Kosten anbieten.

    > und was nützt dir die 'schuld' eines anderen wenn deine kunden dann einen
    > bogen um dich machen, weil sie erfahren haben, dass du es eigentlich
    > garnicht beherrschst was du ihnen da verkaufen willst ... dann ist doch das
    > kind schon im brunnen ertrunken, weil du selbst unfähig warst es zu
    > retten!
    >

    Sorry das ist Käse! Es wird von der IT Abteilung erwartet ein stabiles, sicheres und zukünftsfähiges System bereitzustellen welches die Prozesse im unternehmen unterstützt und zu einem vertretbaren Aufwand Pflegbar ist. Meine Admins sollen und MÜSSEN gar nicht wissen warum, ob und wieso Kernel xyz Probleme mit abc hat. Ist sicher nett aber bringt mir/uns/ihnen am Ende 0. Und die Diskussion mit dem Kunden will ich sehen als der Autor gesagt ja: ja ... hmm das hat zwar 4 Monate gedauert aber ich habe nen Fehler im Kernel gefunden - und das war wichtig und nun gehts auch mit dem neuen Kernel - achja das macht dann 30.000¤ (oder was auch immer).

    > der admin hier hat genau das richtige gemacht, vor der eigentlichen not
    > geprüft ob es probleme mit kommenden kernelversionen für sein setup gibt,
    > das war vorrauschauend, weise und nachaltig.

    Und ein Blick in die Glaskugel, von dem aktuellen Fall analog auf zukünftige zu schließen ist doch albern

    >
    > das es probleme gibt einen fehler einem verantwortungsbereich zuzuordnen,
    > gerade wenn er nur in bestimmten speziellen zuständen auftritt ist keine
    > auf foss begrenzte sache, und dass man diesen mit vorherigen versionen
    > prüft ab welcher version der neuer fehler auftritt hilft enorm die dafür
    > infrage kommenden commits einzugrenzen. und dass das der kernelentwickler
    > nicht unbedingt selber machen braucht wenn er einen dafür routinierteren
    > und das gefragte setup wesentlich besser kennenden admin zur seite bekommt
    > ... liegt auch auf der hand.

    ja das stimmt allerdings, wie gesagt ich fand den Artikel auch äußerst interessant und sicher im Ergebnis auch zielführend, ich sage und erkläre nur warum ich es in meiner IT Abteilung nicht so handhaben würde und das auch kein Konzept ist was ich persönlich verfolgen würde

  20. Re: Arbeitet der Autor wirklich so?

    Autor: M.P. 12.04.16 - 14:53

    Hmm,
    es gibt in der MS-SQL-Datenbank, die wir in einigen Projekten einsetzen einen Fehler, durch den bestimmte Queries die Datenbank reproduzierbar zum Einfrieren bringen.
    Wir zahlen Unsummen pro Jahr für Support-Verträge.
    Der Microsoft Support hat in einem ersten Schritt das Verhalten als fehlerhaft anerkannt, und im zweiten Schritt mitgeteilt, daß nicht die Absicht besteht, diesen zu beheben....


    Wir haben mühsam um diesen Fehler herumprogrammieren müssen, um nicht unsererseits von unserem Kunden gegrillt zu werden. Die Performance der Krücken-Lösung ist aber sehr schlecht ...

    DAS ist die Reaktion, die man von großen Closed-Source Produzenten erwarten kann, wenn man nicht eine Rechtsabteilung hat, die größer ist, als unser ganzer Betrieb....

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